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Mittwoch, 19. Januar 2022
Um 10.00h sind wir bereit, warten aber noch kurz bis Kathy und Jeff ihren Truck mit Wasser gefüllt haben. Kaum auf der Strasse muss Hermann anhalten. Er hat sich beim Boot fahren in Xcalak den Ischiasnerv eingeklemmt, durch das Sitzen und Fahren hat er starke Schmerzen bekommen. Ich gebe ihm eine weitere Schmerztablette, er legt sich hin. Nun muss ich weiter fahren. Das erste Mal seit einem Jahr sitze ich am Steuer, es geht durch die Stadt Chetumal. Zum Glück kann ich einfach Jeffs grossem Truck folgen. Kurz vor der Grenze halten wir noch bei einer Tankstelle um Diesel zu tanken. Wir machen den Tank und unsere Kanister voll, weil der Treibstoff in Belize viel teurer sein soll. Es dauert eine Weile bis der grosse Truck seine 300 Liter Diesel getankt hat, dann folgen wir dem Abzweiger nach Belize. Jeff erwischt die falsche Abfahrt und so rollen wir durch den kleinen Grenzort Subteniente Lopez und drehen wieder um. Nun haben wir die richtige Strasse, die Libramento und erreichen kurz darauf das Grenzareal. Jeff meint es gut und fährt auf die LKW-Comercial-Zollabfertigungs-Line. Hier sind wir natürlich falsch. Die netten Beamten erklären ihm erstmal, dass er nicht nach Belize fahren darf. Nachdem aber ein wenig hin und her diskutiert wurde ist klar, wir dürfen rüber, wir haben ja alle 4 für 3 Nächte ein Hotel gebucht. Wir werden von anderen Beamten auf einen grossen Platz gewunken, die Diskussion geht hier in die nächste Runde. Woher wir kommen, wohin wir wollen, warum wir den TIP (die temporäre Einfuhr für Mexiko) abgeben wollen. Der eine Offizer meint, wir sollen das Papier doch einfach behalten. Das macht aber keinen Sinn, weil man dann nämlich nicht mehr mit einem anderen Fahrzeug einreisen darf, solange die 10 Jahre des TIP laufen. Wir glauben, die wollten sich einfach Arbeit ersparen. Nun werden unsere Autos durchsucht, nach 5 Minuten hat der nette Beamte genug gesehen und verlässt unser D-Hai wieder. Kathy und ich müssen nun aussteigen und warten. Unterdessen spricht uns ein junges schweizer Pärchen mit Fahrrädern an. Sie fragen, ob wir sie und ihre Stahlrösser mitnehmen können. Sie dürfen die Grenze nur motorisiert überqueren. Was soll denn der Quatsch? Wir müssen ihnen leider eine Absage erteilen, weil wir die Räder schlecht aussen festbinden können und innen haben sie schlicht keinen Platz. Ausserdem möchten wir uns nicht noch zusätzlichen Fragen stellen müssen. Kurz darauf finden die beiden eine Gelegenheit und dürfen ihre Velos auf einen Pick-up laden. Unsere Männer müssen einem Dienstfahrzeug folgen, das sie erstmal wieder in den LKW-Zollbereich geleitet, da das ja falsch ist, wie wir wissen, geht es wieder rückwärts raus und nun endlich weiter bis zu einem Zollgebäude. Wir Frauen beobachten wie unsere beiden Fahrzeuge nun von einem Hund abgeschnüffelt werden. Ha, jetzt werden wir gerufen und dürfen wieder einsteigen. Es geht zu einem Büro, wo unser TIP storniert wird. Hier werden auch noch Fotos von den Fahrzeugen aussen und innen gemacht und dann bekommen wir eine Quittung. Puh, bei der Einreise haben wir nicht einen kleinen Teil der Prozedur durchlaufen. Nachdem wir in einem anderen Büro unsere FMM-Karte abgeben und den Ausreisestempel erhalten haben, kann es endlich weitergehen. Nun wartet die Einreise nach Belize auf uns. Seit wir getankt haben sind schon 2 Stunden vergangen. Mit einem lachenden und weinenden Auge verlassen wir nach gut 13 Monaten Mexiko. Wir überqueren den Rio Hondo und sind so nun faktisch in Belize angekommen. Als erstes müssen wir einen PCR Test machen. Nein, zuerst müssen wir ihn natürlich bezahlen! Dann heisst es warten. Zum Glück sind wir alle 4 negativ. Ein anderes schweizer Paar hat weniger Glück und bekommt den Bescheid, er sei positiv. Was das für die beiden heisst wissen wir nicht. Sie sind mit einem Mietauto gekommen und haben ja die Ausreise aus Mexiko schon vollzogen. Wir wünschen den beiden viel Glück und wenden uns nun der Immigration zu. Unser Pass wird von einem netten Beamten entgegen genommen. Wir erhalten einen Stempel und dürfen nun für 30 Tage Belize erkunden. Zurück beim Fahrzeug kommt ein junger Mann in grüner Kluft und knöpft uns 30 BLZD ab. Ich frage ihn wofür wir bezahlen müssen, er weiss es nicht! Das wird ja immer lustiger. Nun dürfen wir an einer sonst geschlossenen Schranke vorbei fahren, weil unsere Fahrzeuge nicht unter den Dächern, die hier vor der Witterung schützen, durch kommen. Wir sind zu hoch. Kaum haben wir am Strassenrand geparkt, kommt der nächste Beamte und fragt uns, ob wir die Zollabfertigung für die Autos schon erledigt haben. Nein, er erklärt uns wo wir das zu machen haben und meint, wenn das erledigt ist, wird er unsere Fahrzeuge kontrollieren. Gesagt getan und eine halbe Stunde später haben wir die Stempel mit der Registrierung der Autos im Pass eingetragen und die Kontrolle des letzten Beamten hinter uns. Puh, nun brauchen wir noch eine Versicherung, diese wird uns gleich ausserhalb des Zollgeländes ohne grosse Umtriebe ausgestellt. Jupi, nach 4 Stunden haben wir es geschafft und sind legal in Beliz angekommen. Wir verabschieden uns nun von Kathy und Jeff. Sie haben ein Hotel am anderen Ende von Corozal gebucht. Morgen werden wir sie aber zum Lunch wiedersehen. Wir fahren zu unserem Hotel und werden schon erwartet. Betsi checkt uns ein und zeigt uns unsere Zimmer. Um 19.00h bekommen wir dann ein Abendessen serviert. Das ist spät für uns, weil wir nun die Uhr wieder um eine Stunde zurückstellen mussten. Wir setzen uns erstmal vor unser Zimmer und geniessen ein Bier. Nach dem Abendessen sehen wir uns noch einen Film an und schlafen dann bald ein.

Dienstag, 18. Januar 2022
Heute bringen wir als erstes unsere Wäsche zur Rezeption. Es ist noch kühl, deshalb frühstücken wir erstmal drin. Anschliessend machen wir ein wenig sauber und verstauen unser Tauchzeug. Am Computer erledige ich ein paar Arbeiten um für morgen alle Papiere bereit zu haben. Eine Recherche in unserer IOverlander-App erklärt den Ablauf und was man vorzeigen muss und was man nicht dabei haben darf. Abends sitzen wir mit den Kanadiern, den Lichtensteinern und einem Amerikaner, der in einem Zelt wohnt, zusammen und teilen die Essensvorräte und den Alkohol, die aufgebraucht werden müssen. Wir steuern Rösti bei.

Montag, 17. Januar 2022
Heute heisst es auch für uns Abschied nehmen. Kurz vor 10.00h ist alles verstaut, wir haben ein Frühstück im Magen und zwei Mitfahrer. Ein Tauchpärchen muss nach Merida und so nehmen wir sie ein Stück mit bis zum Abzweiger an der 307. Für uns geht es weiter über Bacalar nach Chetumal. Hier haben wir einen Campingplatz gefunden, der über Internet verfügt. Bei unserer Ankunft werden wir sehr nett begrüsst und dürfen uns einen Platz auf dem weitläufigen Gelände aussuchen. Ganz vorne am Ufer stehen zwei Trucks. Den einen grossen kennen wir von La Paz. Es sind Kanadier mit ihrem tollen grossen GXV von „roam with a view“. Das andere Fahrzeug ist ein Bremach aus Lichtenstein. Wir machen es uns gemütlich und sitzen dann eine Weile mit Kathy und Jeff zusammen. Sie werden am Mittwoch über die Grenze nach Belize fahren und haben uns eingeladen, sie zu begleiten. Das ist eine gute Idee und so buchen wir schnell ein Hotel für drei Tage in Corozal. Das ist Bedingung für die Einreise. Da es heute „nur“ 24°C sind setzen wir uns gegen Abend in unsere warme Stube. Wir müssen den Kühlschrank leeren und so gibt es heute ein Racelett, das wir schon länger mit uns führen. Abends sehen wir uns die Sendung von „Auf und davon“ vom SRF an. Immer noch eine unserer Lieblingsdokus.

Sonntag, 16. Januar 2022
Zum Abschluss machen wir heute 2 Tauchgänge, in der Hoffnung doch noch Manatees ganz nah zu sehen. War aber leider nichts. Heute verabschieden sich ein paar unserer Mittaucher von uns und fahren nach Mahahual. Sie hoffen von dort aus Chincorro, das Atoll besuchen zu können. Wir wünschen ihnen tolle Tauchgänge. Nach unserem letzten Tauchgang heisst es Sachen auswaschen. Wir bekommen dafür tatkräftige Hilfe von den Tauchguides. Bald hängen unsere Anzüge und der Rest in der Sonne und dem Wind.

Samstag, 15. Januar 2022
Wir tauchen morgens wieder und geniessen dann noch den Rest des Tages beim Essen, am Computer und an der Sonne.

Freitag, 14. Januar 2022
Wiederholung und ein schöner Abend mit Noemi und Thomas aus Schwanden.

Donnerstag, 13. Januar 2022
Tauchen, Chillen, Abendessen :-)

Mittwoch, 12. Januar 2022
Wenn dieser verd… Wecker nicht wäre, wäre Tauchen traumhaft. Wenn wir dann aber 2 Kaffee getrunken haben geht es wieder. Heute verspricht uns unser Guide eine Stelle, an der sonst niemand taucht. Erstmal aber müssen wir dahin. Unser Kapitän gibt alles und brettert wieder über die Wellen, solange bis wir alle „AUA“ schreien. Erst jetzt hat er ein Einsehen und nimmt auch mal eine Kurve, um die harten Schläge abzufedern. Am Platz angekommen werden wir ins Wasser geworfen und tauchen direkt auf 25 Meter Tiefe ab. Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht, klappt aber bei uns und den anderen vier problemlos. Unten erwarten uns eine Höhle und ein Aufstieg in einem schmalen Kamin. Das ist jetzt nicht was wir lieben aber es ist doch cool. Aus dem Kamin aufgestiegen landen wir auf dem Riffdach mit einem traumhaft schönen Korallengarten. Nach 45 Minuten gibt ET das Zeichen zum Aufstieg. Danke, schön wars! Den Rest des Tages chillen wir und unterhalten uns mit anderen Tauchern, unter anderem ein schweizer Paar.

Dienstag, 11. Januar 2022
Wir haben super geschlafen. Heute stört deshalb der Wecker um 7 Uhr auch nicht so. Selber Ablauf wie gestern und um 8.45h sind wir bereit für das erste Briefing. ET (der Spitzname des Guide) erklärt uns den Tauchplatz, dann geht es aufs Boot. Wir sind wieder gespannt was wir heute sehen werden. Die Gegend hier ist bekannt für Seekühe (Manatees). Nachdem wir abgetaucht sind, geht heute mein Drucksausgleich wie geschmiert, nun sinken wir zum Grund und tauchen einer nach dem anderen durch einen schmalen Canon ans Aussenriff. Hier sind es ca. 15m Tiefe. Das Riff rechte Schulter tauchen wir nach Süden. Am Anfang ist nicht viel los aber dann hören wir ein Klingeln. Jedesmal wenn der Guide zu forderst etwas sieht, klappert er mit einem Metallstift an seine Flasche. Das Geräusch kann man unter Wasser gut hören. Wir beeilen uns dann jeweils zu entdecken, was er gesehen hat. Ein wunderschöner Adlerrochen (sie haben wirklich ein Gesicht wie ein Vogel) gleitet etwas oberhalb von uns am Riff vorbei. Hermi entdeckt unter einem Überhang einen grossen Barrakuda, der da seines Futters harrt. Nächste Sehenswürdigkeit, ein paar grosse Zackenbarsche, ungewöhnlich gestreift und ca. 1m lang. Einer davon liegt in einem Loch an einer Putzerstation und lässt sich von kleinen Geisterkrabben die Zähne putzen. Nicht lachen, das ist tatsächlich so! In einem Loch genau darüber sitzt ein Hummer und streckt neugierig seine Fühler aus. Vor lauter Zackenbarsch sehen ihn die meisten anderen Taucher aber gar nicht. Nun geht es zurück zum Ausgangspunkt. Gleich innerhalb des Riffwalls hängen ein paar grosse Tarpone, ca. 1m lange silberne Fische, die etwas grimmig dreinschauen. Wir schwimmen noch eine Schlaufe im Riff um eventuell noch eine Seekuh zu Gesicht zu bekommen. Die war aber leider gerade nicht zu Hause. Kurz vor dem Auftauchen beäugt uns noch ganz nah ein Barrakuda. Er ist auf Jagd, findet uns dann aber wohl doch zu gross zum Fressen. Zurück an der Oberfläche heisst es, Boot entern und dann werden wir zurück zur Basis gefahren. Der zweite Tauchgang startet um 11.45h. Diesmal erwartet uns ein anderes Boot, das sich nicht als besonders komfortabel herausstellt aber wir wollen ja tauchen und nicht Boot fahren. In „La Poza“ angekommen machen wir wieder eine Rückwärtsrolle aus dem Boot. Huch, hier ist es ja gar nicht tief! Wir sammeln uns und tauchen ab. Nach kurzem Weg erreichen wir das Aussenriff. Es wird schnell tiefer und da ist sie, unsere erste Seekuh als Taucher schwimmt gemütlich an uns vorbei. Wohlgemerkt dies ist mein 685er Tauchgang und Hermis 758er! Diese ungelenk wirkenden Tiere können unerwartet elegant schwimmen. Beim zweiten Tauchgang entdecken wir eine ungewöhnliche und grosse Nacktschnecke. Lustige weiss, gelb, blaue Fischlein schweben über dem Grund und verschwinden bei Gefahr schwanzvoran in ihrem Loch. Zwei grosse Stachelrochen haben wir entdeckt, sie liegen oft mit Sand bedeckt herum und warten auf Beute. Dem Riff entlang entdecken wir eine grüne Muräne und einen Schwarm der grimmigen Tarpons hängt wieder da und beobachtet die komischen Figuren, die blubbernd an ihnen vorbei ziehen. Müde erreichen wir nach einer Stunde die Oberfläche. Wir kriechen ins Boot und freuen uns nun auf eine Dusche und einen Snack um unsere leeren Mägen zu füllen. Für den Rest des Tages heisst es chillen, wir sind nämlich wieder richtig müde.

Montag, 10. Januar 2021
Nachts habe ich sehr schlecht geschlafen. Mich hat gestern ein Insekt gestochen und davon ist mein linker Oberarm rot und geschwollen. Ich hatte ein Gefühl als ob tausende Ameisen drin rumlaufen und mich beissen. Oh, puh, 7.00h klingelt der Wecker! Es ist noch fast dunkel, langsam schälen wir uns aus den Decken und machen Frühstück. Plötzlich läuft die Uhr, schon ist es 8.30h, wir springen in unsere Badehosen und melden uns für den Tauchgang. Wir sind 6 Taucher inkl. Guide. Fertig angezogen steigen wir in ein kleines Boot. Der Kapitän dreht die Motoren auf, wir hüpfen über kleine Wellen. Ups, fast hätte er einen Riffblock geküsst. Na der gibt ja Gas! Kurz darauf erreichen wir das Aussenriff und springen ins 28°C warme Wasser. Es wird ein schöner ruhiger Tauchgang. Wir gleiten über strahlenden weissen Sand und sichten einen Barrakuda, eine Muräne, kleine Geisterkrabben und ein schön bewachsenes Riff. Nach diesem Ausflug machen wir für heute Schluss. Ich hatte etwas Probleme mit dem Druckausgleich und der Insektenstich biss wieder. Hermi war es zudem etwas schlecht vom dümpeln in den Wellen. Wir machen uns einen gemütlichen Nachmittag und sitzen im Schatten einer Palme am Strand.

Sonntag, 09. Januar 2021
Heute fahren wir weiter nach Xcalak. Hier soll es bei einem Hotel eine gute Tauchbasis geben. Ich habe mich bei denen kurz gemeldet und sie heissen uns willkommen. Nachdem wir morgens noch ein paar Vorräte aufgefüllt haben, fahren wir 60 km Richtung Süden. Die Strasse ist recht gut, nur ab und zu kommen uns die Bäume und Sträucher von den Rändern her recht nah. Nach einer Stunde erreichen wir den kleinen Ort. Die Menschen die hier leben winken uns ein freundliches Willkommen zu. Das Hotel mit Tauchbasis befindet sich etwas ausserhalb direkt am Strand. Nach der Begrüssung erklärt uns ein junger Mexikaner die Gegebenheiten und Möglichkeiten. Unser D-Hai dürfen wir zwischen den Booten parken. Es gibt ein Restaurant, einen kleinen Pool, Duschen und Toiletten, also alles da was wir benötigen. Nach einem Bier räumt Hermi die Tauchsachen aus dem Untergrund und ich schreibe Tagebuch. Nachdem wir unser Equipment bei der Basis abgegeben haben gehen wir ins Restaurant zum Essen und anschliessend früh schlafen.

Samstag, 08. Januar 2021
Um uns ist es ruhig geworden. Wir sitzen fast den ganzen Tag im Wohni, weil das Wetter heute neben starkem Wind auch noch Regen und Gewitter vorbei bringt. Abends verlassen wir fast fluchtartig das italienische Restaurant, weil Blitz und Donner immer näher kommen. Es knallt einige Male ganz gewaltig. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei.

Freitag, 07. Januar 2021
Wir geniessen einen weiteren Ruhetag. Allerdings weht ein starker Wind, was zeitweise nicht ganz so angenehm ist.

Donnerstag, 06. Januar 2021
Ich war sehr müde und habe lange geschlafen. Heute scheint wieder die Sonne aber es windet. Gegen Mittag spazieren wir ins Dorf um Früchte einzukaufen. Das Angebot von Lebensmitteln ist im Ort sehr klein aber in einer kleinen Tienda können wir doch noch eine Ananas auftreiben. Bevor wir zurück zum Camping trotten gönnen wir uns noch einen Aperitiv. Den Nachmittag verbringen wir am Strand beim Wohni. Abends gehen wir essen.

Mittwoch, 05. Januar 2022
Der Himmel strahlt wieder blau es ist aber noch kühl. Wir geniessen ein gemütliches Frühstück und öffnen dann die Tür. Unsere Nachbarn sind schon draussen, es ist eine schweizer Familie aus dem Waadtland. Vincent hat ein Problem an seinem in Amerika gekauften Wohnmobil. Hermi hat Werkzeug und so wird erstmal repariert. Wir plaudern eine Weile. Gegen Mittag brechen sie auf und wir dürfen ihren Platz erben. Mittlerweile hat sich am Horizont ein Sturm gebildet. Wir haben Glück und erwischen nur einen Ausläufer mit heftigem Regen, der aber bald abklingt. Nachmittags spazieren wir Richtung Malecon, lassen uns über die Uferpromenade treiben und geniessen einen Drink in einer Bar mit Sicht auf den Strand. Mit uns sind viele Ausflügler unterwegs, die von den 4! Kreuzfahrtschiffen stammen, die am Anleger fest gemacht haben. Kurz nach 4 Uhr gehen wir zurück Richtung Camping. An unserem Teil des Strandes ist es ruhiger. Das gestrige italienische Lokal lockt uns wieder. Heute bekommen wir eine grosse Pizza serviert.

Dienstag, 04. Januar 2022
Ein blauer Himmel spannt sich über uns in alle Himmelsrichtungen. Nach dem Frühstück brechen wir auf nach Süden. In Tulum tanken wir und dann folgt die bekannte und langweilige Strecke auf der 307. Nach über 200 km erreichen wir endlich den Abzweiger nach Mahahual. Leider hat sich der Himmel inzwischen zugezogen und nun regnet es ganz fein aber stark. Die Sicht ist begrenzt und wir müssen aufpassen, damit wir nicht in einem der Potholes landen. Nach 60 km erreichen wir, im weiterhin strömenden Regen, das Küstenstädtchen. Im IOverlander App sind verschiedene Möglichkeiten als Campingplätze eingetragen, davon eignet sich für uns aber nur einer. Eine freundliche Mexikanerin weist uns ein aber wir sind mit dem zugewiesenen Platz nicht wirklich zufrieden. Noch einmal laufen wir zu Fuss die anderen Plätze ab aber es bleibt dabei, keine Chance weil die Plätze zu eng und mit tiefhängenden Palmen bespickt sind. Wir sprechen nochmal mit der Vermieterin, sie vertröstet uns, dass wir morgen vielleicht einen besseren Platz bekommen können. Die Zeit ist schnell vergangen und so gehen wir noch in einem italienischen Restaurant zum Abendessen bevor wir uns im Wohni verkriechen.

