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Sonntag, 11. April 2021
Morgens haben wir mit Shell einen schönen Spaziergang rund um den Campingplatz gemacht. Um unsere Probleme mit dem Motor eruieren zu können sind wir zu einer Rundfahrt gestartet. Leider sind wir jetzt auch nicht schlauer als vorher. In den letzten Tagen hat sich der Platz langsam geleert und heute hat er sich wieder gefüllt. Erst kamen vier grosse amerikanische Liner, dann ein Trailer. Kurz darauf haben wir deutsche Nachbarn mit zwei jungen Hunden bekommen und zum Schluss traf ein Wohnmobil aus Zürich ein. Alle, bis auf die Amis, haben sich miteinander bekannt gemacht und ausführlich über das woher, wohin und warum ausgetauscht.

Samstag, 10. April 2021
Arbeitstag, wir putzen, waschen, räumen auf und Hermi werkelt am Iveco. Abends waren wir wieder zu sechst im Taco Restaurant. Wir hatten Begleitung von einer mexikanischen Band, wie immer allerdings zu laut. Anschliessend haben wir auf dem Camping noch lange zusammen gesessen und wunderbare lustige Storys erzählt.

Freitag, 9. April 2021
Heute ist der grosse Tag. Unser D-Hai bekommt neue Reifen. Liebenswerterweise dürfen wir Shell bei Gisela und Hermann auf dem Campingplatz lassen, es ist schon morgens heiss. Gegen 11.00h treffen wir beim Michelinhändler ein. Er zeigt uns die neuen Pneu, wau, es sind die Richtigen! Nach ein wenig hin und her macht sich ein Monteur an die Arbeit. Wir haben ihnen unsere Doku von zu Hause zur Verfügung gestellt und nun klappt der Wechsel problemlos. Gegen 15.00h sind alle 5 Räder wieder an ihrem Platz, wir bezahlen und rollen zufrieden von dannen. Ein Problem weniger. Auf dem Rückweg leuchtet wieder der EDC auf und Hermi merkt wie die Leistung stark zurückgeht. Er klebt ein Loch an einem Schlauch ab, das er heute Morgen entdeckt hat und dann geht die Fahrt weiter. Ich atme auf als wir ohne Probleme wieder am Campingplatz ankommen. Gisela, Hermann und Shell atmen auch auf als ich die drei von der jeweiligen Gesellschaft befreie. Nein, ganz so schlimm war es nicht aber Shell hat sich wohl doch etwas zu sehr aufgeregt bis sie zu müde dazu war und eingeschlafen ist. Wir kühlen uns im Pool ab und verbringen den Abend bei einem Film.

Donnerstag, 8. April 2021
Morgens gebe ich Sigrid und Hans Tipps für ihre Rundreise auf der Baja. Es wird heiss uns so geniessen wir den Schatten. Wir haben unsere Schweizer Freunde Erika und Martin nachmittags zum Kaffee eingeladen. Es ist wieder recht heiss aber Kaffee und Kuchen munden trotzdem. Anschliessend kühlen wir uns im Pool wieder ab.

Mittwoch, 7. April 2021
Morgens verabschieden wir Annaluise und Marco die mit ihrem MAN auf’s Festland übersetzen um eine Reparatur erledigen zu lassen. Kurz darauf fährt ein VAN aus Ravensburg auf den Platz neben uns. Es sind Sigrid und Hans die nach einem Corona bedingten Unterbruch ihre Reise seit 4 Wochen fortsetzen. Wir verabreden uns für den Abend. Gemeinsam mit Gisela und Hermann geht es zum Tacorestaurant. Oh je, Hermann (von Gisela) bekommt Crevetten serviert, er mag keinen Fisch! Zum Glück liegen diese in der feinen Chipotle-Sauce, gemischt mit Reis isst er schlussendlich zufrieden seinen Teller leer. Bis spät Abends sitzen wir dann noch gemeinsam draussen, plaudern und geniessen den milden Abend.

Dienstag, 6. April 2021
Habe bis 8.30h geschlafen, die Zeitumstellung habe ich noch nicht mitgekriegt. Dadurch hinken wir irgendwie den ganzen Morgen hinter der Zeit her. Die neuen Nachbarn, Annaluise und Marco mit Tochter, kommen kurz zum Plaudern, das Paar aus Alsaka verabschiedet sich und auch Vreni und Chris ziehen weiter gegen Norden. Schlussendlich wollen wir gemeinsam mit Gisela zu unserer Einkaufstour starten aber oh Schreck, die Gänge funktionieren nicht mehr. Die beiden Hermann beugen sich über die Kühlerhaube und füllen schlussendlich Öl in den Zylinder der Kupplung. Eine halbe Stunde später können wir dann zum Glück losdüsen. Da es heute wieder heiss ist lassen wir Shell auf dem Campingplatz bei Hermann. Auf der Rückfahrt meldet sich unser Motor wieder mal, die Warnung heisst nun EDC 024 Motordefekt. Mann, langsam reichts. Auf dem Campingplatz verstauen wir die Lebensmittel und dann waschen die Männer den Motor um herauszufinden wo wir Öl verlieren. Die Warnlampe ist inzwischen wieder aus, darum wird sich Hermi später kümmern.

Montag, 5. April 2021
Nächste Reparatur, unser Mückengitter am Dachfenster. Leider klappt das nicht so reibungslos wie gestern. Nachdem Hermann es wieder eingebaut hat springt das Gitter aus dem Rahmen. Hermi demontiert schimpfend wieder alles. Nachdem wir es festgenäht und dann wieder eingezogen haben scheint es nun funktionstüchtig. Auch heute haben wir zwischendurch immer wieder einen gemütlichen Talk mit diversen Nachbarn. Allerdings ist es heiss wie in einem Backofen. Gottseidank gibt es den Pool, in dem wir uns immer wieder abkühlen können. Abends werden wir von einem Pärchen aus Alaska, das wir hier auf dem Platz vor ein paar Wochen kennengelernt haben, zur Movienight eingeladen. Wir haben uns allerdings mehr zu erzählen als das wir auf den Screen geschaut haben. Gegen Abend ist noch ein grosses europäisches Wohnmobil auf den Platz gefahren. Da werden wir morgen wieder ein paar neue Reisegeschichten hören.

Sonntag, 4. April 2021 Ostersonntag
Ab heute hat auch Mexiko wieder Sommerzeit. Nach dem Frühstück steht ein weiteres Gespräch mit zu Hause an. Den Tag verbringen wir wieder auf dem Camping. Abends findet neben uns auf einem offenen Feld eine politische Veranstaltung statt. Es ist sehr laut und zum Schluss bekommen wir noch eine kleine musikalische Unterhaltung und ein kurzes Feuerwerk geboten.

Samstag, 3. April 2021
Nach dem Frühstück rufe ich wie immer meine Mutter an und dann plaudern wir mit Hermanns Schwester und Familie über eine Stunde. Zwischendurch schauen immer mal wieder unsere Campingfreunde vorbei aber heute wollen wir erstmal unsere eigenen Sachen erledigen, bevor wir uns wieder verplaudern. Nach dem Mittagessen widme ich mich dem Tagebuch und der Homepage und Hermi nimmt sich die Kupplung vor. Leider findet er keinen Fehler und bricht die Suche ab. Nachmittags baden wir alle im Pool. Abends gehen wir zu sechst ins nahegelegene Taco-Restaurant und freuen uns über feines mexikanisches Essen.

Freitag, 2. April 2021
Wir bekommen schon beim Frühstück Besuch von Hermann the German : -). Kurzerhand stürzen sich die beiden Männer in die Reparatur unseres Fliegengitters an der Tür. Ich kümmere mich um die Reinigung des Rahmens und des Interieurs, das nun im Wohni freiliegt. Da kommen mehr als 3 Jahre Schmutz zum Vorschein, der sich überall dahinter angesammelt hat. Schon kurz vor Mittag ist das Teil wieder zusammen- und eingebaut. Super gemacht ihr beiden Hermanns, vielen herzlichen Dank! Mittags haben wir einen Videocall mit unseren lieben Reisefreunden Nicole und Pit. Es sind die beiden, mit denen wir in Marokko zwei Wochen durch die Wüste getourt sind. Sie sind nun in Argentinien und konnten nach einem 9 monatigen Lockdown Ende Dezember endlich wieder reisen. Ihre schönen Bilder aus Patagonien bezaubern uns täglich. Sie machen sehr viel Lust darauf, diese grandiosen Landschaften auch mal mit eigenen Augen zu sehen. Den Nachmittag verbringen wir am Pool. Es haben sich alle Europäer des Campingplatzes hier versammelt. Neben Rachel und Jean-Francois sitzen auch die Schweizer aus Uznach, Vreni und Chris bei uns. Die beiden haben wir schon in Todos Santos am Strand kennengelernt. Zum Schluss fehlen nur noch Gisela und Hermann, die auf unsere Einladung auch gleich rüber kommen. Es ist ein lustiges Stimmengewirr aus Schweizerdeutsch, Deutsch, Englisch und Französisch. Bei Sonnenuntergang trennen wir uns wieder. Nur mit Vreni und Chris sitzen wir noch für einen Apero zusammen. Erst nach 20.00h wird es uns langsam zu kalt, wir verabschieden uns und gehen bald schlafen.

Donnerstag, 1. April 2021          3 Jahre auf unserer Traumreise
Um 7.00h weckt mich mein lieber Wecker, Hermann :-). Wir machen uns abfahrtsbereit. Zur Feier des Tages gönnen wir uns einen Ausflug mit unseren Schweizer Bekannten die hier wohnen. Bevor es losgeht frühstücken wir aber erst noch im Camping Café und bestellen für unser Picknick einen Salat mit Poulet. Um 9.00h treffen wir uns beim Abzweiger an der Tankstelle mit Erika und Martin. Sie wollen uns die Sehenswürdigkeiten im Norden von La Paz, an der Sea of Cortez zeigen. Die ersten 20 Kilometer folgen wir dem Asphaltband und kommen durch die hier überall vorherrschende Kaktuswüste. Als wir die Berge erreichen führt die Strasse direkt entlang der Küste. Die Strände sind hier wild, übersät mit Schwemmholz und leider auch mit Abfall. Wir machen einige Male einen Stop, um die Schönheit der Natur in uns aufzunehmen. Je mehr wir nach Norden fahren, je bunter werden die Felsen. Sie schimmern in den verschiedensten Rosa- und Beigetönen und in einem wunderbaren kräftigen Grün. Leider ist der Weg, der zu der sagenhaften Landschaft führt, zur Zeit abgesperrt. Schade, aber auch von weitem beeindrucken uns die bunten Farben. Wir drehen um und suchen uns einen Platz an einem Strand für ein Picknick. Schnell haben wir Tische und Stühle aufgebaut und die leckeren Sachen ausgepackt. Wir verbringen ein paar fröhliche Stunden zu fünft an diesem Strand. Das Wasser lockt zwar nicht unbedingt für ein Bad aber dafür sehen wir ca. 100m vor uns zwei Walhaiflossen durch die blauen Fluten pflügen. Gegen 16.30h packen wir alles wieder ein und nehmen den Rückweg unter die Räder. Unterwegs zeigt uns Erika noch eine kleine Ranch, die Ausritte zu Pferd anbietet und diverse Tierarten hält. Besonders witzig ist eine weisse Ente, die quakend angewackelt kommt, um unbedingt gestreichelt zu werden. Kurz vor Sonnenuntergang biegt Martin noch ab zu den Dünen am Meer. Die finden wir interessant aber er fährt noch weiter, weil er zum Hotel am Ende der Halbinsel möchte. Von hier aus hat mein eine schöne Sicht auf die Bucht vor La Paz, momentan liegen hier 6 Kreuzfahrtschiffe und warten bis sie ihre Fahrten wieder aufnehmen dürfen. Es ist eine 5km lange üble Waschbrettpiste und am Ende wartet ein Security an einem Gate, der uns nicht passieren lässt. Leider ist auch der Weg zurück dem Strand entlang gesperrt, weil gerade Saison ist, während der die Schildkröten ihre Nester bauen und Eier legen. Also geht es die ganze Strecke wieder zurück. Dummerweise hat Hermi jetzt Probleme mit den Gängen. Er kann nur noch mit Mühe und Not den Rückwärtsgang reinwürgen, der erste Gang ist auch sehr schwierig einzulegen. Na Bravo. Zum Glück hat er mit den restlichen Gängen keine Mühe. Wir verabschieden uns von Erika und Martin und bedanken uns ganz herzlich für den wunderschönen und netten Tag, den wir mit ihnen verbringen durften. Zurück beim Camping ist es schon fast dunkel. Ich hüpfe beim Café raus und hole uns ein Sandwich zum Abendessen. Hermi richtet derweil unser D-Hai für die Nacht.

3 Jahre auf unserer traumreise

Mittwoch, 31. März 2021
Die anderen 4 fahren heute mit dem bunten Bus zu einem Strand. Wir haben uns entschieden hier zu bleiben. Wir wollen morgen mit Erika und Martin zu den grünen Steinen, das wird ein Tagesausflug. Heute wasche ich mal alle unsere Vorhänge. Gegen Abend kommen die anderen begeistert zurück. Sie haben einen schönen Strand entdeckt und auch ein Hotel mit Restaurant gefunden, in dem sie sehr gut Mittag gegessen haben. In der Zwischenzeit haben wir uns etwas um Merci gekümmert, sie ist der Campinghund und wurde von Gisela und Hermann quasi adoptiert. Nun gefällt es ihr bei uns aber auch nicht schlecht, vor allem unser feines Trinkwasser mundet ihr. Müde und zufrieden trennen sich für heute wieder unsere Wege.

Dienstag, 30.03.2021
Nachdem ich eine Lektion Englisch und Spanisch gelernt habe, verpasse ich Shell eine Sommerfrisur. Kaum sind wir fertig kommt Israel (ja der heisst wirklich so) der Mann für alles auf dem Campingplatz und putzt unser Wohni. Nach einer Stunde und für nur 300 Peso kann man sich dem Fahrzeug jetzt wieder nähern ohne in Staub getaucht zu werden. Nachmittags wollen Gisela und ich in den Pool, aber ihr ist er noch zu kalt und so ziehe ich alleine ein paar Runden. Das tut gut, die Temperatur ist heute auf über 32°C gestiegen. Abends gehen wir zu sechst zusammen essen, allerdings hat das Tacorestaurant weiter vorne an der Strasse geschlossen, so landen wir im Campingcafe, das ja auch feine Speisen anbietet. Vor allem bietet es jungen mexikanischen Frauen eine Arbeit, das gefällt uns daran fast am Besten.

Montag, 29.03.2021
Heute muss ich mich unbedingt nochmal um Hermanns Rückzug des Verlängerungsantrags für die USA kümmern. Wir haben eine neue Meldung bekommen, offensichtlich haben sie den Brief über den Rückzug übersehen. Ich setze mich draussen hin, werde aber immer wieder durch Besucher unterbrochen. Gegen Mittag hab ich es dann endlich geschafft. Die Temperatur ist heute über 30°C gestiegen aber es geht ein angenehmes Lüftchen. Wir müssen unbedingt Shell scheren um es für sie angenehm zu machen. Das erledige ich morgen, heute gehen wir erst noch Einkaufen. Gemeinsam mit Gisela steigen wir in unser D-Hai, der zweite Hermann schwingt sich auf seinen Roller. Mit zwei, bis obenhin gefüllten Einkaufswagen, kommen wir nach einer Stunde aus dem Supermarkt. Das sollte nun wieder für eine Woche reichen. Nachmittags stürze ich mich in die Fluten des Swimmingpools und schwimme ein paar Runden. Abends trennen sich jeweils die Wege von uns und jeder geniesst ein eigenes Programm :-).

Sonntag, 28.03.2021
Waschtag, gestern waren den ganzen Tag die Maschinen durch die SeaBridge Leute besetzt, heute sind wir dran. Zudem putze ich wiedermal gründlich durch und schaufle massenweise Sand und Staub aus den Ecken. Hermi ist derweil mit ein paar Arbeiten am Motor beschäftigt. Er kann aber leider das Wechseln des Dieselfilters nicht beenden, weil er die Hülle nicht öffnen kann. Hermi googelt und sucht im Internet ob er eine brauchbare Anleitung findet, schlussendlich schreibt er ein Email an unseren Garagisten in Tuggen und hofft auf baldige Antwort. Müde und zufrieden über das Erledigte setzen wir uns ins Wohni und gehen früh zu Bett.

Samstag, 27.03.2021
Der Tag vergeht mit Relaxen und vielen interessanten Gesprächen mit den Tourteilnehmern und unseren Freunden.

Freitag, 26.03.2021
Nach dem Frühstück sitzen wir einige Zeit mit den beiden vom Iveco zusammen. Sie haben einen tollen Aufbau von Kerkamm, den sie mit ganz vielen Details ausgestattet haben. Da kann man fast neidisch werden, allerdings ist ihr Fahrzeug bedeutend länger und schwerer. Zudem erfahren wir von den beiden warum in Todos Santos die Leute immer in Scharen vor dem Hotel an der Hauptstrasse stehen und fotografieren. Angeblich ist es das Hotel California, das im berühmten Song der Eagles besungen wird. Da müssen wir natürlich auch ein paar Fotos haben. Wir räumen auf und starten für eine Sightseeing und Shoppingtour ins Dorf. Mit feinem Brot als Geschenke für unsere Freunde in La Paz düsen wir dann los zum Camping Maranatha. Wir werden herzlich begrüsst, machen es uns auf unserem Platz Nummer 13 gemütlich und halten gleich einen netten Schwatz mit Gisela und Hermann und etwas später mit Rachel und Jean-Francois. Auf dem Platz haben sich heute auch die 11 Fahrzeuge der SeaBridge Tour eingefunden. Es sind einige Landsleute dabei, ausserdem Deutsche und Franzosen.

Donnerstag, 25.03.2021
Morgen‘s um 6.30h möchte Shell kurz raus. Bäh, es ist kühl aber die Sonne kommt gerade über die Berge. Der Himmel ist wolkenlos. Wir frühstücken warm eingepackt in unsere Decken. Es hat draussen 10°C und im Wohni kühle 15°C. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei und wir öffnen Türen und Dachfenster um nun die Wärme ins Wohni zu lassen. Mittags gehen wir im Beachrestaurant Greenroom essen und werden mit schmackhaften mexikanisch angehauchten Spezialitäten verwöhnt. Anschliessend sitzen wir noch an der Sonne bis es zu kühl wird. So langsam wäre es schon schön wenn es ein paar Grad wärmer würde aber wahrscheinlich wird es dann gleich schon heiss und wir jammern auch wieder :-). Wir haben es uns drin schon gemütlich gemacht, als draussen noch ein Wohnmobil zufährt, es ist ein Iveco! mit einem ähnlichen Aufbau wie wir haben. Seit Europa haben wir keinen anderen Iveco mehr gesehen. Wir gehen rüber und stellen uns vor. Es sind Marion und Uwe die für SeaBridge eine Reisegruppe begleiten.

Mittwoch, 24.03.2021
Morgen‘s verabschieden sich die Schweizer von uns. Sie fahren weiter nach Süden, vielleichts sehen wir sie ja mal irgendwann wieder. Wir verbringen einen windigen, eher kühlen aber sonnigen Tag am Strand.

Dienstag, 23.03.2021
Den Morgen verbringen wir am Computer. Erst gegen Mittag fahren wir nach Todos Santos. Unterwegs kaufen wir in der französischen Bäckerei, die wir noch vom letzten Mal kennen, Brot ein. Bevor wir in unserem Lieblingsrestaurant essen gehen, tanken wir noch Wasser. Das Essen ist wieder vorzüglich und der Tisch in der Nähe des grossen Blumen- und Nutzgartens wunderbar. Nachdem wir auch noch den schönen und köstlichen Nachtisch verputzt haben fahren wir zum Strand von La Pastora. Bei unserer Ankunft fällt uns ein Wohnmobil auf. Es ist ein Hymer, hm, das sehen wir uns genauer an. Ha, das ist ja ein Schweizer mit Zürcher Kennzeichen. Hermi drückt auf die Hupe. Die beiden sind aus Uznach, also ganz nah an unserer Heimat am Zürichsee. Da werden gleich mal eine ganze Palette Erinnerungen ausgetauscht. Später suchen auch wir uns ein Plätzchen am grossen Strand und machen es uns gemütlich.

