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Montag, 25.01.2021
Nacht‘s war es zeitweise ziemlich laut. Mitten in der Nacht ist noch ein Fahrzeug angekommen und die Insassen haben sich bei Musik erstmal lautstark gestritten und dann auch noch ein Zelt aufgebaut. Entsprechend lang habe ich morgens geschlafen um die Zeit wieder aufzuholen. Den Morgen haben wir vertrödelt, erst mittags sind wir nach Todos Santos gefahren. Unterwegs haben wir an einer Bäckerei gestoppt und uns frisches Sauerteigbrot, Baguett und ein süsses Gebäck mit Äpfeln gekauft, mmmmmh riecht das jetzt verführerisch im D-Hai. Shell muss nochmal zum Tierarzt. Er gibt uns wieder ganz andere Medikamente und wir müssen in der Apotheke Jod für die Wunddesinfizierung kaufen. Am Samstag will er Shell nochmal sehen. Tja, damit ist klar, wir bleiben noch weitere 5 Tage in der Gegend. Nachdem wir ein paar Lebensmittel eingekauft haben gehen wir wieder in das gute Restaurant von vorgestern und bestellen uns ein Zucchini Carpaccio mit Erdbeerdressing und hausgemachte Pasta mit einer schmackhaften Fleischsauce. Nachdem wir noch einen Campingplatz besichtig und für unmöglich befunden haben, fahren wir zum Strand, den wir am Samstag auskundschaftet haben. Leider windet es ziemlich stark, heute ist es wie gestern und vorgestern zusätzlich noch ziemlich kühl. Eine Weile hält man es an der Sonne aus, dann verkriechen wir uns im Wohni. Auf die schöne Aussicht müssen wir ja bei unserem grossen Panoramaheckfenster nicht verzichten.

Sonntag, 24.01.2021
Unsere Freunde verabschieden sich und wir setzen uns an die Sonne und geniessen eine paar ruhige Stunden. Nachmittags gehen wir zum Restaurant Shakas und vertilgen einen Hamburger.

Samstag, 23.01.2021
Gegen Mittag starten wir und fahren auf ausgefahrenen Wegen zum Meer und an vielen neuen Häusern und Villen vorbei. Rundum blüht es in den schönsten Farben. Zurück an der Hauptstrasse sind es nur wenige Minuten bis nach Todos Santos. Nachdem wir etwas ausserhalb geparkt haben laufen wir ins Zentrum. Zuerst müssen wir ein paar Dokumente ausdrucken lassen, dann schlendern wir durch die Strassen, die von vielen kleinen Läden gesäumt sind. Hier sind die Leute freundlich aber noch nicht aufdringlich. Bald haben wir Hunger und suchen deshalb nach dem Restaurant, das uns Mathias gestern empfohlen hat. Wow, hier bekommt man tolle Gerichte die nicht alle mexikanisch sind, eine super Abwechslung. Wir entscheiden uns für eine Vorspeise mit verschiedenem Käse auf Toast, einer Pizza und zum Nachtisch… Meringue mit Früchten. So lecker und zu vernünftigen Preisen in einem sehr hübschen Ambiente. Zum Schluss unseres Ausflugs fahren wir noch an eine Beach etwas nördlich des Städtchens, wo man übernachten kann. Gefällt uns! Hier werden wir mit Sicherheit noch zwei, drei Nächte stehen. Kurz nachdem wir uns wieder auf dem Camping eingerichtet haben kommen Rachel und Jean-Francois mit ihrem Bus angefahren und machen es sich auch hier gemütlich. Wir geniessen wie immer eine gemeinsame, schöne Apéro-Stunde.

Freitag, 22.01.2021
Nach dem Frühstück ist mal wieder „Grossreinemachen“ angesagt. Schon nach kurzer Zeit bin ich total verschwitzt. Das Klima ist hier am Pazifik komplett anders als an der Sea of Cortez mit seinem trockenen Wind. Gegen Mittag bekommen wir Besuch von Matthias, er ist Deutscher und wohnt zusammen mit seiner Frau seit einigen Jahren in Todos Santos. Wir haben uns über die Social Medias kennengelernt. Wir tauschen unsere Erlebnisse aus und haben zwei gemütliche Stunden zusammen. Nachdem er abgefahren ist lerne ich noch ein bisschen Spanisch und Hermi repariert das portable Solarpanel bzw. dessen Stecker. Am späteren Nachmittag gehen wir zu einem Restaurant ein paar hundert Meter weiter Richtung Meer. Wir werden mit gutem Essen und Getränken verwöhnt. Auf dem Weg zurück nehmen wir uns ein wenig Zeit um die riesigen Kakteen zu bewundern. Es folgt ein ruhiger Fernsehabend.

Donnerstag, 21.01.2021
Rund um uns füllt sich schon früh morgens der Parkplatz mit Arbeitern aus den umliegenden Hotels, dadurch sind wir früh wach. Nach dem Frühstück machen wir zu viert einen Spaziergang am Strand entlang zum Hafen. Die Sonne scheint wieder zwischen ein paar Wolken hindurch. Gegen 11.00h fahren wir los Richtung Norden. Es sind 60km bis nach El Pescadero, wo wir uns auf einem kleinen Campingplatz etwas im Hinterland der Playa los Cerritos niederlassen. Auf der Fahrt entlang der Küste sehen wir einige Male Wale springen, schade kann man an der Strasse nirgends anhalten und sich das Schauspiel ansehen. Nachmittags laufen wir, ohne Shell, bis zum Strand, in dessen Nähe auch ein gutes Restaurant zu finden ist. Gegen 17.00h sind wir zurück und setzen uns noch etwas draussen hin. Obwohl es bewölkt ist, ist es noch warm, sogar drückend. Das sind wir so gar nicht mehr gewohnt.

Mittwoch, 20.01.2021
Nacht‘s hat es immer wieder geregnet und war auch windig. Shell war dafür mal ruhig. Gegen 10.30h fahren wir los nach Cabo San Lucas. Die Strecke entlang der Küste führt hinter riesigen Hotelanlagen auf einer breiten Strasse bis in die geschäftige Stadt. Erstmal kaufen wir noch ein paar Sachen ein, dann suchen wir einen Parkplatz und werden beim Hafen fündig. Im leichten Nieselregen gehen wir entlang dem Hafenbecken das von vielen Restaurants und Touranbietern gesäumt wird, zu einem Restaurant. Hier warten Rachel und Jean-Francois auf uns. Nach einem feinen Mittagessen gehen wir zurück zum Fahrzeug. Interessant was sich so alles im Hafenbecken tummelt. Neben Pelikanen und Kormoranen können wir auch Seehunde und Kofferfische entdecken, das Wasser ist schön klar! Im Hafen liegen viele Yachten, die meisten kann man mieten um Fischen zu gehen, dazwischen liegen aber ein paar private Luxuspaläste, eines sogar mit einem Hubschrauber. Hier gibt es Shoppingcenter wie in den USA oder Europa, verrückt! Aus Ghettoblastern plärrt Musik, brr, das ist nicht unsere Welt. Wir haben uns schnell satt gesehen und suchen nun nach einer Möglichkeit zu übernachten. Schlussendlich werden wir in einem „Flussbett“ fündig, das nahe dem Strand und zwischen Hotelanlagen liegt. Ausser dem Bus und uns hat sich hier auch ein amerikanisches Paar aus North Carolina niedergelassen. Ein Mexikaner versichert uns, hier dürfen wir stehen und es ist sicher. Ganz ruhig ist es hier dann leider nicht aber wir haben doch recht gut geschlafen.

Dienstag, 19.01.2021
Nach einer etwas unruhigen Nacht, weil Shell mit ihrem Halskragen bei jeder Bewegung Geräusche verursacht, stehen wir schon kurz vor 7.00h auf. Heute Morgen sehen wir diverse Greifvögel und Geier, die in der Nähe ihre Kreise ziehen. Hermi backt uns Pancakes zum Frühstück und gegen 11.00h brechen wir zu viert zu einem Standspaziergang auf. Shell kann noch nicht mit. Den ganzen Morgen schon tröpfelt es zwischendurch immer wieder aber das schadet der guten Stimmung nicht. Es gibt hübsches Strandgut zu entdecken und wir können wieder Wale beobachten, die gar nicht weit vor unserem Strand vorüberziehen. Jean-Francois geht auf Entdeckungstour zu einer kleinen blauen Ruine. Er kommt mit Fotos vom Innern zurück. Es ist eine kleine Kapelle mit einem Sarkophag darin. Das will ich natürlich auch sehen. Wer oder was hier verehrt wird ist nicht zu erkennen aber der Grabschmuck könnte auf ein Kind deuten. Es gibt viele Spielsachen. Leider wird alles was nach einer Weile nicht mehr schön aussieht, vor dem Gebäude auf einen grossen Haufen geschmissen! Den Rest des Tages verbringen wir mit etwas Büroarbeit und Hermann kümmert sich um ein paar technische Sachen.