Montag, 03. Januar 2022
Heute Nacht ist eine Schlechtwetter-Front aufgezogen. Es hat angefangen zu regnen und ein starker Wind hat zeitweise am Wohni gerüttelt. Wir schlafen deshalb aus und hören dann noch eine Weile den Regentropfen zu, die auf’s Dach klopfen. Es ist kühler als sonst, das nehmen wir zum Anlass und putzen nach dem Frühstück. Das wäre schon länger nötig gewesen! Mittags gehen wir entlang der Bucht von Paamul spazieren. Anschliessend gibt es einen Burger im Restaurant und nachmittags verkriechen wir uns im Wohni, da der Regen wieder anfängt zu trommeln. Gegen Abend können wir noch unsere Wäsche abholen. Sorgsam verstauen wir alles an seinem Platz und bereiten die Abfahrt von Morgen vor.

Sonntag, 02. Januar 2022
Wir räumen auf oder um, sodass wir alles an seinem Platz oder an seinem neuen Platz eingeräumt haben. Es tut gut etwas zu tun zu haben. Wir erinnern uns nämlich heute besonders an unsere liebe Shell, die uns nun schon seit einem Monat fehlt. Wir haben uns noch nicht wirklich an ihre Abwesenheit gewöhnt. Bei kleinen Sachen, wie dem letzten Stück Fleisch oder Brot, das sie immer bekommen hat, wird einem ihre Abwesenheit besonders bewusst. Zur Ablenkung beziehen wir ausserdem die Betten frisch und bereiten die Wäsche zum Abgeben vor. Wir gehen einkaufen und bei der Lavanderia vorbei und fahren dann zurück zum Camping. 2 Stunden lang skypen wir mit unseren bayrischen Freunden und erzählen uns gegenseitig von unserer letzten Zeit. Nachmittags schreibe ich Tagebuch und versuche die Homepage zu laden. Es bleibt mal wieder beim Versuch, es geht gar nicht. Sorry! Abends gehen wir noch im Restaurant essen, bevor wir nach langer Zeit mal wieder Fernsehen schauen.

Montag, 03. Januar 2022
Heute Nacht ist eine Schlechtwetter-Front aufgezogen. Es hat angefangen zu regnen und ein starker Wind hat zeitweise am Wohni gerüttelt. Wir schlafen deshalb aus und hören dann noch eine Weile den Regentropfen zu, die auf’s Dach klopfen. Es ist kühler als sonst, das nehmen wir zum Anlass und putzen nach dem Frühstück. Das wäre schon länger nötig gewesen! Mittags gehen wir entlang der Bucht von Paamul spazieren. Anschliessend gibt es einen Burger im Restaurant und nachmittags verkriechen wir uns im Wohni, da der Regen wieder anfängt zu trommeln. Gegen Abend können wir noch unsere Wäsche abholen. Sorgsam verstauen wir alles an seinem Platz und bereiten die Abfahrt von Morgen vor.

2022

Samstag, 01. Januar 2022
Heute muss Roman abreisen. Wir servieren ihm nochmal ein gutes Frühstück bevor wir gegen 11.00h nach Cancun aufbrechen. Die Strecke ist und bleibt langweilig aber nach einer Stunde sind wir ja schon am Abzweiger zu der Hotelzone von Cancun angekommen. Ab sofort wird es interessant. Leider sind aber wegen dem heutigen Feiertag natürlich alle Parkplätze entlang der offiziellen Strände besetzt. Das Zentrum selber sagt uns auch nicht wirklich zu. Nachmittags gehen wir deshalb einfach nur eine Pizza essen und fahren dann gegen 16.00h zum Flughafen. Roman wurde schon durch eine Email gewarnt, dass es am Flughafen viel Betrieb geben wird. Deshalb setzen wir ihn schon sehr früh ab. Die Verabschiedung fällt leider sehr kurz aus, da der Parkplatz voll ist und wir nur an der Drop-off Zone kurz halten dürfen, um ihn raus zu lassen. Für uns geht es zurück nach Paamul. Komisch so ganz alleine ohne Roman und Hund. Am späteren Abend kommt dann die Meldung, dass Roman wieder gut in Miami angekommen ist.

Freitag, 31. Dezember 2021
Letzter Tag des Jahres, da gibt es zum Frühstück erstmal Pancakes. Gegen Mittag rufen wir ein Taxi und fahren zur Cenote Cristalino. Puh, man merkt, es gibt viel mehr Touristen als noch vor 2 Wochen. Es ist ziemlich voll, im Wasser tummeln sich viele Leute und es herrscht ein Rummel den wir nicht unbedingt mögen. Schön ist an diesem Platz, dass man sich an verschiedenen Wasserstellen tummeln kann. Eine Cenote liegt etwas abseits und hier ist es entsprechend ruhig. Für den Rückweg hüpfen wir in ein Collectivo Taxi, das sind Minibusse die losfahren, sobald alle Plätze besetzt sind. Will nicht heissen nur die offiziellen Sitze, sondern jeder Platz auf dem man irgendwie sitzen kann, ausser am Boden. Gut müssen wir nur ca. 10km zurück nach Paamul. Den Rest des Nachmittags wird gechillt. Abends um 19.00h geht die Silvesterparty mit Galadinner im Restaurant los. Wir sind natürlich die Ersten, wenn man Schweizern eine Zeit vorgibt sind sie pünktlich da. Die Mexikaner und auch die anderen Gäste nehmen es da nicht so genau. Trotzdem ist der Abend ganz nett und das Essen auch nicht schlecht. Ein Elvis-Imitator sorgt für gute Stimmung und schon bald wird überall das Tanzbein geschwungen. Wir verabschieden uns gegen 23.00h von diesem Rummel um die letzte Stunde des Jahres in Ruhe zu verbringen. Der Sternenhimmel leuchtet über uns und so klingt das Jahr ganz ruhig aus. Keine Böller und kein Feuerwerk, herrlich!

Donnerstag, 30. Dezember 2021
Wir verbringen einen ruhigen Tag auf dem Campingplatz, gehen abends essen und sitzen wieder mit den Frankfurtern bis in die Nacht zusammen.

Mittwoch, 29. Dezember 2021
Wir hatten eine recht ruhige Nacht bis auf ein paar Deppen, die mitten in der Nacht zum Strand und zurück fahren mussten. Nach dem Frühstück fahren wir zurück nach Paamul an der Riviera Maya, Quintana Roo. Die Strecke führt zuerst durch kleine Dörfer und vorbei an Ranchos die Vieh züchten. Nach einer Weile erreichen wir die Cuota die direkt nach Playa del Carmen führt. Es sind langweilige 50 km durch den Busch. Im Städtchen angekommen frisst uns der Touristensturm fast auf. In Paamul beim Camping müssen wir ein wenig kämpfen, um einen vernünftigen Preis für unseren Platz, den wir vor zwei Wochen schon hatten, zu bekommen. Wegen der Hochsaison knöpfen sie uns schlussendlich 100 Pesos mehr ab aber das können wir akzeptieren. Auf dem Platz steht mal wieder ein Wohnmobil das wir schon kennen. Wir haben die beiden Frankfurter mit ihrer Hündin schon ins Isla Agada kennengelernt und begrüssen die beiden nun. Den Nachmittag verbringen wir im Schatten der Bäume und gegen Abend gehen wir im Restaurant vorne essen. Abends kommen die beiden Deutschen rüber und zu fünft unterhalten wir uns bis wir um 23.00h müde in die Betten fallen.

Dienstag, 28. Dezember 2021
Wieder früh raus aber wir sind eh schon wach. Zuerst sehen wir uns heute die Ausgrabungen von Ek Balam an. Auf dem Weg dorthin beklagen Roman und ich einen Duft der uns um die Nasen weht. Es „tötelät“! Als wir auf dem Parkplatz der Archäologischen Stätte ankommen, räumen wir zuerst die Fahrerkabine leer. Nichts! Ach, halt! Da war vorgestern doch ein Vogel, der uns ins Auto geflogen ist. Nun finden wir den Kadaver, er liegt auf der Verbindung aus Neopren, die das Fahrehaus mit der Kabine verbindet. Mit einem meiner Walkingstöcke spedieren wir die Reste zu Boden. Jetzt ist es riecht es wieder viel besser. Nun sind wir bereit für diese Stätte, die uns sehr begeistert. Es gibt hier in einem riesigen Komplex noch wunderschön erhaltene Stukaturen zu sehen. Man muss eine steile Treppe ersteigen. Da wir mal wieder nur Flip-Flops an den Füssen haben ist das eine Herausforderung aber es hat sich gelohnt. Im Anschluss besuchen wir die nahe Cenote und frühstücken im dortigen Restaurant. Das Wasser ist hier wieder ziemlich abgesenkt und so muss man über steile Treppen hinuntersteigen oder springen. Es sind viele Leute hier und entsprechend laut ist es. Es wird Mittag bis wir unseren Weg an die Küste nach El Cuyo fortsetzen. Unterwegs müssen wir noch Diesel und Wasser tanken und Brot einkaufen. Die restlichen 80 km geht es auf recht guter aber etwas zugewachsener Strasse zum Meer. Über eine Lagune erreichen wir das kleine Städtchen und versuchen an einen Strand zu fahren, den ich ausgesucht habe. Leider ist der Weg so zugewachsen, dass wir mit unserer Breite und Höhe nicht durchkommen. Nahe dem Zentrum gibt es einen Platz fast am Strand, wo wir die Nacht verbringen werden. Wir machen einen Spaziergang um ein Restaurant fürs Abendessen zu finden landen aber wieder beim Wohni, weil die meisten zu haben. Wir kochen und machen uns einen gemütlichen Abend.

Montag, 27. Dezember 2021
Wir haben unsere Pläne etwas umgestellt und uns entschlossen, heute ganz früh zu den Mayaruinen von Chichen Itza zu fahren. Es sind gut 80km, wir erreichen das Gelände gegen 8.30h. Oh Schreck, hier ist schon der Teufel los. Die unfreundlichen Securitas am Eingang wollen uns nicht auf den Parkplatz lassen, wir sind angeblich zu gross. Etwas entfernt finden wir einen Platz für 60 Pesos. Sonnencreme einstreichen, Hut aufsetzen, Wasser in den Rucksack und los gehen wir. Am Eingang zu den Ticketschaltern werden wir jäh gestoppt. Eine Stunde stehen wir in der Schlange. Das System ist so kompliziert, da kommen selbst die geübten Bilettverkäufer nicht mit :-(. Man muss ein Ticket für 80 Pesos für den Nationalpark lösen und einen Eintritt für über 300 Pesos. Die Tussi am Schalter verkauft mir nur das Ticket für 80 Pesos, weil ich wohl an die Scheibe geklopft habe, als sie ihr Handy checkt, während eine endlos lange Schlange wartet. Schlussendlich, nach Intervention einer anderen Angestellten, verkauft sie mir gnädigerweise auch noch die anderen Tickets. Endlich dürfen wir rein. Die Gebäude sind eindrücklich und die Reliefs teilweise noch sehr gut erhalten. Eine Säulenallee beeindruckt uns mit ihrer Präzision. Das berühmte Observatorium ist sehenswert ebenfalls der Ballsspielplatz. Die vielen Leute und Souvenierverkäufer ermüden uns aber. Gegen Mittag haben wir uns satt gesehen und gehen müde zurück zum Wohni. Inzwischen hat sich auch unser Parkplatz gefüllt. Nur mit Mühe und Not finden wir noch einen Ausgang. Erschlagen von den Eindrücken und der Hitze rollen wir nach Valladolid. Hier haben wir vor 3 Wochen schon einen Campingplatz in der Nähe des Zentrums inspiziert. Wir parken und gehen nun erstmal etwas essen. Das Frühstück haben wir heute Morgen nämlich ausgelassen. Anschliessend springen wir in den hübschen Pool. Unterdessen trifft ein spanisches Paar ein, dem wir nun schon zum vierten Mal über den Weg laufen. Abends lassen wir uns von einem Taxi ins Zentrum bringen. Wir sind zu müde um die 2 km noch zu laufen. In einem hübschen Hotelrestaurant essen wir zu abend und fahren dann zufrieden mit dem Tag zurück zum Camping.

Sonntag, 26. Dezember 2021
Nach einem gemütlichen Frühstück düsen wir los. In Merida machen wir nochmal einen Grosseinkauf bevor wir weiter zur gelben Stadt Izamal fahren. Hier gibt es bei einem Hotel die Möglichkeit im Garten zu übernachten. Wir parken und kühlen uns dann erstmal im schönen und sauberen Pool ab. Anschliessend streifen wir durch die Strässchen der Stadt. Besonders im Zentrum um den Zocalo und den Convent sind die Häuser alle in ockergelb gestrichen. Die Meisten sind äusserst gepflegt. Zur Tradition dieses Städtchens gehört offensichtlich eine Kutschenfahrt. Die Gefährte gibt es in allen Zuckerfarben und die Pferde sind genauso dekoriert. Einige tragen einen Hut. Im Zentrum gibt es eine Mayapyramide die man besteigen kann. Von hier oben hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt. Mit uns gemeinsam geniessen ganz viele andere Touristen die schöne Atmosphäre. Leider wollen auch viele etwas essen gehen. Wir haben Glück und ergattern in einem Restaurant mit Garten einen Tisch. Es dauert dann ziemlich lange bis das Essen kommt, dafür waren die Getränke und die Speisen vorzüglich.

Samstag, 25. Dezember 2021
Wir geniessen einen wunderbaren und friedlichen Weihnachtstag an diesem besonders schönen Fleckchen Erde. Tagsüber sehe ich einen Manta springen und abends geniessen wir die schöne Stimmung mit Flamingos, Pelikanen und dem Sonnenuntergang.

Freitag, 24. Dezember 2021
Frühstück soll es heute in der Stadt geben, zuerst aber versuchen wir irgendwo Wasser für den Wassertank zu kaufen. Der Versuch klappt nicht auf Anhieb und so suchen wir erstmal einen Parkplatz für’s D-Hai. Wir werden fündig. Auf dem Platz steht ein anderer Overlander. Es ist eine Schweizer Familie aus dem Welschland. Nachdem wir in einem Kaffee in der Nähe gefrühstückt haben melden wir uns nochmal bei ihnen. Sie möchten nämlich gerne unser Bimobil ansehen. Sie liebäugeln damit sich auch ein kleineres Fahrzeug zu kaufen. Die Kommunikation ist allerdings etwas schwierig, da sie vorallem französisch sprechen, das bei mir ja leider ziemlich eingerostet ist. Wir kommen trotzdem klar. Nach einer Weile verabschieden wir uns, da uns noch 200 km von unserem heutigen Ziel trennen. Bei einer Tankstelle bekommen wir ausser Diesel auch noch das gesuchte Wasser. Unterwegs, in einem Ort, der für seine guten Backwaren bekannt ist, erstehen wir einen Zopf! Die Strecke bis Merida und dann zum Strand zieht sich. Vorallem auf den letzten 60km geht es immer wieder durch kleine Dörfer, die mit vielen Topes gespickt sind. So ist es 15.00h als wir endlich am angepeilten einsamen Strand bei Sisal am Punta Piedra ankommen. Wau ist das schön! Vor uns das blaue Meer, weisser Sand, Pelikane in der Luft und im Wasser und ein Bier in der Hand. Hermi kocht und so sitzen wir an Heiligabend zufrieden beieinander und geniessen die tolle Stimmung. Vor dem Sonnenuntergang fliegen hunderte Flamingos von Süden nach Norden auf dem Meer vorbei. Ein stimmungsvoller Sonnenuntergang begeistert uns und kurz darauf leuchten Milliarden von Sternen über uns. Frohe Weihnachten euch allen.

Donnerstag, 23. Dezember 2021
Nach dem Frühstück fahren wir los um uns als erstes die Cenoten Miguel Colorado anzusehen. Es sind zwei Karstlöcher, die von ca. 80m hohen Steilwänden umgeben sind. Der Typ am Eingang knöpft uns 200 Pesos pro Person ab, ganz schön teuer! Er erklärt uns dafür den Weg auf einer Tafel. Erstmal steigen wir steil einige Stufen empor. Oben erwartet uns ein Aussichtspunkt, von dem man früher per Zipline über die Cenote schweben konnte. Diese sind aber schon länger nicht mehr in Betrieb. Wir sehen uns auch noch die zweite, kleinere Cenote an und gehen runter zum Wasser. Da es noch kühl ist und das Wasser nicht ganz sauber aussieht, lassen wir das Baden sein. Tiere haben wir auch hier leider wieder keine gesehen. Zur Hauptstrasse zurück nehmen wir den gleichen Weg wie auf der Hinfahrt, um eine noch schlechtere Strasse zu vermeiden. Es geht durch ein kleines Dorf in dessen Umgebung vor allem Landwirtschaft betrieben wird. Unterwegs liegt eine schöne Hacienda mit gelbem Haupthaus und einer Scheune, an die einige hübsche Zimmer angebaut sind. Zurück auf der Carretera 261 kommen wir durch ein paar kleinere Dörfer. Jedes scheint etwas Spezielles herzustellen, besonders auffällig sind bei einem wunderschöne Holzarbeiten, die an der Strasse in Verschlägen verkauft werden. Nach weiteren 60 km kommen wir ans Meer. Blau, mit Schaumkrömchen blinkt es vor uns. Der Verkehr ist nicht stark aber wir kommen an einigen Lastwagen vorbei, abenteuerlich hoch beladen mit Zuckerrohr. Es ist schon 14.00h als wir endlich Campeche erreichen. Zuerst gehen wir einkaufen, damit wir genug Lebensmittel haben um an Weihnachten an einem Strand frei stehen können. Anschliessend fahren wir zum, uns schon bekannten, Camping beim Hotel Kin Ha. Schnell richten wir uns ein, ziehen uns um und fahren dann mit einem Taxi in die Stadt. Bei der grossen Markthalle steigen wir aus und lassen uns gleich mal durch das Gewusel treiben das hier herrscht. Anschliessend wechseln wir in die Altstadt und lassen uns in einem Restaurant feine Cocktails servieren, die von ein paar sehr feinen Tapashäppchen begleitet werden. Die Sonne geht hinter den Häusern unter als wir langsam Richtung Malecon schlendern, um die schöne Stimmung über dem Meer zu geniessen. Bevor wir zurück zum Wohni fahren besichtigen wir noch den Hauptplatz mit der Kathedrale und gehen essen.

Mittwoch, 22. Dezember 2021
Es war absolut ruhig heute Nacht. Kein Geräusch war aus dem Dschungel zu hören. Da gestern die Uhr mal wieder umgestellt hat sind wir heute schon vor 7.00h wach. Für uns ist die Zeit meist eh egal da wir vorallem mit dem Tageslicht gehen. Wir entscheiden uns zu einer weiteren wenig bekannten Ruinenstätte zu fahren die gleich hier in der Nähe liegt. Kurz nach 8.00h haben wir sie erreicht nachdem Roman und ich den Weg zur Strasse gelaufen sind und für Hermi und unser Wohni die Äste aus dem Weg geräumt haben. Das Tor ist zur Ruinenstätte ist noch zu aber wird gerade geöffnet als wir ankommen. Der interessanteste Teil dieser Ruine ist ein grosses Relief. Leider ist die Türe dazu noch zu. Wieder haben wir Glück und eine Angestellte öffnet uns. Toll, solche Kunstwerke hatte ich mir erhofft. Nach einer Stunde haben wir alles gesehen und setzen uns zum Frühstück auf den Parkplatz. Anschliessend fahren wir 100 km weiter bis nach Escarcega. Bei einem Supermarkt kaufen wir noch ein paar fehlende Zutaten für Rösti, die wir heute Abend braten wollen. Anschliessend fahren wir ein paar Kilometer zurück zu einem Camping, der ein wenig zurück versetzt von der Strasse liegt. Den Nachmittag verbringen wir hier und lesen.