Montag, 22.03.2021
Wir sind heute schon kurz vor 10.00h auf der Strecke. Die Teerstrasse entpuppt sich als kurzes Stück und anschliessend führt die Gravelroad wieder zum Strand. Blöd, hier hätten wir gestern schon noch das eine oder andere schöne Plätzchen gefunden. Egal, wir rollen vorbei an diversen grossartigen Villen und immer wieder sehen wir hier auch Flächen die zum Verkauf angeboten werden. Wie das wohl hier in 5 Jahren aussieht? Da wird wohl kaum noch ein Plätzchen frei sein um kostenlos am Strand stehen zu dürfen. Wir nähern uns San Jose del Cabo wo wir einkaufen. Kurz vor 13.00h haben wir alles an seinen Platz verstaut und fahren nun nach Los Pescaderos zum kleinen Camping „Casa Caravan Camping“ auf dem wir Ende Januar schon ein paar Tage standen. Diesmal nehmen wir die Autobahn durch die Hügel um uns die Fahrt durch die beiden Städte zu sparen. Die ca. 35 Kilometer Strecke kosten umgerechnet CHF 3.50 was für Mexiko schon sehr viel ist. Auf dem Camping angekommen stellen wir fest, wir sind die einzigen Gäste. Wir dürfen uns einen Platz aussuchen und gehen dann erst einmal zum Restaurant Shaka essen. Endlich darf Shell auch mit dabei sein, sie wird von einer ganzen Hundeschar begrüsst, die hier frei herum rennt. Ihr sind die anderen Kläffer schnurzegal, nur das Essen auf dem Tisch nicht. Das interessiert allerdings auch die anderen und so haben die Kellner ein wenig zu tun um uns die Meute vom Hals, äh vom Tisch, zu halten. Zurück beim Wohni geniesse ich ein herrliches kühles Bad im Pool und dann duschen wir ausgiebig. Das gute Internet nutzen wir anschliessend und schauen uns unsere Lieblingssendungen im Fernsehen an.

Sonntag, 21.03.2021
Wir machen uns einen gemütlichen Morgen und fahren dann los um zu versuchen einige Kilometer weiter einen anderen Platz am Strand zu finden. Nach wenigen Kilometern erreichen wir die Teerstrasse die sich ins Landesinnere wendet. Wir entscheiden uns um zu drehen. Zum Schluss landen wir nach einer halben Stunde wieder an derselben Stelle wo wir die letzte Nacht gestanden haben. Die Plätze weiter vorne waren ziemlich voll, da gefällt es uns hier viel besser. Ausser chillen, sonnenbaden, mit Shell spielen und die Wellen beobachten gibt es nichts zu tun.

Samstag, 20.03.2021
Es geht ein Stückchen weiter heute. Wir folgen der Küstenstrecke, dem Camino Cabo Este nach Süden. Fast die ganzen 30km fahren wir über mehr oder weniger übles Waschbrett. Die Aussicht belohnt uns aber für das Gerüttel, zudem hat Hermi die Reifen etwas entlüftet, was die Schläge abfedert. Leider ist der Strecke entlang das meiste Land eingezäunt und allenthalben steht ein Schild mit der Warnung „Privat“. Meist kann man dann im Strandbereich die Villen sehen, die sich hier reiche Amerikaner gebaut haben. Zur Zeit sind etliche davon allerdings auch zum Verkauf ausgeschrieben. Gemäss der IOverlanderApp soll es aber noch genügend schöne Stellen geben, an denen man direkt am Strand übernachten kann. Wir suchen uns eine aus und machen es uns, nicht weit von einer amerikanischen Familie und zwei anderen Wohnmobilen mit Surfern, gemütlich. Den Nachmittag verbringen wir mit kochen, lesen und… Walwatching. Nicht weit vor uns im Meer zieht eine Walmutter mit Kind eine richtige Schau ab. Die beiden winken mit den Flossen, knallen mit den Flucken auf die Oberfläche und springen ein ums andere Mal aus dem Wasser um sich mit ihrem gesamten Gewicht wieder in die Fluten zu stürzen. So eine tolle Show, leider sind die Bilder durch die Distanz nicht ganz scharf geworden. Es war heute warm und zeitweise windstill, trotzdem wird es nach Sonnenuntergang noch immer schnell kühl, so verbringen wir den Abend wie immer in den letzten Monaten im Wohni.

Freitag, 19.03.2021
Wir geniessen nochmal einen Tag am schönen Strand inklusive Walwatching und einem schönen Spaziergang um unsere Bucht aus der Ferne betrachten zu können. Shell ist mit von der Partie und meistert die Strecke problemlos.

Donnerstag, 18.03.2021
Es ist noch immer sehr windig. Den Morgen verbringen wir mehrheitlich damit, unsere Liste für die Bestellung der Ersatzteile fertig zu stellen und das Email an den Händler in den USA zu versenden. Ab und zu eilen wir nach draussen um zu schauen welche Tiere Rachel wieder entdeckt hat. Nachmittags gehen wir vor zum Restaurant um unseren Lunch zu essen. Als wir gemütlich auf der Terasse sitzen entdecken wir, dass die Bullenhaie auch hier, direkt vor uns am Strand ihre Runden drehen. Erstaunlicherweise kümmern sich die Einheimischen überhaupt nicht drum. Als wir aufstehen um ein wenig genauer zu schauen fragt uns der Wirt, was wir denn entdeckt hätten. Wir zeigen ihm die Tiere und sofort bricht Hektik aus, jeder will sie sehen. Kurz darauf steht alles was gerade kann am Ufer und beobachtet das Schauspiel und wir ihres :-).

Mittwoch, 17. März 2021
Wir sind früh wach, es wird nun um kurz nach 6 Uhr hell und so stehen wir ein Weilchen später auf. Gemütlich frühstücken wir Aufback-Gipfeli, die haben wir im Supermarkt in La Paz ergattert. Nach dem Abwasch öffnen wir die Türe. Rachel rennt ganz aufgeregt zu Jean-Francois, der von einer Wanderung zurückkommt. Zuerst verstehe ich nicht was los ist. Sie erzählt nun in Englisch. Sie wollte schwimmen gehen und hat dabei einen dunklen Schatten in den Wellen entdeckt, nach genauerem Hinsehen entpuppt sich dieser als Hai. Sie hat dann das Schwimmen sein lassen. Während dem Erzählen sehen auch wir eine dunkle Kreatur ganz nah am Strand, Bullshark! Wir setzten uns alle 4 nahe ans Wasser und beobachten die Tiere. Es sind ausgewachsene Exemplare, die hier im seichten Wasser Fische jagen. Die Fische können wir auch entdecken und kleine Rochen schiessen durch die Wellen. Es ist ein richtiges Schauspiel das auch Dramen bietet. Ein Pelikan hat sich einen Fisch gefangen aber bevor er wieder auffliegen kann, erwischt ihn ein Hai. Es spritzt ordentlich, dann färbt sich das Wasser rotbraun, armer Peli ;-(. Wir sitzen sicher zwei Stunden da und beobachten das Treiben im Wasser. Irgendwann entdecken wir einen Mann der schwimmen gehen will, schnell warnen wir ihn vor der Gefahr. Die Zeit vergeht, wir werden hungrig. Nachmittags gehen Hermi und ich deshalb Tacos essen. Der Wind hat heute wieder ordentlich zugelegt, sodass es bald zu kühl wird. Kein Problem, wir haben noch einiges zu tun mit Tagebuch schreiben, Fotos und Videos bearbeiten und fernsehen.

Dienstag, 16. März 2021
Oh je, Shell hat sich wohl wirklich den Magen verdorben, sie weckt uns gegen 6 Uhr und muss schon wieder erbrechen. Wir machen sauber und dann legen wir uns nochmal in die Betten. Ich kann nicht mehr schlafen und stehe auf. Belohnt werde ich mit einer herrlichen Stimmung kurz vor Sonnenaufgang. Gegen 8 Uhr sind wir bereit, es geht heute zum Tauchen. Rachel und Jean-Francois werden zwischendurch mal nach Shell sehen. So beruhigt gehen wir vor zur Tauchbasis. Heute herrscht hier Hochbetrieb. Drei Boote, mit Schnorchlern und Tauchern werden bereit für die Ausfahrt gemacht. Wir werden einer französischen Familie zugeteilt, Mutter, Vater, Sohn, unser Guide heute heisst Claudio. Er erklärt das Prozedere und die Tauchplätze, dann geht es los zum Strand. Wir müssen uns dann eine Weile gedulden. Der starke Wind der letzten Tage hat am Bootsplatz Steine aufgehäuft. Es dauert eine halbe Stunde bis der Traktor das Boot endlich ins Wasser schieben kann. Die Oberfläche ist recht ruhig und die Sonne scheint und wärmt uns. Das ist auch nötig, das Wasser hat nur kühle 20°C. Bei einer kleinen Insel stoppt unser Boot nach einer nur 10 Minuten dauernden Fahrt. Wir machen uns gemeinsam bereit, setzen uns auf den Bootsrand und auf drei plumpsen wir sechs ins Wasser. Es ist nicht tief, die Sicht ist zwar nicht super aber doch besser als vor einem guten Monat. Wir sammeln uns am Grund, tarieren uns aus damit wir nicht durch den Sand pflügen, nun kann es losgehen. Unser Guide führt uns an schönen Felsformationen vorbei immer tiefer bis auf gut 20 Meter. In der Ferne können wir Wale singen hören, eindrücklich und wunderbar. Wir schweben um eine Ecke, da direkt vor mir ein grosser dunkler Schatten, ich schwimme näher, es ist ein Bullenhai. Leider haben die anderen nichts davon mitbekommen aber nach kurzer Zeit lässt er sich einige Meter weiter vorne nochmal sehen. Der Rest des Tauchgangs ist nicht mehr so spektakulär aber wir geniessen die vielen, teilweise bunten Fische, die man sonst nur in tropischem Wasser zu sehen bekommt. Der Bewuchs der Felsen ist hier auch hübsch und erinnert ans Mittelmeer, es herrschen Weichkorallen und Fächerkorallen vor. Beim Auftauchen, nahe der Insel, kann ich ein hübsches rotes Fischlein beobachten, das stolz auf einem Schwamm hockt und mich genauso neugierig anblickt. Nach 3 Minuten Sicherheitsstopp auf 5 Meter tauchen wir auf und steigen ins Boot. Wir frieren alle, der Teenager bebt und bibert vor sich hin. Der Kapitän macht klar Schiff, gleich darauf brausen wir auf die andere Seite der Bucht ans äussere Riff. Hier gönnt uns unser Guide eine halbe Stunde Sonne tanken, damit wir uns wieder aufwärmen können. Langweilig wird uns dabei nicht, nicht weit von uns spielen in den Wellen ein paar Delfine, zudem sehen wir einen Wal. Um 12 Uhr sind wir bereit für den nächsten Tauchgang. Hier sind wir im offenen Wasser, wir müssen möglichst zusammen bleiben um uns beim Abtauchen nicht zu verlieren. Unten angekommen sammeln wir uns und los geht es ins Abenteuer. Nach kurzer Zeit entdeckt der Franzose eine Schildkröte, die sich allerdings erschreckt und schnell reissaus nimmt. Wir gleiten weiter, diesmal mit etwas Strömung, sodass wir uns kaum bewegen müssen. Ein Klopfen an die Tauchflasche, unser Guide hat etwas entdeckt und winkt begeistert. Wir kommen näher und befinden uns plötzlich in einem Schwarm Stachelmakrelen. Wer einmal in einem Fischschwarm geschwommen ist kann unsere Begeisterung nachfühlen. Es ist fantastisch und fühlt sich an als ob man Teil dieses grossen Teams wäre. Entlang der Makrelen tauchen wir weiter, sofort treffen wir auf das nächste Highlight. Ein Schwarm Stachelrochen kommt uns entgegen und schwebt über uns hinweg. Die Tiere sehen aus als ob sie fliegen aber in Slowmotion. Den ganzen weiteren Tauchgang sehen wir die Schwärme immer wieder vorbei ziehen. Auf dem Riff tummeln sich zudem riesige Zackenbarsche, gelbe Brassen, so gross wie wohl sonst nirgend wo auf der Welt und ganz viele andere Rifffische. Es sind Kaiserfische dabei, Wimpelfische die eigentlich in tropischen Gewässern leben, Kofferfische und und und… Ich kann nicht alle aufzählen, aber halt, eine hübsche kleine bunte Muräne mit weit aufgerissenem Maul ist noch zu erwähnen. Nach 45 Minuten machen wir uns an den Aufstieg, pausieren wieder in 5 Metern für 3 Minuten und dann hat uns die Welt wieder. Man fühlt sich wirklich als würde man aus einer anderen Sphäre zurück in die Wirklichkeit gespült. An Land räumen wir unsere Sachen auf, holen Shell und gehen dann Essen. Den Rest des Nachmittags sitzen wir noch mit unseren Freunden am Strand und geniessen die Aussicht. Zu uns gesellt sich immer wieder ein grosser schwarzer Hund, sein Name ist Bo. Er ist ein freundlicher und lustiger Kerl, der uns schon gestern immer wieder die Flip-Flops geklaut hat und auch nicht zu scheu ist, das Wohni zu entern. Die Tauchgänge werden noch eine Weile nachwirken, mich hat mal wieder ein Nesseltier erwischt und nun sieht die Hand etwas derangiert aus, nicht schlimm aber hässlich. Der Abend wird dann sehr kurz, wir sind müde ob all der Eindrücke und gehen früh schlafen.

Montag, 15. März 2021
Nach einer ausgiebigen heissen Dusche, die nächsten Tage ist wieder Wasser sparen angesagt, fahren wir los. Im Dorf kaufen wir noch Vorräte ein und bunkern Wasser und Diesel. Jetzt kann es losgehen. Wir fahren über ungeteerte Nebenstrasse nach La Ribera und Cabo Pulmo. Am Strand suchen wir uns ein schönes Plätzchen mit Aussicht und gehen dann zum Lunch in ein Restaurant mit Terasse direkt über dem Wasser. Shell kommt mit, zum Glück läuft sie nun ohne Verband schon recht gut. Wir bekommen ein schmackhaftes Essen vorgesetzt und trinken einen feinen weissen Wein dazu. Shell geben wir mangels mitgenommenem Wassertopf einige Eiswürfel. Das war eine schlechte Idee, sie hat sie nicht vertragen und erbricht später ihr Abendessen. Wir sitzen noch eine Weile an der Sonne und lesen. Gegen Abend kommt der bunte Bus angefahren. Zusammen mit Rachel und Jean-Francois sitzen wir eine Weile im Wohni und erzählen uns die Erlebnisse der letzten Tage.

Sonntag, 14. März 2021
Langsam nervt das Gebrause da draussen. Die Sonne scheint von einem stahlblauen Himmel aber der Wind macht einen ganz kirre. Shell und ich bleiben drin. Ihre Pfote war gestern wieder etwas entzündet, hat sich aber heute wieder verbessert. Wir entscheiden uns dafür, keinen Verband mehr anzulegen. Nachts hatten wir ihr noch die Halskrause angezogen um ein Lecken zu verhindern und heute ist sie nun ganz brav und lässt die Wunde in Ruhe, hurra! Hermi hat sich eine Weile dem Fahrzeug gewidmet. Unser Kupplungspedal schnappt nicht mehr zurück und auch sonst sind ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Er schraubt und werkelt jedenfalls gut 4 Stunden draussen herum. Mittlerweile habe ich ein paar Emails beantwortet und die Ersatzteilliste überarbeitet. Sobald wir eine letzte Antwort aus der Schweiz erhalten, können wir die Bestellung endlich versenden. Es ist ein ewiges Werk, total schwierig weil wir nichts vergessen wollen und die richtigen Teile bestellen müssen, nun haben wir es aber hoffentlich geschafft. Abends braten wir uns ein Steak, dazu gibt es Rösti, fein!

Samstag, 13. März 2021
Der vorhergesagte starke Wind ist eingetroffen aber die Sonne scheint. Schon seit dem Morgen werden wir in den Boen gewiegt. Wir bleiben drin, erledigen Schreibkram und warten ab bis sich das Wetter beruhigt.

Freitag, 12. März 2021
Ein Tag an der Sonne mit einem feinen Mittagessen im Gecko.

Donnerstag, 11. März 2021
Hermi geht morgens joggen, dann kämpfen wir am Computer mit den Artikelnummern für die Ersatzteile von unserem Iveco. Wir erhoffen uns Hilfe von unserer Community. Der Wind bläst auch heute wieder recht stark, sodass wir die Zeit im Freien nicht missen. Nachmittags kann man allerdings noch ein, zwei Stündchen draussen die Sonne geniessen. Unsere Freunde vom bunten Bus sind auch wieder hier. Wir plaudern eine Weile gemütlich und erzählen einander die Erlebnisse der letzten Tage.

Mittwoch, 10. März 2021
Wir haben den nächsten Tierarzttermin. Bei Shells Pfote werden die Fäden gezogen. Puh, es ist eine grosse, hässliche Narbe. Hoffen wir die Zeit hilft und alles heilt gut ab. Auf der Fahrt nach Los Barriles bin ich die ganze Zeit damit beschäftigt, Shell vom Lecken abzuhalten. Nachdem wir eingekauft haben fahren wir auf den Campingplatz und verbinden als erstes die Pfote wieder. Nun ist Ruhe! Nachmittags geniessen wir einen feinen Lunch im Restaurant Gecko. Wir werden herzlich willkommen geheissen. Besonders nett, sie haben einen Welpen der noch ganz tapsig aber schon sehr neugierig die Welt erkundet. Typisch Hundebaby, alles wird angeknabbert, schnell bringen wir unsere Zehen in Sicherheit. Shell beschnuppert die kleine Süsse und macht ihr mit Gebell klar, lass mich in Frieden. Leider hat der Wind hier an der Küste noch nicht nachgelassen und so verziehen wir uns bald ins Wohni da es uns draussen zu kalt wird.

Dienstag, 09. März 2021
Heute gibt es nicht viel zu berichten. Es war Waschtag und ansonsten haben wie draussen im Schatten gesessen. Es war bewölkt aber die Temperatur ist mit einem leichten Südwind auf 32°C gestiegen, zudem war es schwül. Dieses Wetter sind wir uns gar nicht mehr gewöhnt. Leider finden es dafür die Mücken toll :-(.

Montag, 08. März 2021
Am heutigen Tag haben wir nichts vor. Hermi geht joggen und ich räume ein wenig auf. Nachmittags erscheinen lustigerweise nocheinmal die Schweizer von gestern und Martin unabhängig voneinander. Wir setzten uns gemeinsam hin und erzählen etwas ausführlicher von unserer Reise. Anschliessend laden wir Gisela und Hermann, unsere Deutschen Nachbarn auf ein Getränk zu uns herüber ein. Endlich ist es auch nach Sonnenuntergang nicht mehr so kalt, sodass wir noch eine ganze Weile unterhalten bevor sich jeder in sein Wohnmobil verzieht.

Sonntag, 07. März 2021
Mittags kommt Martin und holt uns mit seinem Jeep ab. Bevor wir zu seinem Heim fahren zeigt er uns ein wenig die Umgebung. Neben schönen Neubaugebieten mit Häusern, vornehmlich für Ausländer, zeigt er uns auch die „Abgründe“, gleich neben den Wohnsiedlungen wird der Müll tonnenweise in die Natur gekippt. Er erzählt uns, es gibt eine Naturschutzorganisation die sich für den Meeresschutz stark macht, für eine saubere Umgebung aber hat sich hier noch keiner ins Zeug gelegt. Wir lernen Freunde von ihm und seiner Frau kennen. Es sind Schweizer aus dem Welschland, die sich hier ebenfalls niedergelassen haben und nun ein Haus bauen. In Martins Heim angekommen begrüsst uns seine Frau Erika die ein feines Mahl für uns gezaubert hat. Wir verbringen einen vergnügten Nachmittag mit vielen verschiedenen Geschichten aus unseren Leben. Nur Shell ist gar nicht zufrieden und bellt uns die Ohren voll, bis wir sie auf die Terasse verbannen. Erst kurz nach Sonnenuntergang werden wir wieder zurück zum Camping kutschiert.