Montag, 18.01.2021
Sonnig, windstill, einfach herrlich. Wir machen uns bereit für die Abfahrt. Kurz geben wir unseren Freunden Bescheid, dann fahren wir los. Nachdem wir im Ort nochmal den Wassertank aufgefüllt haben, lassen wir Los Barriles für die nächsten Tage hinter uns. On the road again…., schön! Wenige Kilometer nach der Abzweigung zum Oasenörtchen Santiago überqueren wir die Grenze zu den Tropen am Wendekreis des Krebses. Wir machen nur kurz Halt für ein Foto. Die Strasse führt immer weiter Richtung Süden, entlang dem Gebirge bis nach San Juan de Cabo. Wir sind erstaunt wie gross und geschäftig die Stadt ist. Man scheint alles zu bekommen was das Herz begehrt. Hier ist auch der internationale Flughafen für diese Gegend angesiedelt. Die meisten Touristen fliegen hierher. Nachdem wir uns in einem gut ausgestatteten Supermarkt mit Lebensmittel eingedeckt haben und auch im Walmart noch ein paar Sachen dazugekauft haben, sind wir bereit uns einen Platz zum Übernachten zu suchen. Wir treffen uns noch kurz mit Rachel und Jean-Francois. Die beiden können sich nicht recht entscheiden was sie machen sollen. Ihr Bus ist halt schon recht gross und unpraktisch. Wir trennen uns deshalb. In der App IOverlander habe ich einen Platz entdeckt, er ist gut 20km ausserhalb der Stadt und liegt direkt am Strand. Als wir dort ankommen sind wir begeistert. Wir suchen uns eine Stelle etwas erhöht mit Blick aufs Meer und schöne Felsformationen. Vor uns im Wasser ist ein Platschen zu hören, die Mobula Rochen machen wieder ihre Kunststückchen und weiter draussen vergnügt sich ein Wal, indem er immer wieder mit seiner riesigen Flucke aufs Wasser schlägt. Wir informieren unsere Freunde, hier ist auch genug Platz für ihren Bus. Wir geniessen den Blick aufs Meer, leider hat sich der Himmel bezogen aber das gibt wieder eine tolle Stimmung zum Sonnenuntergang. Als es dämmert gönnen wir uns zu viert einen Apero bevor wir den Abend alleine geniessen.

Sonntag, 17.01.2021
Gegen 8.00h stehen wir auf, das Meer ist ganz glatt, kein Lüftchen geht. Nach dem Frühstück raffen wir uns auf um nun endlich den Rest des Wohnis zu polieren. Nebenbei gehe ich vor und wasche Shells Decken. Gegen 13.00h glänzt endlich das ganze Fahrzeug. Wir sind verschwitzt und weil das Meer gar einladend aussieht wagen wir ein Bad. Mann, es ist das erste Mal, dass wir auf unserer Weltreise im Pazifik baden, herrlich! Anschliessend waschen wir noch 2 Maschinen, hängen alles auf und gönnen uns dann einen Drink im Geckos. Mit dem leichten Wind und der Sonne ist alles schnell wieder trocken. Wir räumen noch alle Dinge wieder an ihren Platz und setzten uns dann für eine Stunde hinter unsere Computer. Hermi brät uns anschliessend Rösti und dann heisst es wieder, Fernsehabend.

Samstag, 16.01.2021
Morgen‘s skypen wir mit unserer Familie. Um das Fahrzeug fertig zu polieren ist es dann wieder zu spät. Wir sitzen eine Weile gemütlich in der Sonne bevor wir zum Essen gehen. Als wir zurückkommen hat sich neben uns eine mexikanische Grossfamilie eingerichtet, mit Kind und Kegel. Mal sehen ob wir heute Abend eine Grande Fiesta neben uns haben. Nach Sonnenuntergang schauen unsere Freunde für ein Glas Wein bei uns vorbei. Später setzen wir uns vor den Fernseher und schauen unsere Lieblingssendungen vom Freitag Abend. Bei unseren Nachbarn wird es auch ruhig als wir ins Bett gehen.

Freitag, 15.01.2021
Ich werde kurz vor Sonnenaufgang wach und entdecke am Horizont eine komische Erscheinung. Es sieht aus als ob eine Rackete gestartet ist, über dem Wasser? Nachdem ich das Phänomen eine Weile beobachtet habe, sehe ich auch den Flugkörper in den blauen Himmel steigen. Uns war nicht klar, dass Mexiko auch Racketenstarts hat. Morgens telefonieren wir wieder mit Reisefreunden in der Schweiz. Sie erzählen uns von riesigen Schneemassen. Es ist soviel Weiss vom Himmel gefallen wie seit 20 Jahren nicht mehr. Nachmittags gehen wir mit Shell nochmal zum Tierarzt. Er verpasst ihr eine Halskrause und nochmal Antibiotika. Nun hoffen wir ganz fest, dass die Pfote endlich abheilt. Die Krause ist für sie und uns mühsam, weil sie im engen Wohni überall festhängt. Nach einer Weile hat sie sich aber daran gewöhnt. Langsam haben wir genug vom mexikanischen Essen, deshalb gehen wir wieder bis ins Beachrestaurant beim Städtchen, wo es auch Hamburger gibt. Mit übervollem Magen machen wir uns dann auf den Heimweg. Wir treffen am Strand auf Rachel und Jean Francois, plaudernd geht es zurück zum Camping.

Donnerstag, 14.01.2021
Nachdem wir Morgen‘s mit Reisefreunden zu Hause telefoniert haben, raffen wir uns Mittag’s auf um unser frisch gewaschenes Wohni zu polieren. Wir schaffen nur einen Teil, den Rest machen wir morgen. Nachmittags bleibt noch Zeit die warme Sonne zu geniessen bevor es zu kühl wird.

Mittwoch, 13.01.2021
Wir sind früh wach und erleben dadurch einen fulminanten Sonnenaufgang. Kurze Zeit später sehen wir zum ersten Mal Mobula Rochen „fliegen“. Total fasziniert beobachten wir, wie die Tiere aus dem Wasser springen, mit den „Flügeln“ schlagen und dann mit einer vollen Bauchlandung wieder im Wasser landen. Wir haben schon diverse Bilder und Bericht über das Phänomen gesehen, das keiner erklären kann. Um 10.00h haben wir dann mit einem Mexikaner abgemacht der unser D-Hai putzen wird. Es wird 10.30h bis er auftaucht. Nun macht er sich aber zügig ans Werk und nach knapp zwei Stunden glänzt unser Fahrzeug endlich wieder. Der Preis? Umgerechnet 25.—Franken, da gibt es nichts zu meckern und tip top gemacht hat er es! Nachmittags gehen wir essen und setzen uns dann bald ins Innere, weil der Wind heute doch gar zu sehr bläst, man wird am Strand direkt sandgestrahlt.

Dienstag, 12.01.2021
Shells Pfote ist noch immer nicht richtig geheilt. Wir schneiden ihr mal die Haare ganz kurz, machen ein warmes Salzbad und ziehen ihr einen Babyschuh an, damit sie nicht schlecken kann. Wann wird das endlich besser? Es nervt! Nachmittags gehen wir zur Beach Bar bei der Kitesurf Schule vor und gönnen uns ein Club Sandwich und einen Burger mit Pommes, mal wieder ein wenig Abwechslung zum mexikanischen Essen. Der Wind ist stark und lässt uns nach unserer Rückkehr gleich ins warme Wohni steigen.

Montag, 11.01.2021
Einkaufstag, Nachmittag‘s gehen wir mit unseren Freunden ins Gecko zum Essen. Leider ist die ganze Woche starker Wind angesagt, sodass wir die Fahrt nach Cabo Pulmo und das Tauchen um mindestens eine Woche verschieben.

Sonntag, 10.01.2021
Nach einem gemütlichen Morgen setzen wir uns Nachmittags mit Rachel und Jean Francois zusammen, Hermi hat Spaghetti Bolognese gekocht.