Dienstag, 21. Dezember 2021
Gut geschlafen, um wach zu werden schwimmen wir eine Runde. Heute wollen wir im Ort frühstücken. Vorher müssen wir aber noch irgendwo Geld aus dem Automaten ziehen. Das hatte gestern nicht geklappt. Zum Glück steht in einem OXXO ein ATM, bei dem ich unser Bares auffüllen kann. Anschliessend sitzen wir vor einem netten Kaffee im Garten, schlürfen Moka, essen French Bread und hören einem Saxophonisten zu, der die Gäste unterhält. Nachdem wir noch vollgetankt haben fahren wir los. Für 20 km folgen wir der 307 dann biegen wir ab nach Nordwesten auf die 186. Beide Strassen sind in sehr gutem Zustand. Schnell bringen wir weitere 110km hinter uns und erreichen Becan. Der Ort ist winzig aber er beherbergt eine Ruine, die wir uns ansehen wollen. Wir sind recht begeistert von der schönen Anlage, die sich im Wald versteckt und nur sehr wenige Besucher hat. Roman ersteigt die höchste Pyramide der Stätte auf 32m. Wir warten unten. Es gibt ein paar hübsche Ecken auf dem Gelände aber gross ist es nicht. Nach einer Stunde haben wir alles erkundet und fahren weiter. Nach weiteren 50km erreichen wir den Abzweiger nach Calakmul. Mit unserem Fahrzeug dürfen wir die 60km Strasse bis zu den berühmten Ruinen nicht befahren aber für 60 Pesos pro Person dürfen wir wenigstens zu einem Camp fahren, das sich im Jungle versteckt. 6km sind gute geteerte Strasse, dann biegen wir ab nach Yaax’che. Für ca. 700m müssen wir uns durch den Dschungel schlagen. Irgendwann steigen Roman und ich aus und machen den Weg frei von irgendwelchen Gewächsen, die permanent im Weg sind. Fast unbeschadet kommen wir auf dem Parkplatz an, nur das Gehäuse der Sonnenstore ist an einem Baum hängen geblieben und fortgeflogen. Das können wir aber nur wieder einklicken. Nachdem wir alle Fenster geöffnet haben erkunden wir zuerst die Umgebung. Es gibt einen Rundweg von ca. 1.5km, dem wir durch den Wald folgen. Unterwegs kann man einen Turm besteigen. Roman traut sich und steigt 2 Etagen hoch, dreht dann aber wieder um, weil die Holzkonstruktion in luftiger Höhe ziemlich schwankt und das Holz morsch ist. Bei unserem Spaziergang entdecken wir keine Tiere aber als wir zurück beim Wohni sind turnen plötzlich Affen über uns durch die Bäume. Heute kochen wir zur Abwechslung mal selber. Es gibt Filet mit Tomatenrisotto, sehr fein lieber Chefkoch Hermann.

Montag, 20. Dezember 2021
Morgens geniessen wir ein Bad und ein ausgedehntes Frühstück. Erst kurz vor Mittag machen wir uns auf, um die Cenote Azul zu erkunden. Was wir sehen überzeugt uns nicht. Es ist eine richtige Badeanstalt ans Ufer gebaut und am Eingang stehen die Menschen Schlange. Wir drehen um und werfen von oben einen Blick aufs Wasser. Da aber die Sonne gerade nicht scheint lohnt noch nicht mal ein Foto. Die Lagune hingegen leuchtet in den schönsten Blautönen. Leider stehen zwischen dem Ufer und uns überall Häuser, sodass wir auch kein Bild machen können. Zurück im Ort suchen wir uns einen Übernachtungsplatz. Bei einem Balneario werden wir fündig. Hier dürfen wir auf dem Parkplatz stehen und haben direkte Sicht aufs Wasser. Sogar unsere Batterie dürfen wir aufladen und so sitzen wir vor dem Wohni und warten. Nach einem Bad in der klaren Lagune ziehen wir uns an und gehen ins Städtchen. Es ist mit Pueblo Magico angegeben aber magico finden wir hier es hier nicht wirklich. Nach einer Runde durchs Zentrum und am See entlang gehen wir erstmal ein Bier trinken. Nach kurzer Beratung wegen dem Abendessen entscheiden wir uns für ein Restaurant, für das wir einen Tipp von Reisefreunden erhalten haben. Wir haben es nicht bereut und königlich gespeist. Feiner Thun und Lachs, besonders und mit Liebe zubereitet. Die Zeit ist schnell vergangen und auf dem Heimweg holt uns die Dunkelheit ein. Wir nehmen noch ein Bad und sitzen den Rest des Abends vor dem Wohni beisammen.

Sonntag, 19. Dezember 2021
Wir haben lange und gut geschlafen. Den Tag verbringen wir am Wasser und geniessen die Ruhe.

Endlich gelingt es mir die Homepage zu laden.

Samstag, 18. Dezember 2021
Wir haben ausgeschlafen und dann gefrühstückt. Um 10.00h wollen wir auf der Strasse sein, Ziel knapp verfehlt, es ist 10.15h als wir vom Campingplatz rollen. Es rächt sich sofort, an einer Baustelle wird der Verkehr gestoppt bis ein Rohr plaziert ist, wir warten und warten… Endlich geht es weiter. Wir fahren durch Tulum, ein überaus touristisches Städtchen das zu den Pueblo Magico gezählt wird, wir fragen uns warum. Viele Hotels und Geschäfte aber keine hübsche Bauten, zumindestens nicht an der Hauptstrasse, die wir allerdings auch nicht verlassen. Kurz nach der Stadt wird es ruhig auf der Carretera 307 und langweilig! Es geht für fast 200km immer gerade aus, mit wenigen Kurven und einem einzigen Städtchen dazwischen. Nach 2 ½ Stunden haben wir die Strecke geschafft und biegen für die letzten beiden Kilometer auf einen ungeteerten Weg der zur Lagune von Bacalar führt. An ihrem Ende erwartet uns ein hübscher Platz am Ufer mit grünem Rasen, Palmen und einem Restaurant. Nachdem wir uns installiert haben gehen wir erstmal essen. Der Blick auf die Lagune ist traumhaft, allerdings zieht gerade ein Unwetter auf. Kurz darauf prasseln riesige Tropfen sintflutartig auf das Gelände. Da der Wind die Wolken vorantreibt müssen wir weiter ins Innere des offenen Raums flüchten, da wir sonst klatschnass geworden wären. Nach nur 10 Minuten ist der Spuck vorbei und die Sonne blitzt wieder zwischen den Wolken hervor. Das Essen mundet uns sehr, Hermi isst einen Fisch, ich bekomme Quesadillas und Roman einen Crevettensalat mariniert in Zitronensauce. Abends sitzen wir bis 21.00h draussen und versuchen uns von den Mücken nicht allzu sehr stechen zu lassen.

Freitag, 17. Dezember 2021
Heute mussten wir nochmal früh aufstehen. Wir wollen uns die Tempelanlagen von Tulum ansehen. Sie ist eine der bekanntesten und meistfotografierten Mayastätten von Mexiko. Wir kommen kurz vor 8.30h am Parkplatz an, bezahlen hundert Peso, schmieren uns mit Sonnencreme ein, packen unsere Hüte und Fotoapparate und gehen los. Gut gemacht, es ist noch nicht viel los. An der Kasse brauchen wir nicht anzustehen. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir den Eingang in der Mauer die die Mayastätte umgibt. Wau, so schön! Hier herrscht ein ganz anderes Ambiente als an all den anderen Pyramiden die wir bis jetzt gesehen haben. Die Gebäude sind kleiner, schmiegen sich schön in die Landschaft und Pflanzenwelt ein. Die Gebäude selber sind bis auf wenige Stellen leider schon ziemlich verwittert und weisen kaum noch Reliefs oder Farben auf. Die Nähe zum Strand ist dafür einmalig und überall auf dem Gelände stehen Palmen. Wir geniessen den Ausblick von den Klippen die hier den Strand säumen. Nach einer Stunde haben wir uns uns sattgesehen dafür knurren nun unsere Mägen. Roman und Hermann entdecken an der Hauptstrasse, nur wenige Meter entfernt von den Ausgrabungen, eine Bäckerei die mit „Bretzel“ angeschrieben ist. Hierhin gehen wir und werden nicht enttäuscht. Eine deutsch-mexikanische Familie betreibt ein kleines Hotel mit Restaurant und backt unter anderm Bretzel. Wir bekommen ein reichhaltiges Frühstück im gemütlichen Garten serviert. So, Hunger und Durst sind jetzt gestillt nun ist uns heiss. Wir fahren zurück nach Puerto Aventuras und parken bei der Cenote Jardin Eden. Schnell die Badehosen gepackt und nach einer kurzen Erklärung des Eigners schwimmen wir im klaren, angenehm temperierten Wasser. Hier darf auch getaucht werden und weil das Karstloch offen ist, kann man die Taucher beim Schwimmen gut beobachten. Wir haben unsere Taucherbrillen und Schnorchel dabei und erkunden die Natur. Viele kleine Fischchen schwimmen um uns und übernehmen Maniküre und Pediküre. Nach 2 Stunden haben wir genug und fahren zurück zum Camping. Auch hier gibt es eine kleine Cenote zu erkunden. Zum Ende des Tages kriecht Hermi wieder mal unters Auto und macht eine Kontrolle und ich schreibe Tagebuch. Den Tag beschliessen wir mit einem Abendessen im Restaurant und dann sitzen wir noch gemütlich vor dem Wohni.

Donnerstag, 16. Dezember 2021
Aufstehen und erstmal mit Roman chatten ob er gut am Flughafen angekommen ist und alles planmässig läuft. Das bestätigt er umgehend und so machen wir uns kurz nach 8 Uhr auf und fahren zum Flughafen von Cancun. Unterwegs sehe ich dann aber leider, dass der Flug nun eine Stunde Verspätung hat. Für uns kein Problem, wir fahren zum Strand und gehen erstmal frühstücken. Anschliessend fahren wir der Hotelzone von Cancun entlang Richtung Norden. Wahnsinnig, ein riesiger Hotelbunker nach dem anderen. Teilweise ist die Strasse gesäumt von Bars und Eventlokalen. Von der Stadt selber haben wir nicht allzuviel gesehen, nur den Camping, der im Norden liegt, haben wir inspiziert und für gut befunden. Inzwischen war Roman gelandet und wir sind zum Flughafen gefahren, schnell haben wir ihn aufgepickt und sind dann umgehend zurück nach Puerta Aventuras gedüst. Nachdem wir eingekauft und unsere Wäsche abgeholt hatten ging es nach Paamul. Wir haben alle Sachen verstaut. Völlig verschwitzt konnten wir uns endlich im herrlichen Wasser der karibischen See abkühlen. Den Abend haben wir mit einem feinen Essen und gemütlichem Beisammensein zu fünft beschlossen.

Mittwoch, 15. Dezember 2021
Wir wachen erst um 7.45h auf und gehen erstmal frühstücken. Anschliessend packen wir die letzten Sachen in unseren Seesack. Ein Regenschauer stoppt uns noch kurz, dann geht es aber los. Wir verlassen das Hotel und starten als erstes zu einer Wäscherei, wo wir unsere Sachen abgeben. Zurück auf der Hauptstrasse sind es kurze 6 Kilometer bis zum Hotel Paamul, wo wir für die nächsten drei Nächte stehen werden. Wir bekommen einen Platz bei den Zelten und müssen nicht auf dem Parkplatz übernachten. Mittags setzen wir uns ins hübsche Restaurant direkt am Strand und geniessen einen feinen Avocadosalat mit Shrimps. Zurück beim Wohni treffen wir auf Carmen und David, die noch unterwegs waren als wir angekommen sind. Nachmittags versuche ich mit viel Geduld endlich die Bilder auf die Homepage zu laden, schaffe aber wieder nur einen kleinen Teil. Währenddessen packt Hermi die Tauchsachen in unseren „Keller“. Wir trinken gemeinsam mit den beiden Schweizern eine von David selbstgemachte Pinacolada. Nach einem Abendessen im Restaurant sitzen wir noch länger gemeinsam draussen vor den Wohnis.

Dienstag, 14. Dezember 2021
Wir machen uns einen gemütlichen Morgen bevor wir anfangen unsere Sachen zu packen. Nachmittags holen wir die restlichen Sachen bei der Tauchbasis ab und packen sie ins D-Hai. Gegen 15.00h lassen wir uns dann noch verwöhnen. Eine halbstündige Massage tut unseren Rücken gut nach den Tauchgängen. Abends essen wir einen Hamburger, eigentlich hatten wir keinen grossen Hunger aber ins Getümmel des Restaurants mit dem grossen Buffet wollten wir uns auch nicht mehr stürzen. Hier oben an der frischen Luft ist es ruhig und angenehm.

Montag, 13. Dezember 2021
Der Wecker klingelt um 6.45h, verschlafen stehen wir auf und machen uns fertig. Nach dem Frühstück gehen wir zur Tauchbasis. Wir sind wieder mal die ersten und dürfen warten. Als endlich alle 6 Taucher beisammen und ausgerüstet sind, bringt uns das Boot raus zum Riff. Peter weist den Kapitän an uns über dem Riff bei ungefähr 15 Metern Tiefe auszuladen. Als wir im Wasser schwimmen schaut er etwas konsterniert nach unten und meint, oh, heute ist die Sicht aber schlecht, ich dann den Grund nicht sehen! Seis drum, wir tauchen ab und sinken langsam tiefer, nach ca. 10m sehen wir endlich den Boden, der ist aber noch weit unten! Unser Tauchcomputer zeigt 25 Meter Tiefe als wir uns sammeln. Kein Wunder konnte man den Grund nicht sehen! Zum Glück ist das bei keinem von uns ein Problem und so geniessen wir 45 gemütliche Minuten während denen wir in Höhlen leuchten, Fische bei ihren Beschäftigungen beobachten und uns aber trotzdem wundern, dass in diesem schönen Korallengarten relativ wenige Fische unterwegs sind. Der zweite Tauchgang findet dann auf den normalen ca. 15 Metern statt. Wir sehen eine Schildkröte, eine grosse Krabbe und eine Languste. Bei allen drei Tieren kann ich gut beobachten, wie wir Taucher die Tiere stören, wenn wir nicht genug Distanz halten. Ein Amerikaner mit Kamera taucht mit uns und im Gegensatz zu uns anderen 5, schwimmt er an alles ganz nah ran um es fotografieren zu können. Leider vertreibt er dadurch auch für uns die Tiere. An der Oberfläche haben die Wellen mal wieder recht zugenommen und leider sind wir wieder nur die zweite Gruppe beim Auftauchen, die nun warten muss, bis uns das Schiff abholt. So, das war unser letzter Tauchgang hier in Puerto Aventuras. Wir waschen unsere Sachen gut aus und hängen alles zum Trocknen auf. Nachmittags ruhen wir uns aus um abend‘s zum Hafen zu gehen. Wir haben uns mit Carmen und David verabredet, sie hatten wir in Bernal kennengelernt, noch vor unserem Aufenthalt in der Schweiz. Die beiden erwarten auch Besuch aus der Heimat. Wir verleben einen sehr gemütlichen Abend zusammen und freuen uns schon auf ein Wiedersehen in zwei Tagen auf dem Campingplatz. Zurück im Hotel nehmen wir noch einen Absacker in der Lobbybar. Oh je, wir hatten es heute schon gemerkt, die Gäste haben gewechselt. Es ist eine ganze Gruppe lauter junger und älterer Engländer angekommen, die fleissig dem Alkohol zusprechen. Schnell trinken wir aus und fliehen in unser Zimmer.

Sonntag, 12. Dezember 2021
Der Wind hat nachgelassen und so gehen wir kurz vor 10.00h rüber zur Tauchbasis. Hier warten wir über eine Stunde bis eine Gruppe von 6 Tauchern, die eine Einführungslektion im Pool absolvieren mussten, endlich zu uns stösst. Wir rüsten uns fertig aus, dann fährt der Kapitän zu der Stelle von unserem ersten Tauchgang hier. Wir plumpsen ins Wasser und bibbern kurz, kalt! Die Sicht ist schlecht als wir durch die ersten 3-4 Meter nach unten stechen. Plötzlich ändern sich Sicht und Temperatur, wir haben eine kleine sogenannte Sprungschicht passiert. Unten herrschen wieder angenehme 28°C und etwas bessere Sicht. Wir sind heute zu fünft und harmonieren gut. Im bewegten Wasser, das uns hin und her schaukelt, schweben wir übers Riff und erhellen mit unseren Lampen die Löcher um versteckte Tiere zu erspähen. Es sind eine grosse Krabbe dabei, eine Muräne, Putzergarnelen, Rotfeuerfische und ganz viele andere Riffbewohner. Zurück an der Oberfläche müssen wir mal wieder warten. Die zweite Gruppe war vor uns oben und so schaukeln wir in den Wellen bis uns das Boot wieder aufpickt. Damit war der Tag wieder mal gelaufen. Nachmittags haben wir nur geruht und abends waren wir nach einem Abendessen am grossen Buffet schnell im Bett.

Samstag, 11. Dezember 2021
Beim Aufwachen stellen wir fest, der Wind hat noch nicht nachgelassen. Nach dem Frühstück gehen wir deshalb bei der Tauchbasis vorbei und hören, dass die Tauchgänge für heute gecancelt sind. Weiter kein Problem, die können wir noch nachholen. Zuerst gehen wir zum Wohni um die Wäsche für die Wäscherei vorzubereiten. Den Rest des Tages ruhen wir uns aus. Abends ist noch ein Überrauschungs-Dinner für uns gebucht. Einer sehr guten Suppe folgt ein Steak mit Shrimps, das Fleisch ist zäh und der ganze Teller nur noch lauwarm, schade! Das Dessert besteht aus einem Schokoherzen mit Mousse gefüllt, ziemlich üppig. Alles in allem hätten wir lieber eine einfache Pizza gehabt.

Freitag, 10. Dezember 2021
Die verbliebenen 4 Tauchgänge aus unserem Tauchpaket haben wir auf die nächsten Tage verteilt. Nun können wir morgens gemütlich frühstücken und müssen erst um 10 Uhr an der Basis sein. Heute tauchen wir mit vielen Anfängern. Entsprechend schwierig gestaltet sich der Tauchgang und heute bläst der Wind auch noch die Wellen hoch. Nachdem wir auf den Grund gesunken sind warten wir eine halbe Ewigkeit auf einen älteren Franzosen, der Mühe hat abzutauchen. Endlich hat auch er es geschafft und wir können nun den Tauchgang starten. Ein junges amerikanisches Pärchen das auch in unserer Gruppe taucht, hat das Gefühl, auch unter Wasser noch turteln zu müssen. Die sehen vom Riff und den Tieren nur mal gerade zwei riesige Muränen die frei herumschwimmen. Wenn wir sie den beiden nicht gezeigt hätten, hätten sie wohl bei diesem Tauchgang ausser sich selbst gar nichts gesehen. Wir entdecken noch eine hübsche kleine und feingliedrige Garnele und einen wunderhübschen kleinen neonblau getupften Rifffisch. Leider zeigt uns Peter, unser Guide, nach 35 Minuten an aufzutauchen. Der Franzose hat schon keine Luft mehr in der Flasche. Ich tauche noch mit 2/3 meiner Luft wieder auf, so schade! Kann man nichts machen, so sind die Regeln beim Tauchen halt. Nachdem wir uns im starken Wellengang zurück aufs Schiff gekämpft haben, geht es schnell zurück in den Hafen. Wir gehen duschen, essen etwas zum Lunch und machen dann eine lange Siesta. Abends haben wir im japanischen Restaurant einen Tisch reserviert. Wir treffen auf 6 lustige schwarze Schwestern aus New York. Mit ihnen wurden wir an einem grossen Tisch gesetzt. Es wird ein lustiger Abend mit den sechs. Ein Koch bereitet direkt vor uns auf einer grossen Kochplatte unsere gewählten Gerichte zu und zeigt vorher noch ein paar Kunststückchen mit Messer, Gabeln usw. Bevor wir ins Bett gehen treffen wir uns nochmal an der Bar mit unseren Tauchfreunden Dawid, seiner Frau Magdalena und Matthias. Die 3 reisen morgen nach Hause und so verabschieden wir uns von ihnen mit dem Versprechen in Kontakt zu bleiben.

Samstag, 11. Dezember 2021
Beim Aufwachen stellen wir fest, der Wind hat noch nicht nachgelassen. Nach dem Frühstück gehen wir deshalb bei der Tauchbasis vorbei und hören, dass die Tauchgänge für heute gecancelt sind. Weiter kein Problem, die können wir noch nachholen. Zuerst gehen wir zum Wohni um die Wäsche für die Wäscherei vorzubereiten. Den Rest des Tages ruhen wir uns aus. Abends ist noch ein Überrauschungs-Dinner für uns gebucht. Einer sehr guten Suppe folgt ein Steak mit Shrimps, das Fleisch ist zäh und der ganze Teller nur noch lauwarm, schade! Das Dessert besteht aus einem Schokoherzen mit Mousse gefüllt, ziemlich üppig. Alles in allem hätten wir lieber eine einfache Pizza gehabt.