Samstag, 06. März 2021
Es war wieder mal Party neben uns. Diesmal war der Bass so laut, dass er durch Mark und Bein ging und noch bei uns auf die Distanz körperlich spürbar war. Morgens sieht man dann die Hinterlassenschaften der heutigen Jugend. Bierdosen und anderer Müll ist auf dem Platz verteilt. Ich nehme mir einen Abfallsack und einen Handschuh und räume das Gröbste auf. Wir fahren schon kurz vor 9.00h los nach La Paz um Shells Pfote neu zu verbinden, nächster Termin Mittwoch. Bevor wir zum Camping fahren kaufen wir noch ein paar Sachen ein. Zurück beim Wohni und Shell stellen wir fest, unser kleines Tier hat den Verband zerstört. Zum Glück haben wir auch Verbandszeug dabei und reparieren den Einband notdürftig. Auf der Rückfahrt zum Campingplatz werden wir mal wieder von einem Polizisten angehalten. Angeblich haben wir zwei Stopschilder überfahren. Diesmal gibt es kein Entkommen, wir müssen bezahlen. Nachmittags sitze ich mit Gisela zusammen und wir plaudern ausführlich. Unsere beiden Hermann’s arbeiten an den Autos. Am späteren Nachmittag besucht uns Martin. Ihn hatten wir diese Woche im Autozone kennengelernt und bei ihm und seiner Frau sind wir Morgen zum Lunch eingeladen. Das wird sicher lustig, schon jetzt verplaudern wir eine gute Stunde bevor er sich verabschiedet. Nach einer ausgiebigen heissen Dusche machen wir es uns gemütlich und schauen fernsehen. Ich stelle fest, soviel wie in den letzten Wochen haben wir glaube ich das ganze letzte Jahr nicht mit fremden Leuten gesprochen.

Freitag, 05. März 2021
Shell erholt sich gut. Heute scheint die Sonne strahlend vom blauen Himmel, einige wenige Wolken stören kaum. Trotz starkem Wind kann man heute wieder gut draussen sitzen. Morgens machen wir uns auf die Suche nach Hermis Schlappen, der bleibt aber verschwunden. Als wir zurück zum D-Hai kommen spricht uns ein Mann auf einem Roller auf schweizerdeutsch an. Er lebt teilweise in Mexiko und so haben wir für eine Stunde gute Unterhaltung und tauschen Erfahrungen aus. Als der Wind stärker wird verabschiedet er sich rasch um Kitesurfen zu gehen. Nachmittags besuchen wir das Restaurant nebenan. Die Auswahl der Speisen beschränkt sich auf mexikanische Küche oder Hamburger und so gibt es heute mal wieder Fajtas. Das Essen war nicht schlecht und die Preise sind hier ebenfalls sehr moderat. Abends besucht uns die bekannte Hundeklicke. Diesmal sind wir schlauer und lassen keine Flip-Flops draussen liegen. Nachdem die Sonne untergegangen ist lässt der Wind nach aber es wird noch immer rasch kühl, sodass wir es uns wieder in unserer guten Stube gemütlich machen.

Donnerstag, 04. März 2021
Ein windiger und bedeckter Tag bei 23°C. Wir sitzen mehrheitlich im Wohni, arbeiten am Computer und skypen mit Freunden. Leider war das Restaurant, das direkt neben dem Strand liegt, heute geschlossen. Hermi hat deshalb eine feine Rösti gekocht. Rund um uns tummeln sich diverse Hunde. Unter anderem ist eine Klicke mit einem grossen Schäferhund und drei Welpen unterwegs. Nachdem sie verschwunden sind stellt Hermi fest, minus ein Schuh! Die kleinen Biester haben gestohlen!

Mittwoch, 03. März 2021
Wir müssen um 10.00h wieder beim Tierarzt sein um Shells Pfote begutachten zu lassen und sie neu zu verbinden. Alles ist ok, wir müssen erst am Samstag wieder vorbei schauen. Für die nächsten Tage werden wir deshalb nach La Ventana fahren. Es sind nur rund 50 km Fahrt und einmal über die 700m hohen Berge, etwas südlicher. Vor ein paar Tagen haben wir uns hier einen Strand angesehen, an dem wir es uns gemütlich machen. Nun stehen wir unter Palmen mit Sicht auf die türkisblaue Sea of Cortez und die vorgelagert Isla Ceralvo. Die Gegend hier ist ein weiteres Eldorado für Kite Surfer. Der Ort selber allerdings ist nur ein Strassendorf mit wenig Charme.

Dienstag, 02. März 2021
Nach dem Frühstück dürfen wir unsere Shelli abholen. Sie ist von den Medikamenten noch ziemlich benommen. Wir fahren zurück zum Campingplatz und machen es dem Hund und uns gemütlich. Erst nach ein paar Stunden ist sie wach genug um zu fressen, Durst hatte sie dafür übermässig. Nachmittags geht es ihr etwas besser, nur ihre Stimme hat durch die Bellerei gelitten. Sie ist stockheiser :-). Wir unterhalten uns nachmittags mit einem Paar aus Alaska, die einen Fuso mit Kabine fahren und einen hübschen Welpen dabei haben.

Montag, 01. März 2021
Trotz kalendarischem Frühlingsanfang ist es heute eher kühl, etwas bewölkt und ziemlich windig. Hermi und ich frühstücken, Shell muss nüchtern bleiben, sie wird heute beim Tierarzt narkotisiert um eine Biopsie am Zeh zu machen, Zähne zu putzen und sonst noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, solange sie schläft. Wir geben sie pünktlich um 10.00h ab. Die Wartezeit überbrücken wir mit Einkäufen. Wir haben ein paar Tipps bekommen und gehen deshalb als erstes zum Chedauri, einem Supermarkt, der viele gute Lebensmittel anbietet. Wir bekommen hier auch diverse europäische Produkte. Anschliessend finden wir im HomeDepot noch ein wenig Zubehör für unser D-Hai. Kurz vor 14.00h meldet die Tierärztin, alles gut verlaufen, wir sollen doch bitte zur Besprechung kommen. Bei der Ankunft hören wir unser Tierchen schon lautstark bellen. Dr. Isis erklärt mir die Operation, ganz so einfach war es wohl doch nicht. Um eine weitere Narkose umgehen zu können, haben sie Shell den Zeh entfernt, der schon solange Probleme gemacht hat. Unter dem Kinn hatte sie eine Geschwulst die nun auch entfernt wurde und ab sofort hat sie wieder saubere Zähne und damit hoffentlich wieder einen angenehmeren Atem. Da es ein doch eher grosser Eingriff war, soll sie die Nacht in der Klinik verbringen. Armes Schätzchen! Wir fahren zurück Richtung Camping, unterwegs kaufe ich für Shell ein neues, dickes, schönes Bettchen. Hermi holt unterdessen im Autozone noch Kühlerwasser, das sich seit der provisorischen Reparatur doch eher schnell vermindert. Er trifft im Geschäft auf einen Schweizer, der hier mit seiner Frau schon seit einigen Jahren heimisch ist. Wir geben ihm unsere Karte, er wird sich bei uns melden um ein Treffen zu vereinbaren. Zurück auf dem Camping erzählen wir Gisela und Hermann unsere Erlebnisse des Tages und plaudern noch ein Weilchen bevor wir in unser leeres D-Hai wechseln um ein paar Büroarbeiten zu erledigen.

Sonntag, 28. Februar 2021
Mitten in der Nacht sind ca. 10 Autos angekommen, die jungen Leute haben lautstarke Musik gespielt, ein Feuer entfacht und fleissig getrunken. Für gut 2 Stunden war an schlafen nicht zu denken. Irgendwann sind sie wieder losgezischt aber natürlich ohne ihren Abfall mitzunehmen. Nette amerikanische Nachbarn sind schon ganz früh mit Abfallsäcken losgelaufen und haben den Dreck weggeräumt. Das war halt Samstagnacht und Partytime. Wir machen nach dem Frühstück alles abfahrtsbereit und düsen dann los nach La Paz. Mittags buchen wir auf dem Camping ein und begrüssen unsere Freunde vom bunten Bus und das deutsche Ehepaar. Den Nachmittag verbringen wir mit Waschen und damit, den Sand aus unserem Wohni zu bugsieren. Abends erwartet uns die erste Ausgabe der diesjährigen Staffel von „Let’s dance“.

Samstag, 27. Februar 2021
Gegen Mittag sind wir bei einer unserer Gruppen zu einem Whatsapp Chat eingeladen. Ein uns durch unseren Iveco bekanntes Paar hat ihre Wohnung in der Schweiz aufgegeben und darf sich ab Morgen auch zu den Weltenbummlern zählen. Wir wollen alle gratulieren und auf den neuen Lebensabschnitt anstossen. Vier Teilnehmende Paare aus Deutschland, Gecko’s mit einem anderen Paar, die in Schweden unterwegs sind und wir, freuen uns auf die Greenhorns, leider klappt zwar der Chat mit den anderen aber die Hauptpersonen nehmen einfach das Telefon nicht ab. Wir verbringen trotzdem eine unterhaltsame Stunde mit Europa bevor wir uns verabschieden. Nachmittags entdecken wir nahe am Ufer Wale aber bis ich in die Nähe gelaufen bin, sind diese schon wieder verschwunden. Unsere Shell hat es sich unterdessen im Wohni gemütlich gemacht und schaut uns von ihrem Thron an als ob sie sagen wollte, „ich bin die Prinzessin auf der Erbse, was dagegen?“

Freitag, 26. Februar 2021
Morgens skypen wir mit unserer Iveco-Garage in der Schweiz, der super hilfsbereiten Firma Ronner in Tuggen. Reto hilft uns bei der Auswahl der zu bestellenden Ersatzteile. Nach diesem klärenden Gespräch können wir nächste Woche endlich die Ersatzteilbestellung aufgeben. Mittags unterhalten wir uns mit einem italienischen Paar, das schon einige Jahre auf Weltreise und zur Zeit auch hier an der Baja gestrandet ist. Anschliessend lesen, lernen und entspannen wir mit Blick aufs Meer, die Wale und die Surfer.

Donnerstag, 25. Februar 2021
Bis auf einen Strandspaziergang zum Restaurant Green Room gibt es auch heute nichts weiter Interessantes zu berichten.

Mittwoch, 24. Februar 2021
Im Schatten und der Sonne sitzen und geniessen war heute das Motto.Endlich habe ich meine letzte Tablette Antibiotika eingenommen und hoffe nun die leidige Blasenentzündung los zu sein. Ich habe mit ein paar Nebenwirkungen zu kämpfen gehabt und hoffe die klingen nun schnell ab.

Dienstag, 23. Februar 2021
Nach ein paar Vorbereitungen sind wir bereit und fahren los. Nahe dem Campingplatz füllen wir noch unseren Wassertank auf damit wir die nächsten Tage frei stehen können. Die Fahrt nach Todos Santos ist wieder genau so langweilig wie im Januar. Im Ort selber gehen wir als erstes im schönen Restaurant Jazamango essen und gönnen uns zum Nachtisch nochmal die künstlerisch gestaltete und aussgesprochen köstliche Meringue. Nachde wir uns noch mit Brot versorgt haben fahren wir zur Playa la Pastora. Zufrieden machen wir es uns gemütlich unter den Sonnenanbetern und Surfern. Auf dem Meer kann man die Wale noch immer sehen und einer tut uns sogar den Gefallen und springt gar nicht weit vom Ufer in die Höhe. Nach dem Sonnenuntergang mit spektakulärem Himmel fährt die Surfergemeinde nach Hause und lässt uns Wohnibesitzer zurück.

Montag, 22. Februar 2021
Um 10.00h müssen wir beim Tierarzt sein. Shell ist alles andere als begeistert und so müssen wir ein paar Anläufe nehmen um eine brauchbare Blutdurckmessung zu erhalten. Anschliessend muss sie für einen Ultraschall noch in der Praxis bleiben. Wir gehen unterdessen einkaufen. Neben Lebensmitteln finde ich auch ein neues T’Shirt, unsere Kleidung hat doch sehr unter den Waschmaschinen hier in Nordamerika gelitten. Gegen Mittag erlösen wir unser Tier und gehen noch in einem Restaurant essen bevor wir zurück Richtung Campingplatz aufbrechen. Wir verabschieden uns von Gisela und Hermann und sitzen dann gemütlich im Wohni.

Sonntag, 21. Februar 2021
Ein Tag rund ums Wohni. Wir skypen mit zu Hause, erledigen ein paar administrative Pendenzen und sitzen an der Sonne. Nach einem feinen Mokka mit Brownie im Café, fotografiere ich ein wenig unsere Umgebung auf dem Campingplatz. Leider liegt er direkt an der Hauptstrasse, etwas entfernt vom Meer und der Stadt aber die Anlage an sich ist sehr schön, gepflegt und sauber mit Swimmingpool und vielen Pflanzen.

Samstag, 20. Februar 2021
Um 9.30h sind wir pünktlich wieder vor Ort und gemeinsam mit mir lässt Shell sich nun den Blutdruck messen. Die nette Dr. Isis erklärt mir ausführlich die Resutate der Untersuchungen. Shell’s Nieren funktionieren nicht mehr richtig. Zum Glück hat sie keinen Tumor, auch ihre Pfote scheint nur entzündet zu sein. Der Knochen ist nicht infiziert, nur das Gewebe drum herum ist noch immer nicht zusammengewachsen. Wir müssen am Montag nochmal antraben. Den Rest des Tages verbringen wir auf dem Campingplatz. Wir unterhalten uns mit unseren verschiedenen Bekannten. Die Männer helfen sich gegenseitig und reparieren mal ein Gasleck, mal ein Scharnier und wir Frauen sitzen gemütlich beisammen und ratschen. Als die Sonne untergeht fangen die Mücken an zu nerven und jeder verzieht sich in seine gute Stube.

Freitag, 19. Februar 2021
Es geht mir besser. Morgens ruhen wir uns aus, gegen Mittag fahren wir in die Stadt um Shell beim Tierarzt abzugeben. Sie wird diversen Tests unterzogen und geröngt. Für die Wartezeit fahren wir zurück zum Camping. Da von der Klinik kein Telefon kommt, fahren wir am späteren Nachmittag einfach wieder hin. Ich höre sie schon von draussen bellen. Leider konnten nicht alle benötigten Untersuchungen abgeschlossen werden, da sie sich sehr geängstigt hat. Wir müssen morgen wieder kommen.

Donnerstag, 18. Februar 2021
Die letzten Handgriffe und dann geht es los nach La Paz. Wir wollen heute aber noch einen Abstecher nach La Ventana machen um die dortigen Übernachtungsmöglichkeiten auszukundschaften. Dazu müssen wir zuerst zurück in die Berge bis nach San Antonio fahren, um dort dann nach rechts zum Meer abzubiegen. Es gibt diverse schöne Stell-Möglichkeiten, eine davon gefällt uns sehr, direkt am Strand sehen wir Palmen und dort stehen diverse Fahrzeuge. Diesen Platz werden wir uns merken. Nun geht es 50km über die Berge zurück nach La Paz. Nach Ankunft in der Stadt suche ich zuerst einen Arzt auf. Meine Blasenentzündung war zwar zwischenzeitlich besser, ist aber immer wieder aufgeflammt und heute fühle ich mich nicht besonders gut. Nach kurzem Warten empfängt mich ein netter Herr der aber leider, wider erwarten, kein Englisch sondern nur Spanisch spricht. Mit Händen und Füssen verständigen wir uns. Da ich eigentlich weiss, dass ich wohl Antibiotika einnehmen muss, ist das auch kein Problem. Nach 10 Minuten verlasse ich die Praxis mit einem Rezept und bin CHF 2.20 ärmer, das war der Preis für die Konsulation :-). Nebenan in der Apotheke erstehe ich die benötigten Medikamente, die ich gleich darauf einnehme. Wir gehen noch im Walmart einkaufen und fahren dann zu unserem bekannten Campingplatz. Ich bin unendlich müde und lege mich deshalb gleich hin. Kein Wunder, ich habe 38° Temperatur, zum Glück wirken die Medikamente und am späteren Abend bin ich wieder fieberfrei.

Mittwoch, 17. Februar 2021
Nachdem wir noch die Bremsen ausprobiert haben steht der morgigen Fahrt nach La Paz nichts mehr im Wege. Wir haben noch ein paar administrative Sachen erledigt und sonst nur die Sonne genossen.

Dienstag, 16. Februar 2021
Morgens beobachten wir Standup Paddler und eine ganz neue Art von Fortbewegung auf dem Wasser. Ein Paar begibt sich mit ihren Brettern ins Wasser, am Ende haben sie einen Elektromotor, der sie nun übers Wasser gleiten lässt. Sieht lustig aus! Wir gehen dem letzten Schmutz an den Kragen und anschliessend ins Dorf zum Lunch und um ein paar Sachen einzukaufen.

Montag, 15. Februar 2021
Es wird Frühling, uns hat die Putz- und Reparaturwut erwischt. Hermi repariert unsere Stufe beim Eingang und ich reinige alle Fenster. So, nun haben wir wieder eine uneingeschränkte Sicht auf die Schönheiten unserer Umgebung und können wieder unbesorgt unsere Treppe benutzen. Heute gehen wir zu Geckos zum Lunch und erholen uns anschliessend an der Sonne von den Strapazen, grins.

Sonntag, 14. Februar 2021
Nach einem gemütlichen Pancake Frühstück machen wir uns an die Arbeit. Hermi zerlegt nochmal die hintere linke Bremse, ich reinige inzwischen wieder mal gründlich unsere Wohnung. Leider ist die Bremse wieder voll mit Öl, somit ist also definitiv irgendeine Dichtung defekt. Es wird Nachmittag bis Hermi alles wieder zusammengebaut hat. Den Rest des Nachmittags geniessen wir die Sonne. Abends kochen wir Taligatelle mit Crevetten und schauen anschliessend noch Fernsehen.

Samstag, 13.02.2021
Heute müssen wir ein paar Dinge erledigen. Als erstes setze ich mich dafür 2 Stunden vor den Computer. Hermi hat an den Fronträdern die Bremsen kontrolliert und Fotos gemacht. Morgen kümmert er sich dann noch um die hinteren Trommelbremsen. Unterdessen habe ich Shell mal wieder ihres dicken Fells beraubt. Irgendwie war sie heute müde, sie hing zeitweise regelrecht in meinem Arm und hat gar nicht wie sonst getobt. Gegen Abend kommt Jean-Francois vorbei, die beiden waren noch eine Nacht länger in Cabo Pulmo. Wärend wir quatschen sehen wir im Wasser Mobula Rochen springen. Heute scheint der ganze Schwarm sich an den Sprüngen zu beteiligen. Es ist einfach ein grandisoses Schauspiel. Nun haben wir uns ins Wohni gesetzt um Tagebuch zu schreiben, Hermi kocht Rösti, fein!

Freitag, 12.02.2021
Wir haben tief und lange geschlafen, nun sind wir wieder bereit für einen neuen Tag. Wir überlegen uns noch eine Nacht hier am Strand zu bleiben, entscheiden uns dann aber doch schon nach Los Barriles zu fahren. Es ist wieder windig und im Wellengang schnorcheln ist nicht nach unserem Geschmack. Nach einer Stunde Fahrt füllen wir erstmal unsere Vorräte wieder auf. Auf dem Camping ist sogar der Platz von letzter Woche frei, prima. Da wir zu faul zum Kochen sind statten wir unserem „Stammlokal“ einen Besuch ab. Den Nachmittag verbringen wir gemütlich an der Sonne, bis diese hinter den Bergen unter geht. Da wir hier wieder Internet vom Campingplatz haben wird es ein gemütlicher Fernsehabend mit „SRF bi de Lüt“ und „Auf und davon“, unseren Lieblingssendungen des Schweizer Fernsehens.