Samstag, 09.01.2021
Es gibt nichts Neues zu berichten.

Freitag, 08.01.2021
Wir chillen den ganzen Tag. Nachmittags gehen wir ins Gecko zum Essen.

Donnerstag, 07.01.2021
Nachdem wir den Morgen damit verbracht haben über die Krise in Amerika zu lesen und Sprachen zu lernen, gehen wir nachmittags zu viert ins Städtchen. Shell muss wegen ihrer Pfote im Wohnmobil bleiben. Im Restaurant Beans and Rice bekommen wir einen Tisch zugewiesen und geniessen ein exzellentes Essen. Was hier auf den Tisch kommt lässt sich schon fast Kunst nennen. Auf jeden Fall ist es wunderschön angerichtet und mit „Blumen“ dekoriert. Das Salatschälchen besteht aus Gurken usw. Ich bekomme ein Thunfischsteak serviert, so einen guten Fisch hatte ich glaube ich noch nie. Anschliessend schlendern wir durch den Ort, werden fast von zwei Hunden adopiert die sich nur sehr wiederwillig nach Hause schicken lassen und shoppen ein paar Kleinigkeiten. Es ist schon fast dunkel als wir wieder am Campingplatz ankommen. Unsere Nachbarn sind inzwischen abgereist. Angenehm müde setzen wir uns in unsere Kuschelecke und lesen.

Mittwoch, 06.01.2021
Nach einem gemütlichen Morgen höre ich ein tiefes Brummen, unsere amerikanischen Freunde, Rachel und Jean Francois sind angekommen. Nach einer kurzen Begrüssung richten sie sich erstmal ein. Unterdessen haben wir im Internet mitbekommen was in Washington passiert und sind bestürzt über die Krawalle rund ums und im Kapitol. Um 14.00h haben wir uns zum Essen verabredet. Wir gehen gemeinsam in unser, mittlerweile schon fast Stamm-, Beach Restaurant. Wir werden wie immer gut bedient und geniessen das Essen und das zusammen sein. Abends gesellen wir uns noch kurz zu unseren Nachbarn, den Kite-Surfern. Sie werden Morgen nach Hause fahren und geniessen den letzten Abend am Lagerfeuer und unter einem herrlichen Sternenhimmel.

Dienstag, 05.01.2021
Morgen‘s ist es windstill und das Wasser ganz glatt, erst gegen Mittag nimmt der Wind wieder zu. Heute sind auch ein paar Wolken am Himmel, die die knapp 22 Grad schnell als kühl erscheinen lassen, vorallem als die Sonne immer wieder hinter den Wolken verschwindet. Für die frisch gewaschene Wäsche ist es aber ideal, sie flattert im Wind und an der Sonne und ist in null komma nichts trocken. Wir setzen uns rein und erledigen ein paar Büroarbeiten. Endlich habe auch ich noch die Bestätigung des Rückzugs unseres Verlängerungsantrags für die USA erhalten. Nun stehen einer erneuten Einreise eigentlich nur noch die Coronarestriktionen im Weg. Mal abwarten wie lange es noch dauert, bis der Landborder auch wieder öffnet. Gegen 15.00h ziehen wir uns lange Hosen und eine Jacke an und gönnen uns ein feines Essen mit unseren Lieblingsdrinks im Strandrestaurant.

Montag, 04.01.2021
Einkaufen stand heute auf dem Programm, vorher sind wir mit Shell nochmal zum Tierarzt gefahren. Die Pfote wird leider einfach nicht besser und sie hinkt. Der Arzt hat uns einen Spray gegeben und Schmerztabletten, zudem soll sie nicht zu viel rum laufen, :-((. Wir lassen sie deshalb nachmittags alleine im Wohni und gehen zum Essen den Kilometer vor, zu einem anderen Strandrestaurant. Wir werden hier ebensogut verwöhnt wie in unserem „Gecko“.

Sonntag, 03.01.2021
Noch ein ruhiger Tag mit Sonne ein paar Wolken und Wind.

Samstag, 02.01.2021
Der Morgen startet bewölkt aber gegen 10.00h hat die Sonne die Wolken aufgefressen. Der Wind hat zugelegt und so kann man heute wieder viele Kitsurfer beobachten. Es ist herrlich bunt. Die Cracks springen an ihren Schirmen teilweise weit aus dem Wasser. Es wird nicht langweilig dieses Treiben zu beobachten.

2021

Freitag, 01.01.2021
Wir gehen das neue Jahr ruhig an. Um uns herum wird wohl auch länger geschlafen. Zudem geht heute kaum Wind, sodass die Kite Surfer nicht auf’s Wasser können und auch chillen. Im leichten Wind erspähen wir zwei Weisskopfseeadler, einen Fregattvogel und einen Schwarm Pelikane. Nachmittags gehen wir zur Strandbar und gönnen uns eine Pina Colada, abends kochen wir.

WIR WÜNSCHEN EUCH, UNSEREN TREUEN LESERN VON HERZEN EINEN GUTEN RUTSCH UND EIN GESUNDES, ERFOLGREICHES, GLÜCKLICHES NEUES JAHR!

HAPPY NEW YEAR 2021!

Donnerstag, 31.12.2020
Wir haben uns einen gemütlichen Tag gemacht. Nachmittags waren wir in „unserer“ Strandbar essen. Abends haben wir Filme geschaut und sind um 23.00h müde ins Bett gefallen. Silvester wurde hier sehr ruhig gefeiert. Gegen 20.00h konnten wir ein kurzes Feuerwerk bestaunen und viele unserer Nachbarn haben ein Feuer gemacht und haben ein wenig gefeiert. Alles eher ruhig und gesetzt, um Mitternacht sind wir kurz von ein paar Böllern wach geworden. Das war’s und nun sind wir gut im neuen Jahr angekommen.

Mittwoch, 30.12.2020
Heute machen wir einen Ausflug nach Cabo Pulmo. Nachdem wir beim D-Hai den Dieseldurst gelöscht haben fahren wir los Richtung Süden. Es sind 60km, davon zum Schluss 10km auf ruppiger Gravelroad. Das Dörfchen liegt einsam und verlassen in einer langezogenen Bucht. Es gibt ein paar Wohnmobile am Strand, einige Häuser, einige wenige Restaurants und ein Dive Center. Hier informieren wir uns über die Möglichkeiten um Tauchen zu gehen. Die Informationen sind schnell ausgetauscht. Zur Zeit ist es noch recht gut gebucht aber nächste Woche, wenn die meisten Gäste nach Hause gefahren sind, müssen wir uns die Ausfahrten wohl mit niemandem teilen. Wir bekommen einen Prospekt und werden uns zu gegebener Zeit melden. Nachdem wir uns noch ein wenig umgesehen haben treten wir die Rückfahrt an. Es bieten sich uns immer wieder herrliche Blicke auf verschiedene weisse Strände und das dunkelblaue Meer. Wir kaufen ein und fahren dann zurück zu unserem schönen Platz. Es ist heute sehr windig, die Kitsurfer geniessen es. Bevor es zu kühl wird gehen wir vor zum Strandrestaurant, lassen uns Pina Colada und Bier servieren, dazu Enchiladas und Fajtas, alles sehr fein und mit der herrlichen Aussicht auf die Wellen abgerundet. So findet der zweitletzte Tag des Jahres einen schönen Abschluss.

Dienstag, 29.12.2020
Nach dem Frühstück gehen wir erst mal und melden uns an. Nun dürfen wir für mindestens eine Woche den schönen Platz geniessen. Heute wollen wir uns mal den Ort näher ansehen. Wir laufen die 2 km dem Strand entlang und verpassen dann den Aufgang zum Zentrum, sodass wir bis ganz ans andere Ende zu einem Hotel gehen müssen. Endlich können wir den Strand dann wieder verlassen. Die Hauptstrasse bietet ein paar kleine Geschäfte und Restaurants. Shell hat zu heiss, wir kaufen ihr erstmal eine Flasche Wasser. Anschliessend suchen wir uns eine Taqueria und bestellen ein leichtes Mittagsmal, bestehend aus Shrimptacos. Auf dem Weg zurück erkundigen wir uns bei einem ATV Vermieter nach den Preisen. Wir haben uns überlegt, nach Cabo Pulmo, 60km weiter südlich mit einem solchen Gefährt zu fahren. Nachdem wir aber die Mietkosten gesehen haben fallen wir fast vom Stuhl. Ein grösser Wagen, der auch auf die Strasse darf, soll ca. 600 US$ für 2 Tage kosten. Pff, da fahren wir definitiv lieber mit dem Wohni. Zurück auf dem Camping legt sich Shell hundemüde schlafen. Inzwischen ist Wind aufgekommen und nun tummeln sich plötzlich viele, viele Kitesurfer entlang dem langen Strand. Wir beobachten das muntere Treiben eine Weile. Während wir so das sitzen kommt ein netter grosser Hund, er hat uns auserkoren, wir sollen mit ihm Steinchen werfen spielen. Er hat endlos Ausdauer und wenn wir mal nicht gleich mitmachen bellt er auffordernd. Durch den Wind ist es gefühlt kühl geworden. An den Bergen haben sich zudem ein paar Wolken festgehängt und verdecken die Sonne. Ok, dann gehen wir eben wieder in unsere gute Stube.