Freitag, 10. Dezember 2021
Die verbliebenen 4 Tauchgänge aus unserem Tauchpaket haben wir auf die nächsten Tage verteilt. Nun können wir morgens gemütlich frühstücken und müssen erst um 10 Uhr an der Basis sein. Heute tauchen wir mit vielen Anfängern. Entsprechend schwierig gestaltet sich der Tauchgang und heute bläst der Wind auch noch die Wellen hoch. Nachdem wir auf den Grund gesunken sind warten wir eine halbe Ewigkeit auf einen älteren Franzosen, der Mühe hat abzutauchen. Endlich hat auch er es geschafft und wir können nun den Tauchgang starten. Ein junges amerikanisches Pärchen das auch in unserer Gruppe taucht, hat das Gefühl, auch unter Wasser noch turteln zu müssen. Die sehen vom Riff und den Tieren nur mal gerade zwei riesige Muränen die frei herumschwimmen. Wenn wir sie den beiden nicht gezeigt hätten, hätten sie wohl bei diesem Tauchgang ausser sich selbst gar nichts gesehen. Wir entdecken noch eine hübsche kleine und feingliedrige Garnele und einen wunderhübschen kleinen neonblau getupften Rifffisch. Leider zeigt uns Peter, unser Guide, nach 35 Minuten an aufzutauchen. Der Franzose hat schon keine Luft mehr in der Flasche. Ich tauche noch mit 2/3 meiner Luft wieder auf, so schade! Kann man nichts machen, so sind die Regeln beim Tauchen halt. Nachdem wir uns im starken Wellengang zurück aufs Schiff gekämpft haben, geht es schnell zurück in den Hafen. Wir gehen duschen, essen etwas zum Lunch und machen dann eine lange Siesta. Abends haben wir im japanischen Restaurant einen Tisch reserviert. Wir treffen auf 6 lustige schwarze Schwestern aus New York. Mit ihnen wurden wir an einem grossen Tisch gesetzt. Es wird ein lustiger Abend mit den sechs. Ein Koch bereitet direkt vor uns auf einer grossen Kochplatte unsere gewählten Gerichte zu und zeigt vorher noch ein paar Kunststückchen mit Messer, Gabeln usw. Bevor wir ins Bett gehen treffen wir uns nochmal an der Bar mit unseren Tauchfreunden Dawid, seiner Frau Magdalena und Matthias. Die 3 reisen morgen nach Hause und so verabschieden wir uns von ihnen mit dem Versprechen in Kontakt zu bleiben.

Donnerstag, 09. Dezember 2021
Heute haben wir einen Tag Pause vom Tauchen. Nach dem Frühstück spazieren wir ins Zentrum des Touristenkomplexes um eine Wäscherei zu suchen. Wir haben nichts Schlaues gefunden aber egal. Der Rest des Tages vergeht mit ruhen und ein wenig im Internet surfen. Leider ist das Wlan des Hotels so schlecht, dass ich unsere Homepage nicht aktualisieren kann und auch unser eigenes Wlan funktioniert nicht. Abends gehen wir gemeinsam mit Matthias ausserhalb des Hotels in ein italienisches Restaurant zum Essen.

Mittwoch, 08. Dezember 2021
Heute können wir uns etwas mehr Zeit lassen. Pick-up Time ist 9.20h. Wir warten zu viert auf das Taxi das aber im Verkehr steckt. Um 10.00h kann‘s dann endlich losgehen. Carlos kommt auch wieder mit. Wir fahren zur Cenote Chak Mool, die sich gar nicht weit von hier im Wald versteckt. Cenoten sind Karstlöcher gefüllt mit Süss- und Salzwasser. Sie waren und sind die einzige Süsswasserversorgung hier auf der Halbinsel. Ein riesiges Höhlensystem durchlöchert das flache Land und ist an vielen Stellen durchgebrochen. Das sind die Plätze in denen man in die Unterwelt abtauchen kann. Nach der Ankunft rödeln wir unsere Geräte auf und bekommen dann von Billi und Nicole ein genaues Briefing. Tauchen in Grotten oder Höhlen ist anders als im Meer, weil man nicht nebeneinander schwimmen und so keinen Blickkontakt herstellen kann. Die Cenote hier ist in Teilen nach oben offen, führt aber auch tiefer in richtige Höhlen. Dort haben wir ohne Brevet aber keinen Zutritt. Bevor wir in die Tauchsachen steigen gehen wir erst noch vor und werfen einen Blick auf den „Teich“. Leider sind ausser uns noch ganz viele andere Leute unterwegs und so wimmelt es im Wasser von Menschen, Flossen, Licht und Stimmen. Das vermiest etwas die tolle ruhige Stimmung des türkis glitzernden Wassers. Der Tauchgang selbst ist sehr speziell. Wir folgen einer dem anderen einer Leine und Nicole, unserem Guide. Das Wasser ist schnapsklar, man könnte meinen, man könne ohne Atemregler atmen, wenn da nicht die kleinen Fische wären, die darin herum schwimmen. Es geht bis 12 m Tiefe, hier unten ist im Gegensatz zu den ersten 8m Salzwasser. Es wabert alles vor unseren Augen, da kann einem regelrecht komisch werden. Spannend ist, wenn man die Grenze dazwischen erreicht. Kopf runter und die halbe Brille ist oben im Süss- und unten im Salzwasser. Nun lasse ich meine Augen wandern. Oben alles klar, unten alles verschwommen und mystisch. Nach einer kurzen Pause starten wir zum zweiten Tauchgang. In diesem Teil der Cenote gibt es Stalagniten und Stalagtiten (fragt mich nicht welche oben und welche unten sind). Wir tauchen auch in einer nach oben geschlossenen Grotte auf und atmen die miefige Luft. Der zweite Tauchgang ist schöner als der erste, ausser den russischen Tauchern die am Anfang den Einstieg vollkommen für sich eingenommen haben. Matthias spricht ein Machtwort „Dawei!“ und schon ist die Treppe frei und wir im Wasser. Nach einer knappen Stunde sind wir zurück in unserer Welt. Nachdem wir alles aufgeräumt haben geht es zurück ins Hotel zu einem Dekobier, einer Dusche, dem Abendessen und einem lustigen Abend mit den anderen Tauchern.

Dienstag, 07. Dezember 2021
Heute geht es auf einen Tagesausflug nach Cozumel in den Nationalpark. Wir müssen schon um 8.00h an der Lobby stehen. Nachdem der dritte Taucher, Matthias aus Deutschland, erscheint (ihn hatten sie vergessen zu informieren) geht es mit dem Taxi los. Nachdem wir noch zwei Schnorchlerinnen und einen weiteren Taucher, Carlos aus Chile, abgeholt haben, lädt uns der Fahrer beim Fährenterminal ab. Halt! Wohin müssen wir und wer hat die Tickets? Er bequemt sich eine Nummer anzurufen und weist uns dann auf einen anderen Eingang hin, an dem der Guide angeblich warten soll. Wir schleppen also das Equipment zum angegebenen Punkt. Ach, tatsächlich, da sitzt ja einer im roten ProDive T’Shirt und winkt freundlich. So ein Affe, der hätte auch zum anderen Eingang kommen können aber ok, das ist halt Mexiko. Durch das ganze hin und her haben wir die 9.00h Fähre verpasst und müssen nun auf die um 10 Uhr warten. Na toll. Endlich dürfen wir einsteigen. Carlos setzt sich mit uns aufs hintere Deck an die frische Luft. Die Fähre füllt sich und als es schon fast losgeht, kommt ein älteres Ehepaar das schlecht zu Fuss ist, die Treppe hoch. Wir bieten unsere Plätze an, die beiden sind froh sicher zu sitzen. Nun müssen wir für uns noch einen Sitzplatz finden. Alles besetzt! Wir stehen vorne im Gang zur ersten Klasse. Eine Matrosin zeigt an, dass wir uns setzen müssen, kein Platz mehr! Ha, sie öffnet die Schranke zur Lounge der ersten Klasse auf dem Oberdeck. So geniessen wir drei eine gemütliche Überfahrt nach Cozumel. Drüben werden wir in ein Taxi gesetzt und los geht die Fahrt zum Allegra Resort nah am Meeresnationalpark. Mittlerweile ist es schon 11.30h. Wir kriegen Bändel des Resorts und dürfen uns am Mittagsbuffet bedienen. Anschliessend geht es endlich zum Tauchboot. Nach dem Briefing heisst es auch schon, 1,2,3, Sprung. Wir finden uns im warmen Wasser wieder, in dem uns eine gute Strömung über’s Riff fliegen lässt. Beim Abtauchen kommt uns eine Schildkröte entgegen die mal atmen muss. Erstaunlich, wie anders als am Festland sich hier das Riff präsentiert. Es gibt viel mehr Fische. Ok, das hier ist eine Riffwand die ins Endlose hinunter zu scheinen führt. Das nährstoffreiche Wasser strömt entlang und das generiert natürlich viel Leben. Wir geniessen es auf jeden Fall. Die Arme ausgebreitet und die Flossen als Seitenruder schweben wir über der herrlichen Unterwasserwelt. Hier gibt es riesige Schwämme, grosse Triton-Muscheln kriechen über den Boden, unzählige bunte Fische bevölkern das Riff und im freien Wasser warten die Räuber. Ein grosser Barrakuda kommt mal eben vorbei und bestaunt uns, wie wir ihn bestaunen. Beim zweiten Tauchgang segeln wir über das Riffdach. In einer Höhle liegen zwei grosse Ammenhaie und daneben hat eine grosse Krabbe ihre Unterkunft. Eine feingliedrige Krevette stakst über den Grund. Zwei grosse Hummer teilen sich eine Unterkunft, man erkennt sie an ihre langen Antennen, die aus dem Riff lugen. Nach zweimal 55 Minuten steigen wir zufrieden beim Resort wieder aus. Es ist 16.30h und der Guide lässt uns gerade mal 30 Minuten, bis wir an der Lobby sein müssen. Schnell alles einpacken und eine kurze Dusche mit Süsswasser, damit es noch für ein Dekobier reicht. Wir schaffen alles und stehen pünktlich vorne beim wartenden Guide. Leider fehlt nun eine der Schnorchlerinnen. Nach 10 Minuten kommt sie gemütlich anspaziert. Nun geht’s schnell zurück zum Fährterminal. Wir sollen die Fähre um 18.00 Uhr erreichen. Bei der Rückfahrt staunen wir über die 6 riesigen Kreuzfahrtschiffe, die an zwei Terminals festgemacht haben und sich nun zurück aufs Meer aufmachen. Die Fähre hat Verspätung und weil die eine Tussi schon wieder fehlt, wissen wir nicht, ob es der Guide und die Dame noch auf unser Schiff schaffen. Zum Glück haben wir unsere Tickets. Zum Schluss durften die Beiden auch noch mit. Um 19.00h sind wir endlich zurück auf dem Festland. Die Taxifahrt zurück dauert auch nochmal eine halbe Stunde und dann können wir entspannen. Wir gehen noch Essen und auf einen Drink in die Bar. Das war’s dann für heute. Resume, ein riesiger Aufwand mit Tücken aber das Tauchen war toll.

Montag, 06. Dezember 2021
Wir tauchen morgens an zwei verschiedenen Plätzen. Es war schön, besonders zu erwähnen ist eine riesige Krabbe, erst habe ich nur eine grosse Schere entdeckt dann den Körper und die endlos langen Beine. Toll! Leider hatten wir heute einen sehr netten Franzosen als Tauchguide der beim ersten Tauchgang einen Anfänger zu betreuen hatte und beim zweiten Tauchgang ist er wie ein Weltmeister durchs Riff geschwommen. Nicht unsere Art aber für einmal ok. Mittags haben wir einen Lunch eingenommen. Leider hat Hermi dabei etwas nicht gut vertragen, wir vermuten der Gurkensaft. Ich habe eh nicht verstanden warum er sich den geholt hat, er hasst sonst Gurken. Ich hoffe nach einer Runde Finger in die Gurgel stecken geht es ihm besser. Nach einer Stunde hat er sich erholt. Wir gehen normal essen und halten dann einen gemütlichen Schwatz mit unserem Divebody David und seiner Frau bei einem Mojto.

Sonntag, 05. Dezember 2021
Puh, um 6.40h klingelt der Wecker und zu allem Elend haben wir auch noch 1 Stunde Zeitunterschied zum restlichen Mexiko. Es ist fast noch dunkel als wir aus dem Kingsize-Bett krabbeln. Wir haben sehr gut geschlafen aber das ist nun schon etwas zu früh. Pünktlich um 8.00h sind wir bei der Tauchbasis, die zum Glück direkt vor dem Frühstücksraum liegt. Nun müssen wir warten bis die anderen Taucher auftauchen ;-). Schlussendlich sind wir nur zu dritt und der Tauchguide. Wir rödeln auf, gehen zur Marina und fahren nur knapp 10 Minuten zum Riff. Es wird ein wunderbar ruhiger Tauchgang. Wir vier harmonieren perfekt. Peter, der tschechoslowakische Guide zeigt uns seine Bekannten und Freunde im Riffgarten die da sind, Muräne, Lobster und riesige Krabben. Ein Stachelrochen schwimmt dauernd vor uns her und sucht am Boden nach verstecktem Getier. Nach 45 min. steigen wir auf und berichten aufgeregt über unsere Begegnungen mit der Unterwasserwelt. Nachdem wir in der Marina noch zwei weitere Taucher aufgegabelt und eine Pinkelpause eingelegt haben, geht es wieder hinaus auf’s Wasser. Der zweite Tauchgang ist genau so schön und easy wie der Erste. Diesmal sehen wir aber zusätzlich noch zwei Schildkröten. Eine davon ist schon fast zutraulich und frisst seelenruhig weiter an einer Koralle, trotz unserer doch etwas aufdringlichen Anwesenheit. Mittags sind wir zurück im Zimmer und geniessen eine warme Dusche. Warm müsste sie eigentlich nicht sein, weil wir bei 28°C Wassertemperatur nicht frieren mussten. Heute haben wir noch keine Unterwasserbilder gemacht, das wird ab morgen anders. Wir essen einen kleinen Lunch und hängen dann an einem der Pool’s ab. Rund um uns die Tierwelt von Yucatan. Abends haben wir im Grillrestaurant einen Tisch gebucht. Die Bucherei war auch so eine Sache. Wir wussten, dass wir diverse Zusatzleistungen zu unserer Buchung bekommen haben aber keiner sagt uns so genau was und wann. Als wir dann einen Tisch für den Abend reservieren möchten, kommt nach einiger Fragerei heraus, dass wir alles gleich reservieren müssen sonst verfällt es. Man merkt, wir sind solche Hotels nicht gewohnt, bäh.

Samstag, 04. Dezember 2021
Wir fahren heute zur Costa Maya nach Puerta Aventuras. Die Strecke nach Tulum ist gut aber langweilig. Man sieht am Strassenrand mal wieder nur den Busch. Ab und zu sehen wir kleine Läden, die alles Mögliche anbieten. Je mehr wir uns der Küste nähern, je mehr Souvenirstände werden es. Durch Tulum fahren wir schnell durch. Der Ort selber ist nichts Apartes soweit wir es sehen können. Den berühmten Tempel sparen wir uns für später auf. Die letzten 40 km fahren wir dem Meer entlang, können aber leider keinen einzigen Blick auf’s Wasser werfen. Der schmale Streifen zwischen der Strasse und dem Strand ist komplett zugewachsen. Kurz vor dem Ziel sehen wir uns einen Campingplatz an einem Strand an. Er ist sehr klein und am heutigen Samstag komplett mit mexikanischen Personenwagen zugestellt. Die meisten Stellplätze sind mit Snowbirds aus den USA und Kanada besetzt. Wir drehen um und fahren zu der zweiten Option. Es ist ein Hotel mit Campingplatz. Die „richtigen“ Stellplätze sollen 50 US$ kosten, man fragt sich warum. Stellplätze nur mit elektrisch sind am Parkplatz angesiedelt aber unter Palmen und kosten 500 Pesos, das ist schon eher etwas für uns. Da wir aber tauchen wollen haben wir noch eine andere Idee. Eventuell könnten wir in einem Hotel ein Zimmer buchen und das Wohni auf dem Parkplatz stehen lassen. Es wird dann schwierig mit dem Wohni und ohne Buchung überhaupt in den Touristen-Komplex von Puerta Aventuras einfahren zu dürfen. Nach einigen Diskussionen mit der Seguridad sind wir endlich drin und fahren zum Hotel in dem die Tauchbasis eingemietet ist. Der Parkplatzwächter will uns aber nicht haben und verweist uns auf eine Nebenstrasse. Dort kommt die nächste Aufsichtsperson. Zum Glück erscheint dann ein netter Tauchguide, der wohl für die lästigen Besucher aufgeboten wurde, um uns zum nächsten Hotel zu begleiten. Wir dürfen das Hotel betreten und informieren uns dann am Strand bei der Basis über die Tauchmöglichkeiten. Wir haben uns schnell für ein ganzes Paket mit 12 Tauchgängen entschieden, das einen Tag tauchen auf Cozumel und einen Tag tauchen in den Cenoten einschliesst. Nach kurzer Absprache gehen wir vor zur Rezeption und wollen ein Zimmer buchen. Von der Dame an der Rezeption wird uns empfohlen ein Zimmer im Internet zu buchen, eine Buchung direkt bei ihr sei viel zu teurer. Gut, mit dem Handy bewaffnet setzen wir uns an einen Tisch und buchen 11 Übernachtungen. Hermi holt die Tauchsachen im Wohni und ich stelle mich wieder an der Rezeption an, um uns einzuchecken. Nachdem endlich der Bürokram erledigt ist bekommen wir die Zimmerkarten ausgehändigt und bringen unser Gepäck ins Zimmer. Der Abend klingt dann aus bei einem Bier an der Beachbar und einem Nachtessen im Buffetrestaurant. Wir haben ein „all inclusiv“ Hotel erwischt. Nicht schlecht Herr Specht :-)

Den Tag haben wir wie in Trance verbracht. Wir sind weiter an einen Strand nach Sisal gefahren. Da es heute aber regnet und stürmisch ist, hat es uns hier nicht lange gehalten. Wir sind nach Merida gefahren, haben ein paar Sachen eingekauft und wollten dann bei einem Hostel einchecken. Der junge Mann fand aber unser Wohni zu gross für seinen Hinterhof. Es war schon 16.00h und nun war guter Rat teuer. In einer Stunde wird es dunkel und der nächste Platz, den ich ausgesucht habe ist 60km entfernt. Wir verfahren uns dann auch noch und so müssen wir die letzten 20 km in völliger Dunkelheit, auf einer schmalen Strasse und durch Dörfer fahren. Genau das versuchen wir immer zu vermeiden. Man sieht die Tope nämlich gar nicht mehr und Menschen und Tiere tauchen plötzlich aus der Finsternis auf. Zum Glück schaffen wir es ohne Probleme bis zu unserem Ziel in Homun. Hier gibt es ein Restaurant mit grossem Parkplatz auf dem man kostenlos für die Nacht stehen darf. Wir essen natürlich hier zu abend und gehen dann früh schlafen.

Freitag, 03. Dezember 2021
Wir haben wider erwarten nicht ganz schlecht geschlafen. Nach dem Frühstück fahren wir weiter nach Valladolid. Es will keine rechte Reise-Stimmung aufkommen. Im Städtchen erkunden wir zwei Campingplätze. Einer davon ist ideal gelegen. Er liegt nahe an der Stadt damit wir, wenn wir in ca. 2 Wochen wieder hier vorbei kommen, mit Roman die Stadt erkunden können. Für heute fahren wir weiter, ausserhalb der Stadt liegt eine Hotelanlage bei der Cenote Suytun. Wir stellen das Wohni ab und sehen uns das „Naturwunder“ mal an. Zum Glück sind nicht zu viele Menschen da. Man muss duschen und dann eine Schwimmweste abholen bevor man in die Unterwelt steigen darf. Es ist eine grosse Grotte in die durch ein Loch das Licht ins Wasser fällt. Hinunter kommt man über eine steile Treppe. Unten wird man in Empfang genommen und registriert. Auf den Grund der Cenote wurde eine Plattform gemauert, auf die am Ende das Licht fällt. Die Leute stehen Schlange um sich dort ablichten zu lassen. Da man nur maximal eine Stunde hier unten bleiben darf wird die Zeit bei mehr Leuten wohl knapp. Nach einer viertel Stunde haben wir genug vom „Zirkus“ gesehen und steigen wieder an die Oberfläche. Die zweite Cenote, die nach oben offen und von Regenwald überwuchert ist, ist geschlossen. Wir wollen trotzdem einen Blick hinein werfen, werden aber zurückgepfiffen. Den restlichen Nachmittag verbringen wir am Pool der Anlage wo das Internet nicht ganz schlecht ist.

SHELL

17. September 2006 bis 02. Dezember 2021

Machs gut lieber kleiner Schatz. Du wirst uns sehr fehlen!