Donnerstag, 11.02.2021
Umpf, langsam wird das frühe Aufstehen mühsam. Der Himmel ist bewölkt aber es ist mit fast 20°C schon angenehm warm. Wir sind pünktlich im Tauchzenter und werden dann für unsere heutigen Tauchgänge gebrieft. Unsere Tauchguide heute heisst Jade und kommt aus Tahiti. Sie entscheidet sich für dieselben Tauchplätze wie gestern, wir sind einverstanden und bereuen es nicht. Neben den Bullenhaien, die wir auch heute wieder ausführlich zu Gesicht bekommen und den grossen Jackfischen, geniessen wir die Fischschwärme die uns in einem eigenen Reigen umtanzen und die etwas bessere Sicht. Leider hat der Wind zugenommen und verlangt einem vor allem an der Wasseroberfläche einiges mehr ab. Das Böötchen schaukelt wie eine Nussschale auf den Wellen und wir mit ihm. So ist es nicht einfach sich auszurüsten und dabei den Horizont nicht aus den Augen zu verlieren, damit einen die Seekrankheit nicht erwischt. Es war wieder ein herrliches Erlebnis da unten. Vor allem beim ersten Tauchgang wurden wir von Walgesang begleitet. Bevor wir zu Shell und dem Wohni zurückgehen essen wir im Restaurant des Tauchzenter etwas zu Mittag. Den Nachmittag verbringen wir mehrheitlich im Wohni, da die Wolken, die sich Morgen‘s weitgehend verzogen hatten, wiedergekehrt sind und mit dem Wind ist es draussen unangenehm kühl. Gegen 16.00h spazieren wir nochmal zur Tauchbasis um unsere Sachen einzupacken. Wir dürfen das Equipment hier lassen, da wir planen, noch einmal zum Tauchen zurück zu kommen. Anschliessend trinken wir einen Kaffee um unsere Lebensgeister wieder zu wecken, ansonsten wäre ich jetzt am liebsten schon ins Bett gestiegen. Der Abend wird allerdings dann sehr kurz.

Mittwoch, 10.02.2021
Wieder dieser blöde Wecker in der Früh aber die Belohnung wartet ja schon. Heute fahren wir auf die andere Seite der Bucht. Wir sind zu viert, ein nettes amerikanisches Paar aus Idaho taucht mit uns. Unsere Guide Karina brieft uns für den Tauchplatz El Casito und ab geht’s ins grüne Wasser. Der Anfang des Tauchgangs ist recht langweilig, kaum ein Fischschwanz ist zu sehen. Nachdem wir eine Sandfläche hinter uns gelassen haben kommen wir zu ein paar Felsformationen wo das Leben wuselt. Eine grosse Muräne wohnt in einer Spalte, ein Napoleon mit imposantem Buckel auf der Stirn schwimmt vor uns hinauf zur Sonne, ansonsten sehen wir wieder viele Schwarmfische. Als nach 40 Minuten Karina schon das Zeichen zum Auftauchen geben will, sehen wir von rechts kommend einen dunklen Schatten langsam an uns vorbeiziehen. Wau, das war ein Bullshark! An der Oberfläche werden die Flaschen ausgetauscht, dann wechseln wir den Tauchplatz und shippern quer über die Bucht zum Wrack El Vencedor. Noch an der Oberfläche sehen wir in einiger Distanz einen Wal springen, immer wieder schnellt er in seiner ganzen Länge aus dem Wasser, was für ein Schauspiel. Wir sind leider etwas zu weit weg. Nachdem wir uns wieder unsere Flaschen auf den Rücken geladen haben, geht es hinunter in die Tiefe, äh, also nur 15 Meter aber durch das trübe Wasser ist es dort unten etwas düster. Karina legt sich auf dem Sand in Position, es dauert nicht lange und neben uns erscheint ein riesiger dunkler Schatten, Bullshark! Die restlichen 30 Minuten bis zum Auftauchen sehen wir sie immer wieder mal aus dem trüben Wasser erscheinen. Sie wirken souverän, zeigen auch vor unseren Bubbels keine Angst und ziehen unbeindruckt über unsere Anwesenheit ihre Kreise. Es war aufregend diesen, als „Menschenfresser“ verschrienen Tieren so nah zu sein. Man schaut definitiv einmal mehr über die Schulter ob nicht hinter einem ein geöffnetes Maul erscheint, grins. Nein Angst haben wir nicht, das muss man auch nicht aber definitiv Respekt. Nach dem Auftauchen sind Freudenschreie zu hören und die Daumen gehen in die Höhe. Zurück an der Basis räumen wir unser Equipment bzw. unsere Anzüge auf. Der Rest wird durch die Crew gewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Wir holen Shell beim Wohni ab und gehen zu einem Taco-Restaurant am Strand. Neben uns sitzt ein deutsches Paar, das heute auch getaucht hat. Sie waren allerdings nicht so begeistert ob der schlechten Sicht und dem doch eher mageren Riff. Zudem haben sie leider keine Haie gesehen. Wir unterhalten uns eine Weile bevor wir zurück zum Wohni spazieren. Auf unseren Stühlen sitzend und übers Wasser blickend entdecken wir ausserhalb des Riffs zwei Wale springen. Als Rachel und Jean-Francois, die Nachmittag‘s zum Tauchen gefahren sind, zurückkommen zeigen sie uns ein Video. Sie waren mit ihrem Boot recht nah an der Walmutter mit ihrem Baby. Man kann gut erkennen wie die Mutter die Sprünge und Flossenschläge vormacht und das Jungtier sie nachahmt. Zwei Französinnen mit ihren beiden Hunden und ihrem alten VW-Bus stehen neben uns. Sie haben während dem 8 Monatigen Lockdown in Argentinien festgesteckt und sind schnell ausser Landes geflogen als das wieder möglich war. Nachdem die Sonne untergegangen ist verziehen sich alle in ihre Fahrzeuge und verbringen einen ruhigen Abend.

Dienstag, 09.02.2021
Der Wecker klingelt um 6.30h, welch ein Graus. Wir frühstücken und machen unser Wohni blickdicht. Shell wird den Morgen schlafend hier verbringen. Der Weg zum Ort ist kurz. Nach 10 Minuten erreichen wir das Tauchzenter und werden von Alex, unserem Tauchguide, gebrieft. Wir haben Glück, nur wir zwei und der Guide sind auf dem Boot. Wir rüsten uns aus, über unseren Tauchanzug ziehen wir noch einen zweiten, da das Wasser kalt sein soll. Unsere Ausrüstung ist schon auf einem Boot und wird mit einem Traktor zum Strand gezogen. Wir watscheln ungelenk in unseren doppelten Anzügen hinterher. Die Fahrt hinaus zum Riff ist nur kurz. Das Wasser ist heute Morgen ganz glatt. In einiger Distanz sehen wir Wale vorbeiziehen. Wir machen uns fertig und plumpsen rücklings ins Wasser. Nachdem wir uns einigermassen wohl fühlen tauchen wir ab. Unter uns, etwa auf 15 Meter sieht man den Sand und ein paar Felsen. Langsam sinken wir hinunter, tarieren uns aus und dann kann es losgehen. Eine leichte Strömung trägt uns Richtung Norden entlang einem Riff. Es ist kein wirkliches Korallenriff, beherbergt in seinen Spalten und Löchern aber viele verschiedene Fische. Leider ist die Sicht etwas trüb, nichts destotrotz sehen wir riesige Zackenbarsche, viele Kofferfische, Papageienfische, Drückerfische (die besonderen Lieblinge von Hermi : -)) und viele Schwarmfische. Ein grosser Schwarm gelber Barben dreht vor uns Kreise und bewegt sich immer vor uns in der Strömung. Plötzlich zeigt Alex, der vor uns schwimmt, auf einen Schatten am Riff, schnell schwimmen wir näher und können einen Hai erkennen. Alex ist ganz aus dem Häuschen, es ist ein kleiner Hammerhai, der hier sehr selten zu sehen ist. Das Tier ist allerdings recht schnell wieder verschwunden. Ein anderer Schwarm Barben steht gleich darauf wieder vor uns, sie schwimmen beiseite und dahinter entdecken wir einen ganzen Schwarm Rochen, die einen Reigen zu tanzen scheinen. Ihr Aussehen gleicht den Mantas, sie sind einfach viel kleiner. Nach 45 Minuten müssen wir zurück an die Oberfläche. Begeistert tauschen wir Informationen über das Gesehen aus. Nach einem kurzen Oberflächenintervall, während dem das Boot einen neuen Tauchplatz ansteuert, steigen wir wieder in unser Equipment und lassen uns zurück ins kühle Nass fallen. Es geht erneut entlang einem Riff über Sandboden immer mit der Strömung gegen Norden. An der Oberfläche hatten wir schon darüber diskutiert und nun hört man sie ganz deutlich, die Wale singen! Bei diesem Tauchgang sehen wir eine Schildkröte, Stachelrochen, wieder grosse Zackenbarsche und viele verschiedene hübsche kleine Fische. Auch wenn das Riff hier nicht bunt ist, die Fische sind es schon. Zurück an der Oberfläche befreien wir uns von unserem einengenden Anzug, der Kapitän bringt uns zurück an Land. Nachdem wir unsere Tauchausrüstung ausgewaschen und aufgeräumt haben gehen wir zurück zum D-Hai. Ach ja, wir haben noch einen Schweizer kennengelernt, der seit 4 Monaten auf Weltreise mit seiner Freundin und dem Rucksack ist. Mit ihm haben wir eine Weile Erfahrungen ausgetauscht. Nach einem Lunch im Ort setzen wir uns müde in unsere Stühle und geniessen die Sonne. Wir gehen früh schlafen, wir sind hundemüde.

Montag, 08.02.2021
Gegen Mittag fahren wir endlich los. Wir müssen noch ein paar Sachen einkaufen, Wasser und Diesel auffüllen und dann starten der bunte Bus und wir nach Cabo Pulmo. Die Strecke kennen wir ja schon. Die letzten 10 Kilometer Gravelroad schafft auch der Bus problemlos. In Cabo Pulmo geht es zuerst zum Tauchcenter, wo wir uns über die Details zum morgigen Tag erkundigen. Erstaunt stellen wir fest, es sind viel mehr Menschen hier als erwartet. Nachdem wir die Informationen eingeholt haben fahren wir zum Strand um uns neben unseren Freunden einen schönen Platz zu suchen. Anschliessend gehen wir zu viert zu einem Strandrestaurant und essen Tacos. Den Rest des Nachmittags sitzen wir an der Sonne und geniessen die Aussicht aufs Meer.

Sonntag, 07.02.2021
Es ist windstill, man hört nur ganz leise die Wellen an den Strand schwappen und die Mobula Rochen platschen, grins. Sonst ist nicht viel los heute. Wir skypen endlich mal wieder mal mit unseren Freunden in Deutschland und gehen mittags Essen. Hermi baut unsere Tauchausrüstung zusammen und ich versende diverse Emails, die wir immer wieder vor uns hergeschoben haben. Nachmittags hat sich der Himmel etwas zugezogen, sodass wir „Gfrörli“ uns schon bald in die warme Stube verziehen.

Samstag, 06.02.2021
Es war eine kalte Nacht, das Thermometer zeigt nur 6°C, drin sind es kühle 15°, wir werfen die Heizung an. Nachdem alles für die Fahrt festgezurrt ist verabschieden wir uns von Gisela und Hermann und künden an, dass wir in zwei Wochen wieder vorbei schauen. Rachel und Jean-Francois haben noch einiges zu erledigen, sie werden uns Nachmittag‘s folgen. Wir holen im Tauchgeschäft die Computer ab, sie wurden sogar noch revidiert und funktionieren jetzt wieder einwandfrei. Nach ein paar zusätzlichen Einkäufen für unsere Tauchausrüstung düsen wir endlich los nach Los Barriles. Die Strasse ist frei, wir kommen gut voran. Von Zeit zu Zeit passieren wir Polizeiautos, schnell montieren wir die Masken, keinen interessiert es. Langsam kommen die Berge näher, die Strecke kennen wir ja schon, sie ist noch genauso schön wie beim ersten Mal. Jetzt kann man der Natur ansehen, dass sich der Frühling langsam ausbreitet. Die Bäume werden grün und die grossen Kakteen tragen schon ihre wunderschönen weissen Blüten. Nach 1 ½ Stunden erreichen wir unser Ziel. Wir bekommen wieder einen Platz in der ersten Reihe auf dem Playa Norte RV Park und richten uns ein. Im Wasser und lebhafen Wind tummeln sich die Kite-Surfer. Trotz hoher Wellen können wir überall Mobula-Rochen springen sehen, wau ist das ein Schauspiel. Hungrig schauen wir beim Restaurant Gecko’s vorbei und werden freudig begrüsst. Zurück beim Wohni reparieren und reinigen wir unseren Wasserhahn der schon seit einer Weile leck ist. Es folgt ein ruhiger Abend.

Freitag, 05.02.2021
Morgen‘s hat Hermann kurz gefrühstückt und sich dann um den Einbau des Kühlwasserschlauchs gekümmert. Nach einer Weile hat er Hilfe vom zweiten Hermann bekommen und mit soviel Hermann-Power blieb dem Schlauch dann nichts anderes übrig als sich an die richtige Stelle zu verkrümeln und dort wurde er dann, ausser Reichweite des Ventilators, festgezurrt. Nun müssen wir uns ein neues Originalteil bestellen. Gut haben wir mit den Teilen für die Bremsen gewartet, nun geht alles in einer Sendung, hoffen wir. Mittags haben wir erstmal Shells Medikamente abgeholt und dabei erfahren, ihr neuer Termin ist erst in zwei Wochen. Jetzt haben wir genug Zeit für Los Barriles und auch ein paar Tauchgänge in Cabo Pulmo. Das beschert uns das nächste Problem. Die Tauchcomputer werden erst am Montag fertig. Die Tauchbasis selbst hat keine um sie zu verleihen und kann auch keine Batterien austauschen. Wir sprechen nochmal beim Tauchladen vor und siehe da, die netten Angestellten finden eine Lösung. Morgen im Laufe des Vormittags können wir sie abholen. Nach einem Lunch im Beachrestaurant füllen wir unsere Lebensmittelvorräte auf, dann geht es zurück zum Camping. Abends quatschen wir noch lange mit Rachel und Jean-Francois.

Donnerstag, 04.02.2021
Shelli hat sich eine Ohrenentzündung geholt, haben wir gestern entdeckt. Wir fahren deshalb zuerst mal nach La Paz. Im Internet habe ich eine Tierklinik gefunden. Wir werden sehr nett empfangen und dürfen gleich in den Behandlungsraum. Wau, das ist was anderes hier als die anderen Ärzte. Eine junge Frau nimmt sich Shell an und erklärt diverse Sachen. Leider hat sie das Medikament für die Ohrenentzündung nicht vorrätig, wir können es aber morgen abholen. Nächste Woche werden dann diverse Tests gemacht, damit wir die Kralle endlich heilen können und es sind auch sonst noch ein paar Sachen abzuklären. Die Konsultation kostet gerade mal CHF 14.00. Nun kommen wir zum angenehmen Teil des Tages. Wir haben einen Tipp bekommen, wo es einen schönen Strand gibt, an dem man auch schnorcheln kann. Wir düsen über die Hügel, dahinter kommt wieder das Meer in Sicht. Die Buchten strahlen in den schönsten Blautönen. Die erste Fahrt zu einer versteckten Bucht ist allerdings ein Fehlschlag. Ein Tor verschliesst den Zugang und der Wächter meint man kann nur zu Fuss zum Strand. Das ist nicht was wir wollen, eine Übernachtung sollte schon möglich sein. Wir probieren die nächste Zufahrt und entdecken die Playa el Saltito, ein Traumstrand. Er ist fast menschenleer, nur am Ende sind ein paar Tagestouristen beim Schnorcheln. Auf einer kleinen vorgelagerten Insel brüllen Seelöwen und am Strand streiten sich ein Seeadler und ein Geier um einen Fisch. Ein Stück weiter gibt es noch einen Strand der fast noch schöner ist. Das Wasser ist glasklar und angenehm warm. Hier kann man bis zum Sand fahren. Ja, hier lässt es sich aushalten. Wir entscheiden uns trotzdem zurück zu fahren. In unserer App steht, dass hier junge Männer verschiedentlich versucht haben Wohnmobile auszurauben. Da es heute hier ganz einsam ist, wollen wir das Risiko nicht eingehen. Wir rumpeln zurück und nehmen den steilen Aufstieg zu den Bergen in Angriff. Nach der ersten Steigung gibt der Iveco plötzlich Alarm. Kühlwasser nachfüllen! Hermi ist erstaunt, er hat es erst noch kontrolliert und es war genügend drin. Als wir den Motor ausmachen sehen wir die Bescherung, es dampft unter der Motorhaube hervor. Auf die Schnelle können wir nicht feststellen, wo das Leck ist. Alles ist vollgespritzt. Wir füllen normales Wasser nach und können zusehen, wie es gleich wieder tropft. Ein Stück können wir fahren dann kommt wieder der Alarm. Leider haben wir hier draussen auch keinen Handyempfang. Wir füllen also immer wieder Wasser auf wenn der Alarm anschlägt. Auf einmal entdeckt Hermann, wo das Leck ist und durch was es verursacht wurde. Der Ventilator hat den Kühlwasserschlauch gestreift und ein Loch gerissen. Wir sind verärgert, wie kann sowas passieren? Zum Glück haben wir Klebeband dabei, mit dem flicken wir den Schlauch provisorisch. Nun können wir einige Kilometer fahren bevor wir wieder Wasser nachfüllen müssen. Langsam fahren wir auf der Umfahrungsstrasse Richtung La Paz und unserem Campingplatz. Plötzlich haben wir die Polizei hinter uns, die uns an den Strassenrand dirigiert. Der Beamte meint, wir seien auf dieser Strasse zu langsam gefahren. Wir erklären ihm unser Problem. Nächste Reklamation, Hermi hat seine Maske nicht auf???? Das gibt eine Busse! Von einer Maskenpflicht im eigenen Auto ohne fremde Passagiere haben wir allerdings noch nie gehört. Er will den Führerschein sehen und meckert weil er kein Ablaufdatum ausweist. Wir erklären geduldig, in der Schweiz ist der Ausweis unbeschränkt gültig. Nun meint er, wir müssen auf die nächste Wache, dort müssten wir die Busse bezahlen. Er wolle den Ausweis dann dorthin bringen. Kommt nicht in Frage, ohne den Ausweis fahren wir nirgendwo hin. Er meint, wir könnten die Busse auch direkt bei ihm bezahlen. Aha, daher weht der Wind. Wir weigern uns und bestehen darauf nur auf der Wache die Busse bezahlen zu wollen. Ich verlange nochmal nachdrücklich den Ausweis zurück und weise ihn darauf hin, dass wir den Ausweis brauchen, weil wir ja unterwegs von einem seiner Kollegen aufgehalten werden könnten und dann blöd dastehen würden. Endlich gibt er klein bei, meint er verwarnt uns aber beim nächsten Mal ohne Maske kämen wir nicht mehr so leicht davon. Endlich geht er von dannen und fährt davon. Wir atmen auf, der wollte uns abzocken, das war das erste Mal, dass wir die berüchtigte Korruption der mexikanischen Polizei am eigenen Leib erfahren haben. Nach dem Schreck fahren wir langsam weiter, immer mit den Augen die Autos absuchend, damit wir die Polizei rechtzeitig entdecken. Endlich kommen wir beim Camping an. Unser deutscher Nachbar Hermann ist so nett und schaut sich den Schaden an. Schnell ist klar, den Schlauch sollte man problemlos reparieren können. Die beiden Hermanns setzen sich in sein Auto und fahren los um das gute Stück zu besorgen. Ich hüte derweil das Wohni, mache sauber und füttere Shell und das Internet. Nachdem alles an seinem Platz ist besuche ich Gisela, die Frau von Hermann. Nach einer Weile kommen die beiden Männer zurück. Sie sind zufrieden, das Ersatzteil haben sie bekommen. Um es einzubauen ist es nun allerdings zu dunkel. Wir plaudern noch eine halbe Stunde zu viert dann verabschieden wir uns. Ich hole im Café an der Strasse ein Abendessen. Leider meldet sich meine Blasenentzündung wieder leicht und auch Rachel hat es erwischt. So ein Mist. Nun hat der Tag hoffentlich bald ein Ende, das waren für heute genügend unangenehme Vorfälle.

