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Samstag, 20. November2021
Nach einer etwas unruhigen Nacht stehen wir erst kurz vor 8.00h auf. Hundegebell hat uns etwas den Schlaf geraubt und auch Shell war unruhig. Wir haben es ja nicht eilig und nehmen es gemütlich. Am späteren Vormittag skypen wir mit Zuhause. Nachmittags gehen wir nochmal in die Stadt und geniessen es, uns durch die Gassen treiben zu lassen. Nach einem späten Lunch ersteigen wir einen Hügel zu einer Kirche, von dem wir einen schönen Blick auf die Stadt haben, dann geht es zurück zu unserem D-Hai.

Freitag, 19. November 2021
Den Morgen verbringen wir in Slow-Motion. Erst Mittags werden wir langsam wach und starten zu einem Spaziergang in die Stadt. Es ist kühl hier oben auf über 2‘000m. Wir packen die langen Hosen und Jacken aus und gehen dann los. Zuerst finden wir den Zauber von San Cristobal nicht aber als wir dann das Centro Historico doch noch finden, sind wir beeindruckt über die hübschen Strassen. Mit uns geniessen ganz viele Touristen, ob Mexikaner oder Ausländer aus der ganzen Welt, die Atmosphäre. Um uns herum wuseln Strassenhändler. Es sind meist Indiofrauen aus dem Umland, die ihr Kunsthandwerk feilbieten. Nachdem wir uns eine Weile durch das Getümmel geschlängelt haben, gehen wir in einem hübschen Tapasrestaurant essen. Es ist schon spät, erst kurz vor der Dämmerung erreichen wir wieder den Camping.

Donnerstag, 18. November 2021
Wir haben gut geschlafen. Heute Morgen war dann bei Tagesanbruch ein ganzer Vogelchor an der Arbeit. Um 9.00h sind wir zur Schiffsanlegestelle für den Canon de Sumadero gelaufen. Nachdem wir eine Weile gewartet hatten, ob noch mehr Touristen kommen um ein Boot mit 15 Personen zu füllen, war es uns zu blöd. Wir haben kurzerhand ein Boot für uns gechartert. In knapp 2 Stunden hat uns unser Kapitän im Schnellboot durch den Canon gefahren. Die Wände sind an der höchsten Stelle über 1‘000m hoch. Beeindruckend und sehr schön! Wir haben auch ein paar Tiere zu Gesicht bekommen. Gleich am Anfang einen grossen Leguan, dann verschiedene Vögel wie Reiher, Pelikane und viele Kormoräne. Zwei hübsche Äffchen waren dabei und zwei furchterregende Aligatoren. Nach diesem Trip sind wir hoch zum Aussichtspunkt über dem Canon gefahren. Eine lange Fahrt mit verschiedenen schönen Aussichtspunkten, allerdings war die Strecke nicht unbedingt auf unsere Höhe ausgelegt. Hermi musste das D-Hai in Schlangenlinie den Berg hinauf und auch wieder hinunter kurven. Da wir keine Lust hatten nochmal bei bei der Bootsanlegestelle zu übernachten, sind wir die 50km nach San Cristobal de las Casas noch hochgefahren. Blöderweise haben wir uns für die Bezahlautobahn entschieden, weil wir dachten, das geht schneller. Die ganze Strecke ist aber einspurig und zur Zeit eine einzige Baustelle. Entsprechend langsam ging es bei den vielen Lastwagen aufwärts. Im Bergstädtchen angekommen haben wir zuerst nach dem deutschen Garagisten gesucht. Jürgen hatte aber leider keine Zeit für uns, weil er ab morgen für 1 Woche Ferien hat. Er hat uns aber eine Adresse einer anderen Garage gegeben, die am anderen Ende der Stadt liegt. Nach einer rumpeligen Fahrt auf der Umfahrungsstrasse im Süden haben wir diese 1 Stunde später erreicht. Die Leute waren super nett und haben gleich einen Platz für unser Wohni frei gemacht. Nach 1 ½ Stunden war der Tank demontiert, neu angeschlossen und wieder montiert. Vermutlich war das Problem der Anschluss zur Dieselheizung. Wir hatten schon bemerkt, dass die Heizung nicht mehr geht, der Anschluss war abgefallen. Schon im Dunkeln konnten wir dann endlich zum Camping fahren. Nachdem wir uns durch die engen Gassen geschoben haben, müssen wir am letzten Abzweiger kurz warten, weil eine Fiesta durch die Strassen zieht. Endlich, um kurz vor 19.00h erreichen wir den Camping. Wir werden herzlich begrüsst und stellen fest, um uns viele bekannte Gesichter aus Oaxaca. Morgen werden wir uns also mit den verschiedenen Nachbarn über die letzten Tage unterhalten können.

Mittwoch, 17.11.2021
Wir sind schon um 7.00h auf der Strecke. Das stellt sich im Nachhinein aus Glücksfall heraus. Wir folgen die ersten 170 km der Schnellstrasse 185 und 190. Es geht fast immer geradeaus und ist nicht sehr interessant. Im Hintergrund locken die Berge mit leuchtendem grün. Es windet stark und kurz darauf fahren wir mitten durch einen riesigen Windpark. Endlich, in San Pedro Tapanatepec biegen wir ab auf die 190 libre ab und fahren hinauf ins Küstengebirge. Diesmal sind es nur 800m Höhenunterschied und dann geht es wieder ein wenig tiefer. Wir sind nun in Chiapas angekommen. Unterwegs leuchtet uns blau der Lago de Presa entgegen, dann wieder eine endlose gerade Strecke. In Jintalapa tanken wir und trinken etwas, wir sind ja heute Morgen ohne Frühstück gestartet. Nach kurzer Besprechung entschliessen wir uns, die eigentlich angepeilten Cascada el Aguacero links liegen zu lassen und direkt zum wenig weiter entfernten Karstloch Sima del las Cotorras zu fahren. Hier kann man kleine Papageien bestaunen und ein tiefes Loch im Boden.  Wasserfälle bekommen wir demnächst noch genügend zu sehen und so sparen wir einen Tag, damit wir nicht am Samstag auf die Bootstour zum Canon del Sumidero müssen. Die letzten 15km zum Karstloch sind nicht geteert und dementsprechend dauert die Rumpelstrecke mal wieder viel länger als uns liebe ist. Oh Schreck, als wir am Gelände ankommen ist das Tor geschlossen. Ich checke meine Infos und finde keinen Tag, an dem der Zugang geschlossen wäre. Hinter uns treffen auch noch 2 Mexikaner auf einem Motorrad ein. Sie versuchen gleich mal bei der angeschlagenen Telefonnummer anzurufen. In diesem Moment taucht ein Mann mit einem Fahrrad auf. Ich frage ob es möglich ist hier zu übernachten. Ja klar, kein Problem meint er und nennt den Preis. Ich mache ihn anschliessend noch darauf aufmerksam, dass wir einen Hund dabei haben, da ich ein Schild gesehen habe „Hunde verboten“. Normalerweise ist das aber kein Problem. Oh je, er winkt ab, vergewissert sich aber nochmal über sein Funkgerät. Nein, Hunde sind auf dem Gelände unter keinen Umständen erlaubt. So ein Mist, das haben wir in Mexiko ja noch nie erlebt! Er öffnet das Tor. damit wir wenigstens wieder umdrehen können. Nun ist guter Rat teuer, 2 km weiter vorne gibt es noch ein Restaurant das Camping anbietet aber dann können wir uns den Flug der Papageien bei Sonnenauf- und Untergang nicht anschauen. Pustekuchen, dann fahren wir eben weiter und direkt zum Canyon bei Tuxtla de GTX. Es sind nochmal fast 70 km inkl. Umfahrung der Stadt. Endlich, um 15.00h fahren wir auf den Parkplatz des Embarcadero Cahuare. Ein netter Herr weist uns ein und verlangt dann leise von mir 50 Pesos für die Übernachtung. Na, das ist wohl nicht offiziell aber er kann sie haben. Wir richten uns ein und erkunden dann die Umgebung, die Ablegestelle der Boote für morgen und die Restaurants. Leider werden wir bei den Restaurants wegen Shell überall abgewiesen. Was ist den heute los? Hermann meint, Fazit des Tages, den Leuten in Chiapas geht es wirtschaftlich noch sehr gut, wenn sie Touristen wegen eines Hundes abweisen können. Ok, wenn ihr Shell nicht wollt können wir selber kochen. Gesagt, getan, Hermi kocht, ich schreibe Tagebuch und dann folgt ein ruhiger Abend.

Dienstag, 16. November 2021
Wir machen uns früh fertig zur Abfahrt. Oh Schreck, als wir schon geduscht haben und das grosse Fenster am Hecken schliessen wollen, geht es nicht mehr zu. Hermi steigt auf die Leiter und schaut sich das Malheur von aussen an. Zum Glück kann er die Scheibe oben wieder in die Führung schieben und wir können das Fenster wieder schliessen. Das müssen wir uns aber nochmal genauer ansehen. Für Heute hält es und wir düsen, nach der Verabschiedung rundum, los. In Huatulco gehen wir einkaufen. Mensch die Zeit vergeht wie im Flug. Als wir endlich die restliche geplante Strecke für heute unter die Räder nehmen ist es schon 12.00h vorbei. Der Zustand der Strasse ist perfekt, es bremsen nur gelegentlich ein paar Topes und mal wieder viele Kurven. Die Landschaft hat sich verändert. Wir fahren noch immer an baumbestandenen Flächen vorbei aber es ist viel trockener. Das Thermometer steigt und erreicht auf einem Streckenabschnitt der im Inland liegt 37°C. Wie zur Bestätigung der Hitze sehen wir kleinere Waldbrände. Nach 1 Stunde ist wieder die Küste erreicht. Hier dominieren langgezogene Strände. Sogar Dünen können wir erkennen. Kurz vor Salina Cruz biegen wir zur Playa Brasil ab. Auf einem unruhigen, ungeteerten Weg erreichen wir kurze Zeit später ein Boutiquehotel bei der Punta Conejo. Wir fragen ob wir auf dem Gelände übernachten dürfen. Kein Problem, wir bezahlen für die Nacht und dürfen dafür den Pool, die Duschen und die Toiletten benutzen. Zuerst aber löschen wir unseren Durst mit einem Bier und lassen uns dann ein einfaches Mahl servieren. Kurz bevor die Sonne untergeht kühlen wir uns noch bei einem Schwumm ab.