Montag, 28.12.2020
Trotz der Nähe der Strasse haben wir super geschlafen. Nach der Morgenroutine fahren wir nach La Paz Downtown und machen eine Stadtrundfahrt. Schnell entscheiden wir, nichts Besonderes zu sehen, weiterfahren. Wir heben noch Geld ab und fahren dann auf der Carretera 1 raus aus der Stadt. Gut 120 km sind es. Zuerst nerven die diversen Vorstädtchen mit ihren Ampeln. Endlich haben wir freie Fahrt und sehen im Hintergrund die Berge, die wir überqueren müssen. Zwei hübsche alte Städtchen liegen an der Strasse und dann führt die Route wieder runter zum Meer. Los Barriles ist geschäftig und hübsch an einem langen Sandstrand gelegen. Der Ort bietet alles Nötige, wir benötigen zuerst Wasser. Die Pumpe beim Agua Purificada Laden läuft heiss als sie für uns fast 200 Liter Trinkwasser fördern soll. Wir begnügen uns mit etwas weniger und bezahlen umgerechnet 4 Franken. Nun sind wir bereit für die Suche nach einem Camping. Die beiden Plätze im Städtchen sind uns zu zentral und bieten Lärm aber keinen direkten Zugang zum Strand. Wir wissen aber von einem Platz knapp 2 Kilometer ausserhalb der schön sein soll. Hier auf dem Playa Norte RV Park gefällt es uns auf Anhieb. Er hat zwar keinen Pool aber Plätze direkt am Strand. Wir suchen uns die Nr. A5 aus und machen uns breit. Der Platzwart war zwar nicht da aber Nachbarn haben uns empfohlen einfach einen Platz zu wählen und später einzuchecken. Es ist paradiesisch hier. Büsche trennen die langen Plätze ab die unverbaute Blicke aufs Meer bieten. Wir machen einen kurzen Spaziergang zu einem Strandrestaurant gleich in der Nähe. Hier werden wir mit feinen Drinks und gutem Essen verwöhnt und das alles mit Blick auf Strand und Meer. Interessant sind die Vögel die es hier überall gibt, besonders fällt uns ein Fregattvogel auf, der sich von der Brise über’s Wasser tragen lässt. Es war heute richtig warm, sodass wir ins Schwitzen gekommen sind. Nach einer warmen Dusche setzen wir uns dann aber doch ins Wohni und verbringen den Abend mit Fernsehen.

Sonntag, 27.12.2020
Ich habe lange geschlafen deshalb müssen wir uns mit dem Frühstück etwas sputen. Heute stehen 200km bis La Paz auf dem Programm. Die Strecke ist eintönig, man muss sich den Süden der Baja California regelrecht verdienen. Nach 150 km kommen wir in die Berge, die hier nurmehr als Hügel erscheinen. 300 Höhenmeter erreichen wir aber trotzdem. Die Strasse ist gesäumt mit Kakteen, es gibt hier so viele verschiedene Sorten. Zudem haben die Büsche teilweise schon wieder Blätter bekommen und grüssen in hellem grün. In La Paz gehen wir erstmal im Walmart einkaufen und schwelgen fast etwas in der Fülle der angebotenen Ware. Für die Nacht stehen wir auf einem Campingplatz etwas ausserhalb von La Paz. Es ist von der Anlage her der schönste Platz seit langem, inkl. super schöner Duschen und einem sauberen Pool.

Samstag, 26.12.2020
Mal wieder jedes Ding an seinen Platz räumen und dann kann es schon fast weiter gehen. Nachdem wir noch Diesel getankt haben rollen wir im Süden aus der Stadt hinaus. Einige Kilometer weiter wartet ein Parkplatz an einem Mirador mit einer tollen Aussicht auf die Küste, die Berge und die Inselwelt auf uns. Die Strasse folgt dann noch einige Kilometer der Küste aber ohne grossartige Ausblicke, dann schlängelt sie sich langsam hinauf in die Berge. Oben an einer Haarnadelkurve ohne Ausweichstelle nochmal ein atemberaubender Blick zurück aufs Meer und dann hat uns die Wüste wieder. Am Rande einer Hochebene führt nun die Strasse direkt nach Westen. Sie senkt sich langsam um am Fuss der Berge schnurgerade durch die Ebene nach Ciudad Insurgentes zu führen. Hier biegen wir nach Süden ab und erreichen nach 25km Ciudad Constitucion. Die beiden Orte sind recht wuselig aber nicht wirkliche sehenswert. Ich habe für heute einen Campingplatz etwas abseits der Hauptstrasse ausgesucht. Es gibt zwei recht saubere Pools und eine sandige und staubige aber ebene Fläche, wo wir uns hinstellen dürfen. Es ist schon fast heiss geworden und so verbringen wir den Nachmittag im Schatten des Wohnis, bis die Sonne uns mit einem spektakulären Untergang erfreut. Sofort wird es frisch, sodass wir uns in unsere gute Stube setzten.

Freitag, 25.12.2020                      1‘000 Tage auf Reisen
Geplant war das nicht aber der Zufall will, dass wir an einem Ostersonntag, dem 1. April 2018 unsere Traumreise gestartet haben und heute, am 25. Dezember 2020 den 1‘000sten Tag auf dieser Reise erleben. An einem Feiertag lässt man es eher ruhig angehen und so entspannen wir vor allem. Nur Hermi joggt morgens eine Runde.

Donnerstag, 24.12.2020
Bewölkt und windig aber warm beginnt der Heiligabend. Wir sitzen meist drin bis wir gegen 17.00h vorgehen um in einem Restaurant zu abend zu essen. Auf dem Rückweg gehen wir über den Hauptplatz um die weihnachtliche, bunte Stimmung zu geniessen. Der Abend klingt bei einem Film aus.

Mittwoch, 23.12.2020
Heute habe ich den Tag mit Weihnachtspost schreiben verbracht, Hermi hat sich mit seinem Computer beschäftigt und Shell schläft. Abends waren wir fein essen.

Dienstag, 22.12.2020
Wir lassen waschen, ca. 3 Maschinen mit Bettwäsche und Bezüge der Sitzgruppe. Gewaschen, getrocknet, gefaltet CHF 9.00, billiger geht’s kaum und tip top erledigt wurde es auch. Da blieb genügend Zeit um Shell noch eine Sommerfrisur zu verpassen. Nun ist sie wieder eine kleine Schönheit.

Montag, 21.12.2020
Wir sind zum Lej Supermarkt gelaufen um Einzukaufen. Nachdem wir uns in die Schlange angestellt hatten durften wir nach 15 Min. unseren Einkaufswagen füllen. Nachmittags waren wir zum Essen am Hauptplatz und Abends haben wir am Himmel die Planeten Juptier und Saturn beobachtet die sich geküsst haben.

Sonntag, 20.12.2020
Heute ist es bewölkt und windig aber die Temperatur ist weiterhin angenehm mit 23°C. Heute Morgen haben sich die meisten unserer Nachbarn wieder verabschiedet. Nun stehen mit uns vier Wohnmobile hier. Heute werde ich mal die Weihnachtspost vorbereiten und ein paar Dinge am Computer erledigen. Gegen Mittag fällt der Strom und somit das Internet aus. Somit ist die Weihnachtspost auf später verschoben.

Samstag, 19.12.2020
Mal wieder Waschtag ansonsten Sonne geniessen.

Freitag, 18.12.2020
Ein gemütlicher und ruhiger Tag. Nachmittags waren wir im Städtchen essen. Wir haben SEHR gut gespeist! Gegen Abend hat sich der Campingplatz etwas gefüllt aber erstaunlicherweise bleibt es sehr ruhig.