Donnerstag, 02. Dezember 2021
Wir wachen um 7.15h davon auf das Shell erbrechen muss. Schnell stehen wir auf und lassen sie nach draussen. Nachdem wir das Frühstück vorbereitet haben erbricht sie schon wieder. Ich trage sie raus und merke, dass sie kaum laufen kann. Es wird immer schlechter mit ihr. Sie kann nicht mehr aufstehen! Schnell räumen wir unsere Sachen grob zusammen. Der Besitzer der Anlage fährt uns mit seinem Motorrad voraus und zweigt uns wo der Tierarzt ist. Es ist 8.30h und er macht erst um 9.00h auf. Mist! Shell liegt nur noch in unseren Armen und jammert leise. Zum Glück kommt die Tierärztin früher und lässt uns gleich eintreten. Nach einer kurzen Untersuchung müssen wir uns leider dazu entscheiden sie gehen zu lassen. Nach einer Narkosespritze schläft sie von selbst ein, ihr Herz hört auf zu schlagen. Wir sind so unendlich traurig, es ist in diesen Tage gerade 15 Jahre her, dass wir sie glücklich bei der Züchterin in Baden-Baden abholen durften.

Mittwoch, 01. Dezember 2021
Heute geht es nochmal ca. 170 km weiter Richtung Merida. Wir wollen nach Celestun. Das ist ein kleines Fischerdorf am Meer. Es liegt an einer Lagune in der es von Tieren nur so wimmeln soll. Wir möchten uns das ansehen um zu entscheiden, ob wir mit Roman später im Monat hier nochmal vorbei kommen sollen. Die ersten 90 km Fahrt auf der 180 kommen wir super voran. Bei Becal verlassen wir die Schnellstrasse und biegen auf eine Nebenstrasse ein. Ab hier wird’s rustikal. Die Strasse ist schmal und von Buschwerk gesäumt, das die Strasse versucht zu fressen. Nach einigen wenigen Kilometern erreichen wir die Grenze zu Yucatan. Nette Polizeibeamte grüssen freundlich und winken uns durch. Wir kommen durch kleine und kleinste Käffer. Ärmliche Hütten wechseln sich mit winzigen Betonbauten ab. Die Menschen sind freundlich und winken uns zu. Für die 60 km Nebenstrasse brauchen wir dann fast 1 ½ Stunden. Es hat sich aber gelohnt, wir haben das Gefühl wieder mal das echte Mexiko gesehen zu haben. In Celestun fahren wir über eine Brücke und queren die Lagune. In den Tümpeln daneben sehen wir ein paar Flamingos aber offensichtlich ist nicht Hauptsaison. Wir suchen den Campingplatz Villas del Mar. Es ist leider nur ein grosses Betonfeld. Der Eigner ist dafür super nett und begrüsst uns in Englisch. Er erklärt uns seine Anlage und lässt uns dann erst einmal ankommen. Den Nachmittag verbringen wir im Schatten des Wohnis. Eine kühle Brise lässt die Hitze erträglich sein. Erst um 17.00h raffen wir uns auf und gehen das kurze Stück bis zum Strand. Dem gehen wir ein Stück entlang und warten bis um 17.20h die Sonne am Horizont schlafen geht. Im Strandbewuchs verstecken sich kleine Kletten die ecklig stechen. Vor allem Shell hat darunter zu leiden. Es ist so schlimm, dass wir sie zum Schluss zurück zum Wohni tragen.

Dienstag, 30. November 2021
Wir sind heute 170 km weiter nach Campeche gefahren. Im Kin Ha Eco Hotel stehen wir nun auf einer Wiese nicht weit von der Strasse. Mit 400 Peso ganz schön teuer für das was es bietet. Es gibt zwar einen Pool und ein kleines Restaurant aber beides sieht nicht eben anmächelig aus. Hier funktioniert endlich das Internet, sodass ich die restlichen Bilder der letzten Woche noch auf die Homepage hochladen kann. Nachmittags, als es nicht mehr ganz so heiss ist, nehmen wir uns ein Taxi und fahren ins Centro Historico. Die Stadt ist UNESCO Weltkulturerbe und das möchten wir natürlich sehen. Fast am Malecon lassen wir uns absetzen. Von hier spazieren wir zur Puerta del Mar. Es ist eins von zwei erhaltenen Toren die in die Festungsmauer eingelassen waren. Die Stadtmauer besteht nur noch in zwei kurzen Teilen. Sie bot Schutz vor den Piraten, die hier früher die Küste unsicher gemacht haben. Ein Schritt durch das Tor in eine andere Welt. Wir werden von bunten Häusern empfangen. Jedes ist in einem anderen Ton gestrichen. Häufig sind es Pastelltöne die dem ganzen eine märchenhafte Stimmung geben. Der schöne Zocalo mit der Kathedrale und seinen Bogengängen steht dem in nichts nach. Eine Strasse wurde für den Verkehr gesperrt und nun kann man auf dieser Fussgängerzone herrlich flanieren. Das Zentrum ist sehr klein und so hat man die schönsten Teile innerhalb nicht mal einer Stunde gesehen. Unser Spaziergang wird allerdings von einem kräftigen Regenguss unterbrochen, den wir bei einem Mojito in einer Bar aussitzen. Nachdem wir uns sattgesehen haben gehen wir noch in einem Restaurant essen. Ein Taxi für die Rückfahrt zu finden gestaltet sich dann schwieriger. Zurück auf dem Camping entdecken wir neue Nachbarn. Nein, nicht neu, die 3 von thebrownvanlife kennen wir schon von Oaxaca und San Cristobal de las Casas. Es ist das indische Paar mit ihrem Hund Everest.

Montag, 29. November 2021
Wir verbringen einen gemütlichen Tag. Ein kurzer Spaziergang mit Shell zum Hafen und für mich 3 Stunden Geduld beim Hochladen der Bilder auf die Homepage. Ein feines Essen im Restaurant und ein schöner Abend an der lauen Luft. Zum Schluss entdecken wir noch einen Strauchdieb, hihihi.

Sonntag, 28. November 2021
Shell weckt uns um 6 Uhr, danach konnten wir nicht mehr schlafen und haben uns von der kalten Dusche noch ganz wecken lassen. Um 7.00h waren wir schon beim Frühstück und um 8.00h auf der Strasse. Knapp 300km wollen wir heute hinter uns bringen. Erst geht es langsam durch die Stadt, dann aber auf guter Strasse zügig voran. Interessant, die Mexikaner haben entlang dieser Strecke „Brücken“ für die Affen gebaut, damit diese die Strasse gefahrlos überqueren können. Heute geht es auf fast immer guter gerader Strasse schnell voran. Ok, ein paar Hüpfer sind auch heute wieder dabei aber im Grossen und Ganzen ist es eine schnelle Fahrt. Wir durchqueren einen schmalen Streifen des Staates Tabasaco und dann erreichen wir Campeche, einen der drei Staaten der Halbinsel Yucatan. Nach 200km biegen wir ab Richtung Golf von Mexiko. 50km weiter ist das Meer erreicht und nun geht es dem Strand entlang bis nach Isla Aguada. Hier habe ich in der IOverlander-App einen Campingplatz entdeckt, der direkt an einer Lagune und nur ca. 300m vom offenen Meer entfernt angelegt ist. Wir bekommen einen Platz unter einer Palme zugewiesen. Die hat grosse Kokosnüsse in der Krone. Es heisst also aufpassen, dass sie uns keine auf den Kopf oder das Wohni schmeisst. Der schmale Strand ist gleich hinter dem Zaun und ein Restaurant ist auch auf dem Platz. Wir installieren uns und gehen mal wieder essen. Aufgetischt werden unsere „Freunde“, Hermann isst eine fritierte Brasse und ich Shrimps. Die Wirtin versichert uns, die sind heute Morgen noch alle glücklich in der Lagune rumgeschwommen, urrg. Es gibt dazu Pina Colada, die aber leider etwas zu süss geraten ist. In der Lagune vor uns sehen wir Delfine ,die sich nicht weit vom Ufer tummeln. Auf einem Spaziergang erkunden wir die Mündung der Lagune ins Meer. Hier vorne ist es um einiges windiger und kühler. Zurück beim Wohni widme ich mich endlich mal wieder unserer Homepage. Ich sitze direkt am Meer, neben mir spielt laute Musik und ein paar hübsche Mexikanerinnen tanzen dazu. Vor mir planschen die Delfine und über mir in den Palmen pfeifen und kreischen die Vögel. Was für eine Idylle.

Samstag, 27. November 2021
Wir stehen im Morgengrauen auf, hört sich schlimmer an als es ist, 6.30h zeigt die Uhr. Wir frühstücken im Restaurant. Um kurz vor 8.00h gehen wir die wenigen hundert Meter zum Ticketschalter der archäologischen Stätte von Palenque. Sie öffnet um 8.15h. Wir sind die ersten die heute ein Billette erstehen. Zu unserem Erstaunen sind gar nicht so viele Leute da. Nun müssen wir leider noch gut 1.5km auf der Strasse bergan zum oberen Eingang laufen, da der untere geschlossen ist. Oben erwarten uns die obligaten Souvenierverkäufer. Sie sind hier aber nicht aufdringlich, grüssen nur höflich. Ohne weitere Verzögerung dürfen wir den Eingang zum Gelände passieren. Kurz danach sehen wir die ersten Pyramiden zwischen den Bäumen. In den Reiseführern wird diese Anlage gerühmt, weil sie noch unmittelbar mit dem Regenwald verbunden ist. Ein grosser Teil der Gebäude liegt sowieso noch im Dickicht verborgen. Ja, schön und auch noch nicht überlaufen. Die Souvenierhändler sind hier erst dabei ihre Waren auf grossen Tüchern auszubreiten. Da man leider mal wieder einige Sehenswürdigkeiten für Besucher geschlossen hat, sind wir nach einer Stunde schon wieder auf dem Weg zum Ausgang. Bis auf ein Relief konnten wir leider die speziellen Artefakte nicht besichtigen. Auf dem Weg zurück entdecken wir einen schönen We,g der durch den Regenwald zurück zum Eingangsbereich und unserem Hotel führt. Das ist natürlich viel angenehmer als der Strasse entlang zu wandern. Den Rest des Tages verbringen wir beim Wohni und Hund. Es ist bis auf die Affen, die wir hören und sehen, angenehm ruhig. Ein Bad im Pool und ein Essen im Restaurant runden den Tag ab.

Freitag, 26. November 2021
Hoppla, aufstehen! Wir düsen um 9.00h los. Es geht heute weiter, immer der südlichen Grenze von Mexiko und Guatemala entlang nach Nordosten mit Ziel Palenque. Die Strasse wäre eigentlich in einem super Zustand aber es bremsen mal wieder viele Topes unsere Durchschnittsgeschwindigkeit. An jedem Abzweiger und bei den kleinsten Nestern warten sie, oft im Schatten, auf unaufmerksame Fahrer. Leider erwischt es einen aber auch trotz 4-Augenprinzip, nämlich dann, wenn sie nicht mit Farbe gekennzeichnet, im Schatten und dann noch im Hochgeschindigkeitsbereich ohne Warnschild auftauchen. Bis auf einmal sehen wir zum Glück alle. Das eine Mal, lässt unsere Sachen im Wohnraum tanzen. Die Fahrt ist bei einer Temperatur von 25°C angenehm. Wolken am Himmel verhindern eine allzu grosse Erwärmung. Die kleinen Dörfer, an denen wir vorbei kommen, sind ärmlich. Viele Häuser sind nur Bretterhütten mit einem Wellblechdach. Rundherum wuseln Kinder, Hunde, Geflügel und ab und zu ein paar Schweinchen. Wir kommen durch Regenwald, vorbei an Weiden mit Vieh und Bergen, die weder dem einen noch dem anderen Platz bieten. Langweilig ist es nicht, wir hören trotz Motorenlärm Vögel zwitschern oder kreischen und Affen brüllen. Es duftet nach nasser Erde, Benzin, Blumen, Viehmist und ab und zu auch nach einem Holzfeuer. Ganz besonders anmächelig wird’s wenn Hühnchen gebraten werden. Nach 130 km erreichen wir die Kreuzung nach Palenque. Wir sind zurück im dichteren Verkehr und der Zivilisation. Da es in dieser Gegend sehr schöne Wasserfälle geben soll, fahren wir erstmal zum nächst gelegenen, Misol-Ha. Es sind nur 10 km die Strasse hoch Richtung San Cristobal. Nach der Abzweigung werden 10 Pesos pro Person fällig, für das Befahren des Landes der Ureinwohner und beim Eingang zum Parkplatz der Wasserfälle hält wieder einer die Hand auf und verlangt 20 Pesos pro Person. Ok, nur schade, dass es uns hier nicht besonders gefällt. Man könnte nämlich auch übernachten. Der Platz ist aber überfüllt mit Kleinbussen voll mit Touristen. Da wir schon mal da sind und bezahlt haben, gehen wir vor und „bestaunen“ den ca. 40m hohen Wasserfall. Er wäre ganz nett, wenn nicht so viele Menschen herum wuseln würden. Man könnte auch auf einem schmalen Weg hinter dem Wasservorhang entlang gehen. Das schenken wir uns definitiv. Nach nur 10 min. sind wir zurück beim Auto. Von diesem Erlebnis bleibt gerade einmal ein Foto. Wir denken wehmütig zurück an die letzten friedvollen Tage im Nirgendwo. Eingestiegen und die Fahrt geht weiter nach Palenque. Im Städtchen gehen wir erst unsere Lebensmittelvorräte auffüllen, dann fahren wir in Richtung der Ausgrabungen. Ca. 1km vorher gibt es ein Hotel mit Campingplatz. Hier checken wir ein. Der Platz ist nicht der Schönste, bietet aber die Annehmlichkeit von einem Pool, guten sanitären Anlagen, einem Restaurant und das Beste, die Nähe zu den Pyramiden. Wir richten uns ein, suchen die wichtigen Einrichtungen und gehen dann essen. Kurz bevor es dunkel wird nehmen wir noch ein kühles Bad im Pool. Die Temperatur ist hier wieder um einiges höher als in den letzten Tagen. Nun sitzen wir im Wohni und geniessen einen ruhigen Abend, also ruhig, wenn die Brüllaffen nicht gerade in der Nähe ihre Diskussionen austragen.

Donnerstag, 25. November 2021
Wir verabschieden uns früh von diesem schönen Platz. Leider ist die Strasse, die uns nun auf die 307 zurück führt auf der ganzen Länge von 40 km ziemlich schlecht. Es wechseln sich Schlaglöcher mit ungeteerten Abschnitten, deshalb dauert es fünf Viertelstunden bis zur Hauptverbindung. Wir biegen ein und treffen kurz darauf auf eine Polizeikontrolle. Zwei Officer fragen nach dem woher und wohin, der letzte dann „Dolares?“ „No dolares!“, „ok adelante“. Wir dürfen weiter fahren. Hm, wollte der uns jetzt verarschen und den typisch korrupten mexikanischen Polizisten spielen oder war das ernst? Egal, alles in Butter und weiter geht die Fahrt. 10 km später erreichen wir eine grössere Ortschaft. Hier gibt es zwei Tankstellen und auch mal wieder Internet. Wir nehmen beides, tanken erst Diesel und sitzen dann eine Stunde um die Social Media zu füttern. Für die Homepage reicht die Zeit aber nicht. Nachdem wir das Nötigste erledigt haben fahren wir weitere 60 km bis zum Abzweiger nach Bonampak. Hier werden wir von ein paar Typen aufgehalten. Angeblich dürfen wir mit unserem Fahrzeug nicht zu den Pyramiden fahren. Wollen wir ja gar nicht! Wir wollen campen, ok, dann können wir weiter. Für das Reservado müssen wir 60 Pesos Eintritt bezahlen, dann geht es bis zu unserem heutigen Übernachtungsplatz, ein Parkplatz vor einem Resort mit Zugang zum Fluss und kleinen Cascaden. Der junge Mann an der Rezeption organisiert uns auch gleich ein Taxi zu den Pyramiden. Es ist eine kleine Anlage und nicht so spektakulär, dafür sind die Wandmalereien in einem der Gebäude in exzellentem Zustand und beeindruckend klar. Die Besteigung der oberen Ebene breche ich ab, da die Treppenstufen immer schmaler und das Gefälle immer steiler wird. Hermi kämpft sich nach oben und überblickt die Spitzen der Bäume. Zurück beim Wohni und Hund gibt es Abendessen und dann einen ruhigen Abend.

Mittwoch, 24.11.2021
Zum Glück sind wir früh losgefahren. Nach gut 5 km blockiert ein riesiger Tanklastwagen die Strasse. Zum Glück gibt es eine Umfahrung. Wir diskutieren fleissig und schauen, wo wir auf die untere Strasse abbiegen können. Es geht nach rechts und unter einem Stromkabel durch. Wir passen auf, dass wir nicht hängen bleiben. Dabei übersehen wir völlig, dass so ein Stromkabel auch einen Mast braucht der es oben hält. Der steht an der rechten Ecke der Abzweigung. Die Strasse geht runter und plötzlich hängen wir mit dem Sonnenstoren am Pfosten. Hermi lässt noch etwas rollen aber leider hängen wir nun mit der Kabine fest. Das rechte hintere Rad liegt wegen der steilen Kurve ziemlich tief. Es dauert keine 5 Minuten und schon sind wir umringt von Neugierigen. Wir beratschlagen was zu tun ist und dasselbe tun unsere Beobachter. Jeder gibt Tipps, total nett! Hermi entscheidet sich einen Wagenheber einzusetzen und die Sandbleche zu benutzen. Die Konstruktion unterlegen die netten Mexikaner mit Steinen und so rollen wir nach 45 Minuten langsam und ohne weiteren Schaden am Betonpfeiler vorbei. Nach einer Stunde haben wir alles wieder an seinem Platz verstaut, haben uns mit einem Obolus bei den Helfern bedankt und fahren los. Die restliche Fahrt durch die grüne Landschaft, vorbei an kleinen Dörfern, der Grenze zu Guatemala und etlichen Flüssen, dauert zwei Stunden. Bei einem Militärposten wollen wir nach Osten abbiegen. Zuerst müssen wir aber noch Auskunft geben über das woher, wohin und wer wir sind. Der Beamte ist schnell zufrieden gestellt und wünscht uns eine gute Weiterfahrt und viel Vergnügen. Es sind noch gut 30 km bis zu unserem heutigen Ziel. Die Strasse wird schlechter ist aber noch immer sehr viel besser als einige Strecken im Norden. Kurz nach 13.00h erreichen wir den winzigen Ort Reforma Agraria mit seinem Ecotourismo Guacamayas. Das ist ein Hotel, das leider kein Camping anbietet. Wir fragen eine Frau am Strassenrand, wo man denn hier für die Nacht stehen kann. Sie gibt mir ihre Tochter mit, die mich zu einem wunderschönen Platz am Fluss führt. Eine junge Frau erklärt mir die Regeln und den Preis und so lasse ich Hermi und Shell mit dem Wohni die Strasse herunter fahren und hier einparken. Als wir uns einrichten wird es draussen in den Bäumen plötzlich laut. Eine Affenfamilie hangelt sich von einem Baum zum anderen und findet unsere Jöh-Rufe gar nicht lustig. Es sind 4 Weibchen, jedes mit einem Baby auf dem Rücken, die sich hier ihren Weg bahnen. Wir machen kurz Pause und gehen dann im nachbarlichen Resort etwas Essen. Wir sind hier direkt am Rio Lacantun. In der Ferne hören wir Brüllaffen, man kann Kolibris beobachten, im Fluss sollen Aligatoren leben und wir hören und sehen bunte Aras, die vor der Abenddämmerung noch zu ihren Übernachtungsplätzen unterwegs sind. Nach einem guten Essen setzen wir uns noch einige Zeit draussen hin um die Atmosphäre in uns auf zu nehmen, bis uns die Mücken ins Wohni treiben.