Montag, 15. November 2021
Ausser einem Spaziergang in der morgendlichen Kühle geniessen wir nochmal einen Strandtag. Leider sind heute kleine Quallen im Wasser, sodass wir nur das schöne Blau anschauen aber nicht baden können.

Sonntag, 14. November 2021
Um 8.00h holt uns Alex unser Captain ab. Wir haben eine dreistündige Boots- und Schnorcheltour in den Nationalpark Hualtuco bei Frans, unserem Camp Host, gebucht. Uns erwarten das offene Meer mit Rochen die uns mit ihren weissen Flossenspitzen zuwinken, sich paarende Schildkröten, Vögel und wunderschöne einsame Buchten. Wir sind früh genug und deshalb jeweils die einzigen, die die herrliche Natur erkunden. Zweimal lassen wir uns ins klare, in allen grün und blau Tönen schillernde Wasser gleiten. Im schaukelnden Wasser sehen wir viele Fische. Nach drei Stunden sind wir zurück und ruhen uns von den „Anstrengungen“ aus.

Samstag, 13. November 2021
Heute bei Tagesanbruch gab es ein Erdbeben der Stärke 4.6. Wir wurden in unseren Betten dreimal kurz durchgeschüttelt dann war wieder Ruhe. Den Tag haben wir mit einem Spaziergang begonnen und sitzen nun im Schatten der Palapa und erledigen unsere Büroarbeiten.

Freitag, 12. November 2021
Um nicht nur zu Faulenzen und um Shell Bewegung zu verschaffen, gehen wir vor dem Frühstück zu einem Rundgang durch das Dorf und bis zur nächsten Beach. Der Rest des Tages vergeht wieder mit Faulenzen und Schwimmen. Es haben sich noch 5 junge Mexikaner mit Zelten für das Wochenende eingefunden und ein Italiener der zu Fuss unterwegs ist. Die Mexis haben den ganzen Nachmittag am Strand Bier getrunken und waren abends wohl auch recht aktiv. Wir haben aber nicht viel davon mitbekommen.

Donnerstag, 11. November 2021
Beachtime

Mittwoch, 10. November 2021
Beachtime

Dienstag, 09. November 2021
Bevor wir losfahren gehen wir noch am Strand frühstücken. Dummerweise mache ich den Vorschlage über San Agustinillo und Mazunte zurück zur Strasse zu fahren. Die Strecke stellt sich in den Dörfern als sehr eng und verkehrsreich heraus. Wir müssen endlos kurven, um an geparkten Autos und dem Gegenverkehr vorbei zu kommen. Einen ganz uneinsichtigen Mexikaner, der aus einer Parklücke herausgeschossen kommt, als er uns schon gesehen hat, muss Hermi mit dem Iveco förmlich zurück drängen. Er beschwert sich lautstark und Hermi schimpft zurück. Schnell weg hier! Auf der Hauptstrecke der 200 geht es dann wieder zügig Richtung Süden. Die letzten 13 km zur Playa San Augustin sind ungeteert aber in einem super Zustand. Bald haben wir unser Ziel erreicht und bekommen auf dem Overlander Beach Camp Don Taco vom Eigner Frans und seiner Frau Anneke einen Parkplatz zugewiesen. Man parkt hier eng nebeneinander aber dirket an den Palapas und dem Strand. Im Auto schläft man ja nur, deshalb stört die Enge nicht weiter. Erstmal eine Abkühlung im herrlich warmen und klaren Pazifik, dann machen wir es uns für den Nachmittag mit unseren Stühlen im Schatten gemütlich. Mit uns sind noch ein holländisches und ein belgisches Paar hier. Abends gehen wir essen. Viele Restaurants haben allerdings schon früh geschlossen. Zum Glück finden wir noch ein geöffnetes Lokal. Wir bekommen mit Crevetten und Gemüse gefüllte Ananas serviert. Super fein! Neben uns am Strand haben sich zwei Mexikaner mit Gitarren niedergelassen, die schöne Lieder spielen und singen. Nix für Touristen, die sind privat hier und fragen nicht nach Gage. Am Strand entlang gehen wir anschliessend zurück und sitzen gemeinsam mit den anderen noch zusammen und geniessen den lauen Abend mit dem Rauschen des Meeres in unseren Ohren.

Montag, 08. November 2021
Bei Sonnenaufgang um Sieben sind wir wach. Das heisst, Nachts wurden wir auch ein paarmal aus dem Schlaf gerissen, weil hier im Park des Hotels, wo wir übernachten ein Hahn lebt, der schon früh den Tag begrüsst hat. Um aufzuwachen haben wir uns in den Pool gestürzt. Es ist so früh morgens noch angenehm kühl, sodass wir uns entschlossen haben unser Frühstück in einem Strandrestaurant zu uns zu nehmen. Wir bekommen ein feines Croissant, ein Omelette und einen riesigen Teller mit Früchten, Joghurt und Nüssen. Es ist soviel, das können wir gar nicht alles essen. Zurück auf dem Campingplatz sitzen wir im Schatten und geniessen die Natur um uns herum. Hier leben Eichhörnchen, der Hahn, kreischende Kleinpapageie und eine Art Amsel die unglaublich viele verschiedene Töne singen, pfeifen und kreischen kann. Gegen Abend gehen wir nochmal ins Dorf und lassen uns ein feines Mahl in einem Restaurant schmecken.

Sonntag, 07. November 2021
Heute steht die Fahrt an die Pazifikküste auf unserem Programm. Wir sind früh wach, frühstücken schnell und verabschieden uns noch von ein paar Nachbarn. Pünktlich, wie geplant, starten wir um 8.00h. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, trotz sehr wenig Verkehr, bis wir endlich die Stadt Oaxaca und ihre Vororte durchfahren haben. Der Verkehr ist hier normalerweise eine Katastrophe, da es keine Umfahrung gibt. Wir fahren gut 100km auf relativ guter und gerader Strasse bis wir zu den Bergen gelangen. Heute ist es etwas bewölkt, das ist nicht schlimm, im Gegenteil die Schatten/Sonnenflecken in der Landschaft erfreuen uns mit ihrem Farbenspiel. Nun fangen gefühlte tausend Kurven an. Gezählt habe ich sie nicht aber die Strecke nach Arosa mit ihren 365 Kurven ist dagegen gar nichts. Wir müssen von den 1‘550m Höhe auf der Oaxaca liegt, hinauf auf 2‘700m und dann die gesamten Höhenmeter natürlich wieder runter. Beim Aufstieg kommen wir an vielen kleinen Tiendas (Läden) vorbei, die alle möglichen Waren feilbieten. Es ist schönes Kunsthandwerk dabei aber auch viele Pflanzen und Dinge des täglichen Lebens. Kein schönes Leben so an der Strasse mit dem dichten Verkehr. Immer wieder bieten sich tolle Blicke zurück aufs Tal aus dem wir gekommen sind. Wir kommen durch ein paar Ortschaften. Lust auszusteigen haben wir nicht, es sind draussen nur gerade 14°C. Als Hermann bei einem etwas grösseren Platz wieder mal ausschert, um die schnelleren Autos hinter uns vorbei zu lassen, klingt uns vom Strassenrand her ein fröhliches Grüezi entgegen. Ein weiteres Schweizer Paar ist mit einem PW auch unterwegs zur Küste. Wir unterhalten uns kurz dann geht es weiter. Als wir einen Mittagshalt machen, sind wir schon wieder etwas weiter unten an den Bergen angelangt. Hier hängt die Wolkendecke dicht über dem Regenwald der sich hier ausbreitet. Fast an der Küste kommen wir durch Pochutla, ups, das ist ein Verkehr, ein Gewusel und jeder macht was er will. Noch nicht mal bei Rot an der Ampel wird eingehalten. Es ist das erste Mal das wir in Mexiko so ein Chaos sehen. Zum Glück sind wir trotzdem schnell durch und dann, wenige Kilometer weiter, erhaschen wir vor Puerto Angel das erste Mal seit Maztlan Anfang Juli, den ersten Blick auf den Pazifik. Nun sind es nur noch wenige Kilometer bis Zipolite wo wir uns nach 6.5 Stunden auf dem Camping vom Rancho Los Angeles einen Platz für zwei Nächte buchen. Nachdem wir uns eingerichtet haben zieht es uns erstmal zum Strand. Wir setzen uns in eine Strandbar und geniessen den Blick auf die tosenden Wellen und die Menschen. Zipolite ist, soviel ich weiss, der einzige Ort in Mexiko wo FKK erlaubt ist und so tummeln sich hier ein paar Nackte am Strand, zwischen vielen Touristen die ganz normale Badekleidung tragen. Es geht hier sehr entspannt zu. Leider hat sich Hermi beim Naschen von ein paar Popcorn eine Blombe ausgebissen. Zum Glück tut ihm nichts weh. Wir beschliessen am nächsten Campingplatz, wo wir übermorgen hinwollen, nach einem Zahnarzt zu fragen. Nachdem wir unseren ersten Durst gestillt haben suchen wir uns ein Restaurant. Wir finden eine Pizzeria und bekommen die beste Pizza serviert die wir in Mexiko je gegessen haben.