Donnerstag, 17.12.2020
Wir machen uns zeitig fertig und düsen los nach Loreto. Nach 30km lassen wir die Baya de Conception hinter uns und tauchen ins Land ein. Zwei kleinere Hügelzüge sind zu überwinden. Die Landschaft wirkt grüner weil einige Büsche und Bäume die hier wachsen schon neue Blätter tragen. Noch eine Kurve und 70km spater liegt unter uns wieder das Meer und an seinem Ufer das Städtchen Loreto. Uns gefällt was wir sehen, hier ist es sauber und gepflegt, ein wenig erinnert es an Europa. Nachdem wir eine kurze Stadtrundfahrt absolviert haben fahren wir zu einem Campingplatz den uns Freunde empfohlen haben. Der Platz ist prima und wir machen es uns gemütlich. Nachmittags machen wir einen Spaziergang ins nahe Zentrum und zum Malecon. Vor der Dunkelheit sind wir zurück und kochen mal wieder, Toast Hawai :-)

Mittwoch, 16.12.2020
Wir haben ausgeschlafen, Sprachen gelernt und dann wieder einen schönen Sonnentag verbracht. Mittags kam ein Bäcker mit einem Angebot, dem wir nicht wiederstehen konnten. Am späteren Nachmittag haben wir nochmal bei Ana’s Restaurant Pina Coladas und ein Abendessen genossen. Es folgt ein weiterer Fernsehabend.

Dienstag, 15.12.2020
Shell hatte eine gute Nacht und die Pfote scheint besser zu werden. Nach dem Frühstück machen wir einen Spaziergang und erkunden den Zugang zur nächsten Bucht. Zurück beim Wohni erhält Shells Pfote nochmal ein Salzbad, dabei fällt ein Rest der abgebrochenen Kralle ab. Hoffentlich heilt es jetzt schnell. Wir sitzen an der Sonne und geniessen die Wärme trotz Wind der uns, äh mir, durch die Haare fährt. Nachmittags spazieren wir bis zum Restaurant Armando’s, er serviert etwas zu saure aber trotzdem feine Margeritas und gutes Essen. Bevor um 17.15h die Sonne untergeht gehen wir zurück zum D-Hai und verbringen dann einen gemütlichen Fernsehabend mit deutschen Weihnachtsspielfilmen.

Montag, 14.12.2020
Ein weiterer herrlicher Morgen, nachdem es gestern ziemlich gewindet hat ist es heute ruhig, über den Palmen geht die Sonne auf. Überraschung, es gibt Duschen und die sind richtig heiss, herrlich. Ready for take off, es geht zurück an die Sea of Cortes. 60km Wüste und dann sehen wir in der Ferne wieder Wasser glitzern. Kurz darauf kommen wir nach Santa Rosalia. Es ist ein Mienenstädtchen und auf den ersten Blick nicht so schön. Überall sieht man verfallende Fabrikgebäude. Der Ortskern ist aber dennoch recht hübsch. Hier verbirgt sich eine kleine Kirche, sie wurde vom Erbauer des Eiffelturms geplant und auch für die Weltausstellung gebaut. Anschliessend hat man sie in ihre Einzelteile zerlegt. Ein hiesiger Bergbauunternehmer hat sie gekauft und hierher verschiffen lassen. Sooo besonders ist sie nicht aber gut für ein Foto oder zwei. Die Fahrt geht nun weiter der Küste entlang, mal näher, mal weiter weg vom Wasser trägt uns die Carretera 1 nun wieder direkt nach Süden. Nach weiteren 60 km kommen wir über einen kleinen Pass und schlängeln uns durch ein Tal hinunter nach Mulegé. Hier kommt wieder Marokko-Feeling auf. Eine grosse Palmenoase liegt an einem Süsswasserfluss der hier ins Meer mündet. Eine alte Missionsstation auf einem Hügel überblickt das Ganze. Wir fahren hin. Vor der Kirche wartet ein netter Herr und möchte uns etwas über die Anlage erzählen, leider spricht er nur spanisch. Trotzdem lädt er uns in die Kirche ein und führt uns auf einen kleinen Felsen, von dem man eine tolle Aussicht auf die Missionsstation, das Tal mit den säumenden Bergen und gegen Osten auf das Städtchen hat. Er bekommt zum Dank einen kleinen Obolus dann fahren wir runter und bleiben im Gewirr der Strassen stecken. Rundum eine Plaza wurde die Weihnachtsdekoration aufgehängt, unter der kommen wir unmöglich durch. Wir drehen um und parken in der Nähe vom kleinen Supermarkt. Er hat alles was unser Herz begehrt und noch einiges mehr. So, nun sind wir bereit für ein paar Tage Beachlife. Wir fahren bis zur Bahia Conception und schauen uns die verschiedenen Strände an, an denen man campen kann. Zum Schluss entscheiden wir uns für die hübsche und grosse Santispac Bucht. Hier kann man für 200 Pesos direkt am Strand übernachten. Ein paar Wohnmobile verteilen sich auf dem gut 500m langen Strand. Es ist wenig los im Gegensatz zu den Berichten vom letzten Jahr. Das gefällt uns, da die Playa de Coyote, die Steffi und Ozy uns empfohlen haben um 15.00h schon im Schatten liegt. Es gibt zwei Restaurants und eine herrliche Sicht auf die wunderschöne Landschaft. Nachdem wir uns eingerichtet haben gehen wir zu Ana’s dem uns näher liegenden Restaurant. Wir bestellen zwei Pina Coladas und etwas später etwas zu essen. Carlos, der Kellner, plaudert nett mit uns über Gott und die Welt und Roger Federer, sein grosses Idol. Gegen 17h geht die Sonne hinter den Bergen unter, die blaue Stunde beginnt. Leider hat sich Shells Zeh nochmal entzündet. Ich mache ihr ein Salzbad und dann binden wir die Pfote wieder ein. Von Zuhause haben wir noch Schmerzmittel und Entzündungshemmer dabei. Die verabreichen wir ihr mit ihrem Fressen. Langsam wird es dunkel. Draussen fahren immer mal wieder Autos vorbei. Es werden uns wunderschöne Decken angeboten, ein Bäcker bringt Brot und zum Schluss kommt noch der Patron und zieht die Übernachtungsgebühr ein. So, nun ist aber Ruh!

Sonntag, 13.12.2020
Die Strasse ist leer als wir starten. Gemütlich rollen wir über die weiterhin gute Carretera 1 nach Südosten. Rundum Wüste, nach einer Weile begleiten uns wieder Kakteenwälder und in der Ferne kann man das Gebirge erkennen. Es sind heute knapp 160km zu bewältigen. An Interessantem bietet sich eher wenig. Die Felsmalereien in den Bergen kann man im Moment nicht besichtigen, die Schönsten von ihnen muss man sich sowieso mit mehrtägigen Wanderungen erarbeiten. Gegen 12.00h kommen wir in San Ignazio an. Nach einem kleinen Hügel erstreckt sich vor uns plötzlich ein grosser Palmenhain. Der Blick errinnert stark an Marokko. Zuerst fahren wir zum hübschen schattigen Hauptplatz, an dem eine Kirche aus dem 18ten Jahrhundert steht. Sie wurde von Dominikanern und Jesuiten erbaut und gehörte zu einer Mission. Einige Gebäude sind noch erhalten und zum ersten Mal fühlen wir uns ein wenig wie in Mexiko. Bis jetzt war von der spanischen Herrschaft und ihren Bauten noch nichts zu sehen. Wir machen einen kurzen Spaziergang und erkunden das Gelände. Als wir zurückkommen läutet der Küster gerade zum Gottesdienst. Von überall her strömen die Leute plötzlich herbei. Wir fahren wieder raus aus dem Ort, kommen an vielen Palmen vorbei und am Fluss, der diese grüne Herrlichkeit überhaupt wachsen lässt. Leider sind die meisten der Campingplätze die in der IOverlander-App stehen geschlossen. Nur das Rice and Beans ist geöffnet. Wir fragen nach einem Platz, bezahlen 200 Peso und dürfen uns hinstellen wo wir wollen. Der Swimmingpool hat Wasser, ist aber schmutzig, ausser uns ist niemand auf dem Platz aber wir stehen an einer Mauer, gut geschützt vor dem Lärm des Verkehrs, der oben von der Strasse her schallt. Zu uns gesellt sich eine Familie von Katzen, erst sind es 2 Katzenkinder, dann kommt eine getigerte Schönheit näher, die es sich auf meinem Schoss bequem macht, zum Schluss liegen unter Hermis Stuhl 5 friedliche Katzen, die auf ein Mahl hoffen. Das bekommen sie auch bevor wir uns ins Wohni verziehen. Ich hoffe die bellen morgen nicht, nach dem Hundefutter-Abendessen.