Mittwoch, 03.02.2021
Morgen‘s erledigen wir noch etwas Korrespondenz, plaudern mit Nachbarn. Erst gegen Mittag fahren wir los zu einem Strand der ca. 40km östlich liegt. Es geht durch La Paz, immer der Küste entlang mit Blick auf die Bucht. Etwas ausserhalb der Stadt liegt der Fährhafen, von dem aus man ans Festland übersetzen kann. Kurz darauf erreichen wir die Playa Tecolote. Es ist ein langer Strand mit feinstem weissem Sand und seichtem Wasser. Ein paar Restaurants haben sich am Ende der Strasse niedergelassen. Wir suchen uns einen Platz und stellen unsere Stühle an die Sonne. Herrlich friedlich, ein paar Familien haben ihre Sonnenschirme aufgestellt und planschen mit den Kindern im Wasser. Pelikane schweben über die Oberfläche und stechen pfeilschnell in die Tiefe, wenn sie einen Fisch erspähen. Beim eintauchen platscht es laut, lustigerweise tauchen sie nicht wirklich dem Fisch hinterher, sondern versuchen ihn nur mit ihrem langen Schnabel in der Tiefe zu erreichen. Der Vogel selber ploppt nach dem Eintauchen gleich wieder an die Oberfläche. Die Zeit der Ruhe ist nur kurz, Rachel und Jean-Francois haben sich von einem Taxi zum Strand bringen lassen. Sie haben eine neue Tauchausrüstung gekauft und probieren diese nun im herrlich klaren aber doch kühlen Wasser aus. Anschliessend gehen wir in eins der Restaurants zum Essen bevor sie das Taxi um 16.30h wieder abholt. Wir gehen zurück zum Wohni und verbringen einen ruhigen Abend.

Dienstag, 02.02.2021
Der Wecker klingelt um 6.30h, umpf. Wir machen uns bereit und pünktlich um 7.15h stehen Rachel und Jean-Francois vor der Tür. Wir sind alle noch ein wenig verschlafen aber gespannt ob der Ausflug hält was er verspricht. Wir fahren in die Stadt, in der Nähe des Hafens finden wir einen Parkplatz für unser D-Hai und lassen Shell darin zurück. Sie legt sich zufrieden wieder schlafen. Am Treffpunkt werden wir schon vom Team des Touranbieters erwartet. Es geht sofort los. Wir haben Glück und ein Böötchen mit dem Kapitän und einer Meeresbiologin ganz für uns alleine. Nachdem wir bei einem Checkpoint Boot gezählt und für gut befunden wurden fahren wir aus der Lagune hinaus und entlang der Küste nach Norden. Allerdings dürfen wir erst um 9.00h zu den Walhaien fahren. Die anderen Boote rund um uns sind auch in den Startlöchern. Die Wartezeit nutzen wir um unsere Anzüge anzuziehen und unsere Schnorchelausrüstung vorzubereiten. Zudem bekommen wir noch ein paar Details zu den Walhaien. Die Tiere hier in der Sea of Cortez sind jung und bleiben bis zu ihrer Geschlechtsreife mit 22 Jahren in diesem Gewässer, erst dann entschwinden sie in den weiten des Pazifiks. Sie finden hier sehr gute Bedingungen, sie sind vor anderen Raubfischen geschützt und finden genug Nahrung um zu wachsen. Die grössten Tiere werden bis zu 20m lang und sie erreichen ein Alter von ca. 130 Jahren. Das Weibchen hat wahrscheinlich nur einmal in seinem Leben Geschlechtsverkehr. Es ist in der Lage den Samen in einem speziellen Organ zu konservieren und wenn alle Parameter stimmen befruchtet sie eine Anzahl ihrer Eier. Diese bleiben dann ca 12 Monate in ihrer Gebärmutter bis die Eier platzen und die frisch geschlüpften Babyhaie von ca. 1m Länge werden dann geboren. Ein Muttertier kann ca. 300 Jungtiere in ihrem Leben gebären. Vielmehr weiss man noch nicht über sie. Pünktlich kommt über Funk das Signal zur Abfahrt. Hermi hat mit uns 13 Boote gezählt die heute ihr Glück versuchen wollen. Eine gute halbe Stunde sehen wir nichts als spiegelglattes Wasser, ein paar Pelikane und springende Fische. Wir machen schon Witze, dass wir wohl heute mal wieder nichts zu sehen bekommen. Da, eines der Nachbarboote gibt plötzlich Zeichen, sie haben einen Walhai gefunden. Kurz darauf meldet auch unser Kapitän eine Sichtung. Boah, da ist er, direkt vor uns pflügt die typische Flosse durch die Wasseroberfläche. Marisa gibt ein Zeichen und Rachel und Jean-Francois lassen sich ins Wasser gleiten. Kurz darauf dürfen wir folgen. Nach zwei drei Flossenschlägen haben wir ihn vor uns. Er ist ca. 4m lang, grau mit hellen Tupfen, einem weissen zahnlosen grossen Maul und ganz friedlich. Allerdings muss man sich schon beeilen um mit ihm mitschwimmen zu können. Ein Schwanzschlag und er ist im trüben Wasser nicht mehr zu sehen. Marisa hilft und dirigiert uns immer wieder in die Nähe des grössten Fisches der Erde. Nach einigen Minuten geht es zurück ins Boot bis wieder ein Tier in unserer Nähe auftaucht dem noch keine Schnorchler folgen, dann geht es weiter. Wir haben Glück und es tummeln sich diverse Walhaie in verschiedenen Grössen in diesem Bereich der Bucht. So dürfen wir ein paarmal die Tiere verfolgen. Man muss gut aufpassen, zu nahe darf man ihnen nicht kommen und auf keinen Fall darf man sie berühren. Das wird scharf kontrolliert. Man muss deshalb manchmal schnell umdrehen, weil sich das Tier plötzlich in die Richtung bewegt, in der man gerade schwimmt. Besonders eindrücklich ist es wenn man vor dem Tier schwimmt und einen Blick in sein riesiges weisses Maul erwischt. Nach einer Weile haben wir genug, nur Rachel überwindet sich trotz Kälte nochmal ins Wasser zu steigen. Sie wird belohnt mit einem Tier, das sich fast nicht bewegt, sie ist mit dem Tier und Marisa ganz alleine und geniesst sichtlich die Situation. Für uns auf dem Schiff ergibt sich nun die Gelegenheit von oben diverse Bilder zu schiessen. Zufrieden und glücklich erreichen wir gegen 12.00h wieder den Hafen. Wir gehen zusammen Essen bevor wir uns trennen. Hermi und ich geben endlich unsere Dokumente bei Fedex auf und erledigen noch ein paar Sachen, bevor wir zum Camping zurück fahren. Nachdem wir die Tauchsachen gewaschen und zum Trocknen aufgehängt haben gehen wir zu Gisela und Hermann. Das deutsche Ehepaar ist hier vor fast einem Jahr wegen Covid gestrandet und hat sich auf dem Campingplatz eingelebt. Sie haben einen grossen Camper und sind mit diesem nun seit 3 Jahren unterwegs. Wir tauschen Erlebnisse und Erfahrungen aus bevor wir uns nach einer guten Stunde verabschieden um endlich unter einer heissen Dusche das Salzwasser von der Haut zu spülen. Es wird nicht spät, bald liegen wir müde und zufrieden in unseren Betten und schlafen selig.

Montag, 01.02.2021
Der erste Monat des Jahres liegt hinter uns, was werden wohl die restlichen für uns bereithalten? Heute erstmal die Wäsche, puh. Gegen Mittag fahren wir in die Stadt um ein paar Dinge zu erledigen. Wir brauchen noch einen Winkel aus dem Home Depot um unsere Stufe am Eingang zu fixieren und wir müssen Dokumente in die Schweiz senden. Für morgen buchen wir, wie die beiden anderen, eine Tour zu den Walhaien, sind mal gespannt wie das wird. Mittags treffen wir uns dann in der Stadt am Strand in einem Restaurant zum Lunch. Da wir endlos sitzen und plaudern kommen wir schlussendlich zu spät zum Kurierdienst, der Laden hat schon zu. Mehr Glück haben wir beim Metallwinkel, den findet Hermi inklusive der benötigten Schrauben. Nun muss er ihn nur noch montieren. Zum Glück ist meine Blasenentzündung sehr schnell komplett ausgeheilt, sodass dem morgigen Ausflug nichts im Wege steht.

Sonntag, 31.01.2021
Heute müssen wir uns von unserem schönen Strand verabschieden. Hermi fotografiert noch einmal die Surfer bevor wir aufbrechen. Wir fahren nach La Paz. Die Strecke über Land ist langweilig, führt immer geradeaus. Nach 90km kommen wir an und gehen erstmal einkaufen. Für die Übernachtung fahren wir zum uns schon bekannten Camping ausserhalb der Stadt. Rachel und Jean-Francois stehen hier schon fast eine Woche mit ihrem bunten Bus. Wir fangen an zu waschen und gegen Abend halten wir ein gemütliches Plauderstündchen mit unseren Freunden. Jean Francois erzählt von seinen Erlebnissen und Anekdoten mit Jean-Jaques Cousteau und seinem Sohn. Er kennt unendlich viele bekannte Menschen und entsprechend unterhaltsam sind seine Geschichten.

Samstag, 30.01.2021
Gegen Mittag fahren wir ins Städtchen. Shell muss nochmal zum Tierarzt, er meint es sieht besser aus, wir halten die Finger gekreuzt. Wir tanken Diesel und Wasser und fahren dann zu einer Apotheke. Ich habe mir eine Blasenentzündung eingefangen, unangenehm:-(. Nach einer kurzen Einkaufstour fahren wir zum Restaurant Jazmando und bekommen wieder schmackhafte und spezielle Speisen serviert. Anschliessend fahren wir zurück zum Strand. Hoppla, hier ist nun aber richtig was los, Wochenende! Wir kommen mit verschiedenen Leuten ins Gespräch, so wird es schnell Abend und dunkel.

Freitag, 29.01.2021
Ich bin bei Sonnenaufgang wach, draussen tummeln sich derweil wie immer schon ein paar Surfer. Den Tag verbringen wir an der Sonne, der Wind kühlt heute wieder ziemlich. Auf dem Meer sehen wir wie jeden Tag die Wale vorbeiziehen und Pelikane gleiten in Formation übers Wasser. Abends versinkt die Sonne mit einem herrlichen Untergang im Meer.

Donnerstag, 28.01.2021
Wie jeden Tag sind die Surfer schon früh vor Ort und warten bis sich die Wellen perfekt brechen. Hermi nimmt seinen Platz am Strand ein um weitere Fotos zu schiessen. Es ist recht warm heute und so stellen wir unsere Stühle in den Schatten. Nachmittags gehen wir wieder ins Beach Restaurant und verzehren nochmal die feinen Thunfisch Tostadas und geniessen ein, zwei Gläser Wein dazu. Am Strand entdecken wir eine kleine spanische Galeere, das ist eine giftige Quallenart, die aber sehr interessant aussieht :-) und wunderschön bunt ist. Vor Sonnenuntergang sind wir zurück beim Wohni und lassen Shell hinaus. Ich geniesse ein kurzes Bad in den Wellen, die mich allerdings ganz schön durchschütteln, bevor ich mir den Sand bei einer Dusche vom Leib wasche.

Mittwoch, 27.01.2021
Wir kuscheln uns bei Tagesanbruch noch ein wenig in unsere Betten bevor wir aufstehen. Heute ist es nicht ganz so kühl, sodass Hermi kurz nach dem Frühtstück mit seiner Kamera schon wieder nach draussen verschwindet. Ich mache noch den Haushalt fertig und wage mich dann auch raus an die Sonne. Diese sticht für Januar schon ganz ordentlich vom Himmel. Zu heiss wird es zur Zeit nicht, überall im Süden der USA und auch im Norden der Baja ist tiefer Winter mit Schnee und sogar Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, erzählt uns ein netter Ami. Wir entscheiden uns heute mal wieder zu kochen und bleiben deshalb hier am Strand beim Wohni. Auf dem Meer ziehen immer wieder Wale vorbei und Pelikane gleiten in Formation über die Wellen. Kurz vor Sonnenuntergang wird es uns zu kühl und wir setzen uns rein um die schöne Stimmung draussen aus der Wärme zu geniessen.

Dienstag, 26.01.2021
Nachdem wir eine ruhige Nacht verbracht haben und ausgeschlafen sind, geniessen wir ein feines Frühstück mit dem frischen Brot von Gestern. Rund um uns kommen einige Autos an. Trotz kühlen 11°C machen sich diverse Surfer für einen Ride bereit. Wir sitzen in der ersten Reihe und geniessen Frühstückfernsehen vom Feinsten, inklusive Wale. Nachdem es wärmer geworden ist hält Hermi nichts mehr, er packt seine Kamera und setzt sich ans Wasser um die kühnen Burschen mit ihren Brettern einzufangen. Es gelingen ihm einige wirklich spektakuläre Aufnahmen. Nachmittags gönnen wir Shell ein Schläfchen und gehen entlang dem Strand zu einem Restaurant, das wunderschön am Strand positioniert ist. Wieder ein Beispiel von gut eingepasster Architektur gepaart mit leckerem Essen. Man sitzt an Tischen die aus Türen gemacht wurden, mit den Füssen im Sand. Es gibt vor allem Fisch in vielen Variationen, sensationell! Kaum sitzen wir und haben eine Margerita bestellt, kommt Mathias an. Er hat seinen Hund Heidi mitgebracht und wird von uns zu einem Bier eingeladen. Wir plaudern angeregt und geniessen feine Tostados mit Thunfisch. Trotz Wind und hohen Wellen können wir im Meer immer wieder Wale sehen, entweder nur ihren Atem aber manchmal auch ihre Sprünge. Zum Sonnenuntergang, zurück beim D-Hai, haben sich nochmal Surfer in die Wellen gewagt. Nun neigt sich ein herrlicher Strandtag seinem Ende zu.

Montag, 25.01.2021
Nacht‘s war es zeitweise ziemlich laut. Mitten in der Nacht ist noch ein Fahrzeug angekommen und die Insassen haben sich bei Musik erstmal lautstark gestritten und dann auch noch ein Zelt aufgebaut. Entsprechend lang habe ich morgens geschlafen um die Zeit wieder aufzuholen. Den Morgen haben wir vertrödelt, erst mittags sind wir nach Todos Santos gefahren. Unterwegs haben wir an einer Bäckerei gestoppt und uns frisches Sauerteigbrot, Baguett und ein süsses Gebäck mit Äpfeln gekauft, mmmmmh riecht das jetzt verführerisch im D-Hai. Shell muss nochmal zum Tierarzt. Er gibt uns wieder ganz andere Medikamente und wir müssen in der Apotheke Jod für die Wunddesinfizierung kaufen. Am Samstag will er Shell nochmal sehen. Tja, damit ist klar, wir bleiben noch weitere 5 Tage in der Gegend. Nachdem wir ein paar Lebensmittel eingekauft haben gehen wir wieder in das gute Restaurant von vorgestern und bestellen uns ein Zucchini Carpaccio mit Erdbeerdressing und hausgemachte Pasta mit einer schmackhaften Fleischsauce. Nachdem wir noch einen Campingplatz besichtig und für unmöglich befunden haben, fahren wir zum Strand, den wir am Samstag auskundschaftet haben. Leider windet es ziemlich stark, heute ist es wie gestern und vorgestern zusätzlich noch ziemlich kühl. Eine Weile hält man es an der Sonne aus, dann verkriechen wir uns im Wohni. Auf die schöne Aussicht müssen wir ja bei unserem grossen Panoramaheckfenster nicht verzichten.

Sonntag, 24.01.2021
Unsere Freunde verabschieden sich und wir setzen uns an die Sonne und geniessen eine paar ruhige Stunden. Nachmittags gehen wir zum Restaurant Shakas und vertilgen einen Hamburger.

Samstag, 23.01.2021
Gegen Mittag starten wir und fahren auf ausgefahrenen Wegen zum Meer und an vielen neuen Häusern und Villen vorbei. Rundum blüht es in den schönsten Farben. Zurück an der Hauptstrasse sind es nur wenige Minuten bis nach Todos Santos. Nachdem wir etwas ausserhalb geparkt haben laufen wir ins Zentrum. Zuerst müssen wir ein paar Dokumente ausdrucken lassen, dann schlendern wir durch die Strassen, die von vielen kleinen Läden gesäumt sind. Hier sind die Leute freundlich aber noch nicht aufdringlich. Bald haben wir Hunger und suchen deshalb nach dem Restaurant, das uns Mathias gestern empfohlen hat. Wow, hier bekommt man tolle Gerichte die nicht alle mexikanisch sind, eine super Abwechslung. Wir entscheiden uns für eine Vorspeise mit verschiedenem Käse auf Toast, einer Pizza und zum Nachtisch… Meringue mit Früchten. So lecker und zu vernünftigen Preisen in einem sehr hübschen Ambiente. Zum Schluss unseres Ausflugs fahren wir noch an eine Beach etwas nördlich des Städtchens, wo man übernachten kann. Gefällt uns! Hier werden wir mit Sicherheit noch zwei, drei Nächte stehen. Kurz nachdem wir uns wieder auf dem Camping eingerichtet haben kommen Rachel und Jean-Francois mit ihrem Bus angefahren und machen es sich auch hier gemütlich. Wir geniessen wie immer eine gemeinsame, schöne Apéro-Stunde.

Freitag, 22.01.2021
Nach dem Frühstück ist mal wieder „Grossreinemachen“ angesagt. Schon nach kurzer Zeit bin ich total verschwitzt. Das Klima ist hier am Pazifik komplett anders als an der Sea of Cortez mit seinem trockenen Wind. Gegen Mittag bekommen wir Besuch von Matthias, er ist Deutscher und wohnt zusammen mit seiner Frau seit einigen Jahren in Todos Santos. Wir haben uns über die Social Medias kennengelernt. Wir tauschen unsere Erlebnisse aus und haben zwei gemütliche Stunden zusammen. Nachdem er abgefahren ist lerne ich noch ein bisschen Spanisch und Hermi repariert das portable Solarpanel bzw. dessen Stecker. Am späteren Nachmittag gehen wir zu einem Restaurant ein paar hundert Meter weiter Richtung Meer. Wir werden mit gutem Essen und Getränken verwöhnt. Auf dem Weg zurück nehmen wir uns ein wenig Zeit um die riesigen Kakteen zu bewundern. Es folgt ein ruhiger Fernsehabend.

Donnerstag, 21.01.2021
Rund um uns füllt sich schon früh morgens der Parkplatz mit Arbeitern aus den umliegenden Hotels, dadurch sind wir früh wach. Nach dem Frühstück machen wir zu viert einen Spaziergang am Strand entlang zum Hafen. Die Sonne scheint wieder zwischen ein paar Wolken hindurch. Gegen 11.00h fahren wir los Richtung Norden. Es sind 60km bis nach El Pescadero, wo wir uns auf einem kleinen Campingplatz etwas im Hinterland der Playa los Cerritos niederlassen. Auf der Fahrt entlang der Küste sehen wir einige Male Wale springen, schade kann man an der Strasse nirgends anhalten und sich das Schauspiel ansehen. Nachmittags laufen wir, ohne Shell, bis zum Strand, in dessen Nähe auch ein gutes Restaurant zu finden ist. Gegen 17.00h sind wir zurück und setzen uns noch etwas draussen hin. Obwohl es bewölkt ist, ist es noch warm, sogar drückend. Das sind wir so gar nicht mehr gewohnt.