Samstag, 06. November 2021
Der heutige Tag vergeht damit den Rest der Wäsche zu waschen. Hermi überprüft den Dieseltank, kann aber keinen Defekt feststellen. Es tropft auch überhaupt nicht mehr. Am Dach klebt er die Kunststoffabdeckung, sonst ist glücklicherweise gar nichts passiert. Gegen Abend sitzen wir alle wieder zum Grillen im hübschen Küchentrakt des Campingplatzes. Es wurde ein sehr internationaler Abend mit Teilnehmern aus Brasilien, Israel, Kanada, USA, Deutschland und der Schweiz.

Freitag, 05.11.2021
Ein bewölkter Himmel empfängt uns an diesem Morgen und es geht ein kühler Wind. Zeit zurück nach Oaxaca zu fahren. Wir benötigen wieder gut 1 Stunde um Mitla und die Teerstrasse zu erreichen. Erstaunlicherweise herrscht schon reger Gegenverkehr auf der schmalen Bergstrasse. Da wir nicht recht wissen ob Mitla einen Besuch lohnt, fahren wir einfach mal Richtung Zentrum. Das bereuen wir ganz schnell! Hermi erwischt bei einer engen Kurve einen Balkon und kratzt am Dach die Kunststoffabdeckung an der Kante kaputt. Ärgerlich, es sieht aber so aus als ob das Dach selber keinen Schaden gelitten hat und noch dicht ist. Näheres werden wir auf dem Camping sehen. Kurz vor Santa Maria del Tule tanken wir nochmal, die nette Angestellte macht uns darauf aufmerksam, dass Diesel tropft. Was ist denn das für ein Tag heute? Wir parken und schauen uns die Sache genauer an. Jetzt tropft nichts mehr. Hm, nächste Sache die wir auf dem Camping noch näher anschauen müssen. Erstmal fahren wir noch zum Einkaufen in die Stadt, füllen unsere Gasflasche und den Wassertank, nun bleibt nur noch die Wäsche abzuholen. Zurück auf dem Camping machen wir es uns gemütlich und verschnaufen. Gegen Abend fahren wir mit den Fahrrädern 5 km Richtung Stadt zu einer Pizzeria. Wir bekommen sehr leckere und riesige Pizzas serviert. Wir futtern alles und trampeln auf dem Rückweg gleich wieder ein paar Kalorien ab.

Donnerstag, 04.11.2021
Irgendwie sind wir ohne Grund schon ganz früh wach. Wir sehen mit halboffenen Augen wie langsam der Tag erwacht und kuscheln uns noch ein wenig in unsere Decken bis es ganz hell ist. Wir kommen dadurch zeitig los, was ja auch nie schlecht ist. Dem Tal entlang geht die Fahrt Richtung Süden bis nach Mitla. Auf der Strasse, kurz vor dem Ort, ist eine sogenannte Hygienestation. Wir müssen aussteigen und werden mit einem Desinfektionmittel besprüht, die Hände desinfiziert und die Temperatur wird gemessen. Hier biegen wir gemäss den uns gegebenen Informationen nach rechts ab und landen auf einer Schotterstrasse, die hoch in die Berge führt. Die bessere Strasse wird durch ein Dorf blockiert, das keine Touristen mehr haben möchte, wegen Covid? Wir wollen nach Hierve el Agua, den sogenannten versteinerten Wasserfällen. Die Strasse schraubt sich bis auf 2‘100m Höhe zu einem Sattel. Drüben geht es genau so steil wieder hinunter. Es ist eng, ein Mexikaner hat Mühe sich an uns vorbei zu schieben. Eigentlich ist es an dieser Stelle breit genug aber er traut sich nicht. Nachdem ihm sein Beifahrer beim Rückwärtsfahren behilflich ist können wir endlich passieren. Kurz vor dem winzigen Ort Roaguia erwartet uns nochmal die Desinfektionprozedur. Nachdem wir am Eingang gefragt haben, ob wir auf dem Parkplatz übernachten dürfen, bezahlen wir den Eintritt und die Übernachtung und suchen uns dann eine ebene Stelle als Parkplatz. Nachmittags gehen wir zweimal los und schauen uns das Naturwunder an. Zuerst gehen wir zur Ebene wo auch 4 Pools das Wasser auffangen, das aus den Quellen tritt und in denen man baden kann. Da die Temperatur auf dieser Höhe eher kühl ist schenken wir uns das. Gegen Abend laufen wir nochmal auf der anderen Seite des Parkplatzes etwas weiter hinunter und bewundern von hier nochmal die Kalkablagerungen, die treppenartig den Hang bedecken. Neben uns haben sich noch zwei VW-Busse für die Nacht eingeparkt. Schön, so sind wir nicht ganz allein.

Mittwoch, 03. November 2021
Früh aufstehen ist heute die Devise, Jorge kommt uns und Anke heute schon um 8.45h abholen. Wir wollen zum Monte Alban, der Ausgrabungsstätte der Zakateken. Es sind nur 16km aber wir müssen durch die Stadt. Das dauert eine gute Stunde, dann stehen wir am Ende einer Autoschlange. Jorge erklärt uns, dass die Autos nur in Serien von 15 Stück durchgelassen werden. Das geht zum Glück ziemlich schnell, dann dürfen wir die Schranke zu der Stätte passieren. Leider stehen wir kurz darauf wieder im Stau. Wir beschliessen zu Fuss hinauf zu laufen. Es soll nur noch ein guter Kilometer sein. Das klappt aber auch nicht, weil ein Wächter die Autos nur gruppenweise passieren lässt. Fussgänger sind nicht zugelassen. Langsam werden wir ungeduldig. Wir wissen, pro Tag werden nur 400 Personen auf das Gelände gelassen. Wir steigen wieder zu Jorge ins Taxi und siehe da, kurze Zeit später werden wir durchgewunken. Nun müssen wir noch 10 Minuten an der Kasse anstehen, dann sind wir drin. Mann, diesen Stress von den vielen Leuten sind wir echt nicht mehr gewohnt. Seit Covid mussten wir nirgends mehr anstehen. Da müssen wir uns wohl wieder daran gewöhnen. Der Rundgang über die Kuppe des Berges ist wirklich sehenswert. Die Zapoteken müssen wohl die ganze Bergspitze eingeebnet haben um hier eine Fläche zu bekommen, auf der die verschiedenen Pyramiden und Bauten jetzt stehen. Ein riesiger Platz breitet sich vor unseren Füssen aus. Wir stehen auf der einen Seite eines enormen Platzes der mit Bauten umgeben ist. In der Mitte befinden sich zwei Pyramiden. Auf der gegenüberliegenden Seite erheben sich auf einer weiteren Ebene weitere Bauten, die über eine grosse Treppe zu erreichen sind. Nachdem wir den Platz überquert und Stelen und behauene Steine mit Reliefs bestaunt haben, erklimmen wir die Stufen. Puh, ganz schön hoch und steil die Tritte. Das muss für die viel kleineren Menschen damals eine richtige Herausforderung gewesen sein aber vielleicht durften sie diese ja auch gar nicht hinauf steigen. Mit und um uns wimmelt es von Besuchern aus allen Herren Ländern. Mann, das haben wir ja ewig nicht mehr erlebt! Nachdem wir uns alles genau angeschaut haben und auch die Natur, vorallem die blühenden exotischen Bäume bestaunt haben, gehen wir zurück und steigen ins Taxi um zum Camping zu fahren. Auf dem El Rancho füttern wir kurz Shell und fahren dann mit den Fahrrädern los. Erst geben wir die Wäsche ab, dann gehen wir essen im Restaurant Casa Embajador. Zurück auf dem Campingplatz erledigt Hermi ein paar Arbeiten am Iveco. Ein paar Lampen haben den Geist aufgegeben und die Untersetzung schreit nach Öl. Ich unterhalte mich unterdessen mit ein paar Nachbarn.

Dienstag, 02. November 2021
Nachdem wir morgens ein paar Hausarbeiten erledigt haben sitzen wir nun im Schatten und erledigen Büroarbeiten. Nachher müssen wir noch zur Wäscherei und wollen essen gehen. Die Wäscherei hatte geschlossen weil heute nochmal Feiertag ist. Das hatten wir nicht mitbekommen. Entsprechend gut gefüllt waren die Restaurants und auch die Flaniermeile von S.M. del Tule war gut besucht. Wir konnten aber zum Glück im Restaurant El Milneario noch einen Platz ergattern und haben gut gegessen. Abends sind noch Schweizer Nachbarn angekommen. Wir haben uns kurz bekannt gemacht und uns wegen der kühlen Temperaturen anschliessend in unsere Behausungen zurückgezogen.