Samstag, 12.12.2020
Um 9.30h sind wir auf der Strasse, ohne Internet und Dusche ist das morgendliche Ritual doch recht viel kürzer. Nur meine Spanisch-Lektion habe ich nicht ausgelassen. Es geht Richtung Westen, wir queren die Halbinsel. Die BC 5 war bis vor 2 Jahren noch nicht durchgehend geteert, nun rollen wir auf glattem Asphalt durch die schöne Landschaft. Je höher wir kommen, je mehr Kakteen sieht man. Nach einer ¾ Stunde erreichen wir die Carretera 1 und biegen nach Süden ab. Vor uns rennt über die Strasse ein Roadrunner (mig, mig), er ist eines der wenigen Tiere die wir entdecken können, nur gestern haben wir am Strassenrand zudem einen Wüstenfuchs gesehen. Der Strassenverlauf ist recht gradlinieg aber nicht langweilig. In der Ferne erkennt man die Berge, die den Rücken der Halbinsel bilden und rechts und links des Asphaltbandes erstrecken sich vielfältige Kakteenwälder. 3 kleine Orte durchqueren wir, in denen es vor allem Reifenwerkstätten gibt, Kraftstoff ist rar, in einem der Dörfer wurde er von Einheimischen am Strassenrand in Kanistern feilgeboten. Zum Glück reicht unser Diesel noch lange, bei fast ebenen Strecken wie hier und mit nur 70km/h benötigt der IVECO gerade mal 13.5L/100km. Wir kommen unserem Ziel näher und treffen wieder mal auf eine Militärkontrolle. Die Herren lassen uns heute gnädig passieren, sie winken uns einfach durch. Die Strecke zieht sich heute, endlich erreichen wir kurz vor 13.00h die Grenze zur Baja California Sur und somit Guerro Negro. Hier müssen wir nochmal kurz bei einem Kontrollposten anhalten, die Pässe werden nicht angesehen aber ein kleines Männchen verlangt 20 Pesos, Pestcontrol! Hä? Ich drehe mich fragend zu einem Soldaten um aber der kuckt nur dumm. Ich krame das Geld aus dem Portemonnaie und Hermi reicht es dem Zwerg runter, der meint wir sollen die Fenster schliessen??? Ach so, vor uns spritzt es aus einer Rille in der Strasse nach oben, der Druck ist so gering, dass er unseren Unterboden unmöglich erreichen kann :-)). Ok, wenn die damit zufrieden sind solls uns recht sein. Kurz darauf rollen wir durch die Hauptstrasse vom Städtchen Guerro Negro. Wir tanken und stellen fest, die Uhr hat sich gedreht, wir haben nun wieder einen Stunde weniger Unterschied zu Europa. Im Hotel und RV Park Malarrimo buchen wir einen Platz für die Nacht, kostet auch hier 250 Peso aber im Gegensatz zu gestern gibt es hier Strom, Wasser, Abwasseranschluss, saubere Toiletten und Duschen, schön. Dem Platz angeschlossen ist ein hübsches Restaurant in dem wir uns gleich zu Tisch setzen. Heute geniessen wir Carne Asado Mexicana mit Beilagen, ein Corona-Bier (nun können wir auch mitreden :-)) und Margeritas. Mit vollem Magen und ein wenig angeheitert gehen wir zurück zum D-Hai. Der Tag ist gelaufen.

Freitag, 11.12.2020
Trotz frühem Aufstehen schaffen wir es erst um 11.00h loszufahren. Neben einer letzten heissen Dusche gilt es noch ein paar Vorbereitungen im Haushalt zu treffen und ein paar Sachen aus dem Internet herunter zu laden. Endlich kann es losgehen. Nach einer Viertelstunde verlassen wir endgültig San Felipe und fahren endlich wieder durch die Wüste. Die ersten 80km ist es nicht besonders interessant. Links glitzert zwar das Meer aber es ist doch immer fast einen Kilometer weit entfernt. Rechts erstreckt sich die Wüste mit Kakteen und Gebüsch und im Hintergrund die Berge. Das bleibt sehr lange so. Erst ab Puertecitos, einem kleinen natürlichen Hafenort, sieht man in der Ferne Inseln aus dem Meer auftauchen. Nun ist die Aussicht abwechslungreich. Die BC5 führt nun oft direkt am Ufer entlang mit schönen Blicken gegen Süden. Das D-Hai hat ein paar kleine Steigungen zu bewältigen, meist rollen wir allerdings auf recht guter Strasse flach dahin. Um 14.00h erreichen wir unser heutiges Ziel, die Bahia San Luis Gonzaga. Kurz vorher wartet aber noch ein Militärposten. Nette Soldaten fragen nach unseren Pässen, dem Fahrzeugausweis und einer begehrt Einlass. Ich öffne ihm die Türe und heisse ihn willkommen. Wie bei den letzten Malen hat man das Gefühl, sie sind einfach neugierig. Ein paar Fragen, wie „your home?“ usw., ein paar Türchen öffnen und zum Schluss den Kühlschrank. „Tequila?“ nein, nur „Vino blanco“, „hm, Soda?“, ich gebe ihm eine Büchse Cola, „hm, dos?“ ok…, eine zweite gebe ich noch her, dann verabschiedet er sich freundlich und wir dürfen weiter fahren, SCHLITZOHREN!!! Einen Kilometer weiter stoppen wir bei einem kleinen Laden. Er führt viele Lebensmittel, hier muss man nicht verhungern. An der Kasse können wir für 250 Peso eine Übernachtung unten am Strand buchen. Es gibt Palapa’s und Plumspklos, die aber vor Dreck stehen. Gut haben wir eine eigene Toilette und beim Supermarkt haben wir auch noch „Restrooms“ entdeckt. Wir suchen uns einen Platz aus und stehen nun wieder direkt am Strand mit Blick auf die Bucht. Da es durch den Wind recht kühl ist sitze ich nur kurz draussen bevor wir es uns in unserer guten Stube gemütlich machen. Kurz vor der Dämmerung kommen noch 4 Motorradfahrer an. Im Dunkeln folgen noch mehrere andere Fahrzeuge, schön, nun fühlen wir uns nicht mehr so alleine.

Donnerstag, 10.12.2020
Morgen‘s haben wir wieder einen Skypetermin mit Freunden in der Schweiz, immer wieder schön von Zuhause zu hören. Anschliessend düsen wir los. Bei einer Purificada wo man Wasser und Eis kaufen kann füllen wir unseren Wassertank mit Trinkwasser für 4 Dollar, der Iveco hat auch Durst und bekommt Diesel. Bei einem Autozubehörladen sucht Hermi ein paar Kleinigkeiten, fündig werden wir aber nur bei ein paar Stab-Batterien. Zum Schluss geht’s noch zum Supermarkt, wir füllen die Vorräte auf, weil wir morgen weiter nach Süden fahren werden. Gegen 13.00h sind wir zurück auf dem Camping, ziehen lange Hosen an und machen einen Spaziergang zum Malecon. Shell darf auch wieder mit, ihre Pfote hat sich gebessert. Im selben Restaurant wie beim letzten Mal kehren wir ein und lassen uns mit Margeritas, Tacos und Enchiladas verwöhnen. Auf dem Weg zurück verabschieden wir uns von den mittlerweile schon bekannten Hunden rundum. Rechtschaffen müde vom Tag :-)) halten wir Siesta bevor wir unsere Computer auspacken um ein paar Pendenzen zu erledigen.

Mittwoch, 09.12.2020
Der Wind ist eingeschlafen, die ganze Nacht konnte man die Fischerboote hören, die hinaus in die Dunkelheit brausen um einen guten Fang zu machen. Der Morgen ist klar und etwas kühler als die letzten Tage. Das ändert sich schnell mit der Sonne. Um 10.00h sind wir zum Skypen verabredet und verbringen eine vergnügliche Stunde mit unseren Freunden in Deutschland. Es gibt immer etwas zu ratschen über Familie, Gesundheit und unsere Reise, besonders geniessen wir es, uns in unserer Muttersprache (na ja fast :-)) unterhalten zu können. Heute können wir lange am Strand sitzen, ohne Wind wärmt die Sonne herrlich. Gegen 15.00h ziehen allerdings Wolken auf und verdunkeln den Himmel. Es fallen doch tatsächlich ein paar einzelne Tropfen. Wir machen es uns drin gemütlich und geniessen die Sicht auf das Meer und wie Ebbe und Flut im steten auf und ab die Landschaft verändern. Gegen Abend regnet es nochmal eine Weile leicht bevor der Himmel aufklart und die Sterne wieder funkeln.