Dienstag, 23.11.2021
Wir trödeln ein wenig weil der Nebel dick über der Landschaft liegt. Das war genau richtig, weil er sich hebt als wir losfahren. Gleich ausserhalb von Tziscao treffen wir auf ein junges Paar, das nach einer Fahrgelegenheit Ausschau hält. Ganz gegen unsere sonstigen Gewohnheiten stoppen wir und erklären, dass wir nur 9 km zurück zu den Lagos de Colorades fahren. Sie meinen, es wäre egal, jeder Kilomter zählt. So öffnen wir die Tür und lassen sie einsteigen. Die junge Frau kommt aus Frankreich, er aus Ungarn und zusammen sind sie 2 Monate unterwegs von Cancun nach Panama. Puh, eine ganz schöne Strecke für die kurze Zeit. Am Abzweiger Richtung Comitan lassen wir sie wieder raus und wünschen den beiden viel Glück. Unsere Route führt uns zuerst zu den bunten Seen. Jeder leuchtet in einer anderen Farbe. Schön, ein paar Kilometer weiter südlich, das gleiche Spiel und so sehen wir uns 10 verschiedene kleinere und grössere Seen an. Gegen Mittag haben wir alle gesehen und fahren nun weiter. Es geht bergab und je weiter hinunter wir kommen je wärmer wird es. Der Wald wird dichter und die Pflanzen grösser. Ein Ort folgt auf den nächsten, die Strasse ist wieder übersät mit Topes und es gibt viele Kurven aber sonst ist sie in einem super Zustand. Es herrscht kaum Verkehr und wahrscheinlich deshalb treffen wir auf keine einzige Strassenblockade. Wenn wir an einer vorbei kommen liegt die Kette am Boden und keiner stoppt uns. Nachdem wir 300 m.ü.M. erreicht haben biegen wir ab zu den Wasserfällen Las Nubes. Die letzten Kilometer wollen mal wieder verdient sein, es geht auf teils Gravel teils betonierten Riemen bis zur Ecolodge an den Kaskaden. Die netten Mexikaner weisen uns einen Platz am Waldrand zu und lassen uns dann allein. Wir trinken erstmal etwas und erholen uns kurz, dann ziehen wir die Turnschuhe an und laufen einen hübschen Weg durch den Regenwald zu kleinen Höhlen und Aussichtspunkten auf den Rio Santo Domingo. Es geht etwas auf und ab, uns läuft bei dem hiesigen Klima dabei der Schweiss in Strömen von der Stirn. Da es in den letzten Tagen wohl ziemlich häufig und stark geregnet hat ist der Fluss breit, kraftvoll und grau. An einem Mirador sieht man, wo er weiter durch die Landschaft fliesst, an einem Aussichtspunkt weiter flussaufwärts, wie er durch einen kleinen Canon und dann durch ein Felsentor donnert. Beim Resort selber ist er breit und strömt kraftvoll über ein paar Stufen tiefer. Hier gibt es eine Hängebrücke auf der man nochmal die ganze Schönheit dieses Ortes in sich aufnehmen kann. Wir gehen zurück zum Wohni und probieren dann das Restaurant aus, das über den Kaskaden liegt. Das Essen war mittelmässig aber ok.

Montag, 22. November 2021
Heute geht es definitiv weiter. Wir sind früh wach, trödeln dann, quatschen noch mit den Nachbarn und um 11.00h sind wir endlich abfahrtsbereit. Erster wichtiger Punkt, tanken! Jupi, der Tank ist tatsächlich wieder dicht. Die heutige Fahrt führt auf der Carretera 190 südwärts. Es geht in einem stetigen auf und ab auf guter Strasse bis nach Comitan. Hermi ist gefordert mit Bremsen und Gas geben, weil endlos viele Topes lauern. Die Strecke ist hübsch und fühlt sich sicher an. Wir hatten einen Tip bekommen, dass es hier nicht sicher sei. Gespürt haben wir nichts und es war keine einzige Strassensperre oder Polizeikontrolle unterwegs. Wir haben allerdings auch viel Militär und Polizei gesehen. In Comitan haben wir noch beim Walmart einen Halt gemacht. Gestern durften wir nämlich keinen Alkohol einkaufen. Es war Sonntagmorgen, da müssen die Leute wohl nüchtern zur Kirche. Der Alkoholverkauf ist am Sonntag erst ab 14.00h gestattet. Dafür konnten wir heute unseren Weinvorrat mit einem feinen Nebbiolo aus Mexiko aufstocken. Nach der Stadt sind wir auf die 307 abgebogen, die zu den Lagunas de Montebello und weiter nach Palenque führt. Die Strasse ist weiterhin in einem sehr guten Zustand und wie überall übersät mit Topes. An einem Kassenhäuschen müssen wir den Eintritt für den hiesigen Nationalpark von 100 Pesos entrichten. Kurz darauf ändert sich das Landschaftsbild. Bis hierher hatten wir offene Flächen, die oft landwirtschaftlich genutzt wurden. Ab hier herrscht dichter Mischwald vor. Da wir noch immer auf über 1‘500m Höhe sind ist es mit 23°C angenehm warm. Leider hat sich der Himmel über uns nun zugezogen, dichte Wolken hängen über uns und nun fängt es auch noch an zu regnen. Im Reiseführer stand, dass die Farben, in denen die Seen leuchten, nur bei sonnigem Wetter zu beobachten sind. Wir entscheiden uns also das Schauspiel morgen zu bestaunen. Nach weiteren 9 km kommen wir im kleinen Tziscao an. Am Ende des Dorfes, direkt am See, erwartet uns unser heutiges „Paraiso“, so nennt sich der Platz am See, der über eine Fläche zum Campen, viele hübsche Cabanas und ein Restaurant verfügt. Nachdem wir uns platziert haben machen wir einen kurzen Spaziergang zum Lago International. Wir sind hier nämlich dicht an der Grenze zu Guatemala, die durch den kleinen See verläuft. Wir stellen uns mit einem Fuss über die Grenze und machen ein Selfie. Gerade sind wir zurück beim Wohni als es anfängt zu regnen. Zum Glück ist das Restaurant nur einen Steinwurf entfernt und so hüpfen wir für das Abendessen schnell rüber.

Sonntag, 21. November 2021
Wir haben uns entschlossen noch einen Tag zu bleiben, um noch ein paar Pendenzen zu erledigen. Wir gehen erst per Taxi einkaufen und dann muss Shell ihr Fell lassen. Es wird ihr im Tiefland mit kurzen Haaren besser gehen. Nachmittags gehen wir im Ort essen und abends sitzen wir mit den ganzen Nachbarn im Aufenthaltsraum. Es ist kühl draussen, deshalb prasselt im Kamin ein schönes Feuer.

Samstag, 20. November2021
Nach einer etwas unruhigen Nacht stehen wir erst kurz vor 8.00h auf. Hundegebell hat uns etwas den Schlaf geraubt und auch Shell war unruhig. Wir haben es ja nicht eilig und nehmen es gemütlich. Am späteren Vormittag skypen wir mit Zuhause. Nachmittags gehen wir nochmal in die Stadt und geniessen es, uns durch die Gassen treiben zu lassen. Nach einem späten Lunch ersteigen wir einen Hügel zu einer Kirche, von dem wir einen schönen Blick auf die Stadt haben, dann geht es zurück zu unserem D-Hai.

Freitag, 19. November 2021
Den Morgen verbringen wir in Slow-Motion. Erst Mittags werden wir langsam wach und starten zu einem Spaziergang in die Stadt. Es ist kühl hier oben auf über 2‘000m. Wir packen die langen Hosen und Jacken aus und gehen dann los. Zuerst finden wir den Zauber von San Cristobal nicht aber als wir dann das Centro Historico doch noch finden, sind wir beeindruckt über die hübschen Strassen. Mit uns geniessen ganz viele Touristen, ob Mexikaner oder Ausländer aus der ganzen Welt, die Atmosphäre. Um uns herum wuseln Strassenhändler. Es sind meist Indiofrauen aus dem Umland, die ihr Kunsthandwerk feilbieten. Nachdem wir uns eine Weile durch das Getümmel geschlängelt haben, gehen wir in einem hübschen Tapasrestaurant essen. Es ist schon spät, erst kurz vor der Dämmerung erreichen wir wieder den Camping.

Donnerstag, 18. November 2021
Wir haben gut geschlafen. Heute Morgen war dann bei Tagesanbruch ein ganzer Vogelchor an der Arbeit. Um 9.00h sind wir zur Schiffsanlegestelle für den Canon de Sumadero gelaufen. Nachdem wir eine Weile gewartet hatten, ob noch mehr Touristen kommen um ein Boot mit 15 Personen zu füllen, war es uns zu blöd. Wir haben kurzerhand ein Boot für uns gechartert. In knapp 2 Stunden hat uns unser Kapitän im Schnellboot durch den Canon gefahren. Die Wände sind an der höchsten Stelle über 1‘000m hoch. Beeindruckend und sehr schön! Wir haben auch ein paar Tiere zu Gesicht bekommen. Gleich am Anfang einen grossen Leguan, dann verschiedene Vögel wie Reiher, Pelikane und viele Kormoräne. Zwei hübsche Äffchen waren dabei und zwei furchterregende Aligatoren. Nach diesem Trip sind wir hoch zum Aussichtspunkt über dem Canon gefahren. Eine lange Fahrt mit verschiedenen schönen Aussichtspunkten, allerdings war die Strecke nicht unbedingt auf unsere Höhe ausgelegt. Hermi musste das D-Hai in Schlangenlinie den Berg hinauf und auch wieder hinunter kurven. Da wir keine Lust hatten nochmal bei bei der Bootsanlegestelle zu übernachten, sind wir die 50km nach San Cristobal de las Casas noch hochgefahren. Blöderweise haben wir uns für die Bezahlautobahn entschieden, weil wir dachten, das geht schneller. Die ganze Strecke ist aber einspurig und zur Zeit eine einzige Baustelle. Entsprechend langsam ging es bei den vielen Lastwagen aufwärts. Im Bergstädtchen angekommen haben wir zuerst nach dem deutschen Garagisten gesucht. Jürgen hatte aber leider keine Zeit für uns, weil er ab morgen für 1 Woche Ferien hat. Er hat uns aber eine Adresse einer anderen Garage gegeben, die am anderen Ende der Stadt liegt. Nach einer rumpeligen Fahrt auf der Umfahrungsstrasse im Süden haben wir diese 1 Stunde später erreicht. Die Leute waren super nett und haben gleich einen Platz für unser Wohni frei gemacht. Nach 1 ½ Stunden war der Tank demontiert, neu angeschlossen und wieder montiert. Vermutlich war das Problem der Anschluss zur Dieselheizung. Wir hatten schon bemerkt, dass die Heizung nicht mehr geht, der Anschluss war abgefallen. Schon im Dunkeln konnten wir dann endlich zum Camping fahren. Nachdem wir uns durch die engen Gassen geschoben haben, müssen wir am letzten Abzweiger kurz warten, weil eine Fiesta durch die Strassen zieht. Endlich, um kurz vor 19.00h erreichen wir den Camping. Wir werden herzlich begrüsst und stellen fest, um uns viele bekannte Gesichter aus Oaxaca. Morgen werden wir uns also mit den verschiedenen Nachbarn über die letzten Tage unterhalten können.

Mittwoch, 17.11.2021
Wir sind schon um 7.00h auf der Strecke. Das stellt sich im Nachhinein aus Glücksfall heraus. Wir folgen die ersten 170 km der Schnellstrasse 185 und 190. Es geht fast immer geradeaus und ist nicht sehr interessant. Im Hintergrund locken die Berge mit leuchtendem grün. Es windet stark und kurz darauf fahren wir mitten durch einen riesigen Windpark. Endlich, in San Pedro Tapanatepec biegen wir ab auf die 190 libre ab und fahren hinauf ins Küstengebirge. Diesmal sind es nur 800m Höhenunterschied und dann geht es wieder ein wenig tiefer. Wir sind nun in Chiapas angekommen. Unterwegs leuchtet uns blau der Lago de Presa entgegen, dann wieder eine endlose gerade Strecke. In Jintalapa tanken wir und trinken etwas, wir sind ja heute Morgen ohne Frühstück gestartet. Nach kurzer Besprechung entschliessen wir uns, die eigentlich angepeilten Cascada el Aguacero links liegen zu lassen und direkt zum wenig weiter entfernten Karstloch Sima del las Cotorras zu fahren. Hier kann man kleine Papageien bestaunen und ein tiefes Loch im Boden.  Wasserfälle bekommen wir demnächst noch genügend zu sehen und so sparen wir einen Tag, damit wir nicht am Samstag auf die Bootstour zum Canon del Sumidero müssen. Die letzten 15km zum Karstloch sind nicht geteert und dementsprechend dauert die Rumpelstrecke mal wieder viel länger als uns liebe ist. Oh Schreck, als wir am Gelände ankommen ist das Tor geschlossen. Ich checke meine Infos und finde keinen Tag, an dem der Zugang geschlossen wäre. Hinter uns treffen auch noch 2 Mexikaner auf einem Motorrad ein. Sie versuchen gleich mal bei der angeschlagenen Telefonnummer anzurufen. In diesem Moment taucht ein Mann mit einem Fahrrad auf. Ich frage ob es möglich ist hier zu übernachten. Ja klar, kein Problem meint er und nennt den Preis. Ich mache ihn anschliessend noch darauf aufmerksam, dass wir einen Hund dabei haben, da ich ein Schild gesehen habe „Hunde verboten“. Normalerweise ist das aber kein Problem. Oh je, er winkt ab, vergewissert sich aber nochmal über sein Funkgerät. Nein, Hunde sind auf dem Gelände unter keinen Umständen erlaubt. So ein Mist, das haben wir in Mexiko ja noch nie erlebt! Er öffnet das Tor. damit wir wenigstens wieder umdrehen können. Nun ist guter Rat teuer, 2 km weiter vorne gibt es noch ein Restaurant das Camping anbietet aber dann können wir uns den Flug der Papageien bei Sonnenauf- und Untergang nicht anschauen. Pustekuchen, dann fahren wir eben weiter und direkt zum Canyon bei Tuxtla de GTX. Es sind nochmal fast 70 km inkl. Umfahrung der Stadt. Endlich, um 15.00h fahren wir auf den Parkplatz des Embarcadero Cahuare. Ein netter Herr weist uns ein und verlangt dann leise von mir 50 Pesos für die Übernachtung. Na, das ist wohl nicht offiziell aber er kann sie haben. Wir richten uns ein und erkunden dann die Umgebung, die Ablegestelle der Boote für morgen und die Restaurants. Leider werden wir bei den Restaurants wegen Shell überall abgewiesen. Was ist den heute los? Hermann meint, Fazit des Tages, den Leuten in Chiapas geht es wirtschaftlich noch sehr gut, wenn sie Touristen wegen eines Hundes abweisen können. Ok, wenn ihr Shell nicht wollt können wir selber kochen. Gesagt, getan, Hermi kocht, ich schreibe Tagebuch und dann folgt ein ruhiger Abend.

Dienstag, 16. November 2021
Wir machen uns früh fertig zur Abfahrt. Oh Schreck, als wir schon geduscht haben und das grosse Fenster am Hecken schliessen wollen, geht es nicht mehr zu. Hermi steigt auf die Leiter und schaut sich das Malheur von aussen an. Zum Glück kann er die Scheibe oben wieder in die Führung schieben und wir können das Fenster wieder schliessen. Das müssen wir uns aber nochmal genauer ansehen. Für Heute hält es und wir düsen, nach der Verabschiedung rundum, los. In Huatulco gehen wir einkaufen. Mensch die Zeit vergeht wie im Flug. Als wir endlich die restliche geplante Strecke für heute unter die Räder nehmen ist es schon 12.00h vorbei. Der Zustand der Strasse ist perfekt, es bremsen nur gelegentlich ein paar Topes und mal wieder viele Kurven. Die Landschaft hat sich verändert. Wir fahren noch immer an baumbestandenen Flächen vorbei aber es ist viel trockener. Das Thermometer steigt und erreicht auf einem Streckenabschnitt der im Inland liegt 37°C. Wie zur Bestätigung der Hitze sehen wir kleinere Waldbrände. Nach 1 Stunde ist wieder die Küste erreicht. Hier dominieren langgezogene Strände. Sogar Dünen können wir erkennen. Kurz vor Salina Cruz biegen wir zur Playa Brasil ab. Auf einem unruhigen, ungeteerten Weg erreichen wir kurze Zeit später ein Boutiquehotel bei der Punta Conejo. Wir fragen ob wir auf dem Gelände übernachten dürfen. Kein Problem, wir bezahlen für die Nacht und dürfen dafür den Pool, die Duschen und die Toiletten benutzen. Zuerst aber löschen wir unseren Durst mit einem Bier und lassen uns dann ein einfaches Mahl servieren. Kurz bevor die Sonne untergeht kühlen wir uns noch bei einem Schwumm ab.

Montag, 15. November 2021
Ausser einem Spaziergang in der morgendlichen Kühle geniessen wir nochmal einen Strandtag. Leider sind heute kleine Quallen im Wasser, sodass wir nur das schöne Blau anschauen aber nicht baden können.

Sonntag, 14. November 2021
Um 8.00h holt uns Alex unser Captain ab. Wir haben eine dreistündige Boots- und Schnorcheltour in den Nationalpark Hualtuco bei Frans, unserem Camp Host, gebucht. Uns erwarten das offene Meer mit Rochen die uns mit ihren weissen Flossenspitzen zuwinken, sich paarende Schildkröten, Vögel und wunderschöne einsame Buchten. Wir sind früh genug und deshalb jeweils die einzigen, die die herrliche Natur erkunden. Zweimal lassen wir uns ins klare, in allen grün und blau Tönen schillernde Wasser gleiten. Im schaukelnden Wasser sehen wir viele Fische. Nach drei Stunden sind wir zurück und ruhen uns von den „Anstrengungen“ aus.

Samstag, 13. November 2021
Heute bei Tagesanbruch gab es ein Erdbeben der Stärke 4.6. Wir wurden in unseren Betten dreimal kurz durchgeschüttelt dann war wieder Ruhe. Den Tag haben wir mit einem Spaziergang begonnen und sitzen nun im Schatten der Palapa und erledigen unsere Büroarbeiten.

Freitag, 12. November 2021
Um nicht nur zu Faulenzen und um Shell Bewegung zu verschaffen, gehen wir vor dem Frühstück zu einem Rundgang durch das Dorf und bis zur nächsten Beach. Der Rest des Tages vergeht wieder mit Faulenzen und Schwimmen. Es haben sich noch 5 junge Mexikaner mit Zelten für das Wochenende eingefunden und ein Italiener der zu Fuss unterwegs ist. Die Mexis haben den ganzen Nachmittag am Strand Bier getrunken und waren abends wohl auch recht aktiv. Wir haben aber nicht viel davon mitbekommen.

Donnerstag, 11. November 2021
Beachtime

Mittwoch, 10. November 2021
Beachtime

Dienstag, 09. November 2021
Bevor wir losfahren gehen wir noch am Strand frühstücken. Dummerweise mache ich den Vorschlage über San Agustinillo und Mazunte zurück zur Strasse zu fahren. Die Strecke stellt sich in den Dörfern als sehr eng und verkehrsreich heraus. Wir müssen endlos kurven, um an geparkten Autos und dem Gegenverkehr vorbei zu kommen. Einen ganz uneinsichtigen Mexikaner, der aus einer Parklücke herausgeschossen kommt, als er uns schon gesehen hat, muss Hermi mit dem Iveco förmlich zurück drängen. Er beschwert sich lautstark und Hermi schimpft zurück. Schnell weg hier! Auf der Hauptstrecke der 200 geht es dann wieder zügig Richtung Süden. Die letzten 13 km zur Playa San Augustin sind ungeteert aber in einem super Zustand. Bald haben wir unser Ziel erreicht und bekommen auf dem Overlander Beach Camp Don Taco vom Eigner Frans und seiner Frau Anneke einen Parkplatz zugewiesen. Man parkt hier eng nebeneinander aber dirket an den Palapas und dem Strand. Im Auto schläft man ja nur, deshalb stört die Enge nicht weiter. Erstmal eine Abkühlung im herrlich warmen und klaren Pazifik, dann machen wir es uns für den Nachmittag mit unseren Stühlen im Schatten gemütlich. Mit uns sind noch ein holländisches und ein belgisches Paar hier. Abends gehen wir essen. Viele Restaurants haben allerdings schon früh geschlossen. Zum Glück finden wir noch ein geöffnetes Lokal. Wir bekommen mit Crevetten und Gemüse gefüllte Ananas serviert. Super fein! Neben uns am Strand haben sich zwei Mexikaner mit Gitarren niedergelassen, die schöne Lieder spielen und singen. Nix für Touristen, die sind privat hier und fragen nicht nach Gage. Am Strand entlang gehen wir anschliessend zurück und sitzen gemeinsam mit den anderen noch zusammen und geniessen den lauen Abend mit dem Rauschen des Meeres in unseren Ohren.

Montag, 08. November 2021
Bei Sonnenaufgang um Sieben sind wir wach. Das heisst, Nachts wurden wir auch ein paarmal aus dem Schlaf gerissen, weil hier im Park des Hotels, wo wir übernachten ein Hahn lebt, der schon früh den Tag begrüsst hat. Um aufzuwachen haben wir uns in den Pool gestürzt. Es ist so früh morgens noch angenehm kühl, sodass wir uns entschlossen haben unser Frühstück in einem Strandrestaurant zu uns zu nehmen. Wir bekommen ein feines Croissant, ein Omelette und einen riesigen Teller mit Früchten, Joghurt und Nüssen. Es ist soviel, das können wir gar nicht alles essen. Zurück auf dem Campingplatz sitzen wir im Schatten und geniessen die Natur um uns herum. Hier leben Eichhörnchen, der Hahn, kreischende Kleinpapageie und eine Art Amsel die unglaublich viele verschiedene Töne singen, pfeifen und kreischen kann. Gegen Abend gehen wir nochmal ins Dorf und lassen uns ein feines Mahl in einem Restaurant schmecken.