Mittwoch, 20.01.2021
Nacht‘s hat es immer wieder geregnet und war auch windig. Shell war dafür mal ruhig. Gegen 10.30h fahren wir los nach Cabo San Lucas. Die Strecke entlang der Küste führt hinter riesigen Hotelanlagen auf einer breiten Strasse bis in die geschäftige Stadt. Erstmal kaufen wir noch ein paar Sachen ein, dann suchen wir einen Parkplatz und werden beim Hafen fündig. Im leichten Nieselregen gehen wir entlang dem Hafenbecken das von vielen Restaurants und Touranbietern gesäumt wird, zu einem Restaurant. Hier warten Rachel und Jean-Francois auf uns. Nach einem feinen Mittagessen gehen wir zurück zum Fahrzeug. Interessant was sich so alles im Hafenbecken tummelt. Neben Pelikanen und Kormoranen können wir auch Seehunde und Kofferfische entdecken, das Wasser ist schön klar! Im Hafen liegen viele Yachten, die meisten kann man mieten um Fischen zu gehen, dazwischen liegen aber ein paar private Luxuspaläste, eines sogar mit einem Hubschrauber. Hier gibt es Shoppingcenter wie in den USA oder Europa, verrückt! Aus Ghettoblastern plärrt Musik, brr, das ist nicht unsere Welt. Wir haben uns schnell satt gesehen und suchen nun nach einer Möglichkeit zu übernachten. Schlussendlich werden wir in einem „Flussbett“ fündig, das nahe dem Strand und zwischen Hotelanlagen liegt. Ausser dem Bus und uns hat sich hier auch ein amerikanisches Paar aus North Carolina niedergelassen. Ein Mexikaner versichert uns, hier dürfen wir stehen und es ist sicher. Ganz ruhig ist es hier dann leider nicht aber wir haben doch recht gut geschlafen.

Dienstag, 19.01.2021
Nach einer etwas unruhigen Nacht, weil Shell mit ihrem Halskragen bei jeder Bewegung Geräusche verursacht, stehen wir schon kurz vor 7.00h auf. Heute Morgen sehen wir diverse Greifvögel und Geier, die in der Nähe ihre Kreise ziehen. Hermi backt uns Pancakes zum Frühstück und gegen 11.00h brechen wir zu viert zu einem Standspaziergang auf. Shell kann noch nicht mit. Den ganzen Morgen schon tröpfelt es zwischendurch immer wieder aber das schadet der guten Stimmung nicht. Es gibt hübsches Strandgut zu entdecken und wir können wieder Wale beobachten, die gar nicht weit vor unserem Strand vorüberziehen. Jean-Francois geht auf Entdeckungstour zu einer kleinen blauen Ruine. Er kommt mit Fotos vom Innern zurück. Es ist eine kleine Kapelle mit einem Sarkophag darin. Das will ich natürlich auch sehen. Wer oder was hier verehrt wird ist nicht zu erkennen aber der Grabschmuck könnte auf ein Kind deuten. Es gibt viele Spielsachen. Leider wird alles was nach einer Weile nicht mehr schön aussieht, vor dem Gebäude auf einen grossen Haufen geschmissen! Den Rest des Tages verbringen wir mit etwas Büroarbeit und Hermann kümmert sich um ein paar technische Sachen.

Montag, 18.01.2021
Sonnig, windstill, einfach herrlich. Wir machen uns bereit für die Abfahrt. Kurz geben wir unseren Freunden Bescheid, dann fahren wir los. Nachdem wir im Ort nochmal den Wassertank aufgefüllt haben, lassen wir Los Barriles für die nächsten Tage hinter uns. On the road again…., schön! Wenige Kilometer nach der Abzweigung zum Oasenörtchen Santiago überqueren wir die Grenze zu den Tropen am Wendekreis des Krebses. Wir machen nur kurz Halt für ein Foto. Die Strasse führt immer weiter Richtung Süden, entlang dem Gebirge bis nach San Juan de Cabo. Wir sind erstaunt wie gross und geschäftig die Stadt ist. Man scheint alles zu bekommen was das Herz begehrt. Hier ist auch der internationale Flughafen für diese Gegend angesiedelt. Die meisten Touristen fliegen hierher. Nachdem wir uns in einem gut ausgestatteten Supermarkt mit Lebensmittel eingedeckt haben und auch im Walmart noch ein paar Sachen dazugekauft haben, sind wir bereit uns einen Platz zum Übernachten zu suchen. Wir treffen uns noch kurz mit Rachel und Jean-Francois. Die beiden können sich nicht recht entscheiden was sie machen sollen. Ihr Bus ist halt schon recht gross und unpraktisch. Wir trennen uns deshalb. In der App IOverlander habe ich einen Platz entdeckt, er ist gut 20km ausserhalb der Stadt und liegt direkt am Strand. Als wir dort ankommen sind wir begeistert. Wir suchen uns eine Stelle etwas erhöht mit Blick aufs Meer und schöne Felsformationen. Vor uns im Wasser ist ein Platschen zu hören, die Mobula Rochen machen wieder ihre Kunststückchen und weiter draussen vergnügt sich ein Wal, indem er immer wieder mit seiner riesigen Flucke aufs Wasser schlägt. Wir informieren unsere Freunde, hier ist auch genug Platz für ihren Bus. Wir geniessen den Blick aufs Meer, leider hat sich der Himmel bezogen aber das gibt wieder eine tolle Stimmung zum Sonnenuntergang. Als es dämmert gönnen wir uns zu viert einen Apero bevor wir den Abend alleine geniessen.

Sonntag, 17.01.2021
Gegen 8.00h stehen wir auf, das Meer ist ganz glatt, kein Lüftchen geht. Nach dem Frühstück raffen wir uns auf um nun endlich den Rest des Wohnis zu polieren. Nebenbei gehe ich vor und wasche Shells Decken. Gegen 13.00h glänzt endlich das ganze Fahrzeug. Wir sind verschwitzt und weil das Meer gar einladend aussieht wagen wir ein Bad. Mann, es ist das erste Mal, dass wir auf unserer Weltreise im Pazifik baden, herrlich! Anschliessend waschen wir noch 2 Maschinen, hängen alles auf und gönnen uns dann einen Drink im Geckos. Mit dem leichten Wind und der Sonne ist alles schnell wieder trocken. Wir räumen noch alle Dinge wieder an ihren Platz und setzten uns dann für eine Stunde hinter unsere Computer. Hermi brät uns anschliessend Rösti und dann heisst es wieder, Fernsehabend.

Samstag, 16.01.2021
Morgen‘s skypen wir mit unserer Familie. Um das Fahrzeug fertig zu polieren ist es dann wieder zu spät. Wir sitzen eine Weile gemütlich in der Sonne bevor wir zum Essen gehen. Als wir zurückkommen hat sich neben uns eine mexikanische Grossfamilie eingerichtet, mit Kind und Kegel. Mal sehen ob wir heute Abend eine Grande Fiesta neben uns haben. Nach Sonnenuntergang schauen unsere Freunde für ein Glas Wein bei uns vorbei. Später setzen wir uns vor den Fernseher und schauen unsere Lieblingssendungen vom Freitag Abend. Bei unseren Nachbarn wird es auch ruhig als wir ins Bett gehen.

Freitag, 15.01.2021
Ich werde kurz vor Sonnenaufgang wach und entdecke am Horizont eine komische Erscheinung. Es sieht aus als ob eine Rackete gestartet ist, über dem Wasser? Nachdem ich das Phänomen eine Weile beobachtet habe, sehe ich auch den Flugkörper in den blauen Himmel steigen. Uns war nicht klar, dass Mexiko auch Racketenstarts hat. Morgens telefonieren wir wieder mit Reisefreunden in der Schweiz. Sie erzählen uns von riesigen Schneemassen. Es ist soviel Weiss vom Himmel gefallen wie seit 20 Jahren nicht mehr. Nachmittags gehen wir mit Shell nochmal zum Tierarzt. Er verpasst ihr eine Halskrause und nochmal Antibiotika. Nun hoffen wir ganz fest, dass die Pfote endlich abheilt. Die Krause ist für sie und uns mühsam, weil sie im engen Wohni überall festhängt. Nach einer Weile hat sie sich aber daran gewöhnt. Langsam haben wir genug vom mexikanischen Essen, deshalb gehen wir wieder bis ins Beachrestaurant beim Städtchen, wo es auch Hamburger gibt. Mit übervollem Magen machen wir uns dann auf den Heimweg. Wir treffen am Strand auf Rachel und Jean Francois, plaudernd geht es zurück zum Camping.

Donnerstag, 14.01.2021
Nachdem wir Morgen‘s mit Reisefreunden zu Hause telefoniert haben, raffen wir uns Mittag’s auf um unser frisch gewaschenes Wohni zu polieren. Wir schaffen nur einen Teil, den Rest machen wir morgen. Nachmittags bleibt noch Zeit die warme Sonne zu geniessen bevor es zu kühl wird.

Mittwoch, 13.01.2021
Wir sind früh wach und erleben dadurch einen fulminanten Sonnenaufgang. Kurze Zeit später sehen wir zum ersten Mal Mobula Rochen „fliegen“. Total fasziniert beobachten wir, wie die Tiere aus dem Wasser springen, mit den „Flügeln“ schlagen und dann mit einer vollen Bauchlandung wieder im Wasser landen. Wir haben schon diverse Bilder und Bericht über das Phänomen gesehen, das keiner erklären kann. Um 10.00h haben wir dann mit einem Mexikaner abgemacht der unser D-Hai putzen wird. Es wird 10.30h bis er auftaucht. Nun macht er sich aber zügig ans Werk und nach knapp zwei Stunden glänzt unser Fahrzeug endlich wieder. Der Preis? Umgerechnet 25.—Franken, da gibt es nichts zu meckern und tip top gemacht hat er es! Nachmittags gehen wir essen und setzen uns dann bald ins Innere, weil der Wind heute doch gar zu sehr bläst, man wird am Strand direkt sandgestrahlt.

Dienstag, 12.01.2021
Shells Pfote ist noch immer nicht richtig geheilt. Wir schneiden ihr mal die Haare ganz kurz, machen ein warmes Salzbad und ziehen ihr einen Babyschuh an, damit sie nicht schlecken kann. Wann wird das endlich besser? Es nervt! Nachmittags gehen wir zur Beach Bar bei der Kitesurf Schule vor und gönnen uns ein Club Sandwich und einen Burger mit Pommes, mal wieder ein wenig Abwechslung zum mexikanischen Essen. Der Wind ist stark und lässt uns nach unserer Rückkehr gleich ins warme Wohni steigen.

Montag, 11.01.2021
Einkaufstag, Nachmittag‘s gehen wir mit unseren Freunden ins Gecko zum Essen. Leider ist die ganze Woche starker Wind angesagt, sodass wir die Fahrt nach Cabo Pulmo und das Tauchen um mindestens eine Woche verschieben.

Sonntag, 10.01.2021
Nach einem gemütlichen Morgen setzen wir uns Nachmittags mit Rachel und Jean Francois zusammen, Hermi hat Spaghetti Bolognese gekocht.

Samstag, 09.01.2021
Es gibt nichts Neues zu berichten.

Freitag, 08.01.2021
Wir chillen den ganzen Tag. Nachmittags gehen wir ins Gecko zum Essen.

Donnerstag, 07.01.2021
Nachdem wir den Morgen damit verbracht haben über die Krise in Amerika zu lesen und Sprachen zu lernen, gehen wir nachmittags zu viert ins Städtchen. Shell muss wegen ihrer Pfote im Wohnmobil bleiben. Im Restaurant Beans and Rice bekommen wir einen Tisch zugewiesen und geniessen ein exzellentes Essen. Was hier auf den Tisch kommt lässt sich schon fast Kunst nennen. Auf jeden Fall ist es wunderschön angerichtet und mit „Blumen“ dekoriert. Das Salatschälchen besteht aus Gurken usw. Ich bekomme ein Thunfischsteak serviert, so einen guten Fisch hatte ich glaube ich noch nie. Anschliessend schlendern wir durch den Ort, werden fast von zwei Hunden adopiert die sich nur sehr wiederwillig nach Hause schicken lassen und shoppen ein paar Kleinigkeiten. Es ist schon fast dunkel als wir wieder am Campingplatz ankommen. Unsere Nachbarn sind inzwischen abgereist. Angenehm müde setzen wir uns in unsere Kuschelecke und lesen.

Mittwoch, 06.01.2021
Nach einem gemütlichen Morgen höre ich ein tiefes Brummen, unsere amerikanischen Freunde, Rachel und Jean Francois sind angekommen. Nach einer kurzen Begrüssung richten sie sich erstmal ein. Unterdessen haben wir im Internet mitbekommen was in Washington passiert und sind bestürzt über die Krawalle rund ums und im Kapitol. Um 14.00h haben wir uns zum Essen verabredet. Wir gehen gemeinsam in unser, mittlerweile schon fast Stamm-, Beach Restaurant. Wir werden wie immer gut bedient und geniessen das Essen und das zusammen sein. Abends gesellen wir uns noch kurz zu unseren Nachbarn, den Kite-Surfern. Sie werden Morgen nach Hause fahren und geniessen den letzten Abend am Lagerfeuer und unter einem herrlichen Sternenhimmel.

Dienstag, 05.01.2021
Morgen‘s ist es windstill und das Wasser ganz glatt, erst gegen Mittag nimmt der Wind wieder zu. Heute sind auch ein paar Wolken am Himmel, die die knapp 22 Grad schnell als kühl erscheinen lassen, vorallem als die Sonne immer wieder hinter den Wolken verschwindet. Für die frisch gewaschene Wäsche ist es aber ideal, sie flattert im Wind und an der Sonne und ist in null komma nichts trocken. Wir setzen uns rein und erledigen ein paar Büroarbeiten. Endlich habe auch ich noch die Bestätigung des Rückzugs unseres Verlängerungsantrags für die USA erhalten. Nun stehen einer erneuten Einreise eigentlich nur noch die Coronarestriktionen im Weg. Mal abwarten wie lange es noch dauert, bis der Landborder auch wieder öffnet. Gegen 15.00h ziehen wir uns lange Hosen und eine Jacke an und gönnen uns ein feines Essen mit unseren Lieblingsdrinks im Strandrestaurant.

Montag, 04.01.2021
Einkaufen stand heute auf dem Programm, vorher sind wir mit Shell nochmal zum Tierarzt gefahren. Die Pfote wird leider einfach nicht besser und sie hinkt. Der Arzt hat uns einen Spray gegeben und Schmerztabletten, zudem soll sie nicht zu viel rum laufen, :-((. Wir lassen sie deshalb nachmittags alleine im Wohni und gehen zum Essen den Kilometer vor, zu einem anderen Strandrestaurant. Wir werden hier ebensogut verwöhnt wie in unserem „Gecko“.

Sonntag, 03.01.2021
Noch ein ruhiger Tag mit Sonne ein paar Wolken und Wind.

Samstag, 02.01.2021
Der Morgen startet bewölkt aber gegen 10.00h hat die Sonne die Wolken aufgefressen. Der Wind hat zugelegt und so kann man heute wieder viele Kitsurfer beobachten. Es ist herrlich bunt. Die Cracks springen an ihren Schirmen teilweise weit aus dem Wasser. Es wird nicht langweilig dieses Treiben zu beobachten.

2021

Freitag, 01.01.2021
Wir gehen das neue Jahr ruhig an. Um uns herum wird wohl auch länger geschlafen. Zudem geht heute kaum Wind, sodass die Kite Surfer nicht auf’s Wasser können und auch chillen. Im leichten Wind erspähen wir zwei Weisskopfseeadler, einen Fregattvogel und einen Schwarm Pelikane. Nachmittags gehen wir zur Strandbar und gönnen uns eine Pina Colada, abends kochen wir.

WIR WÜNSCHEN EUCH, UNSEREN TREUEN LESERN VON HERZEN EINEN GUTEN RUTSCH UND EIN GESUNDES, ERFOLGREICHES, GLÜCKLICHES NEUES JAHR!

HAPPY NEW YEAR 2021!

Donnerstag, 31.12.2020
Wir haben uns einen gemütlichen Tag gemacht. Nachmittags waren wir in „unserer“ Strandbar essen. Abends haben wir Filme geschaut und sind um 23.00h müde ins Bett gefallen. Silvester wurde hier sehr ruhig gefeiert. Gegen 20.00h konnten wir ein kurzes Feuerwerk bestaunen und viele unserer Nachbarn haben ein Feuer gemacht und haben ein wenig gefeiert. Alles eher ruhig und gesetzt, um Mitternacht sind wir kurz von ein paar Böllern wach geworden. Das war’s und nun sind wir gut im neuen Jahr angekommen.

Mittwoch, 30.12.2020
Heute machen wir einen Ausflug nach Cabo Pulmo. Nachdem wir beim D-Hai den Dieseldurst gelöscht haben fahren wir los Richtung Süden. Es sind 60km, davon zum Schluss 10km auf ruppiger Gravelroad. Das Dörfchen liegt einsam und verlassen in einer langezogenen Bucht. Es gibt ein paar Wohnmobile am Strand, einige Häuser, einige wenige Restaurants und ein Dive Center. Hier informieren wir uns über die Möglichkeiten um Tauchen zu gehen. Die Informationen sind schnell ausgetauscht. Zur Zeit ist es noch recht gut gebucht aber nächste Woche, wenn die meisten Gäste nach Hause gefahren sind, müssen wir uns die Ausfahrten wohl mit niemandem teilen. Wir bekommen einen Prospekt und werden uns zu gegebener Zeit melden. Nachdem wir uns noch ein wenig umgesehen haben treten wir die Rückfahrt an. Es bieten sich uns immer wieder herrliche Blicke auf verschiedene weisse Strände und das dunkelblaue Meer. Wir kaufen ein und fahren dann zurück zu unserem schönen Platz. Es ist heute sehr windig, die Kitsurfer geniessen es. Bevor es zu kühl wird gehen wir vor zum Strandrestaurant, lassen uns Pina Colada und Bier servieren, dazu Enchiladas und Fajtas, alles sehr fein und mit der herrlichen Aussicht auf die Wellen abgerundet. So findet der zweitletzte Tag des Jahres einen schönen Abschluss.

Dienstag, 29.12.2020
Nach dem Frühstück gehen wir erst mal und melden uns an. Nun dürfen wir für mindestens eine Woche den schönen Platz geniessen. Heute wollen wir uns mal den Ort näher ansehen. Wir laufen die 2 km dem Strand entlang und verpassen dann den Aufgang zum Zentrum, sodass wir bis ganz ans andere Ende zu einem Hotel gehen müssen. Endlich können wir den Strand dann wieder verlassen. Die Hauptstrasse bietet ein paar kleine Geschäfte und Restaurants. Shell hat zu heiss, wir kaufen ihr erstmal eine Flasche Wasser. Anschliessend suchen wir uns eine Taqueria und bestellen ein leichtes Mittagsmal, bestehend aus Shrimptacos. Auf dem Weg zurück erkundigen wir uns bei einem ATV Vermieter nach den Preisen. Wir haben uns überlegt, nach Cabo Pulmo, 60km weiter südlich mit einem solchen Gefährt zu fahren. Nachdem wir aber die Mietkosten gesehen haben fallen wir fast vom Stuhl. Ein grösser Wagen, der auch auf die Strasse darf, soll ca. 600 US$ für 2 Tage kosten. Pff, da fahren wir definitiv lieber mit dem Wohni. Zurück auf dem Camping legt sich Shell hundemüde schlafen. Inzwischen ist Wind aufgekommen und nun tummeln sich plötzlich viele, viele Kitesurfer entlang dem langen Strand. Wir beobachten das muntere Treiben eine Weile. Während wir so das sitzen kommt ein netter grosser Hund, er hat uns auserkoren, wir sollen mit ihm Steinchen werfen spielen. Er hat endlos Ausdauer und wenn wir mal nicht gleich mitmachen bellt er auffordernd. Durch den Wind ist es gefühlt kühl geworden. An den Bergen haben sich zudem ein paar Wolken festgehängt und verdecken die Sonne. Ok, dann gehen wir eben wieder in unsere gute Stube.