Montag, 01. November 2021 Dia de Muertos = Allerheiligen
Von den Campingplatzbetreibern sind wir gestern zum Dias de Muerto mit einem kleinen Päckchen beschenkt worden. Es enthält Mole, eine hier übliche Sauce aus Schokolade, die man nur noch mit Wasser anrühren muss und selbstgemachte Schokolade. Wir haben unser Wohni ebenfalls ein wenig geschmückt um die Toten zu ehren. Am späten Vormittag haben wir die Fahrräder genommen die der Campingplatz seinen Gästen zur Verfügung stellt und sind ins Dorf Santa Maria del Tule gefahren. Wir wollten die Atmosphäre des heutigen Tages schon mal erkunden. Es gab ein paar schöne Motive. Leider ist der angeblich grösste Baum der Welt, im Durchmesser, noch immer wegen Covid hinter grossen Plakatwänden versteckt. Auch der Platz der ihn umgibt ist noch geschlossen, trotzdem konnten wir ein wenig vom schönen Ambiente erfühlen. Gegen Abend sind wir mit dem Taxi in die Stadt gefahren um uns anzusehen, wie die Mexikaner dieses Fest feiern. Es war schon nachmittags sehr voll. Überall waren natürlich Souvenierstände aufgebaut aber speziell für diesen Tag findet man überall schön geschmückte Altäre mit Fotos der Verstorbenen. Ein beliebtes Motiv sind Totenköpfe in allen Farben und aus allen möglichen Materialien. Genau so bunt lassen sich die Menschen überall schminken. Man sieht viele schaurigschöne Gesichter. Am Besten ist es sich durch die Menge treiben zu lassen und so machen auch wir es. Mit dem Restaurant, das wir uns dann für das Abendessen ausgesucht haben, hatten wir leider nicht viel Glück. Es wurde französische Küche geboten. Die Cocktails und die Vorspeise waren nicht schlecht aber Fleisch konnten sie definitiv nicht zubereiten. Mein Lamm war zäh, Hermis Chateaubriand allerdings recht gut. Der Service war eine Katastrophe. Wir hatten eine Flasche Wein zum Essen bestellt die nie ankam. Abgehakt, sollte eigentlich mein Geburtstagsessen sein aber das holen wir dann noch nach :-). Auf Jorges Taxi mussten wir dann leider ewig warten, weil der Verkehr bei diesen Massen natürlich katastrophal war.

Sonntag, 31. Oktober 2021
Winterzeit, ich habe es genutzt und lange geschlafen. Mittags haben wir mit Freunden in Deutschland geskypt und nachmittags habe ich mich endlich mal an die Routenliste für die Zeit bis Ende Jahr gesetzt. Da Hermanns Neffe Roman uns im Dezember für zwei Wochen besucht, wollen wir die Zeit bis zu seiner Ankunft ein wenig einteilen, um alle Sehenswürdigkeiten unterwegs einbauen zu können.

Samstag, 30. Oktober 2021
Nach einer Runde Sport am Morgen ruft unser voller Wäschesack lautstark nach Aufmerksamkeit. Auf dem Platz gibt es eine Waschmaschine. Die füttern wir mal und hoffen auf ein gutes Resultat. Es fällt zwiespältig aus. Die Wäsche riecht frisch nach dem Waschmittel aber sauber ist sie wie immer nicht geworden. Jetzt trocknet sie auf der Leine in der Sonne aber leider ziehen nun Wolken auf und verhindern ein schnelles Trocknen. Na ja, ein bisschen Zeit bleibt noch bis es Abend wird. Wir schaffen es knapp bevor ein Gewitter losbricht. Nachdem wir unseren Nudelsalat für das heutige Barbeque zubereitet haben ist es auch schon Zeit für das Treffen. Es war ein gemütlicher Abend in grosser Runde.

Freitag, 29. Oktober 2021
Hermann macht zur Feier meines Geburtstags zum Frühstück Pancakes. Ich habe mit der Geburtstagspost zu tun. Den Tag verbringen wir gemütlich an der Sonne. Nachmittags lassen wir uns von Jorge, dem Taxifahrer der hier spezielle Preise anbietet, zum Supermarkt fahren. Wir kaufen ein paar Sachen für einen Apero ein. Zurück auf dem Platz, als es etwas kühler ist, gehen wir mit Petra, Stefan, ihrem Hund Mandu (aus Katmandu :-)) eine Runde in der Umgebung spazieren. Shell lernt nette Kollegen kennen. Nach der Rückkehr lassen wir die Korken knallen und feiern ein bisschen bis es dunkel und kalt wird.

Donnerstag, 28. Oktober 2021
Wir haben bei Temperaturen um 15°C herrlich geschlafen, heute Morgen ist es dafür fast noch etwas kühl. Wir gehen den Tag geruhsam an, bevor wir die wichtigsten Putzarbeiten erledigen. Wir machen Bekanntschaft mit Anke und plaudern über unsere diversen Reisen. Mittags sitzen wir im Schatten und entspannen uns. Als wir uns entschliessen essen zu gehen kommt ein Gewitter mit Regen daher und lässt uns erstmal ins D-Hai fliehen. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei. Wir lassen Shell im Wohni und gehen in ein hübsches Restaurant essen. Ein Tipp von unserem Nachbar Stefan. Sehr fein! Es ist zudem speziell dekoriert, mit vielen Kunstwerken.

Mittwoch, 27. Oktober 2021
Gestern Abend und die letzte Nacht haben wir nochmal die Geräusche des Urwalds um uns herum so richtig genossen. Da wir heute eine weite Strecke fahren möchten, ca. 360km, stehen wir früh auf und fahren ohne Frühstück los. Es ist gerade mal 7.30h als wir vom Platz rollen. Wir müssen zurück bis Santiago Tuxtla, das dauert schon mal eine gute Stunde. Von hier sind wir auf die Carretera 179 abgebogen. Auf den Karten ist sie als Hauptverbindung gekennzeichnet, wie die 180 auf der wir von Veracruz her kamen aber sie ist vor allem auf den ersten 15 km eine Katastrophe! Schlaglöcher wechseln sich ab mit dutzenden von Topes in den kleinen Orten, durch die sie führt. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit wird der Belag besser und Hermi kann das Tempo erhöhen. Erst nach 3 Stunden erreichen wir den Abzweiger zur Cuota 145D. Hier tanken wir und essen etwas. Nun geht es schneller vorwärts aber erst um 12.00h erreichen wir endlich Tuxtepec und biegen in die Berge ab. Die Temperatur ist stetig gestiegen und nun schwitzen wir bei 35°C auf dem Weg durchs Tal. Die beiden zuerst noch als Übernachtungsplätze markierten Balnearios lassen wir links liegen. Es ist uns hier einfach zu heiss und stickig. Nach knapp 50km erreichen wir San Juan Bautista. Ab hier steigt die Strasse und zwar aprupt und steil. Immer höher zieht sie sich an einer Bergflanke entlang. Es gibt fast keinen Verkehr mehr und auch nur noch wenige Behausungen und Dörfchen. Der Blick fliegt immer wieder in die Weite, zurück ins Tal und auf die umliegende, dicht bewaldete Berglandschaft. Die Vegetation ist bis auf gut 2‘000m üppig von Regenwald bewachsen. Es gibt riesige Blätter, gross wie Menschen und Farne, die hier aber als Bäume vorkommen. Erst ab ca. 2‘500m sieht man vermehrt Kiefern, es duftet herrlich nach Nadelwald. Bei einem schönen Mirador auf knapp 3‘000m haben wir den höchsten Punkt des heutigen Tages erreicht. Der Iveco ist froh, er braucht mal eine Pause um abzukühlen. Wir geniessen einen Moment die schöne Aussicht von hier oben, dann geht die Fahrt weiter. Mehr oder weniger steil senkt sich die Strasse bis Ixtlan de Juarez. Unterwegs wird viel Holzwirtschaft betrieben und wir sehen diverse Köhlerreien mit ihren typischen runden rauchenden Bauten. Wir sind nun wieder auf 2‘000m angekommen aber ab sofort steigt die Strasse wieder. Wir geniessen schöne Blicke zurück auf Ixtlan. Es ist mittlerweile nach 16.00h und wir langsam entsprechend müde. Als wir um eine Kurve kommen sehen wir vor uns einen Stau. Erstaunt registrieren wir, dass von oben dauernd PKW’s kommen, umgekehrt von uns her aber nichts weiter geht. Aus einem kleinen Kieslaster, der direkt vor uns steht, steigt der Fahrer aus und kundschaftet aus, was weiter vorne los ist. Von hinter uns überholen ein paar PKW’s. Als der Kieslaster vor uns den Motor startet und vorfährt schliesst sich Hermann schnell an. Ui, 150m weiter vorne liegt ein Kleinlaster auf der Seite, der Hühnerkäfige geladen hatte. Die Leute sind dabei die Tiere in ihren Käfigen auf ein anderes Fahrzeug umzuladen. Der Laster vor uns drängelt vorbei und wir uns mit ihm. Am Strassenrand meckern ein paar der LKW Fahrer die warten müssen, weil sie zu breit sind um vorbei zu kommen. Nochmal ca. 50m weiter liegt ein Pick-up auf der Seite und ragt weit auf unsere Strassenseite. Der Laster vor uns fährt vorbei und wir mit ihm. Schnell weiter! Es hat wohl keinen Personenschaden gegeben aber was passiert sein könnte, dass gleich zwei Fahrzeuge umkippen, ist uns schleierhaft. Wir sind jedenfalls froh vorbei gekommen zu sein. Wenn wir hätten warten müssen hätte das ewig gedauert. Wir setzen unsere Fahrt fort und erreichen auf 2‘700m unseren letzten Pass. Nun sind es noch knapp 30km bis zu unserem Ziel. Steil neigt sich die Strasse, wirklich steil! Uns überholt ein Kleinlaster, der kurze Zeit später am Strassenrand hält weil seine Bremsen rauchen. Vielleicht war das ein Grund für den Unfall vorhin?! Wir kommen gut im Tal auf 1‘550m an. Am Ortsrand von Oaxaca biegen wir links ab und fahren die letzten 5km bis nach Santa Maria del Tule wo wir auf dem Campingplatz El Rancho einen Platz reserviert haben. Es ist 18.15h und wir happy gut angekommen zu sein. Cali, ein Mitarbeiter erwartet uns schon. Er weist uns ein und zeigt uns die wichtigsten Einrichtungen. Auf dem Platz stehen ausser uns noch zwei deutsche Wohnmobil-Trucks und zwei amerikanische Fahrzeuge. Wir werden von Petra und Stefan begrüsst. Sie empfehlen uns einen Taco-Shop für ein schnelles Abendessen und die Fahrräder, die den Gästen kostenlos zur Verfügung stehen. Die schnappen wir uns und fahren die 1.5km in den Ort. Wir bekommen gutes und günstiges Essen und sind bald wieder zurück um müde in die Betten zu steigen.