Sonntag, 07. November 2021
Heute steht die Fahrt an die Pazifikküste auf unserem Programm. Wir sind früh wach, frühstücken schnell und verabschieden uns noch von ein paar Nachbarn. Pünktlich, wie geplant, starten wir um 8.00h. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, trotz sehr wenig Verkehr, bis wir endlich die Stadt Oaxaca und ihre Vororte durchfahren haben. Der Verkehr ist hier normalerweise eine Katastrophe, da es keine Umfahrung gibt. Wir fahren gut 100km auf relativ guter und gerader Strasse bis wir zu den Bergen gelangen. Heute ist es etwas bewölkt, das ist nicht schlimm, im Gegenteil die Schatten/Sonnenflecken in der Landschaft erfreuen uns mit ihrem Farbenspiel. Nun fangen gefühlte tausend Kurven an. Gezählt habe ich sie nicht aber die Strecke nach Arosa mit ihren 365 Kurven ist dagegen gar nichts. Wir müssen von den 1‘550m Höhe auf der Oaxaca liegt, hinauf auf 2‘700m und dann die gesamten Höhenmeter natürlich wieder runter. Beim Aufstieg kommen wir an vielen kleinen Tiendas (Läden) vorbei, die alle möglichen Waren feilbieten. Es ist schönes Kunsthandwerk dabei aber auch viele Pflanzen und Dinge des täglichen Lebens. Kein schönes Leben so an der Strasse mit dem dichten Verkehr. Immer wieder bieten sich tolle Blicke zurück aufs Tal aus dem wir gekommen sind. Wir kommen durch ein paar Ortschaften. Lust auszusteigen haben wir nicht, es sind draussen nur gerade 14°C. Als Hermann bei einem etwas grösseren Platz wieder mal ausschert, um die schnelleren Autos hinter uns vorbei zu lassen, klingt uns vom Strassenrand her ein fröhliches Grüezi entgegen. Ein weiteres Schweizer Paar ist mit einem PW auch unterwegs zur Küste. Wir unterhalten uns kurz dann geht es weiter. Als wir einen Mittagshalt machen, sind wir schon wieder etwas weiter unten an den Bergen angelangt. Hier hängt die Wolkendecke dicht über dem Regenwald der sich hier ausbreitet. Fast an der Küste kommen wir durch Pochutla, ups, das ist ein Verkehr, ein Gewusel und jeder macht was er will. Noch nicht mal bei Rot an der Ampel wird eingehalten. Es ist das erste Mal das wir in Mexiko so ein Chaos sehen. Zum Glück sind wir trotzdem schnell durch und dann, wenige Kilometer weiter, erhaschen wir vor Puerto Angel das erste Mal seit Maztlan Anfang Juli, den ersten Blick auf den Pazifik. Nun sind es nur noch wenige Kilometer bis Zipolite wo wir uns nach 6.5 Stunden auf dem Camping vom Rancho Los Angeles einen Platz für zwei Nächte buchen. Nachdem wir uns eingerichtet haben zieht es uns erstmal zum Strand. Wir setzen uns in eine Strandbar und geniessen den Blick auf die tosenden Wellen und die Menschen. Zipolite ist, soviel ich weiss, der einzige Ort in Mexiko wo FKK erlaubt ist und so tummeln sich hier ein paar Nackte am Strand, zwischen vielen Touristen die ganz normale Badekleidung tragen. Es geht hier sehr entspannt zu. Leider hat sich Hermi beim Naschen von ein paar Popcorn eine Blombe ausgebissen. Zum Glück tut ihm nichts weh. Wir beschliessen am nächsten Campingplatz, wo wir übermorgen hinwollen, nach einem Zahnarzt zu fragen. Nachdem wir unseren ersten Durst gestillt haben suchen wir uns ein Restaurant. Wir finden eine Pizzeria und bekommen die beste Pizza serviert die wir in Mexiko je gegessen haben.

Samstag, 06. November 2021
Der heutige Tag vergeht damit den Rest der Wäsche zu waschen. Hermi überprüft den Dieseltank, kann aber keinen Defekt feststellen. Es tropft auch überhaupt nicht mehr. Am Dach klebt er die Kunststoffabdeckung, sonst ist glücklicherweise gar nichts passiert. Gegen Abend sitzen wir alle wieder zum Grillen im hübschen Küchentrakt des Campingplatzes. Es wurde ein sehr internationaler Abend mit Teilnehmern aus Brasilien, Israel, Kanada, USA, Deutschland und der Schweiz.

Freitag, 05.11.2021
Ein bewölkter Himmel empfängt uns an diesem Morgen und es geht ein kühler Wind. Zeit zurück nach Oaxaca zu fahren. Wir benötigen wieder gut 1 Stunde um Mitla und die Teerstrasse zu erreichen. Erstaunlicherweise herrscht schon reger Gegenverkehr auf der schmalen Bergstrasse. Da wir nicht recht wissen ob Mitla einen Besuch lohnt, fahren wir einfach mal Richtung Zentrum. Das bereuen wir ganz schnell! Hermi erwischt bei einer engen Kurve einen Balkon und kratzt am Dach die Kunststoffabdeckung an der Kante kaputt. Ärgerlich, es sieht aber so aus als ob das Dach selber keinen Schaden gelitten hat und noch dicht ist. Näheres werden wir auf dem Camping sehen. Kurz vor Santa Maria del Tule tanken wir nochmal, die nette Angestellte macht uns darauf aufmerksam, dass Diesel tropft. Was ist denn das für ein Tag heute? Wir parken und schauen uns die Sache genauer an. Jetzt tropft nichts mehr. Hm, nächste Sache die wir auf dem Camping noch näher anschauen müssen. Erstmal fahren wir noch zum Einkaufen in die Stadt, füllen unsere Gasflasche und den Wassertank, nun bleibt nur noch die Wäsche abzuholen. Zurück auf dem Camping machen wir es uns gemütlich und verschnaufen. Gegen Abend fahren wir mit den Fahrrädern 5 km Richtung Stadt zu einer Pizzeria. Wir bekommen sehr leckere und riesige Pizzas serviert. Wir futtern alles und trampeln auf dem Rückweg gleich wieder ein paar Kalorien ab.

Donnerstag, 04.11.2021
Irgendwie sind wir ohne Grund schon ganz früh wach. Wir sehen mit halboffenen Augen wie langsam der Tag erwacht und kuscheln uns noch ein wenig in unsere Decken bis es ganz hell ist. Wir kommen dadurch zeitig los, was ja auch nie schlecht ist. Dem Tal entlang geht die Fahrt Richtung Süden bis nach Mitla. Auf der Strasse, kurz vor dem Ort, ist eine sogenannte Hygienestation. Wir müssen aussteigen und werden mit einem Desinfektionmittel besprüht, die Hände desinfiziert und die Temperatur wird gemessen. Hier biegen wir gemäss den uns gegebenen Informationen nach rechts ab und landen auf einer Schotterstrasse, die hoch in die Berge führt. Die bessere Strasse wird durch ein Dorf blockiert, das keine Touristen mehr haben möchte, wegen Covid? Wir wollen nach Hierve el Agua, den sogenannten versteinerten Wasserfällen. Die Strasse schraubt sich bis auf 2‘100m Höhe zu einem Sattel. Drüben geht es genau so steil wieder hinunter. Es ist eng, ein Mexikaner hat Mühe sich an uns vorbei zu schieben. Eigentlich ist es an dieser Stelle breit genug aber er traut sich nicht. Nachdem ihm sein Beifahrer beim Rückwärtsfahren behilflich ist können wir endlich passieren. Kurz vor dem winzigen Ort Roaguia erwartet uns nochmal die Desinfektionprozedur. Nachdem wir am Eingang gefragt haben, ob wir auf dem Parkplatz übernachten dürfen, bezahlen wir den Eintritt und die Übernachtung und suchen uns dann eine ebene Stelle als Parkplatz. Nachmittags gehen wir zweimal los und schauen uns das Naturwunder an. Zuerst gehen wir zur Ebene wo auch 4 Pools das Wasser auffangen, das aus den Quellen tritt und in denen man baden kann. Da die Temperatur auf dieser Höhe eher kühl ist schenken wir uns das. Gegen Abend laufen wir nochmal auf der anderen Seite des Parkplatzes etwas weiter hinunter und bewundern von hier nochmal die Kalkablagerungen, die treppenartig den Hang bedecken. Neben uns haben sich noch zwei VW-Busse für die Nacht eingeparkt. Schön, so sind wir nicht ganz allein.

Mittwoch, 03. November 2021
Früh aufstehen ist heute die Devise, Jorge kommt uns und Anke heute schon um 8.45h abholen. Wir wollen zum Monte Alban, der Ausgrabungsstätte der Zakateken. Es sind nur 16km aber wir müssen durch die Stadt. Das dauert eine gute Stunde, dann stehen wir am Ende einer Autoschlange. Jorge erklärt uns, dass die Autos nur in Serien von 15 Stück durchgelassen werden. Das geht zum Glück ziemlich schnell, dann dürfen wir die Schranke zu der Stätte passieren. Leider stehen wir kurz darauf wieder im Stau. Wir beschliessen zu Fuss hinauf zu laufen. Es soll nur noch ein guter Kilometer sein. Das klappt aber auch nicht, weil ein Wächter die Autos nur gruppenweise passieren lässt. Fussgänger sind nicht zugelassen. Langsam werden wir ungeduldig. Wir wissen, pro Tag werden nur 400 Personen auf das Gelände gelassen. Wir steigen wieder zu Jorge ins Taxi und siehe da, kurze Zeit später werden wir durchgewunken. Nun müssen wir noch 10 Minuten an der Kasse anstehen, dann sind wir drin. Mann, diesen Stress von den vielen Leuten sind wir echt nicht mehr gewohnt. Seit Covid mussten wir nirgends mehr anstehen. Da müssen wir uns wohl wieder daran gewöhnen. Der Rundgang über die Kuppe des Berges ist wirklich sehenswert. Die Zapoteken müssen wohl die ganze Bergspitze eingeebnet haben um hier eine Fläche zu bekommen, auf der die verschiedenen Pyramiden und Bauten jetzt stehen. Ein riesiger Platz breitet sich vor unseren Füssen aus. Wir stehen auf der einen Seite eines enormen Platzes der mit Bauten umgeben ist. In der Mitte befinden sich zwei Pyramiden. Auf der gegenüberliegenden Seite erheben sich auf einer weiteren Ebene weitere Bauten, die über eine grosse Treppe zu erreichen sind. Nachdem wir den Platz überquert und Stelen und behauene Steine mit Reliefs bestaunt haben, erklimmen wir die Stufen. Puh, ganz schön hoch und steil die Tritte. Das muss für die viel kleineren Menschen damals eine richtige Herausforderung gewesen sein aber vielleicht durften sie diese ja auch gar nicht hinauf steigen. Mit und um uns wimmelt es von Besuchern aus allen Herren Ländern. Mann, das haben wir ja ewig nicht mehr erlebt! Nachdem wir uns alles genau angeschaut haben und auch die Natur, vorallem die blühenden exotischen Bäume bestaunt haben, gehen wir zurück und steigen ins Taxi um zum Camping zu fahren. Auf dem El Rancho füttern wir kurz Shell und fahren dann mit den Fahrrädern los. Erst geben wir die Wäsche ab, dann gehen wir essen im Restaurant Casa Embajador. Zurück auf dem Campingplatz erledigt Hermi ein paar Arbeiten am Iveco. Ein paar Lampen haben den Geist aufgegeben und die Untersetzung schreit nach Öl. Ich unterhalte mich unterdessen mit ein paar Nachbarn.

Dienstag, 02. November 2021
Nachdem wir morgens ein paar Hausarbeiten erledigt haben sitzen wir nun im Schatten und erledigen Büroarbeiten. Nachher müssen wir noch zur Wäscherei und wollen essen gehen. Die Wäscherei hatte geschlossen weil heute nochmal Feiertag ist. Das hatten wir nicht mitbekommen. Entsprechend gut gefüllt waren die Restaurants und auch die Flaniermeile von S.M. del Tule war gut besucht. Wir konnten aber zum Glück im Restaurant El Milneario noch einen Platz ergattern und haben gut gegessen. Abends sind noch Schweizer Nachbarn angekommen. Wir haben uns kurz bekannt gemacht und uns wegen der kühlen Temperaturen anschliessend in unsere Behausungen zurückgezogen.

Montag, 01. November 2021 Dia de Muertos = Allerheiligen
Von den Campingplatzbetreibern sind wir gestern zum Dias de Muerto mit einem kleinen Päckchen beschenkt worden. Es enthält Mole, eine hier übliche Sauce aus Schokolade, die man nur noch mit Wasser anrühren muss und selbstgemachte Schokolade. Wir haben unser Wohni ebenfalls ein wenig geschmückt um die Toten zu ehren. Am späten Vormittag haben wir die Fahrräder genommen die der Campingplatz seinen Gästen zur Verfügung stellt und sind ins Dorf Santa Maria del Tule gefahren. Wir wollten die Atmosphäre des heutigen Tages schon mal erkunden. Es gab ein paar schöne Motive. Leider ist der angeblich grösste Baum der Welt, im Durchmesser, noch immer wegen Covid hinter grossen Plakatwänden versteckt. Auch der Platz der ihn umgibt ist noch geschlossen, trotzdem konnten wir ein wenig vom schönen Ambiente erfühlen. Gegen Abend sind wir mit dem Taxi in die Stadt gefahren um uns anzusehen, wie die Mexikaner dieses Fest feiern. Es war schon nachmittags sehr voll. Überall waren natürlich Souvenierstände aufgebaut aber speziell für diesen Tag findet man überall schön geschmückte Altäre mit Fotos der Verstorbenen. Ein beliebtes Motiv sind Totenköpfe in allen Farben und aus allen möglichen Materialien. Genau so bunt lassen sich die Menschen überall schminken. Man sieht viele schaurigschöne Gesichter. Am Besten ist es sich durch die Menge treiben zu lassen und so machen auch wir es. Mit dem Restaurant, das wir uns dann für das Abendessen ausgesucht haben, hatten wir leider nicht viel Glück. Es wurde französische Küche geboten. Die Cocktails und die Vorspeise waren nicht schlecht aber Fleisch konnten sie definitiv nicht zubereiten. Mein Lamm war zäh, Hermis Chateaubriand allerdings recht gut. Der Service war eine Katastrophe. Wir hatten eine Flasche Wein zum Essen bestellt die nie ankam. Abgehakt, sollte eigentlich mein Geburtstagsessen sein aber das holen wir dann noch nach :-). Auf Jorges Taxi mussten wir dann leider ewig warten, weil der Verkehr bei diesen Massen natürlich katastrophal war.

Sonntag, 31. Oktober 2021
Winterzeit, ich habe es genutzt und lange geschlafen. Mittags haben wir mit Freunden in Deutschland geskypt und nachmittags habe ich mich endlich mal an die Routenliste für die Zeit bis Ende Jahr gesetzt. Da Hermanns Neffe Roman uns im Dezember für zwei Wochen besucht, wollen wir die Zeit bis zu seiner Ankunft ein wenig einteilen, um alle Sehenswürdigkeiten unterwegs einbauen zu können.

Samstag, 30. Oktober 2021
Nach einer Runde Sport am Morgen ruft unser voller Wäschesack lautstark nach Aufmerksamkeit. Auf dem Platz gibt es eine Waschmaschine. Die füttern wir mal und hoffen auf ein gutes Resultat. Es fällt zwiespältig aus. Die Wäsche riecht frisch nach dem Waschmittel aber sauber ist sie wie immer nicht geworden. Jetzt trocknet sie auf der Leine in der Sonne aber leider ziehen nun Wolken auf und verhindern ein schnelles Trocknen. Na ja, ein bisschen Zeit bleibt noch bis es Abend wird. Wir schaffen es knapp bevor ein Gewitter losbricht. Nachdem wir unseren Nudelsalat für das heutige Barbeque zubereitet haben ist es auch schon Zeit für das Treffen. Es war ein gemütlicher Abend in grosser Runde.

Freitag, 29. Oktober 2021
Hermann macht zur Feier meines Geburtstags zum Frühstück Pancakes. Ich habe mit der Geburtstagspost zu tun. Den Tag verbringen wir gemütlich an der Sonne. Nachmittags lassen wir uns von Jorge, dem Taxifahrer der hier spezielle Preise anbietet, zum Supermarkt fahren. Wir kaufen ein paar Sachen für einen Apero ein. Zurück auf dem Platz, als es etwas kühler ist, gehen wir mit Petra, Stefan, ihrem Hund Mandu (aus Katmandu :-)) eine Runde in der Umgebung spazieren. Shell lernt nette Kollegen kennen. Nach der Rückkehr lassen wir die Korken knallen und feiern ein bisschen bis es dunkel und kalt wird.

Donnerstag, 28. Oktober 2021
Wir haben bei Temperaturen um 15°C herrlich geschlafen, heute Morgen ist es dafür fast noch etwas kühl. Wir gehen den Tag geruhsam an, bevor wir die wichtigsten Putzarbeiten erledigen. Wir machen Bekanntschaft mit Anke und plaudern über unsere diversen Reisen. Mittags sitzen wir im Schatten und entspannen uns. Als wir uns entschliessen essen zu gehen kommt ein Gewitter mit Regen daher und lässt uns erstmal ins D-Hai fliehen. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei. Wir lassen Shell im Wohni und gehen in ein hübsches Restaurant essen. Ein Tipp von unserem Nachbar Stefan. Sehr fein! Es ist zudem speziell dekoriert, mit vielen Kunstwerken.

Mittwoch, 27. Oktober 2021
Gestern Abend und die letzte Nacht haben wir nochmal die Geräusche des Urwalds um uns herum so richtig genossen. Da wir heute eine weite Strecke fahren möchten, ca. 360km, stehen wir früh auf und fahren ohne Frühstück los. Es ist gerade mal 7.30h als wir vom Platz rollen. Wir müssen zurück bis Santiago Tuxtla, das dauert schon mal eine gute Stunde. Von hier sind wir auf die Carretera 179 abgebogen. Auf den Karten ist sie als Hauptverbindung gekennzeichnet, wie die 180 auf der wir von Veracruz her kamen aber sie ist vor allem auf den ersten 15 km eine Katastrophe! Schlaglöcher wechseln sich ab mit dutzenden von Topes in den kleinen Orten, durch die sie führt. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit wird der Belag besser und Hermi kann das Tempo erhöhen. Erst nach 3 Stunden erreichen wir den Abzweiger zur Cuota 145D. Hier tanken wir und essen etwas. Nun geht es schneller vorwärts aber erst um 12.00h erreichen wir endlich Tuxtepec und biegen in die Berge ab. Die Temperatur ist stetig gestiegen und nun schwitzen wir bei 35°C auf dem Weg durchs Tal. Die beiden zuerst noch als Übernachtungsplätze markierten Balnearios lassen wir links liegen. Es ist uns hier einfach zu heiss und stickig. Nach knapp 50km erreichen wir San Juan Bautista. Ab hier steigt die Strasse und zwar aprupt und steil. Immer höher zieht sie sich an einer Bergflanke entlang. Es gibt fast keinen Verkehr mehr und auch nur noch wenige Behausungen und Dörfchen. Der Blick fliegt immer wieder in die Weite, zurück ins Tal und auf die umliegende, dicht bewaldete Berglandschaft. Die Vegetation ist bis auf gut 2‘000m üppig von Regenwald bewachsen. Es gibt riesige Blätter, gross wie Menschen und Farne, die hier aber als Bäume vorkommen. Erst ab ca. 2‘500m sieht man vermehrt Kiefern, es duftet herrlich nach Nadelwald. Bei einem schönen Mirador auf knapp 3‘000m haben wir den höchsten Punkt des heutigen Tages erreicht. Der Iveco ist froh, er braucht mal eine Pause um abzukühlen. Wir geniessen einen Moment die schöne Aussicht von hier oben, dann geht die Fahrt weiter. Mehr oder weniger steil senkt sich die Strasse bis Ixtlan de Juarez. Unterwegs wird viel Holzwirtschaft betrieben und wir sehen diverse Köhlerreien mit ihren typischen runden rauchenden Bauten. Wir sind nun wieder auf 2‘000m angekommen aber ab sofort steigt die Strasse wieder. Wir geniessen schöne Blicke zurück auf Ixtlan. Es ist mittlerweile nach 16.00h und wir langsam entsprechend müde. Als wir um eine Kurve kommen sehen wir vor uns einen Stau. Erstaunt registrieren wir, dass von oben dauernd PKW’s kommen, umgekehrt von uns her aber nichts weiter geht. Aus einem kleinen Kieslaster, der direkt vor uns steht, steigt der Fahrer aus und kundschaftet aus, was weiter vorne los ist. Von hinter uns überholen ein paar PKW’s. Als der Kieslaster vor uns den Motor startet und vorfährt schliesst sich Hermann schnell an. Ui, 150m weiter vorne liegt ein Kleinlaster auf der Seite, der Hühnerkäfige geladen hatte. Die Leute sind dabei die Tiere in ihren Käfigen auf ein anderes Fahrzeug umzuladen. Der Laster vor uns drängelt vorbei und wir uns mit ihm. Am Strassenrand meckern ein paar der LKW Fahrer die warten müssen, weil sie zu breit sind um vorbei zu kommen. Nochmal ca. 50m weiter liegt ein Pick-up auf der Seite und ragt weit auf unsere Strassenseite. Der Laster vor uns fährt vorbei und wir mit ihm. Schnell weiter! Es hat wohl keinen Personenschaden gegeben aber was passiert sein könnte, dass gleich zwei Fahrzeuge umkippen, ist uns schleierhaft. Wir sind jedenfalls froh vorbei gekommen zu sein. Wenn wir hätten warten müssen hätte das ewig gedauert. Wir setzen unsere Fahrt fort und erreichen auf 2‘700m unseren letzten Pass. Nun sind es noch knapp 30km bis zu unserem Ziel. Steil neigt sich die Strasse, wirklich steil! Uns überholt ein Kleinlaster, der kurze Zeit später am Strassenrand hält weil seine Bremsen rauchen. Vielleicht war das ein Grund für den Unfall vorhin?! Wir kommen gut im Tal auf 1‘550m an. Am Ortsrand von Oaxaca biegen wir links ab und fahren die letzten 5km bis nach Santa Maria del Tule wo wir auf dem Campingplatz El Rancho einen Platz reserviert haben. Es ist 18.15h und wir happy gut angekommen zu sein. Cali, ein Mitarbeiter erwartet uns schon. Er weist uns ein und zeigt uns die wichtigsten Einrichtungen. Auf dem Platz stehen ausser uns noch zwei deutsche Wohnmobil-Trucks und zwei amerikanische Fahrzeuge. Wir werden von Petra und Stefan begrüsst. Sie empfehlen uns einen Taco-Shop für ein schnelles Abendessen und die Fahrräder, die den Gästen kostenlos zur Verfügung stehen. Die schnappen wir uns und fahren die 1.5km in den Ort. Wir bekommen gutes und günstiges Essen und sind bald wieder zurück um müde in die Betten zu steigen.