Dientag, 08.12.2020
Diese gleichförmigen Tage sind herrlich und lassen einen so richtig entspannen. Allerdings muss nach einer Woche heute mal wieder eine Putzstunde eingelegt werden, die sich bis gegen 13.00h ausdehnt, da auch mal die Gerümpelschublade und die Besteckschublade einer gründlicheren Reinigung bedürfen. Der Nachmittag geht vorbei mit Lesen und ein, zwei spanisch Lektionen. Abends schauen wir einen Film und lachen uns bald kaputt über dessen amüsante Handlung.

Montag, 07.12.2020
Nach dem Frühstück machen wir uns bereit und fahren zum Tierarzt. Wir dürfen warten und werden auch bald vorgelassen, müssen allerdings die Behandlung nochmal unterbrechen, weil ein Notfall eintrifft. Nach einer weiteren Viertelstunde ist die Gnadenfrist für Shell vorbei. Sie bekommt einen Maulkorb verpasst, wird auf den Behandlungstisch gehoben und von der Praxisangestellten festgehalten. Shell murrt, wimmert und jault, nichts hilft, der Tierarzt hat sie trotzdem untersucht und dann kurzerhand, im Überraschungsmoment, die entzündete Kralle abgeknipst. Die Pfote wird desinfiziert und mit einem schönen blauen Verband eingehüllt. Wir bekommen Schmerzmittel und Antibiotika-Tabletten und eine akzeptable Rechnung vorgelegt. Glücklich verlassen wir drei die Praxis. Den Rest des Tages verbringen wir wieder im und ums Wohni.

Sonntag, 06.12.2020
Nach dem Frühstück skypen wir mit Zuhause. Das Wetter ist wieder…. sonnenklar. Wir verpassen Shell einen neuen Verband, wie schon die letzten Tage. Leider sieht die Kralle an der Pfote nicht besonder gut aus. Wir entscheiden uns noch ein paar Tage zu bleiben, weil hier angeblich ein guter Tierarzt im Dorf seine Dienste anbietet. Den werden wir morgen mal aufsuchen. Kiki, unser Vermieter freut sich, uns noch ein paar weitere Tage beherbergen zu dürfen. Im Laufe des Tages verabschieden sich die lauten mexikanischen Gäste und lassen nur uns Touristen zurück. Wobei heute noch zwei weitere amerikanische Gruppen angekommen sind. Es war heute angenehm warm und der Wind ist fast eingeschlafen, sodass ich lange an der Sonne gesessen habe. Hermi hat ein paar Arbeiten rund ums Elektrische erledigt bei denen ich „leider“ nicht helfen konnte.

Samstag, 05.12.2020
Beim Aufwachen hören wir die Fischerboote übers Wasser brettern. Der Wind hat sich also beruhigt. Morgens gehen wir einkaufen. Ein Fundstück entdecken wir im Supermarkt, Original Schweizer Schokolade aus Lugano, juhe! Der Laden ist recht gut bestückt und so kehren wir mit vollem Kühlschrank und Weinkeller :-)) zurück zum Camping. Nachmittags gehen wir mal wieder ins Städtchen und probieren ein weiteres Restaurant aus. Dieses ist am Malecon und hat ausser gutem Essen und feinen Margeritas auch eine tolle Sicht aufs Meer zu bieten. Zurück beim Camping empfängt uns wieder laute Musik und im Laufe des Abends bekommen wir Nachbarn auf der anderen Seite, die leider auch nicht die Leisesten sind.

Freitag, 04.12.2020
Noch immer Wind aber weiterhin strahlender Sonnenschein. Hermi hat wieder angefangen zu joggen und ich kümmere mich ein wenig um den Haushalt und um meine Sonnenbräune. Abends werden wir von neuen mexikanischen Gästen sehr nett aber sehr laut und lange mit Musik versorgt. Die Fiesta ist erst früh morgens zu Ende.

Donnerstag, 03.12.2020
Der Wind hat zugenommen und vermiest uns ein wenig die Zeit an der Sonne. Wir verbringen den Tag mit Lesen, ich lerne Spanisch und Hermi setzt seinen Computer neu auf.

Mittwoch, 02.12.2020
Nach einem ruhigen Morgen und einer Mittagszeit an der Sonne, machen wir am Nachmittag einen Spaziergang ins Zentrum. Einige Läden haben geöffnet aber viele sind leider auch geschlossen. In einem hübschen Restaurant, etwas zurückversetzt vom Meer gehen wir essen. Es gibt einen Salat, wir diskutieren ob wir den essen sollen und wagen es dann, anschliessend bekommen wir Fajitas serviert, mmh sehr gut und dazu eine Margerita! Kurz vor 16.00h sind wir wieder zurück beim D-Hai. Shell hat den Hin- und Rückweg, vorbei an diversen mehr oder minder freundlichen Hunden, gut gemeistert. Sie hinkt, etwas scheint mit einer ihrer rechten vorderen Krallen nicht in Ordnung zu sein. Das müssen wir im Auge behalten.

Dienstag, 01.12.2020
Um 6.30h weckt uns die aufgehende Sonne. Wir faulenzen den ganzen Tag bei guter Lektüre und einer Sonne die warm vom Himmel strahlt. Da es uns hier so gut gefällt werden wir bis zum nächsten Montag bleiben. Wir haben ja keine Eile :-)).

Montag, 30.11.2020
Hermi lenkt unser D-Hai sicher durch den ziemlich chaotischen Stadtverkehr von Ensenada. Bevor wir auf die ruhige Careterra 3 abbiegen können, tanken wir und ziehen nochmal Geld an einem Automaten. Gegen 11.00h haben wir es endlich geschafft und kurven nun in die Berge hinter der Stadt. Nach 30km kommen wir um einen Hügel, plötzich tut sich der Blick auf und fällt auf eine riesige ausgetrocknete Hochebene. Hier liegt Ojo Negro an dem wir schnell vorbei ziehen. Nur eine Militärkontrolle passieren wir, die winken uns aber durch. Kilometer um Kilometer geht es nach Osten. Auf einer Höhe von 1‘200m strahlt die Sonne vom Himmel und das Thermometer zeigt 25°. Wir passieren einige wenige Ranchos und ein paar kleine Käffer, typisches Farmland. Es wundert einen, dass man bei dieser ausgedörrten Landschaft überhaupt etwas anbauen kann oder Tiere halten. Nach ca. 130km senkt sich die Landschaft wieder und führt uns langsam durch ein Tal zurück auf Meereshöhe. Endlich erreichen wir die Carretera no. 5. Hier wartet wieder eine Militärkontrolle. Ein sehr netter Soldat bittet uns die Türe zu öffnen. Er hat ein paar Fragen, er spricht nur spanisch und ich nur englisch. Wir lachen zusammen, er kuckt kurz ins Badezimmer und dann dürfen wir weiter fahren. Die letzten 50km sind schnell abgespult. Je näher wir San Felipe und dem Meer kommen, je mehr Infrastruktur breitet sich aus. Die Landschaft und auch die Bauten erinnern uns stark an das ägyptische Hurghada, als es noch ursprünglich war. In San Felipe drehen wir kurz eine Ehrenrunde, da der Malecon für den Verkehr gesperrt ist. Einen Kilometer ausserhalb Richtung Norden finden wir dann Kiki’s RV Resort und Hotel. Ein netter Mexikaner heisst uns willkommen aber viel mehr englisch spricht er nicht. Wir buchen mal zwei Nächte, bekommen den Platz Nr. 2 direkt am Strand und sind HAPPY! Es ist schon 15.00h, wir machen mit Shell einen Spaziergang am Strand. Unser Nachbar, ein Kanadier namens Bruce, spricht uns an. Schnell wird klar, er kennt unsere Freunde Rogiris, die letztes Jahr hier für einige Wochen standen und uns den Tip gegeben haben. Bruce verspricht uns ein paar Tipps für unsere Weiterreise, dann gehen wir zum erstenmal in Mexiko zum Abendessen. Es sind nur wenige 100 Meter bis zum Malecon. Hier hat der Kanadier uns ein Restaurant empfohlen. Wir bekommen Burritos und Enchiladas serviert, sehr fein. Leider gibt es zur Zeit keine Drinks aber ein Bier wird uns kredenzt. Es ist stimmungsvoll so nah am Meer und ohne viele Leute. Bald wird es dunkel und über dem Meer erhebt sich ein riesiger Vollmond aus dem Wasser. Leider müssen wir anschliessend im Dunkeln zurück marschieren, mir ist etwas unwohl dabei aber wir kommen gut zurück zum Camping.