Dienstag, 26. Oktober 2021
Morgens sind wir von lauten Geräuschen in den Bäumen wach geworden. Die hier heimischen Brüllaffen haben den Tag begrüsst. Verschiedene Vogelarten haben ihre Laute dazu gegeben. Schön die Tiere zu hören, gestern hat sich wegen einer Geburtstagsparty im Restaurant keines der Tier hören oder sehen lassen. Noch vor 8.00h haben sich 3 der 4 Nachbarn schon verabschiedet. Wir machen erstmal einen Spaziergang in den Wald. Nachmittags sitzen wir gemütlich im Schatten der Bäume. Unsere Ruhe wird durch Gekrächze gestört, zwei Aras fliegen durch die Lüfte und lassen sich auf einem Baum nieder, um dort in Ruhe Beeren zu knabbern. Sie sind gut zu beobachten, einen Brüllaffen entdecken wir auch noch in der Nähe auf einem Baum. Leider wurde nach der Party gestern das Wasser im Pool abgelassen und der Grund gereinigt. Nun plätschert das Wasser seit mittags langsam wieder in die Wanne. Wir wollen nachher trotzdem ein Bad nehmen, um uns den Schweiss des Tages vom Körper zu waschen. Gerade kommt noch ein weiteres Fahrzeug auf den Platz gefahren. Es sind Franzosen mit einem riesigen Truck. Da haben wir nachher noch ein wenig zu plaudern.

Montag, 25. Oktober 2021
Wir sind weiter gefahren. Auf der Strecke hat uns heute lange das Meer und eine Lagune begleitet, dann mussten wir noch ein paar Hügel überqueren. Die Gegend hier am Vulkan San Martin wird die mexikanische Schweiz genannt. Grün ist es, Hügel hat es und ein paar Kühe stapfen auch herum, der Vergleich passt. Die 150 zu fahrenden Kilometer ziehen sich aber endlos. Im Ort Catemaco angekommen gehen wir noch schnell das Nötigste einkaufen bevor nach La Jungla fahren. Es ist ein Campingplatz der am See und mitten im Dschungel gelegen ist. Auf der Hinfahrt werden wir an einem Polizeiposten angehalten, der Beamte fragt nach dem woher und wohin und gibt uns dann zwei, drei Tipps wie wir zu unserem Ziel kommen, dafür möchte er dann gerne zwei Getränke, die wir ihm dann halt übergeben. Der letzte Kilometer geht auf schmaler Strasse dann wirklich durch den Regenwald. Bei unserer Ankunft werden wir erstaunt beäugt. Ja, wir sind für diesen schmalen Weg recht gross aber die Fahrt ging ohne Probleme. Der Platz ist gut besetzt, es stehen ein amerikanisches, ein spanisches und zwei französische Wohnmobil hier. Wir gehen erstmal etwas trinken und essen, dann setzen wir uns zu den Nachbarn an den Pool. In verschiedenen Sprachen tauschen wir unsere Erfahrungen und Erlebnisse aus. Gegen Abend geniessen wir den schönen Sonnenuntergang am See.

Sonntag, 24. Oktober 2021
Letzte Nacht war es alles andere als ruhig. Gegen Mitternacht haben wir in der Nähe Schüsse und ein grosses Palaver gehört, danach war es eine Weile ruhig. Leider hat sich dann eine Gruppe irgendwelcher kurioser Anbeter ausgerechnet einen Platz in der Nähe ausgesucht, um ihre nächtliche Seance abzuhalten. Erst gegen 2.30h gab es endlich Ruhe und wir konnten noch ein paar Stunden ungestört schlafen. Den Tag haben wir dann ruhend im Schatten des D-Hai verbracht.

Samstag, 23. Oktober 2021
Gestern Abend haben wir noch Nachbarn bekommen. Heute Morgen sind sie schon früh wach. Wir wechseln ein paar Worte mit den beiden. Sie sind Polen aus Krakau, leben aber in New Jersey, USA. Leider hatten die beiden vor 4 Tagen ein sehr unangenehmes Erlebniss. Auf der Cuota, also der Mautstrasse zwischen Puebla und Veracruz wurde bei einem Halt auf ihr Auto geschossen. Eine Scheibe war kaputt aber die Diebe konnten nichts stehlen. Das muss ein riesiger Schreck gewesen sein. Von Dino Adventures haben wir auch einen Bericht gehört, sie wurden im Staat Miochacan auf der Strasse vom Kartell angehalten und gebeten umzudrehen. Die Männer standen in voller Montur mit Waffen wie aus Rambo 3 plötzlich da. Es ist ihnen nichts passiert aber auch sie hatten einen Schock. Wenn man diese Geschichten hört kann man fast Angst bekommen aber wir haben von vielen anderen Reisenden gehört, die hier in Mexiko unterwegs sind und waren, die nie Probleme hatten. Zum Glück ging es uns bis jetzt auch so. Wir bleiben wachsam und halten uns an die bekannten Regeln. Drückt uns die Daumen, dass wir damit auch in Zukunft nur gute Erfahrungen machen. Nachdem wir gefrühstückt haben düsen auch wir los. Auf dem Weg zur Cuota können wir noch kurz den Pico de Orizaba bestaunen. Er ist der höchste Berg/Vulkan Mexikos mit 5‘636m. Auf der Cuota rollen und rattern wir nach Osten. Die Strecke ist unspektakulär und führt meist durch dichtes Grün oder landwirtschaftlich genutzte Flächen. Einige Kilometer vor Veracruz drehen wir ab und wenden uns nach Süden. Wir fahren ans Meer. In der IOverlander App haben wir einen etwas teureren aber direkt am Strand gelegenen Platz gefunden. Dorthin zieht es uns. Nach der Rezeption müssen wir noch einige hundert Meter durch einen Dschungel fahren bis wir auf eine offene Fläche kommen. Es ist wirklich schön hier, wenn auch keine Palmen auf dem Platz wehen. Der Poolbereich und das Restaurant werden von Tagesgästen frequentiert. Hier gibt es Platz genug für diverse Wohnmobile, wir sind aber die einzigen Camper. Wir gehen erstmal im Restaurant essen und machen dann einen Strandspaziergang. Leider ist die Beach sehr vermüllt und auch mit natürlichem Strandgut übersäet. Es ist warm aber nicht heiss und so setzen wir uns bis zum Sonnenuntergang hinters D-Hai in den Schatten.

Freitag, 22. Oktober 2021
Wir wollen weiterfahren, müssen aber noch ein paar Sachen erledigen. Hermi nimmt den Seagul Filter auseinander um den Behälter zu putzen. Einen Filter haben wir noch nicht eingesetzt. Bevor wir aufbrechen veraschieden wir uns noch von den Nachbarn um uns herum. Es ist 11.00h als wir endlich aus dem Tor fahren. Bevor es aber weiter nach Orizaba geht, müssen wir noch Wasser auffüllen. Endlich sind wir bereit und umfahren zügig Puebla um nach Osten zu gelangen. Fast schnurgerade führt die Autobahn Richtung Veracruz, bevor sie sich in den Bergen, in riesigen Kurven bergab schlängelt. Vorher stehen wir leider wegen einer Baustelle noch mehr als eine Stunde im Stau. In den Bergen hängt Nebel, dadurch können wir den höchsten Berg und Vulkan Mexikos, den Pico de Orizaba leider nicht sehen. Unten im Tal unter 1‘000m angekommen ist es warm und feucht, ein komplett anderes Klima. Die letzten 10km bis zu unserem Ziel, dem wunderhübschen Balneario La Cotorra, nähern wir uns über schmale Nebenstrassen. Zuletzt sind wir unsicher ob der Weg stimmt. Es ist nurmehr ein schmaler Pfad zwischen hochstehenden Zuckerrohrfeldern. Ich steige aus und erkunde zu Fuss die Strecke. Zum Glück kommen mir drei Bauern mit einem Pferd entgegen. Es wird mir bestätigt, dass wir hier richtig sind und die Strecke für unser Bimobil keine Schwierigkeit darstellt. Ganz zum Schluss dürfen wir dann noch die Pneus reinigen, es geht durch ein kleines klares Flüsschen. Eine nette Senora begrüsst uns und weisst uns einen Platz an. Wir dürfen mitten im Grünen stehen. Rundum fliesst ein klares Bächlein. Bei einem Spaziergang erkunden wir die verschiedenen Picknickplätze die hier angelegt sind. Dazwischen wurden kleine Pools angelegt, in denen man schwimmen kann. Ein Stück weiter ins Tal hinein entdecken wir die Quelle die diese Gewässer füllt. Daneben hat ein Bauer verschiedene Pflanzen angebaut, unter anderem erkennen wir das hier überall kultivierte Zuckerrohr und sogar Kaffeebüsche mit schon gelben Früchten stehen hier etwas versteckt unter höheren Bäumen. Zurück beim Wohni fängt es an zu Regnen, wir machen es uns drin gemütlich, arbeiten an unseren Computern und kochen.