Montag, 28.12.2020
Trotz der Nähe der Strasse haben wir super geschlafen. Nach der Morgenroutine fahren wir nach La Paz Downtown und machen eine Stadtrundfahrt. Schnell entscheiden wir, nichts Besonderes zu sehen, weiterfahren. Wir heben noch Geld ab und fahren dann auf der Carretera 1 raus aus der Stadt. Gut 120 km sind es. Zuerst nerven die diversen Vorstädtchen mit ihren Ampeln. Endlich haben wir freie Fahrt und sehen im Hintergrund die Berge, die wir überqueren müssen. Zwei hübsche alte Städtchen liegen an der Strasse und dann führt die Route wieder runter zum Meer. Los Barriles ist geschäftig und hübsch an einem langen Sandstrand gelegen. Der Ort bietet alles Nötige, wir benötigen zuerst Wasser. Die Pumpe beim Agua Purificada Laden läuft heiss als sie für uns fast 200 Liter Trinkwasser fördern soll. Wir begnügen uns mit etwas weniger und bezahlen umgerechnet 4 Franken. Nun sind wir bereit für die Suche nach einem Camping. Die beiden Plätze im Städtchen sind uns zu zentral und bieten Lärm aber keinen direkten Zugang zum Strand. Wir wissen aber von einem Platz knapp 2 Kilometer ausserhalb der schön sein soll. Hier auf dem Playa Norte RV Park gefällt es uns auf Anhieb. Er hat zwar keinen Pool aber Plätze direkt am Strand. Wir suchen uns die Nr. A5 aus und machen uns breit. Der Platzwart war zwar nicht da aber Nachbarn haben uns empfohlen einfach einen Platz zu wählen und später einzuchecken. Es ist paradiesisch hier. Büsche trennen die langen Plätze ab die unverbaute Blicke aufs Meer bieten. Wir machen einen kurzen Spaziergang zu einem Strandrestaurant gleich in der Nähe. Hier werden wir mit feinen Drinks und gutem Essen verwöhnt und das alles mit Blick auf Strand und Meer. Interessant sind die Vögel die es hier überall gibt, besonders fällt uns ein Fregattvogel auf, der sich von der Brise über’s Wasser tragen lässt. Es war heute richtig warm, sodass wir ins Schwitzen gekommen sind. Nach einer warmen Dusche setzen wir uns dann aber doch ins Wohni und verbringen den Abend mit Fernsehen.

Sonntag, 27.12.2020
Ich habe lange geschlafen deshalb müssen wir uns mit dem Frühstück etwas sputen. Heute stehen 200km bis La Paz auf dem Programm. Die Strecke ist eintönig, man muss sich den Süden der Baja California regelrecht verdienen. Nach 150 km kommen wir in die Berge, die hier nurmehr als Hügel erscheinen. 300 Höhenmeter erreichen wir aber trotzdem. Die Strasse ist gesäumt mit Kakteen, es gibt hier so viele verschiedene Sorten. Zudem haben die Büsche teilweise schon wieder Blätter bekommen und grüssen in hellem grün. In La Paz gehen wir erstmal im Walmart einkaufen und schwelgen fast etwas in der Fülle der angebotenen Ware. Für die Nacht stehen wir auf einem Campingplatz etwas ausserhalb von La Paz. Es ist von der Anlage her der schönste Platz seit langem, inkl. super schöner Duschen und einem sauberen Pool.

Samstag, 26.12.2020
Mal wieder jedes Ding an seinen Platz räumen und dann kann es schon fast weiter gehen. Nachdem wir noch Diesel getankt haben rollen wir im Süden aus der Stadt hinaus. Einige Kilometer weiter wartet ein Parkplatz an einem Mirador mit einer tollen Aussicht auf die Küste, die Berge und die Inselwelt auf uns. Die Strasse folgt dann noch einige Kilometer der Küste aber ohne grossartige Ausblicke, dann schlängelt sie sich langsam hinauf in die Berge. Oben an einer Haarnadelkurve ohne Ausweichstelle nochmal ein atemberaubender Blick zurück aufs Meer und dann hat uns die Wüste wieder. Am Rande einer Hochebene führt nun die Strasse direkt nach Westen. Sie senkt sich langsam um am Fuss der Berge schnurgerade durch die Ebene nach Ciudad Insurgentes zu führen. Hier biegen wir nach Süden ab und erreichen nach 25km Ciudad Constitucion. Die beiden Orte sind recht wuselig aber nicht wirkliche sehenswert. Ich habe für heute einen Campingplatz etwas abseits der Hauptstrasse ausgesucht. Es gibt zwei recht saubere Pools und eine sandige und staubige aber ebene Fläche, wo wir uns hinstellen dürfen. Es ist schon fast heiss geworden und so verbringen wir den Nachmittag im Schatten des Wohnis, bis die Sonne uns mit einem spektakulären Untergang erfreut. Sofort wird es frisch, sodass wir uns in unsere gute Stube setzten.

Freitag, 25.12.2020                      1‘000 Tage auf Reisen
Geplant war das nicht aber der Zufall will, dass wir an einem Ostersonntag, dem 1. April 2018 unsere Traumreise gestartet haben und heute, am 25. Dezember 2020 den 1‘000sten Tag auf dieser Reise erleben. An einem Feiertag lässt man es eher ruhig angehen und so entspannen wir vor allem. Nur Hermi joggt morgens eine Runde.

Donnerstag, 24.12.2020
Bewölkt und windig aber warm beginnt der Heiligabend. Wir sitzen meist drin bis wir gegen 17.00h vorgehen um in einem Restaurant zu abend zu essen. Auf dem Rückweg gehen wir über den Hauptplatz um die weihnachtliche, bunte Stimmung zu geniessen. Der Abend klingt bei einem Film aus.

Mittwoch, 23.12.2020
Heute habe ich den Tag mit Weihnachtspost schreiben verbracht, Hermi hat sich mit seinem Computer beschäftigt und Shell schläft. Abends waren wir fein essen.

Dienstag, 22.12.2020
Wir lassen waschen, ca. 3 Maschinen mit Bettwäsche und Bezüge der Sitzgruppe. Gewaschen, getrocknet, gefaltet CHF 9.00, billiger geht’s kaum und tip top erledigt wurde es auch. Da blieb genügend Zeit um Shell noch eine Sommerfrisur zu verpassen. Nun ist sie wieder eine kleine Schönheit.

Montag, 21.12.2020
Wir sind zum Lej Supermarkt gelaufen um Einzukaufen. Nachdem wir uns in die Schlange angestellt hatten durften wir nach 15 Min. unseren Einkaufswagen füllen. Nachmittags waren wir zum Essen am Hauptplatz und Abends haben wir am Himmel die Planeten Juptier und Saturn beobachtet die sich geküsst haben.

Sonntag, 20.12.2020
Heute ist es bewölkt und windig aber die Temperatur ist weiterhin angenehm mit 23°C. Heute Morgen haben sich die meisten unserer Nachbarn wieder verabschiedet. Nun stehen mit uns vier Wohnmobile hier. Heute werde ich mal die Weihnachtspost vorbereiten und ein paar Dinge am Computer erledigen. Gegen Mittag fällt der Strom und somit das Internet aus. Somit ist die Weihnachtspost auf später verschoben.

Samstag, 19.12.2020
Mal wieder Waschtag ansonsten Sonne geniessen.

Freitag, 18.12.2020
Ein gemütlicher und ruhiger Tag. Nachmittags waren wir im Städtchen essen. Wir haben SEHR gut gespeist! Gegen Abend hat sich der Campingplatz etwas gefüllt aber erstaunlicherweise bleibt es sehr ruhig.

Donnerstag, 17.12.2020
Wir machen uns zeitig fertig und düsen los nach Loreto. Nach 30km lassen wir die Baya de Conception hinter uns und tauchen ins Land ein. Zwei kleinere Hügelzüge sind zu überwinden. Die Landschaft wirkt grüner weil einige Büsche und Bäume die hier wachsen schon neue Blätter tragen. Noch eine Kurve und 70km spater liegt unter uns wieder das Meer und an seinem Ufer das Städtchen Loreto. Uns gefällt was wir sehen, hier ist es sauber und gepflegt, ein wenig erinnert es an Europa. Nachdem wir eine kurze Stadtrundfahrt absolviert haben fahren wir zu einem Campingplatz den uns Freunde empfohlen haben. Der Platz ist prima und wir machen es uns gemütlich. Nachmittags machen wir einen Spaziergang ins nahe Zentrum und zum Malecon. Vor der Dunkelheit sind wir zurück und kochen mal wieder, Toast Hawai :-)

Mittwoch, 16.12.2020
Wir haben ausgeschlafen, Sprachen gelernt und dann wieder einen schönen Sonnentag verbracht. Mittags kam ein Bäcker mit einem Angebot, dem wir nicht wiederstehen konnten. Am späteren Nachmittag haben wir nochmal bei Ana’s Restaurant Pina Coladas und ein Abendessen genossen. Es folgt ein weiterer Fernsehabend.

Dienstag, 15.12.2020
Shell hatte eine gute Nacht und die Pfote scheint besser zu werden. Nach dem Frühstück machen wir einen Spaziergang und erkunden den Zugang zur nächsten Bucht. Zurück beim Wohni erhält Shells Pfote nochmal ein Salzbad, dabei fällt ein Rest der abgebrochenen Kralle ab. Hoffentlich heilt es jetzt schnell. Wir sitzen an der Sonne und geniessen die Wärme trotz Wind der uns, äh mir, durch die Haare fährt. Nachmittags spazieren wir bis zum Restaurant Armando’s, er serviert etwas zu saure aber trotzdem feine Margeritas und gutes Essen. Bevor um 17.15h die Sonne untergeht gehen wir zurück zum D-Hai und verbringen dann einen gemütlichen Fernsehabend mit deutschen Weihnachtsspielfilmen.

Montag, 14.12.2020
Ein weiterer herrlicher Morgen, nachdem es gestern ziemlich gewindet hat ist es heute ruhig, über den Palmen geht die Sonne auf. Überraschung, es gibt Duschen und die sind richtig heiss, herrlich. Ready for take off, es geht zurück an die Sea of Cortes. 60km Wüste und dann sehen wir in der Ferne wieder Wasser glitzern. Kurz darauf kommen wir nach Santa Rosalia. Es ist ein Mienenstädtchen und auf den ersten Blick nicht so schön. Überall sieht man verfallende Fabrikgebäude. Der Ortskern ist aber dennoch recht hübsch. Hier verbirgt sich eine kleine Kirche, sie wurde vom Erbauer des Eiffelturms geplant und auch für die Weltausstellung gebaut. Anschliessend hat man sie in ihre Einzelteile zerlegt. Ein hiesiger Bergbauunternehmer hat sie gekauft und hierher verschiffen lassen. Sooo besonders ist sie nicht aber gut für ein Foto oder zwei. Die Fahrt geht nun weiter der Küste entlang, mal näher, mal weiter weg vom Wasser trägt uns die Carretera 1 nun wieder direkt nach Süden. Nach weiteren 60 km kommen wir über einen kleinen Pass und schlängeln uns durch ein Tal hinunter nach Mulegé. Hier kommt wieder Marokko-Feeling auf. Eine grosse Palmenoase liegt an einem Süsswasserfluss der hier ins Meer mündet. Eine alte Missionsstation auf einem Hügel überblickt das Ganze. Wir fahren hin. Vor der Kirche wartet ein netter Herr und möchte uns etwas über die Anlage erzählen, leider spricht er nur spanisch. Trotzdem lädt er uns in die Kirche ein und führt uns auf einen kleinen Felsen, von dem man eine tolle Aussicht auf die Missionsstation, das Tal mit den säumenden Bergen und gegen Osten auf das Städtchen hat. Er bekommt zum Dank einen kleinen Obolus dann fahren wir runter und bleiben im Gewirr der Strassen stecken. Rundum eine Plaza wurde die Weihnachtsdekoration aufgehängt, unter der kommen wir unmöglich durch. Wir drehen um und parken in der Nähe vom kleinen Supermarkt. Er hat alles was unser Herz begehrt und noch einiges mehr. So, nun sind wir bereit für ein paar Tage Beachlife. Wir fahren bis zur Bahia Conception und schauen uns die verschiedenen Strände an, an denen man campen kann. Zum Schluss entscheiden wir uns für die hübsche und grosse Santispac Bucht. Hier kann man für 200 Pesos direkt am Strand übernachten. Ein paar Wohnmobile verteilen sich auf dem gut 500m langen Strand. Es ist wenig los im Gegensatz zu den Berichten vom letzten Jahr. Das gefällt uns, da die Playa de Coyote, die Steffi und Ozy uns empfohlen haben um 15.00h schon im Schatten liegt. Es gibt zwei Restaurants und eine herrliche Sicht auf die wunderschöne Landschaft. Nachdem wir uns eingerichtet haben gehen wir zu Ana’s dem uns näher liegenden Restaurant. Wir bestellen zwei Pina Coladas und etwas später etwas zu essen. Carlos, der Kellner, plaudert nett mit uns über Gott und die Welt und Roger Federer, sein grosses Idol. Gegen 17h geht die Sonne hinter den Bergen unter, die blaue Stunde beginnt. Leider hat sich Shells Zeh nochmal entzündet. Ich mache ihr ein Salzbad und dann binden wir die Pfote wieder ein. Von Zuhause haben wir noch Schmerzmittel und Entzündungshemmer dabei. Die verabreichen wir ihr mit ihrem Fressen. Langsam wird es dunkel. Draussen fahren immer mal wieder Autos vorbei. Es werden uns wunderschöne Decken angeboten, ein Bäcker bringt Brot und zum Schluss kommt noch der Patron und zieht die Übernachtungsgebühr ein. So, nun ist aber Ruh!

Sonntag, 13.12.2020
Die Strasse ist leer als wir starten. Gemütlich rollen wir über die weiterhin gute Carretera 1 nach Südosten. Rundum Wüste, nach einer Weile begleiten uns wieder Kakteenwälder und in der Ferne kann man das Gebirge erkennen. Es sind heute knapp 160km zu bewältigen. An Interessantem bietet sich eher wenig. Die Felsmalereien in den Bergen kann man im Moment nicht besichtigen, die Schönsten von ihnen muss man sich sowieso mit mehrtägigen Wanderungen erarbeiten. Gegen 12.00h kommen wir in San Ignazio an. Nach einem kleinen Hügel erstreckt sich vor uns plötzlich ein grosser Palmenhain. Der Blick errinnert stark an Marokko. Zuerst fahren wir zum hübschen schattigen Hauptplatz, an dem eine Kirche aus dem 18ten Jahrhundert steht. Sie wurde von Dominikanern und Jesuiten erbaut und gehörte zu einer Mission. Einige Gebäude sind noch erhalten und zum ersten Mal fühlen wir uns ein wenig wie in Mexiko. Bis jetzt war von der spanischen Herrschaft und ihren Bauten noch nichts zu sehen. Wir machen einen kurzen Spaziergang und erkunden das Gelände. Als wir zurückkommen läutet der Küster gerade zum Gottesdienst. Von überall her strömen die Leute plötzlich herbei. Wir fahren wieder raus aus dem Ort, kommen an vielen Palmen vorbei und am Fluss, der diese grüne Herrlichkeit überhaupt wachsen lässt. Leider sind die meisten der Campingplätze die in der IOverlander-App stehen geschlossen. Nur das Rice and Beans ist geöffnet. Wir fragen nach einem Platz, bezahlen 200 Peso und dürfen uns hinstellen wo wir wollen. Der Swimmingpool hat Wasser, ist aber schmutzig, ausser uns ist niemand auf dem Platz aber wir stehen an einer Mauer, gut geschützt vor dem Lärm des Verkehrs, der oben von der Strasse her schallt. Zu uns gesellt sich eine Familie von Katzen, erst sind es 2 Katzenkinder, dann kommt eine getigerte Schönheit näher, die es sich auf meinem Schoss bequem macht, zum Schluss liegen unter Hermis Stuhl 5 friedliche Katzen, die auf ein Mahl hoffen. Das bekommen sie auch bevor wir uns ins Wohni verziehen. Ich hoffe die bellen morgen nicht, nach dem Hundefutter-Abendessen.

Samstag, 12.12.2020
Um 9.30h sind wir auf der Strasse, ohne Internet und Dusche ist das morgendliche Ritual doch recht viel kürzer. Nur meine Spanisch-Lektion habe ich nicht ausgelassen. Es geht Richtung Westen, wir queren die Halbinsel. Die BC 5 war bis vor 2 Jahren noch nicht durchgehend geteert, nun rollen wir auf glattem Asphalt durch die schöne Landschaft. Je höher wir kommen, je mehr Kakteen sieht man. Nach einer ¾ Stunde erreichen wir die Carretera 1 und biegen nach Süden ab. Vor uns rennt über die Strasse ein Roadrunner (mig, mig), er ist eines der wenigen Tiere die wir entdecken können, nur gestern haben wir am Strassenrand zudem einen Wüstenfuchs gesehen. Der Strassenverlauf ist recht gradlinieg aber nicht langweilig. In der Ferne erkennt man die Berge, die den Rücken der Halbinsel bilden und rechts und links des Asphaltbandes erstrecken sich vielfältige Kakteenwälder. 3 kleine Orte durchqueren wir, in denen es vor allem Reifenwerkstätten gibt, Kraftstoff ist rar, in einem der Dörfer wurde er von Einheimischen am Strassenrand in Kanistern feilgeboten. Zum Glück reicht unser Diesel noch lange, bei fast ebenen Strecken wie hier und mit nur 70km/h benötigt der IVECO gerade mal 13.5L/100km. Wir kommen unserem Ziel näher und treffen wieder mal auf eine Militärkontrolle. Die Herren lassen uns heute gnädig passieren, sie winken uns einfach durch. Die Strecke zieht sich heute, endlich erreichen wir kurz vor 13.00h die Grenze zur Baja California Sur und somit Guerro Negro. Hier müssen wir nochmal kurz bei einem Kontrollposten anhalten, die Pässe werden nicht angesehen aber ein kleines Männchen verlangt 20 Pesos, Pestcontrol! Hä? Ich drehe mich fragend zu einem Soldaten um aber der kuckt nur dumm. Ich krame das Geld aus dem Portemonnaie und Hermi reicht es dem Zwerg runter, der meint wir sollen die Fenster schliessen??? Ach so, vor uns spritzt es aus einer Rille in der Strasse nach oben, der Druck ist so gering, dass er unseren Unterboden unmöglich erreichen kann :-)). Ok, wenn die damit zufrieden sind solls uns recht sein. Kurz darauf rollen wir durch die Hauptstrasse vom Städtchen Guerro Negro. Wir tanken und stellen fest, die Uhr hat sich gedreht, wir haben nun wieder einen Stunde weniger Unterschied zu Europa. Im Hotel und RV Park Malarrimo buchen wir einen Platz für die Nacht, kostet auch hier 250 Peso aber im Gegensatz zu gestern gibt es hier Strom, Wasser, Abwasseranschluss, saubere Toiletten und Duschen, schön. Dem Platz angeschlossen ist ein hübsches Restaurant in dem wir uns gleich zu Tisch setzen. Heute geniessen wir Carne Asado Mexicana mit Beilagen, ein Corona-Bier (nun können wir auch mitreden :-)) und Margeritas. Mit vollem Magen und ein wenig angeheitert gehen wir zurück zum D-Hai. Der Tag ist gelaufen.