Sonntag, 29.11.2020
Wir sind gespannt auf unsere erste Tagesetappe auf der Baja. Wir fahren auf der Autobahn an Tecate vorbei und wechseln auf die Strasse Nr. 3 Richtung Ensenada. Im steten auf und ab geht es Richtung Süden. Im Valle las Palmas sucht man die Palmen. Es ist ein eher tristes Tal. Nach einer kleinen Anhöhe kommen wir kurz darauf ins Valle de Guadalupe, hier wird überall Wein angebaut. Wir passieren einige schön angelegte Weinkellereien mit beeindruckenden Portalen und protzigen Häusern. Der Ort ist recht geschäftig und bietet wohl einiges für die Bewohner. Wir halten nicht, fahren weiter und sehen kurz darauf das blaue Meer leuchten. Nochmal senkt sich die Strasse und dann sind wir in Ensenada. Die Stadt mit ihren Vororten hat sich auf ca. 30 km entlang dem Meer ausgebreitet und streckt ihre Finger auch in die Hügel hinaus. Bisher war die Strasse in gutem Zustand aber nun rumpeln wir mehr als das wir rollen nach Süden. Es ist einiges los, die Taquerias reihen sich am Strassenrand auf. Bei besonders beliebten Lokalen stehen dutzende Autos rundherum. Wir wollen uns informieren, was es in Mexiko so alles zu kaufen gibt und gehen erstmal in einen Home Depot und Walmart. Nein, das ist nicht das typisch mexikanische Geschäft das wir suchen, grins. Wir brauchen aber noch zwei, drei Sachen die wir in San Diego nicht bekommen haben. Leider werden wir auch hier nicht fündig. Zudem ist es etwas mühsam überhaupt in die Geschäfte rein zu kommen. Überall warten Leute in der Schlange um eingelassen zu werden. Jedesmal muss man die Temperatur messen und die Hände desinfizieren, Maske tragen und Abstand halten sowieso. Wir haben ein paar Lebensmittel ergattert und räumen diese an ihren Platz bevor wir weiter zur Halbinsel fahren, nach La Bufadora. Der Name gehört zu einem Loch in einem Felsen durch den das Wasser bei Seegang nach oben schiesst. Als wir in die Nähe der Attraktion kommen finden wir uns mitten in Parkplatzanweisern wieder, die uns mit Pfeifen und Gestiken auf ihre Plätze lotsen wollen. Beim Eingang zum Naturschauspiel ist ein riesiger Markt aufgebaut und die Leute gehen dicht gedrängt zum Meer. Huch, schnell weg hier! Wir fahren wieder bergauf und wollen beim Campo 7, bei Ricardo, übernachten. Der Tip kommt von unseren Freunden aber leider ist der Platz geschlossen. Unseren Gruss können wir aber trotzdem ausrichten. Nun fahren wir zurück nach La Joya aber hier ist auch alles zu. Was nun? Ricardo hatte uns erklärt, Campo 5 sei offen. Also wieder zurück Richtung Bufadora. Tatsächlich, hier dürfen wir für die Nacht bleiben. Wir sind die einzigen und können uns den Platz aussuchen. Für eine Stunde geniessen wir noch die Sonne und Wärme die von ihr ausgeht. Kurz vor 17.00h versinkt sie dann im Meer und auf der gegenüberliegenden Seite geht ein riesiger Vollmond auf. Was für ein Spektakel. So, das war unser erster Advent im sonnigen Mexiko.

Samstag, 28.11.2020
Wir sind schon früh wach und geniessen einen ruhigen Morgen. Ich erledige ein paar nötige Putzsachen und mittags ist es warm genug um draussen die Sonne zu geniessen. Es windet und deshalb wird es schon um 15.00h zu kühl um draussen zu sitzen. Ich habe sowieso noch Arbeit und setze mich deshalb rein. Nach gut 2 Stunden habe ich unsere Stornierung der Verlängerungsanträge endlich abgesendet. Nun heisst es warten. Wir sind mal gespannt was passiert.

Freitag, 27.11.2020
Trotz doch etwas Nervosität haben wir gut geschlafen. Heute geht’s nach Mexiko, jupi! Zuerst wird nochmal Wasser gefüllt, alles entleert und die Papiere bereitgelegt, dann fahren wir los. In einem Fedex-Shop machen wir letzte Kopien und Ausdrucke für den Zoll. Auf dem Weg zur Grenze tauschen wir unsere Gasflasche und tanken Diesel. Die letzten 30km geht es durch die fast unbewohnten Berge zur Grenze. Nach dem letzten Abzweiger sehen wir im Tal unten schon Tecate. Auf der US-amerikanischen Seite ist nicht viel, der Ort breitet sich erst nach der Grenze aus. Etwas unsicher fahren wir erstmal rechts ran und checken die Lage. Wir entscheiden uns vorwärts zu fahren, wenn wir was falsch machen sagen uns das die Grenzer sicher. Es ist nur wenig los. Langsam geht’s auf einer Spur mit grünem Licht rein nach Mexiko. Kurz vor dem offenen Tor werden wir dann aber doch angehalten. Ein netter Beamter winkt uns an den Rand. Er begrüsst uns in Englisch und möchte gerne in unsere Kabine schauen. Ich öffne ihm und heisse ihn willkommen. Ein freundliches Lachen, er öffnet 2-3 Kästchen und ist schon zufrieden. Shell sieht er zwar, gibt aber auch hier keinen Kommentar. Er verlangt unseren Fahrzeugausweis, mit dem kommt er nicht ganz klar. Er nimmt das Dokument und berät sich mit seinen Kollegen. Ich frage freundlich ob ich helfen kann. Sie suchen das Autokennzeichen und wundern sich über die beiden Daten die eingestempelt sind. Nachdem ich auf die Autonummer gezeigt und zu den Daten meine Erklärung gegeben habe, dürfen wir fahren. Halt, wir brauchen doch noch den Stempel in unseren Pässen. Kein Problem, wir dürfen unser D-Hai gleich neben das Tor stellen, wo es die Grenzer im Blick haben und traben mit unseren vielen Unterlagen zum bezeichneten Büro. Wir werden sofort bedient, zum Glück habe ich gestern schon das FMM im Internet ausgefüllt und bezahlt. Jetzt geht die Prozedur in 5 Minuten über die Bühne. Wir bedanken uns und stehen in Mexiko. Zuerst müssen wir jetzt aber noch zum Ami und unsere Ausreise bestätigen. Auch hier wieder sehr nette Beamte. Die Dame am Schalter verzweifelt dann aber etwas. Wir reden aneinander vorbei. Zum Schluss ist klar, es gibt keinen Ausreisestempel. Es wird uns nochmal klar gemacht, dass wir wegen Covid zur Zeit nicht wieder einreisen dürfen. Alles klar, irgenwie kriegen wir das mit der Ausreise schon gedeichselt. Die Einreise nach Mexiko haben wir ja bestätigt. Nächster Punkt, Geld abheben, am Hauptplatz nahe der Grenze gibt es eine Bank mit ATM. Nach einem Fehlversuch kriegen wir die geforderten 7‘000 Peso, ca. 315 Franken, nun geht’s zurück zum D-Hai. Ein freundliches Winken zu den Grenzern und dann fahren wir los. Ca. 20km ausserhalb der Stadt haben uns Steffi und Ozy einen Campingplatz empfohlen. Eine gute Strasse führt hin und wir werden freundlich aufgenommen. Sie haben ein Sonderangebot, 1 Nacht bezahlen, 2 Nächte bleiben, da sagen wir nicht nein. Langsam entschwindet die Anspannung. Wir machen einen Spaziergang und sehen uns die schöne und sehr saubere Anlage an. Hier in den Bergen auf ca. 800m ist es kühl und nachdem die Sonne untergangen ist fällt das Thermometer schnell auf 6°C. Unsere Heizung wärmt uns und wir machen es uns gemütlich.