Donnerstag, 21. Oktober 2021
Hermann weckt mich wie abgemacht um 7.15h, raus aus den Federn! Wir schauen im Internet ob sich die Fahrt zu den Vulkanen lohnt. Prima, der Popocatepetl ist frei und leuchtet in der Sonne. Schnell ziehen wir uns an und fahren los. Zuerst geht es durch die Vororte von Cholula und Puebla, dann durch kleine Dörfer, die von der Landwirtschaft leben. 25 km sind es die mit unzähligen Topes geziert sind. Zum Glück haben wir eine herrliche Aussicht vor uns mit den beiden Vulkanen. Die letzten Kilometer geht es jetzt auf einer schlechten Gravelroad hinauf auf 3‘600m.ü.M. Der Iveco schnauft und rumpelt tapfer die 15km bergauf. Unser Ziel ist der Paseo de Cortes, der zwischen den Vulkanen Popocatepetl und Iztaccihuatl liegt. Oben angekommen ruhen wir uns alle erstmal aus und frühstücken. Von der anderen Seite, vom Tal von Mexiko City, ist die Strasse durchgehend geteert, trotzdem haben sich hierher nur wenige Autos getraut. Leider hat sich inzwischen der Popo wieder seinen Hut angezogen. Nur kurz können wir seinen rauchenden Schlot auf 5‘436m erspähen. Wir machen ein paar obligatorische Fotos und entscheiden uns, wieder zurück nach Cholula zu fahren. Die Wolkendecke nähert sich uns nämlich immer weiter und im Nebel und Wind hier oben zu stehen macht keinen Sinn. Nach 1 ½ Stunden sind wir endlich wieder unten angekommen. Es ist noch früh genug um uns die beiden, in der Nähe liegenden Kirchen Santa Maria Tonanzintla und San Francisco Acatepec anzusehen. Den Tipp haben wir von Erika und Claude bekommen. Ich bin sonst nicht so der Kirchgänger, auch nicht um sich diese anzusehen. Ich bin mehr der Meinung das viele Geld sollte man den Armen geben und ihnen nicht noch aus der Tasche ziehen, für diesen Prunk. Trotzdem bin auch ich beeindruckt von diesen speziellen Anbetungsstätten, die beide indianisch beeinflusste Barockbauten sind. Die Fassaden wurden mit den hier typischen Kacheln reich geschmückt. Wir kommen trocken zurück zum Wohni aber als wir kurz darauf einkaufen, gehen stürzt eine Sintflut vom Himmel und setzt sogar teilweise die Strassen unter Wasser. 10km weiter und eine halbe Stunde später beim Campingplatz war und ist es trocken. Wir buchen für eine weitere Nacht und gehen dann zum Essen. Beim Start kommen uns noch Rosa und Edwin entgegen, wir haben ihren Hymer mit Zürcher Kennzeichen schon bei der Ankunft entdeckt. Wir hatten die beiden in La Paz getroffen, als sie mit der Gruppe von Seabridge dort gecampt hatten. Nach einem kurzen Schwatz gehen wir nochmal in das gute italienische Restaurant Calabrese im Zentrum und lassen uns wieder verwöhnen.

Mittwoch, 20. Oktober 2021
Ausgeschlafen starten wir erst gegen Mittag in unser Stadtabenteuer. Shell bleibt zu Hause und bewacht das D-Hai. Wir halten ein Taxi an und lassen uns ins Zentrum von Puebla bringen. Kurz vor dem Zocalo springen wir aus dem Auto und stürzen uns ins Getümmel. Wir treffen zuerst auf einen schönen alten Markt, der aber inzwischen ziemlich auf Tourismus ausgerichtet ist. Bei unserem weiteren Spaziergang sind wir begeistert über die schönen gepflegten Häuser, Strassen und Plätze. Überall ist es bunt und interessant. Am Hauptplatz löschen wir unseren Durst mit einem grossen Bier. Etwas später finden wir ein hübsches Restaurant, wo wir auf einem kleinen Balkon einen Tisch für uns alleine haben. Das bestellte Menu ist sehr fleischlastig aber die Getränke sind hammermässig. Ein riesiger Mojito mit Gurken! stillt unsere Sehnsucht nach etwas Süssem. Taxis gibt es hier genug und so sitzen wir nach einer Minute Warten an der Strasse in einem Gefährt zurück nach Cholula. Schön war es heute!

Dienstag, 19. Oktober 2021
Morgens sind wir noch zu faul um uns zu beeilen. Wir schaffen es erst um 10.30h abzufahren. Die erste Viertelstunde quälen wir uns nochmal durch die schmalen Strassen von Tepotzlan. Zurück auf der Landstrasse geht es zügiger voran. Eigentlich wollten wir von Westen her auf den Sattel zwischen den Vulkanen Popocatepetl und Itzaccihuatl fahren aber die Berge präsentieren sich nicht und sind hinter dicken Wolken versteckt. Der neue Plan heisst, Fahrt nach Cholula. Auf recht guten Schnellstrassen erreichen wir den Staat Puebla mit seiner sehr ländlichen Ansicht. Wunderschön gelegen breiten sich viele verschiedene Felder mit Früchten aus, die wir nicht erkennen können. Kurz vor Puebla wird es wieder städtisch und schon sind wir mittendrin im urbanen ausufernden Kraken der Stadt. Ohne Probleme lotse ich Hermi zum Camping in Cholula. Das Tor öffnet sich, sofort werden wir von einem riesigen Husky und einem wunderschönen Weimaraner begrüsst. Der Husky macht das so gründlich, dass unsere Türe nachher verkratzt ist. Da hilft wohl nur polieren. Wir suchen uns einen Platz aus, machen es uns erstmal gemütlich und spazieren anschliessend alle drei zum Zentrum. In Cholula verbirgt sich die zweitgrösste Pyramide der Welt unter einem Berg den eine Kirche ziert. Leider darf Shell nicht hinauf. Ich erklimme alleine den Hügel und geniesse die Aussicht über 360°. Das gibt Durst, den stillen wir in einer Bar am Zocalo bei einem Bier. Auf der Suche nach einem Restaurant für das Abendessen stolpern wir förmlich in einen hübschen Innenhof. Hier gibt es original italienische Speisen. Der Eigner des Calabrese ist Mexikaner, hat aber in Deutschland studiert und parliert mit uns ganz entspannt auf Deutsch. Die Pizza und die Vorspeise mit frisch gebackenem Pizzabrot sind ein Gedicht. Nach einem Tiramisu und einem excellenten Expresso trennen wir uns von diesem kulinarischen Paradies und gehen in der langsam einsetzenden Dunkelheit zurück zum Camping.

Montag, 18. Oktober 2021
Wir haben gut und ruhig geschlafen. Gegen Mittag starten wir unseren Spaziergang ins Zentrum. Shell kommt mit und läuft tapfer die 2.5km. Immer wieder hat sie Kontakt mit den Strassenhunden aber die sind alle friedlich, auch die grössten schnüffeln nur und legen sich dann wieder faul in die Sonne. Wir haben zwar schon schönere Pueblo Magico gesehen aber der Ort liegt in einer tollen Landschaft geschmiegt an schroffe Felsen. Eine Attraktion wäre eine Pyramide hoch über dem Dorf aber das schenken wir uns. Wir geniessen erstmal einen exzellenten Mojito und anschliessend Chile Rellenos, gefüllte Paprikaschoten mit einer feinen Sosse. Das Restaurant hat sogar eine Menukarte für Hunde! Gesättigt aber müde von zu viel Mojito schleppen wir uns zurück zum Camping, wo wir eine längere Siesta machen. Erst gegen Abend werden wir wieder munterer und erledigen noch ein paar Arbeiten.

Sonntag, 17. Oktober 2021
Zum Abschied überfliegen uns nochmal Ballons, dann fahren wir los. Die heutige Route trägt uns um Mexiko City herum. Bis Mittags ist der Verkehr noch ruhig, dann füllen sich die Strassen und wir stehen immer mal wieder Schlange. Erst ganz im Süden der Stadt verlassen wir das Verkehrschaos. Es war allerdings nicht so schlimm wie erwartet, allerdings ist auch Sonntag. An Wochentagen, wenn alle Geschäfte geöffnet sind, möchten wir hier nicht fahren wollen. Bevor wir auf der 95 Libre in Richtung Cuernavaca fahren gehen wir noch in einem Supermarkt einkaufen. Das heisst Shell und Hermann bleiben beim Wohni und ich hetze durch die Gestelle um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Endlich ist alles verstaut und wir können weiterfahren. Erst noch im dichten Stadtverkehr, dann immer ruhiger, führt die Strecke auf fast 3‘000 m Höhe vorbei an vielen Vulkankegeln. Die kurvige Strasse bringt uns in den Nationalpark der Lagunen von Zempoala. Drei hübsche Seen liegen tief in bewaldeten Senken. An einem breitet sich eine grosse Lichtung aus. Hier ist an diesem Sonntag Nachmittag die Hölle los. Es gibt Restaurants, man kann Ruderboote mieten, auf Pferden reiten und vieles mehr. Sogar getaucht wird, es scheint sehr kalt zu sein, wir sehen Taucher mit Vollgesichtsmasken. Leider hat der Campamento beim Administrationskomplex geschlossen. Wir finden auch keine Alternative und entschliessen uns nach Tepoztlan zu fahren, das nur gut 40 km entfernt ist. Es geht steil bergab bis in die Ebene auf 1‘500m. Wir kämpfen uns durch den Ausflugsverkehr bis ins Städtchen. Hier geht aber das Chaos erst richtig los. Wir rumpeln durch die kopfsteingepflasterten engen Gassen. Einmal rechts dann wieder links abbiegend und immer mit dem Gegenverkehr kämpfend. Wir müssen am Zentrum vorbei wo der Bär steppt. Zum Schluss müssen wir in einer Gasse wenden, weil ein parkiertes Auto auf der einen und ein tiefhängender Ast auf der anderen Seite die Durchfahrt für uns unmöglich macht. Endlich, gegen 18.00h erreichen wir den Campingplatz der hiesigen Pfadfinder. Er hat sogar geöffnet und wir werden nett begrüsst. Nachdem wir für zwei Nächte bezahlt haben kochen wie schnell ein Chili con Carne und können uns dann endlich bei einem Glas Wein entspannen.