Freitag, 11.12.2020
Trotz frühem Aufstehen schaffen wir es erst um 11.00h loszufahren. Neben einer letzten heissen Dusche gilt es noch ein paar Vorbereitungen im Haushalt zu treffen und ein paar Sachen aus dem Internet herunter zu laden. Endlich kann es losgehen. Nach einer Viertelstunde verlassen wir endgültig San Felipe und fahren endlich wieder durch die Wüste. Die ersten 80km ist es nicht besonders interessant. Links glitzert zwar das Meer aber es ist doch immer fast einen Kilometer weit entfernt. Rechts erstreckt sich die Wüste mit Kakteen und Gebüsch und im Hintergrund die Berge. Das bleibt sehr lange so. Erst ab Puertecitos, einem kleinen natürlichen Hafenort, sieht man in der Ferne Inseln aus dem Meer auftauchen. Nun ist die Aussicht abwechslungreich. Die BC5 führt nun oft direkt am Ufer entlang mit schönen Blicken gegen Süden. Das D-Hai hat ein paar kleine Steigungen zu bewältigen, meist rollen wir allerdings auf recht guter Strasse flach dahin. Um 14.00h erreichen wir unser heutiges Ziel, die Bahia San Luis Gonzaga. Kurz vorher wartet aber noch ein Militärposten. Nette Soldaten fragen nach unseren Pässen, dem Fahrzeugausweis und einer begehrt Einlass. Ich öffne ihm die Türe und heisse ihn willkommen. Wie bei den letzten Malen hat man das Gefühl, sie sind einfach neugierig. Ein paar Fragen, wie „your home?“ usw., ein paar Türchen öffnen und zum Schluss den Kühlschrank. „Tequila?“ nein, nur „Vino blanco“, „hm, Soda?“, ich gebe ihm eine Büchse Cola, „hm, dos?“ ok…, eine zweite gebe ich noch her, dann verabschiedet er sich freundlich und wir dürfen weiter fahren, SCHLITZOHREN!!! Einen Kilometer weiter stoppen wir bei einem kleinen Laden. Er führt viele Lebensmittel, hier muss man nicht verhungern. An der Kasse können wir für 250 Peso eine Übernachtung unten am Strand buchen. Es gibt Palapa’s und Plumspklos, die aber vor Dreck stehen. Gut haben wir eine eigene Toilette und beim Supermarkt haben wir auch noch „Restrooms“ entdeckt. Wir suchen uns einen Platz aus und stehen nun wieder direkt am Strand mit Blick auf die Bucht. Da es durch den Wind recht kühl ist sitze ich nur kurz draussen bevor wir es uns in unserer guten Stube gemütlich machen. Kurz vor der Dämmerung kommen noch 4 Motorradfahrer an. Im Dunkeln folgen noch mehrere andere Fahrzeuge, schön, nun fühlen wir uns nicht mehr so alleine.

Donnerstag, 10.12.2020
Morgen‘s haben wir wieder einen Skypetermin mit Freunden in der Schweiz, immer wieder schön von Zuhause zu hören. Anschliessend düsen wir los. Bei einer Purificada wo man Wasser und Eis kaufen kann füllen wir unseren Wassertank mit Trinkwasser für 4 Dollar, der Iveco hat auch Durst und bekommt Diesel. Bei einem Autozubehörladen sucht Hermi ein paar Kleinigkeiten, fündig werden wir aber nur bei ein paar Stab-Batterien. Zum Schluss geht’s noch zum Supermarkt, wir füllen die Vorräte auf, weil wir morgen weiter nach Süden fahren werden. Gegen 13.00h sind wir zurück auf dem Camping, ziehen lange Hosen an und machen einen Spaziergang zum Malecon. Shell darf auch wieder mit, ihre Pfote hat sich gebessert. Im selben Restaurant wie beim letzten Mal kehren wir ein und lassen uns mit Margeritas, Tacos und Enchiladas verwöhnen. Auf dem Weg zurück verabschieden wir uns von den mittlerweile schon bekannten Hunden rundum. Rechtschaffen müde vom Tag :-)) halten wir Siesta bevor wir unsere Computer auspacken um ein paar Pendenzen zu erledigen.

Mittwoch, 09.12.2020
Der Wind ist eingeschlafen, die ganze Nacht konnte man die Fischerboote hören, die hinaus in die Dunkelheit brausen um einen guten Fang zu machen. Der Morgen ist klar und etwas kühler als die letzten Tage. Das ändert sich schnell mit der Sonne. Um 10.00h sind wir zum Skypen verabredet und verbringen eine vergnügliche Stunde mit unseren Freunden in Deutschland. Es gibt immer etwas zu ratschen über Familie, Gesundheit und unsere Reise, besonders geniessen wir es, uns in unserer Muttersprache (na ja fast :-)) unterhalten zu können. Heute können wir lange am Strand sitzen, ohne Wind wärmt die Sonne herrlich. Gegen 15.00h ziehen allerdings Wolken auf und verdunkeln den Himmel. Es fallen doch tatsächlich ein paar einzelne Tropfen. Wir machen es uns drin gemütlich und geniessen die Sicht auf das Meer und wie Ebbe und Flut im steten auf und ab die Landschaft verändern. Gegen Abend regnet es nochmal eine Weile leicht bevor der Himmel aufklart und die Sterne wieder funkeln.

Dientag, 08.12.2020
Diese gleichförmigen Tage sind herrlich und lassen einen so richtig entspannen. Allerdings muss nach einer Woche heute mal wieder eine Putzstunde eingelegt werden, die sich bis gegen 13.00h ausdehnt, da auch mal die Gerümpelschublade und die Besteckschublade einer gründlicheren Reinigung bedürfen. Der Nachmittag geht vorbei mit Lesen und ein, zwei spanisch Lektionen. Abends schauen wir einen Film und lachen uns bald kaputt über dessen amüsante Handlung.

Montag, 07.12.2020
Nach dem Frühstück machen wir uns bereit und fahren zum Tierarzt. Wir dürfen warten und werden auch bald vorgelassen, müssen allerdings die Behandlung nochmal unterbrechen, weil ein Notfall eintrifft. Nach einer weiteren Viertelstunde ist die Gnadenfrist für Shell vorbei. Sie bekommt einen Maulkorb verpasst, wird auf den Behandlungstisch gehoben und von der Praxisangestellten festgehalten. Shell murrt, wimmert und jault, nichts hilft, der Tierarzt hat sie trotzdem untersucht und dann kurzerhand, im Überraschungsmoment, die entzündete Kralle abgeknipst. Die Pfote wird desinfiziert und mit einem schönen blauen Verband eingehüllt. Wir bekommen Schmerzmittel und Antibiotika-Tabletten und eine akzeptable Rechnung vorgelegt. Glücklich verlassen wir drei die Praxis. Den Rest des Tages verbringen wir wieder im und ums Wohni.

Sonntag, 06.12.2020
Nach dem Frühstück skypen wir mit Zuhause. Das Wetter ist wieder…. sonnenklar. Wir verpassen Shell einen neuen Verband, wie schon die letzten Tage. Leider sieht die Kralle an der Pfote nicht besonder gut aus. Wir entscheiden uns noch ein paar Tage zu bleiben, weil hier angeblich ein guter Tierarzt im Dorf seine Dienste anbietet. Den werden wir morgen mal aufsuchen. Kiki, unser Vermieter freut sich, uns noch ein paar weitere Tage beherbergen zu dürfen. Im Laufe des Tages verabschieden sich die lauten mexikanischen Gäste und lassen nur uns Touristen zurück. Wobei heute noch zwei weitere amerikanische Gruppen angekommen sind. Es war heute angenehm warm und der Wind ist fast eingeschlafen, sodass ich lange an der Sonne gesessen habe. Hermi hat ein paar Arbeiten rund ums Elektrische erledigt bei denen ich „leider“ nicht helfen konnte.

Samstag, 05.12.2020
Beim Aufwachen hören wir die Fischerboote übers Wasser brettern. Der Wind hat sich also beruhigt. Morgens gehen wir einkaufen. Ein Fundstück entdecken wir im Supermarkt, Original Schweizer Schokolade aus Lugano, juhe! Der Laden ist recht gut bestückt und so kehren wir mit vollem Kühlschrank und Weinkeller :-)) zurück zum Camping. Nachmittags gehen wir mal wieder ins Städtchen und probieren ein weiteres Restaurant aus. Dieses ist am Malecon und hat ausser gutem Essen und feinen Margeritas auch eine tolle Sicht aufs Meer zu bieten. Zurück beim Camping empfängt uns wieder laute Musik und im Laufe des Abends bekommen wir Nachbarn auf der anderen Seite, die leider auch nicht die Leisesten sind.

Freitag, 04.12.2020
Noch immer Wind aber weiterhin strahlender Sonnenschein. Hermi hat wieder angefangen zu joggen und ich kümmere mich ein wenig um den Haushalt und um meine Sonnenbräune. Abends werden wir von neuen mexikanischen Gästen sehr nett aber sehr laut und lange mit Musik versorgt. Die Fiesta ist erst früh morgens zu Ende.

Donnerstag, 03.12.2020
Der Wind hat zugenommen und vermiest uns ein wenig die Zeit an der Sonne. Wir verbringen den Tag mit Lesen, ich lerne Spanisch und Hermi setzt seinen Computer neu auf.

Mittwoch, 02.12.2020
Nach einem ruhigen Morgen und einer Mittagszeit an der Sonne, machen wir am Nachmittag einen Spaziergang ins Zentrum. Einige Läden haben geöffnet aber viele sind leider auch geschlossen. In einem hübschen Restaurant, etwas zurückversetzt vom Meer gehen wir essen. Es gibt einen Salat, wir diskutieren ob wir den essen sollen und wagen es dann, anschliessend bekommen wir Fajitas serviert, mmh sehr gut und dazu eine Margerita! Kurz vor 16.00h sind wir wieder zurück beim D-Hai. Shell hat den Hin- und Rückweg, vorbei an diversen mehr oder minder freundlichen Hunden, gut gemeistert. Sie hinkt, etwas scheint mit einer ihrer rechten vorderen Krallen nicht in Ordnung zu sein. Das müssen wir im Auge behalten.

Dienstag, 01.12.2020
Um 6.30h weckt uns die aufgehende Sonne. Wir faulenzen den ganzen Tag bei guter Lektüre und einer Sonne die warm vom Himmel strahlt. Da es uns hier so gut gefällt werden wir bis zum nächsten Montag bleiben. Wir haben ja keine Eile :-)).

Montag, 30.11.2020
Hermi lenkt unser D-Hai sicher durch den ziemlich chaotischen Stadtverkehr von Ensenada. Bevor wir auf die ruhige Careterra 3 abbiegen können, tanken wir und ziehen nochmal Geld an einem Automaten. Gegen 11.00h haben wir es endlich geschafft und kurven nun in die Berge hinter der Stadt. Nach 30km kommen wir um einen Hügel, plötzich tut sich der Blick auf und fällt auf eine riesige ausgetrocknete Hochebene. Hier liegt Ojo Negro an dem wir schnell vorbei ziehen. Nur eine Militärkontrolle passieren wir, die winken uns aber durch. Kilometer um Kilometer geht es nach Osten. Auf einer Höhe von 1‘200m strahlt die Sonne vom Himmel und das Thermometer zeigt 25°. Wir passieren einige wenige Ranchos und ein paar kleine Käffer, typisches Farmland. Es wundert einen, dass man bei dieser ausgedörrten Landschaft überhaupt etwas anbauen kann oder Tiere halten. Nach ca. 130km senkt sich die Landschaft wieder und führt uns langsam durch ein Tal zurück auf Meereshöhe. Endlich erreichen wir die Carretera no. 5. Hier wartet wieder eine Militärkontrolle. Ein sehr netter Soldat bittet uns die Türe zu öffnen. Er hat ein paar Fragen, er spricht nur spanisch und ich nur englisch. Wir lachen zusammen, er kuckt kurz ins Badezimmer und dann dürfen wir weiter fahren. Die letzten 50km sind schnell abgespult. Je näher wir San Felipe und dem Meer kommen, je mehr Infrastruktur breitet sich aus. Die Landschaft und auch die Bauten erinnern uns stark an das ägyptische Hurghada, als es noch ursprünglich war. In San Felipe drehen wir kurz eine Ehrenrunde, da der Malecon für den Verkehr gesperrt ist. Einen Kilometer ausserhalb Richtung Norden finden wir dann Kiki’s RV Resort und Hotel. Ein netter Mexikaner heisst uns willkommen aber viel mehr englisch spricht er nicht. Wir buchen mal zwei Nächte, bekommen den Platz Nr. 2 direkt am Strand und sind HAPPY! Es ist schon 15.00h, wir machen mit Shell einen Spaziergang am Strand. Unser Nachbar, ein Kanadier namens Bruce, spricht uns an. Schnell wird klar, er kennt unsere Freunde Rogiris, die letztes Jahr hier für einige Wochen standen und uns den Tip gegeben haben. Bruce verspricht uns ein paar Tipps für unsere Weiterreise, dann gehen wir zum erstenmal in Mexiko zum Abendessen. Es sind nur wenige 100 Meter bis zum Malecon. Hier hat der Kanadier uns ein Restaurant empfohlen. Wir bekommen Burritos und Enchiladas serviert, sehr fein. Leider gibt es zur Zeit keine Drinks aber ein Bier wird uns kredenzt. Es ist stimmungsvoll so nah am Meer und ohne viele Leute. Bald wird es dunkel und über dem Meer erhebt sich ein riesiger Vollmond aus dem Wasser. Leider müssen wir anschliessend im Dunkeln zurück marschieren, mir ist etwas unwohl dabei aber wir kommen gut zurück zum Camping.

Sonntag, 29.11.2020
Wir sind gespannt auf unsere erste Tagesetappe auf der Baja. Wir fahren auf der Autobahn an Tecate vorbei und wechseln auf die Strasse Nr. 3 Richtung Ensenada. Im steten auf und ab geht es Richtung Süden. Im Valle las Palmas sucht man die Palmen. Es ist ein eher tristes Tal. Nach einer kleinen Anhöhe kommen wir kurz darauf ins Valle de Guadalupe, hier wird überall Wein angebaut. Wir passieren einige schön angelegte Weinkellereien mit beeindruckenden Portalen und protzigen Häusern. Der Ort ist recht geschäftig und bietet wohl einiges für die Bewohner. Wir halten nicht, fahren weiter und sehen kurz darauf das blaue Meer leuchten. Nochmal senkt sich die Strasse und dann sind wir in Ensenada. Die Stadt mit ihren Vororten hat sich auf ca. 30 km entlang dem Meer ausgebreitet und streckt ihre Finger auch in die Hügel hinaus. Bisher war die Strasse in gutem Zustand aber nun rumpeln wir mehr als das wir rollen nach Süden. Es ist einiges los, die Taquerias reihen sich am Strassenrand auf. Bei besonders beliebten Lokalen stehen dutzende Autos rundherum. Wir wollen uns informieren, was es in Mexiko so alles zu kaufen gibt und gehen erstmal in einen Home Depot und Walmart. Nein, das ist nicht das typisch mexikanische Geschäft das wir suchen, grins. Wir brauchen aber noch zwei, drei Sachen die wir in San Diego nicht bekommen haben. Leider werden wir auch hier nicht fündig. Zudem ist es etwas mühsam überhaupt in die Geschäfte rein zu kommen. Überall warten Leute in der Schlange um eingelassen zu werden. Jedesmal muss man die Temperatur messen und die Hände desinfizieren, Maske tragen und Abstand halten sowieso. Wir haben ein paar Lebensmittel ergattert und räumen diese an ihren Platz bevor wir weiter zur Halbinsel fahren, nach La Bufadora. Der Name gehört zu einem Loch in einem Felsen durch den das Wasser bei Seegang nach oben schiesst. Als wir in die Nähe der Attraktion kommen finden wir uns mitten in Parkplatzanweisern wieder, die uns mit Pfeifen und Gestiken auf ihre Plätze lotsen wollen. Beim Eingang zum Naturschauspiel ist ein riesiger Markt aufgebaut und die Leute gehen dicht gedrängt zum Meer. Huch, schnell weg hier! Wir fahren wieder bergauf und wollen beim Campo 7, bei Ricardo, übernachten. Der Tip kommt von unseren Freunden aber leider ist der Platz geschlossen. Unseren Gruss können wir aber trotzdem ausrichten. Nun fahren wir zurück nach La Joya aber hier ist auch alles zu. Was nun? Ricardo hatte uns erklärt, Campo 5 sei offen. Also wieder zurück Richtung Bufadora. Tatsächlich, hier dürfen wir für die Nacht bleiben. Wir sind die einzigen und können uns den Platz aussuchen. Für eine Stunde geniessen wir noch die Sonne und Wärme die von ihr ausgeht. Kurz vor 17.00h versinkt sie dann im Meer und auf der gegenüberliegenden Seite geht ein riesiger Vollmond auf. Was für ein Spektakel. So, das war unser erster Advent im sonnigen Mexiko.

Samstag, 28.11.2020
Wir sind schon früh wach und geniessen einen ruhigen Morgen. Ich erledige ein paar nötige Putzsachen und mittags ist es warm genug um draussen die Sonne zu geniessen. Es windet und deshalb wird es schon um 15.00h zu kühl um draussen zu sitzen. Ich habe sowieso noch Arbeit und setze mich deshalb rein. Nach gut 2 Stunden habe ich unsere Stornierung der Verlängerungsanträge endlich abgesendet. Nun heisst es warten. Wir sind mal gespannt was passiert.

Freitag, 27.11.2020
Trotz doch etwas Nervosität haben wir gut geschlafen. Heute geht’s nach Mexiko, jupi! Zuerst wird nochmal Wasser gefüllt, alles entleert und die Papiere bereitgelegt, dann fahren wir los. In einem Fedex-Shop machen wir letzte Kopien und Ausdrucke für den Zoll. Auf dem Weg zur Grenze tauschen wir unsere Gasflasche und tanken Diesel. Die letzten 30km geht es durch die fast unbewohnten Berge zur Grenze. Nach dem letzten Abzweiger sehen wir im Tal unten schon Tecate. Auf der US-amerikanischen Seite ist nicht viel, der Ort breitet sich erst nach der Grenze aus. Etwas unsicher fahren wir erstmal rechts ran und checken die Lage. Wir entscheiden uns vorwärts zu fahren, wenn wir was falsch machen sagen uns das die Grenzer sicher. Es ist nur wenig los. Langsam geht’s auf einer Spur mit grünem Licht rein nach Mexiko. Kurz vor dem offenen Tor werden wir dann aber doch angehalten. Ein netter Beamter winkt uns an den Rand. Er begrüsst uns in Englisch und möchte gerne in unsere Kabine schauen. Ich öffne ihm und heisse ihn willkommen. Ein freundliches Lachen, er öffnet 2-3 Kästchen und ist schon zufrieden. Shell sieht er zwar, gibt aber auch hier keinen Kommentar. Er verlangt unseren Fahrzeugausweis, mit dem kommt er nicht ganz klar. Er nimmt das Dokument und berät sich mit seinen Kollegen. Ich frage freundlich ob ich helfen kann. Sie suchen das Autokennzeichen und wundern sich über die beiden Daten die eingestempelt sind. Nachdem ich auf die Autonummer gezeigt und zu den Daten meine Erklärung gegeben habe, dürfen wir fahren. Halt, wir brauchen doch noch den Stempel in unseren Pässen. Kein Problem, wir dürfen unser D-Hai gleich neben das Tor stellen, wo es die Grenzer im Blick haben und traben mit unseren vielen Unterlagen zum bezeichneten Büro. Wir werden sofort bedient, zum Glück habe ich gestern schon das FMM im Internet ausgefüllt und bezahlt. Jetzt geht die Prozedur in 5 Minuten über die Bühne. Wir bedanken uns und stehen in Mexiko. Zuerst müssen wir jetzt aber noch zum Ami und unsere Ausreise bestätigen. Auch hier wieder sehr nette Beamte. Die Dame am Schalter verzweifelt dann aber etwas. Wir reden aneinander vorbei. Zum Schluss ist klar, es gibt keinen Ausreisestempel. Es wird uns nochmal klar gemacht, dass wir wegen Covid zur Zeit nicht wieder einreisen dürfen. Alles klar, irgenwie kriegen wir das mit der Ausreise schon gedeichselt. Die Einreise nach Mexiko haben wir ja bestätigt. Nächster Punkt, Geld abheben, am Hauptplatz nahe der Grenze gibt es eine Bank mit ATM. Nach einem Fehlversuch kriegen wir die geforderten 7‘000 Peso, ca. 315 Franken, nun geht’s zurück zum D-Hai. Ein freundliches Winken zu den Grenzern und dann fahren wir los. Ca. 20km ausserhalb der Stadt haben uns Steffi und Ozy einen Campingplatz empfohlen. Eine gute Strasse führt hin und wir werden freundlich aufgenommen. Sie haben ein Sonderangebot, 1 Nacht bezahlen, 2 Nächte bleiben, da sagen wir nicht nein. Langsam entschwindet die Anspannung. Wir machen einen Spaziergang und sehen uns die schöne und sehr saubere Anlage an. Hier in den Bergen auf ca. 800m ist es kühl und nachdem die Sonne untergangen ist fällt das Thermometer schnell auf 6°C. Unsere Heizung wärmt uns und wir machen es uns gemütlich.