Samstag, 16. Oktober 2021
Um 5.30h klingelt der Wecker, wir ziehen uns an und schon werden wir abgeholt. Ruben, der Tourguide bringt uns zum Sammelplatz von „Sky Balloons Mexiko“. In einem Gebäude bekommen wir einen Tisch zugewiesen. Es gibt Kaffee und nun gilt es zu warten. Um kurz nach 7.00h kann es losgehen. Wir werden zu einem Ballon geführt. Rund um uns herum liegen die riesigen Stoffhüllen und werden zuerst mit warmer Luft aus einem elektrischen Gebläse gefüllt. Sobald sich der Ballon langsam aufrichtet übernimmt der Pilot und heizt mit brennendem Gas die Luft im Innern auf. Vor uns hebt ein Gefährt nach dem anderen ab. Endlich dürfen auch wir in den Korb steigen. Ich bin froh, der Rand ist recht hoch und gibt so Sicherheit, da mir doch etwas mulmig ist. Der Pilot gibt ordentlich Gas und plötzlich schweben wir. Langsam geht es immer höher, um uns herum die vielen anderen Ballons. Am Horizont geht langsam die Sonne auf und etwas weiter im Westen sehen wir die Pyramiden von Teotihuacan. Heute trägt der Wind uns nicht ganz über die UNESCO Welterbestätte. Wir können sie aber trotzdem gut sehen. Wir machen viele Bilder und geniessen die tolle Atmosphäre. Im Korb mit doch 12 Personen ist es still bis auf das Fauchen des Gasbrenners. Das Gleiten über die Landschaft und die Dörfer macht fast andächtig. Langsam kommen wir ins Gebiet wo die Autos mit den Helfern auf uns warten. Unser Pilot landet gekonnt auf einem abgemähten Feld. Er ist so präzise, dass er den Korb gleich auf den Anhänger setzt. Wir bekommen ein kleines Glas Sekt um auf unsere Lufttaufe anzustossen. Zum Abflugsort werden wir auf dem Anhänger im Korb stehend zurück gefahren. Zum erstenmal ist es bei diesem Ausflug kalt. Bei der Luftfahrt hatte der Gasbrenner noch schön gewärmt. Nun bekommen wir noch ein Zertifikat ausgehändigt, dann geht es zum Frühstück ins Dorf, bevor wir auf dem Campingplatz ausgeladen werden. Hier steht unser D-Hai mitten in einer Gruppe Zelte. Der Campingbesitzer hat uns gestern schon gebeten, das Wohni nach unserer Rückkehr umzustellen. Das machen wir schleunigst. Wir wissen nicht genau was für eine Truppe sich da breit gemacht hat aber die Anführer sind schwarz gekleidet, tragen schusssichere Westen und Waffen??!! Die Gruppenmitglieder sehen nach kurzer Zeit wie Marsmenschen aus. Sie tragen alle weisse Anzüge mit Kapuzen, was das wohl werden wird? Das haben wir nicht herausgefunden aber ordentlich Krach gemacht haben sie bis spät nachts.

Freitag, 15. Oktober 2021
Als wir aufwachen hören wir ein Zischen vom Himmel, schnell öffnen wir die Dachluke und können eine ganze Herde Heissluftballons beobachten, die im ersten Sonnenlicht von den Pyramiden her über den Himmel gleiten. Was für ein toller Anblick! Wir frühstücken schnell und gehen kurz nach 9.00h los zum Eingang Nr. 2. Ausser uns sind fast nur Souvenierverkäufer unterwegs. Wir geniessen die noch ruhige Atmosphäre und spazieren gemütlich der Mondpyramide entgegen. Bei der Sonnenpyramide steigen nochmal zwei Heissluftballons auf, die wir aber nur im Gegenlicht der noch tief stehenden Sonne sehen können. Leider sind wegen Covid fast alle Zugänge zu den seitlichen Bauwerken und auch zu den beiden Pyramiden gesperrt. Nur beim Eingang Nr. 3, kurz vor der Mondpyramide kann man von einem Gebäude aus der Höhe auf die ganze Stätte schauen. Wir sehen uns einige der noch vorhandenen Reliefs an und staunen über die Kunstwerke die in den harten Stein gehauen wurden. Leider sind nur noch einige wenige Ausstellungsstücke vorhanden. Der Rest ist in den geschlossenen Museen eingesperrt. An einer Stelle können wir eine Weile zwei Archäologen beobachten die Restaurationen vornehmen. Nachdem wir noch die Sonnenpyramide ganz umrundet haben verabschieden wir uns von diesem beeindruckenden Platz. In einem Restaurant nicht weit vom D-Hai löschen wir unseren Durst bevor wir zurück zu Shell schlendern. Wir haben uns entschieden, morgen früh eine Heissluftballon Tour zu buchen. Ich suche und finde im Internet etwas Passendes. Nach ein wenig hin und her wird uns abends schliesslich auch noch die Abholung um 6.00h früh bestätigt. Hier in der Provinz von Mexiko City muss man zudem als Tourist einen speziellen Pass im Internet beantragen um ungehindert fahren zu dürfen. Dies mache ich erfolgreich. Die Stadt hat wegen des enormen Verkehrschaos bestimmte Regeln erstellt. Das heisst, wir dürfen zum Beispiel wegen unserer Autonummer am Freitag nicht fahren. Abends kommt noch unser Campingplatzbesitzer und lässt sich die drei Übernachtungen bezahlen. Er hat morgens noch tolle Fotos vom D-Hai mit den Ballons gemacht.

Donnerstag, 14. Oktober 2021
Wir sind früh wach und schon vor 10.00h auf der Strasse. Nachdem wir die Berge vor Pachuca wieder überquert haben, geht es zügig aber rumpelnd nach Teotihuacan. Leider klappt unser Versuch nicht Wasser und Gas zu tanken. Das müssen wir dann eben an einem anderen Tag erledigen. Wir finden einen Übernachtungsplatz gleich neben den Pyramiden. Es ist ein Restaurant, das auf einer grossen Wiese Stellplätze anbietet. Die Toiletten und Duschen sind zwar etwas abenteuerlich aber einigermassen sauber, Wasser kommt auch, grins. Nach einer kurzen Mittagspause gehen wir los um uns die archäologische Stätte von Teotihuacan anzusehen. Unser Stellplatz liegt nur je 10 Minuten Gehzeit von den Eingängen 1 + 2 entfernt. Wir versuchen es erstmal mit der 1. Prima, wir stehen vor der 2 km langen, sogenannten Calz. de los Muertos, dem Weg der geradeaus zur Pyramide des Mondes führt. Rechts von uns liegt in ca. 1 km Entfernung die Pyramide der Sonne. Zuerst schauen wir uns aber den Tempel Quetzalcoatl an, der noch einige Skulpturen aufweist. Anschliessend gehen wir in der prallen Sonne den Pyramiden entgegen. Am Wegesrand stehen alle paar Meter Souvenirverkäufer. Sie versuchen mit Anpreisungen und mit einer Art Jaguargebrüll aus einer Pfeife unsere Aufmerksamkeit zu ergattern. Wir lehnen jedesmal mit einem freundlichen „no Gracias“ ab. Mit uns sind auch andere Touristen unterwegs aber überfüllt kann man die Stätte nicht gerade nennen. Bei einem freundlichen Guide erhalten wir die Auskunft, dass leider das Museum wegen Covid geschlossen ist. Da es doch noch sehr heiss ist nehmen wir bei der Sonnenpyramide den Ausgang und spazieren zurück zum D-Hai und Shell. Wir gehen im Restaurant bei unserem Platz essen und verbringen den Rest des Nachmittags im Schatten.

Mittwoch, 13. Oktober 2021
Kühl war es! Wir haben morgens die Heizung angeworfen. Draussen steigt bei Sonnenaufgang der Nebel aus dem kleinen See und ich bekomme kalte Füsse, als ich barfuss durch das vom Rauhreif überzogenen Gras laufe. Die Sonne wärmt aber schnell und als wir in der Mitte des Morgens eine kleine Wanderung starten, ist es schon wieder ganz angenehm. Wir rumpeln über eine teils ungeteerte Strasse bis zu einem kleinen Wanderparkplatz. Von hier aus sind es nur 2km bis zum Aussichtspunkt „Pena del Cuervo“. Shell tapst tapfer mit. Es geht auf einer Waldstrasse einige Höhenmeter hinunter, bis der kleine Zugang zum Mirador erreicht ist. Hier müssen wir Eintritt zahlen, 40 Peso pro Person für den Nationalpark. Wir geniessen eine Weile die herrliche Aussicht ins Tal und auf das kleine Pueblo Magico Mineral del Chico. Hier hat auch unser Handy wieder Empfang, sodass wir gleich mal ein paar Bilder posten. Der Rückweg ist für Shell dann schon ziemlich anstrengend. Sie spürt ihr Alter und die Höhe. Zurück im Wohni bekommt sie ihr Fressen und macht anschliessend ihren wohverdienten Mittagsschlaf. Wir fahren derweil zu unserem nächsten Ziel. Zu den Prismas Basalticos, ca. 30 km östlich und um 800m tiefer gelegen. Das Naturwunder liegt in einer grosszügigen Anlage in die wir natürlich Eintritt bezahlen müssen aber dafür dürfen wir auch für die Nacht bleiben. Wir machen Siesta und spazieren dann zum Canyon, der 50m vor unserem D-Hai liegt. Es ist recht hübsch aber aus den Schuhen haut es uns jetzt auch nicht. Wir gehen einmal die Runde und fotografieren die Basaltsäulen. Sie sind entstanden als ein 1‘000°C heisser Lavastrom mit Wasser in Kontakt kam. Das lies die Lava abkühlen und dann bersten. Den Rest des Nachmittags machen wir es uns im Schatten des Wohnis gemütlich. Abends kocht Hermann Rösti und dann chillen wir bei einem Film.

Dienstag, 12. Oktober 2021
Ausgeruht stehen wir auf, frühstücken und fahren los. Zuerst nehmen wir die Strasse zurück nach Queretaro. Dort wechseln wir auf die Carretera Prinzipal in Richtung Mexiko Stadt. Es ist mehr ein rumpeln denn ein fahren. Die Fahrbahn ist in schlechtem Zustand und bei den vielen Autos und Lastwagen gibt es leider keine Möglichkeit, den schlimmsten Unebenheiten auszuweichen. Nach 150km kommen wir in Tula de Allende an. Wie im Internet schon bekannt gemacht, ist die Ausgrabungsstätte mit den grossen Dolmen (Figuren) leider seit mehr als einem Jahr geschlossen, wegen Covid. Soll uns einer sagen was das für einen Sinn macht. Wir entscheiden uns nach einer kurzen Diskussion weiter zu fahren. Es sind nochmal 100km bis in den Nationalpark El Chico, der sich hinter Pachuca über die Berge verteilt. Unterwegs sieht man weiterhin die Auswirkungen der Regenfälle vom letzten Monat. Überall grünt und blüht es. Es geht vorbei an ein paar Hügeln hinaus in eine Ebene bevor wir Pachuca vor uns sehen. Wir queren die Stadt am Rand, dann führt eine Strasse steil hinauf in die Berge. Ein Stausee mit einem Dorf am Rande queren wir, dann sind wir in der einsamen Bergwelt mit duftenden Wäldern auf über 2‘700m.ü.M. Es gibt hier diverse Campingplätze die wir alle erstmal abfahren. Es haben nicht alle offen. Der Platz Llano Grande gefällt uns am Besten. Hier, am Rande eines kleinen Sees stellen wir unser D-Hai auf. Nach einem gemütlichen Spaziergang ums Wasser, in dem sich Goldfische tummeln, gehen wir zum gemütlichen Teil des Tages über. Wir können noch ein wenig draussen an der Sonne sitzen bevor uns kühle Luft in die gute Stube treibt.

Montag, 11. Oktober 2021
Heute steht der definitive Abschied von San Miguel de Allende und unseren netten Bekannten an. Um 10.00h sind wir on the road und rollen nach Queretaro und weiter nach Tequisquiapan. Die Strecke kennen wir ja schon aber heute ist die Strasse gesäumt von Sonnenblumen und lila ?-Blumen. Leider hat das Balneario noch immer geschlossen. Es bleibt uns nichts weiter übrig als nach Bernal zu fahren, wo wir einen Platz kennen. Dort angekommen richten wir uns ein und gehen dann hinunter ins Dorf um etwas zu essen. Den Abend verbringen wir mit Shelli im Wohni.

Sonntag, 10. Oktober 2021
Ein schöner warmer Tag bricht an. Den Jetlag haben wir nun überwunden. Nach dem Frühstück verpasse ich Shell ein kurzes Fell und dann räumen wir im Wohni auf. Wir sind um 15.00h bei Ana und Heinz eingeladen. Für die beiden haben wir Sachen aus der Schweiz mitgebracht, die wir nun abliefern, vorher gehen wir aber noch kurz einkaufen. Künzlis wohnen an einem traumhaft schönen Flecken etwas ausserhalb von SMA. Sie haben ein grosses Grundstück, ein schönes Haus, ein grosses Atelier mit tollen Bildern und einen traumhaften Blick ins Tal. Wir dürfen alles besichtigen und anschliessend bestaunen sie unser D-Hai. Zurück auf dem Camping geniessen wir einen Apero mit Erika und Claude und gehen dann ins Restaurant Lima zum Abendessen.

Samstag, 09. Oktober 2021
Wir haben trotz etwas Lärm und einer zeitweise unruhigen Shell gut und lange geschlafen. Heute Morgen lacht schon wieder die Sonne vom Himmel und zum ersten Mal fühlen wir wieder den Vibe der Reise. Erika und Claude sind auch auf dem Platz. Sie haben noch ein paar Tipps für uns, die wir gerne annehmen. Wir machen mit Shell einen Spaziergang und dann widme ich mich endlich der Homepage, die ja wieder gefüllt werden will. Der Nachmittag vergeht schnell. Gegen Abend gehen wir in der Stadt essen.

Freitag, 08. Oktober 2021
Nachdem die Arbeiten um 9.30h endlich weiter gehen, steigt die Hoffnung, heute noch fertig zu werden. Am frühen Nachmittag fahren wir mit einem Taxi zu Laura ans andere Ende der Stadt und holen endlich Shell ab. Sie freut sich, macht aber nicht den Eindruck, uns gross vermisst zu haben. Wir sind Laura unendlich dankbar, dass sie unser Tierchen so gut betreut hat. Sie ist traurig Shell wieder hergeben zu müssen. Wir versprechen ihr in Kontakt zu bleiben. Um 16.00h ist es endlich so weit. Wir können losfahren, wir verabschieden uns von Matthias und seiner Crew und bedanken uns mit einem Trinkgeld und einigen Bieren für die gute Arbeit, die halt etwas länger gedauert hat. Wir können den Euro-Racing Services für alle Marken sehr empfehlen, einzig genügend Zeit muss man mitbringen. Im dichten Freitagnachmittags Verkehr fahren wir zum RV Park und werden vom Eigner und von Victoria nett begrüsst. Kurz darauf gehen wir in die Stadt zum Abendessen. Wir dürfen dazu wieder die schöne Atmosphäre geniessen, die hier herrscht. San Miguel ist wirklich einen Besuch wert!

Donnerstag, 07. Oktober 2021
Ich habe gut und lange geschlafen, Hermi ist wieder früh wach. Um 8.00h öffnet sich das Tor und die Arbeiten gehen weiter. Wir unterhalten uns lange und nett mit Erika und Claude, die schon seit 21 Jahren mit ihrem Toyota Landcruiser mit Kabine die Welt bereisen. Gegenseitig tauschen wir Tipps aus und erzählen von den vielen Erlebnissen. Nachmittags geht das Warten weiter aber es zeichnet sich langsam ein Ende ab. Wir schlafen deshalb noch mal vor der Halle.

Mittwoch, 06. Oktober 2021
Ich habe gut geschlafen und wache erst um 7.00h auf. Hermi war leider schon um 5.00h wach. Heute geben die Jungs von Matthias Gas, es wird fleissig an unserem Iveco gewerkelt. Mit uns sind noch zwei andere Schweizer Paare mit ihren Fahrzeugen vor Ort. Es gibt viel Gesprächsstoff. Morgens fahren wir per Taxi in die Stadt, gehen frühstücken und einkaufen. Erst Mittags sind wir zurück und verstauen die Einkäufe und die vielen Sachen die wir aus der Schweiz mitgebracht haben. Leider sind abends nicht alle Arbeiten am Fahrzeug fertig. Wir übernachten deshalb in der Halle der Werkstatt.

Dienstag, 05. Oktober 2021
Wir sind schon um 5 Uhr wieder wach, der Jetlag lässt grüssen. Die Zeit bis zum Abflug nach Queretaro, unserer letzten Etappe, vertreiben wir uns mit frühstücken und lesen. Leider klappt die gebuchte Abholung mit dem Taxi nicht. Erst nach mehrmaligem Anruf durch den Rezeptionisten des Hotels, kommt mit 40 minütiger Verspätung das Taxi. Wir hatten gestern Abend gleich für den Hin- und Rückweg bezahlt. Das war uns eine Lehre, das machen wir nie mehr. Am Flughafen geht alles glatt und nach kurzer Wartezeit dürfen wir in den Flieger steigen. Nach 2 ½ Stunden Flug landen wir sicher in Queretaro und werden von Tonio, einem Mitarbeiter von Matthias abgeholt. Er bringt uns sicher nach San Miguel, wo wir freudig unser Wohni wiedersehen. Es wird gerade geputzt und der Service wird gemacht. Für das Abendessen dürfen wir mit Matthias und einem Holländer mit in die Stadt fahren. Bei Hank’s, einem Restaurant nicht weit von der Kathedrale, bekommen wir ein vorzügliches Mahl und einen guten Wein serviert. Allerdings dauert der Abend dann nicht lange weil uns die Augen zufallen. Die Fahrt zurück kriegen wir nicht mehr mit, wir schlafen schon.

Montag, 04. Oktober 2021
Morgens haben wir den Rest eingepackt, dann kam die schwere Stunde des Abschieds. Der Himmel hat dazu geweint. Am Flughafen angekommen konnten wir unser Gepäck schnell aufgeben. Nach der Passkontrolle haben wir uns für die Zeit bis zum Einstieg mit unseren Freunden von Dihei-uf-Reise getroffen. Sie fliegen gemeinsam mit uns nach Cancun. Der Flug ist pünktlich und als wir abheben lacht schon wieder die Sonne zwischen den Wolken. Es ist ein ruhiger Flug und die elf Stunden gehen rasch vorbei. In Cancun angekommen haben wir Glück und bekommen unser Visum nach kurzer Wartezeit. Leider müssen wir dann aber gut 1 ½ Stunden auf unser Gepäck warten. Es kommt uns vor, wie damals in Kuba. Ganz zum Schluss, als schon fast alle Passagiere durch den Zoll entflohen sind, finden wir unser Gepäck auf der anderen Seite. Ein Taxi bringt uns zum NH Airport Hotel, wo wir ein schönes Zimmer für die Nacht zugewiesen bekommen. Hundemüde fallen wir ins riesige Bett.