Dienstag, 26. Oktober 2021
Morgens sind wir von lauten Geräuschen in den Bäumen wach geworden. Die hier heimischen Brüllaffen haben den Tag begrüsst. Verschiedene Vogelarten haben ihre Laute dazu gegeben. Schön die Tiere zu hören, gestern hat sich wegen einer Geburtstagsparty im Restaurant keines der Tier hören oder sehen lassen. Noch vor 8.00h haben sich 3 der 4 Nachbarn schon verabschiedet. Wir machen erstmal einen Spaziergang in den Wald. Nachmittags sitzen wir gemütlich im Schatten der Bäume. Unsere Ruhe wird durch Gekrächze gestört, zwei Aras fliegen durch die Lüfte und lassen sich auf einem Baum nieder, um dort in Ruhe Beeren zu knabbern. Sie sind gut zu beobachten, einen Brüllaffen entdecken wir auch noch in der Nähe auf einem Baum. Leider wurde nach der Party gestern das Wasser im Pool abgelassen und der Grund gereinigt. Nun plätschert das Wasser seit mittags langsam wieder in die Wanne. Wir wollen nachher trotzdem ein Bad nehmen, um uns den Schweiss des Tages vom Körper zu waschen. Gerade kommt noch ein weiteres Fahrzeug auf den Platz gefahren. Es sind Franzosen mit einem riesigen Truck. Da haben wir nachher noch ein wenig zu plaudern.

Montag, 25. Oktober 2021
Wir sind weiter gefahren. Auf der Strecke hat uns heute lange das Meer und eine Lagune begleitet, dann mussten wir noch ein paar Hügel überqueren. Die Gegend hier am Vulkan San Martin wird die mexikanische Schweiz genannt. Grün ist es, Hügel hat es und ein paar Kühe stapfen auch herum, der Vergleich passt. Die 150 zu fahrenden Kilometer ziehen sich aber endlos. Im Ort Catemaco angekommen gehen wir noch schnell das Nötigste einkaufen bevor nach La Jungla fahren. Es ist ein Campingplatz der am See und mitten im Dschungel gelegen ist. Auf der Hinfahrt werden wir an einem Polizeiposten angehalten, der Beamte fragt nach dem woher und wohin und gibt uns dann zwei, drei Tipps wie wir zu unserem Ziel kommen, dafür möchte er dann gerne zwei Getränke, die wir ihm dann halt übergeben. Der letzte Kilometer geht auf schmaler Strasse dann wirklich durch den Regenwald. Bei unserer Ankunft werden wir erstaunt beäugt. Ja, wir sind für diesen schmalen Weg recht gross aber die Fahrt ging ohne Probleme. Der Platz ist gut besetzt, es stehen ein amerikanisches, ein spanisches und zwei französische Wohnmobil hier. Wir gehen erstmal etwas trinken und essen, dann setzen wir uns zu den Nachbarn an den Pool. In verschiedenen Sprachen tauschen wir unsere Erfahrungen und Erlebnisse aus. Gegen Abend geniessen wir den schönen Sonnenuntergang am See.

Sonntag, 24. Oktober 2021
Letzte Nacht war es alles andere als ruhig. Gegen Mitternacht haben wir in der Nähe Schüsse und ein grosses Palaver gehört, danach war es eine Weile ruhig. Leider hat sich dann eine Gruppe irgendwelcher kurioser Anbeter ausgerechnet einen Platz in der Nähe ausgesucht, um ihre nächtliche Seance abzuhalten. Erst gegen 2.30h gab es endlich Ruhe und wir konnten noch ein paar Stunden ungestört schlafen. Den Tag haben wir dann ruhend im Schatten des D-Hai verbracht.

Samstag, 23. Oktober 2021
Gestern Abend haben wir noch Nachbarn bekommen. Heute Morgen sind sie schon früh wach. Wir wechseln ein paar Worte mit den beiden. Sie sind Polen aus Krakau, leben aber in New Jersey, USA. Leider hatten die beiden vor 4 Tagen ein sehr unangenehmes Erlebniss. Auf der Cuota, also der Mautstrasse zwischen Puebla und Veracruz wurde bei einem Halt auf ihr Auto geschossen. Eine Scheibe war kaputt aber die Diebe konnten nichts stehlen. Das muss ein riesiger Schreck gewesen sein. Von Dino Adventures haben wir auch einen Bericht gehört, sie wurden im Staat Miochacan auf der Strasse vom Kartell angehalten und gebeten umzudrehen. Die Männer standen in voller Montur mit Waffen wie aus Rambo 3 plötzlich da. Es ist ihnen nichts passiert aber auch sie hatten einen Schock. Wenn man diese Geschichten hört kann man fast Angst bekommen aber wir haben von vielen anderen Reisenden gehört, die hier in Mexiko unterwegs sind und waren, die nie Probleme hatten. Zum Glück ging es uns bis jetzt auch so. Wir bleiben wachsam und halten uns an die bekannten Regeln. Drückt uns die Daumen, dass wir damit auch in Zukunft nur gute Erfahrungen machen. Nachdem wir gefrühstückt haben düsen auch wir los. Auf dem Weg zur Cuota können wir noch kurz den Pico de Orizaba bestaunen. Er ist der höchste Berg/Vulkan Mexikos mit 5‘636m. Auf der Cuota rollen und rattern wir nach Osten. Die Strecke ist unspektakulär und führt meist durch dichtes Grün oder landwirtschaftlich genutzte Flächen. Einige Kilometer vor Veracruz drehen wir ab und wenden uns nach Süden. Wir fahren ans Meer. In der IOverlander App haben wir einen etwas teureren aber direkt am Strand gelegenen Platz gefunden. Dorthin zieht es uns. Nach der Rezeption müssen wir noch einige hundert Meter durch einen Dschungel fahren bis wir auf eine offene Fläche kommen. Es ist wirklich schön hier, wenn auch keine Palmen auf dem Platz wehen. Der Poolbereich und das Restaurant werden von Tagesgästen frequentiert. Hier gibt es Platz genug für diverse Wohnmobile, wir sind aber die einzigen Camper. Wir gehen erstmal im Restaurant essen und machen dann einen Strandspaziergang. Leider ist die Beach sehr vermüllt und auch mit natürlichem Strandgut übersäet. Es ist warm aber nicht heiss und so setzen wir uns bis zum Sonnenuntergang hinters D-Hai in den Schatten.

Freitag, 22. Oktober 2021
Wir wollen weiterfahren, müssen aber noch ein paar Sachen erledigen. Hermi nimmt den Seagul Filter auseinander um den Behälter zu putzen. Einen Filter haben wir noch nicht eingesetzt. Bevor wir aufbrechen veraschieden wir uns noch von den Nachbarn um uns herum. Es ist 11.00h als wir endlich aus dem Tor fahren. Bevor es aber weiter nach Orizaba geht, müssen wir noch Wasser auffüllen. Endlich sind wir bereit und umfahren zügig Puebla um nach Osten zu gelangen. Fast schnurgerade führt die Autobahn Richtung Veracruz, bevor sie sich in den Bergen, in riesigen Kurven bergab schlängelt. Vorher stehen wir leider wegen einer Baustelle noch mehr als eine Stunde im Stau. In den Bergen hängt Nebel, dadurch können wir den höchsten Berg und Vulkan Mexikos, den Pico de Orizaba leider nicht sehen. Unten im Tal unter 1‘000m angekommen ist es warm und feucht, ein komplett anderes Klima. Die letzten 10km bis zu unserem Ziel, dem wunderhübschen Balneario La Cotorra, nähern wir uns über schmale Nebenstrassen. Zuletzt sind wir unsicher ob der Weg stimmt. Es ist nurmehr ein schmaler Pfad zwischen hochstehenden Zuckerrohrfeldern. Ich steige aus und erkunde zu Fuss die Strecke. Zum Glück kommen mir drei Bauern mit einem Pferd entgegen. Es wird mir bestätigt, dass wir hier richtig sind und die Strecke für unser Bimobil keine Schwierigkeit darstellt. Ganz zum Schluss dürfen wir dann noch die Pneus reinigen, es geht durch ein kleines klares Flüsschen. Eine nette Senora begrüsst uns und weisst uns einen Platz an. Wir dürfen mitten im Grünen stehen. Rundum fliesst ein klares Bächlein. Bei einem Spaziergang erkunden wir die verschiedenen Picknickplätze die hier angelegt sind. Dazwischen wurden kleine Pools angelegt, in denen man schwimmen kann. Ein Stück weiter ins Tal hinein entdecken wir die Quelle die diese Gewässer füllt. Daneben hat ein Bauer verschiedene Pflanzen angebaut, unter anderem erkennen wir das hier überall kultivierte Zuckerrohr und sogar Kaffeebüsche mit schon gelben Früchten stehen hier etwas versteckt unter höheren Bäumen. Zurück beim Wohni fängt es an zu Regnen, wir machen es uns drin gemütlich, arbeiten an unseren Computern und kochen.

Donnerstag, 21. Oktober 2021
Hermann weckt mich wie abgemacht um 7.15h, raus aus den Federn! Wir schauen im Internet ob sich die Fahrt zu den Vulkanen lohnt. Prima, der Popocatepetl ist frei und leuchtet in der Sonne. Schnell ziehen wir uns an und fahren los. Zuerst geht es durch die Vororte von Cholula und Puebla, dann durch kleine Dörfer, die von der Landwirtschaft leben. 25 km sind es die mit unzähligen Topes geziert sind. Zum Glück haben wir eine herrliche Aussicht vor uns mit den beiden Vulkanen. Die letzten Kilometer geht es jetzt auf einer schlechten Gravelroad hinauf auf 3‘600m.ü.M. Der Iveco schnauft und rumpelt tapfer die 15km bergauf. Unser Ziel ist der Paseo de Cortes, der zwischen den Vulkanen Popocatepetl und Iztaccihuatl liegt. Oben angekommen ruhen wir uns alle erstmal aus und frühstücken. Von der anderen Seite, vom Tal von Mexiko City, ist die Strasse durchgehend geteert, trotzdem haben sich hierher nur wenige Autos getraut. Leider hat sich inzwischen der Popo wieder seinen Hut angezogen. Nur kurz können wir seinen rauchenden Schlot auf 5‘436m erspähen. Wir machen ein paar obligatorische Fotos und entscheiden uns, wieder zurück nach Cholula zu fahren. Die Wolkendecke nähert sich uns nämlich immer weiter und im Nebel und Wind hier oben zu stehen macht keinen Sinn. Nach 1 ½ Stunden sind wir endlich wieder unten angekommen. Es ist noch früh genug um uns die beiden, in der Nähe liegenden Kirchen Santa Maria Tonanzintla und San Francisco Acatepec anzusehen. Den Tipp haben wir von Erika und Claude bekommen. Ich bin sonst nicht so der Kirchgänger, auch nicht um sich diese anzusehen. Ich bin mehr der Meinung das viele Geld sollte man den Armen geben und ihnen nicht noch aus der Tasche ziehen, für diesen Prunk. Trotzdem bin auch ich beeindruckt von diesen speziellen Anbetungsstätten, die beide indianisch beeinflusste Barockbauten sind. Die Fassaden wurden mit den hier typischen Kacheln reich geschmückt. Wir kommen trocken zurück zum Wohni aber als wir kurz darauf einkaufen, gehen stürzt eine Sintflut vom Himmel und setzt sogar teilweise die Strassen unter Wasser. 10km weiter und eine halbe Stunde später beim Campingplatz war und ist es trocken. Wir buchen für eine weitere Nacht und gehen dann zum Essen. Beim Start kommen uns noch Rosa und Edwin entgegen, wir haben ihren Hymer mit Zürcher Kennzeichen schon bei der Ankunft entdeckt. Wir hatten die beiden in La Paz getroffen, als sie mit der Gruppe von Seabridge dort gecampt hatten. Nach einem kurzen Schwatz gehen wir nochmal in das gute italienische Restaurant Calabrese im Zentrum und lassen uns wieder verwöhnen.

Mittwoch, 20. Oktober 2021
Ausgeschlafen starten wir erst gegen Mittag in unser Stadtabenteuer. Shell bleibt zu Hause und bewacht das D-Hai. Wir halten ein Taxi an und lassen uns ins Zentrum von Puebla bringen. Kurz vor dem Zocalo springen wir aus dem Auto und stürzen uns ins Getümmel. Wir treffen zuerst auf einen schönen alten Markt, der aber inzwischen ziemlich auf Tourismus ausgerichtet ist. Bei unserem weiteren Spaziergang sind wir begeistert über die schönen gepflegten Häuser, Strassen und Plätze. Überall ist es bunt und interessant. Am Hauptplatz löschen wir unseren Durst mit einem grossen Bier. Etwas später finden wir ein hübsches Restaurant, wo wir auf einem kleinen Balkon einen Tisch für uns alleine haben. Das bestellte Menu ist sehr fleischlastig aber die Getränke sind hammermässig. Ein riesiger Mojito mit Gurken! stillt unsere Sehnsucht nach etwas Süssem. Taxis gibt es hier genug und so sitzen wir nach einer Minute Warten an der Strasse in einem Gefährt zurück nach Cholula. Schön war es heute!

Dienstag, 19. Oktober 2021
Morgens sind wir noch zu faul um uns zu beeilen. Wir schaffen es erst um 10.30h abzufahren. Die erste Viertelstunde quälen wir uns nochmal durch die schmalen Strassen von Tepotzlan. Zurück auf der Landstrasse geht es zügiger voran. Eigentlich wollten wir von Westen her auf den Sattel zwischen den Vulkanen Popocatepetl und Itzaccihuatl fahren aber die Berge präsentieren sich nicht und sind hinter dicken Wolken versteckt. Der neue Plan heisst, Fahrt nach Cholula. Auf recht guten Schnellstrassen erreichen wir den Staat Puebla mit seiner sehr ländlichen Ansicht. Wunderschön gelegen breiten sich viele verschiedene Felder mit Früchten aus, die wir nicht erkennen können. Kurz vor Puebla wird es wieder städtisch und schon sind wir mittendrin im urbanen ausufernden Kraken der Stadt. Ohne Probleme lotse ich Hermi zum Camping in Cholula. Das Tor öffnet sich, sofort werden wir von einem riesigen Husky und einem wunderschönen Weimaraner begrüsst. Der Husky macht das so gründlich, dass unsere Türe nachher verkratzt ist. Da hilft wohl nur polieren. Wir suchen uns einen Platz aus, machen es uns erstmal gemütlich und spazieren anschliessend alle drei zum Zentrum. In Cholula verbirgt sich die zweitgrösste Pyramide der Welt unter einem Berg den eine Kirche ziert. Leider darf Shell nicht hinauf. Ich erklimme alleine den Hügel und geniesse die Aussicht über 360°. Das gibt Durst, den stillen wir in einer Bar am Zocalo bei einem Bier. Auf der Suche nach einem Restaurant für das Abendessen stolpern wir förmlich in einen hübschen Innenhof. Hier gibt es original italienische Speisen. Der Eigner des Calabrese ist Mexikaner, hat aber in Deutschland studiert und parliert mit uns ganz entspannt auf Deutsch. Die Pizza und die Vorspeise mit frisch gebackenem Pizzabrot sind ein Gedicht. Nach einem Tiramisu und einem excellenten Expresso trennen wir uns von diesem kulinarischen Paradies und gehen in der langsam einsetzenden Dunkelheit zurück zum Camping.

Montag, 18. Oktober 2021
Wir haben gut und ruhig geschlafen. Gegen Mittag starten wir unseren Spaziergang ins Zentrum. Shell kommt mit und läuft tapfer die 2.5km. Immer wieder hat sie Kontakt mit den Strassenhunden aber die sind alle friedlich, auch die grössten schnüffeln nur und legen sich dann wieder faul in die Sonne. Wir haben zwar schon schönere Pueblo Magico gesehen aber der Ort liegt in einer tollen Landschaft geschmiegt an schroffe Felsen. Eine Attraktion wäre eine Pyramide hoch über dem Dorf aber das schenken wir uns. Wir geniessen erstmal einen exzellenten Mojito und anschliessend Chile Rellenos, gefüllte Paprikaschoten mit einer feinen Sosse. Das Restaurant hat sogar eine Menukarte für Hunde! Gesättigt aber müde von zu viel Mojito schleppen wir uns zurück zum Camping, wo wir eine längere Siesta machen. Erst gegen Abend werden wir wieder munterer und erledigen noch ein paar Arbeiten.

Sonntag, 17. Oktober 2021
Zum Abschied überfliegen uns nochmal Ballons, dann fahren wir los. Die heutige Route trägt uns um Mexiko City herum. Bis Mittags ist der Verkehr noch ruhig, dann füllen sich die Strassen und wir stehen immer mal wieder Schlange. Erst ganz im Süden der Stadt verlassen wir das Verkehrschaos. Es war allerdings nicht so schlimm wie erwartet, allerdings ist auch Sonntag. An Wochentagen, wenn alle Geschäfte geöffnet sind, möchten wir hier nicht fahren wollen. Bevor wir auf der 95 Libre in Richtung Cuernavaca fahren gehen wir noch in einem Supermarkt einkaufen. Das heisst Shell und Hermann bleiben beim Wohni und ich hetze durch die Gestelle um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Endlich ist alles verstaut und wir können weiterfahren. Erst noch im dichten Stadtverkehr, dann immer ruhiger, führt die Strecke auf fast 3‘000 m Höhe vorbei an vielen Vulkankegeln. Die kurvige Strasse bringt uns in den Nationalpark der Lagunen von Zempoala. Drei hübsche Seen liegen tief in bewaldeten Senken. An einem breitet sich eine grosse Lichtung aus. Hier ist an diesem Sonntag Nachmittag die Hölle los. Es gibt Restaurants, man kann Ruderboote mieten, auf Pferden reiten und vieles mehr. Sogar getaucht wird, es scheint sehr kalt zu sein, wir sehen Taucher mit Vollgesichtsmasken. Leider hat der Campamento beim Administrationskomplex geschlossen. Wir finden auch keine Alternative und entschliessen uns nach Tepoztlan zu fahren, das nur gut 40 km entfernt ist. Es geht steil bergab bis in die Ebene auf 1‘500m. Wir kämpfen uns durch den Ausflugsverkehr bis ins Städtchen. Hier geht aber das Chaos erst richtig los. Wir rumpeln durch die kopfsteingepflasterten engen Gassen. Einmal rechts dann wieder links abbiegend und immer mit dem Gegenverkehr kämpfend. Wir müssen am Zentrum vorbei wo der Bär steppt. Zum Schluss müssen wir in einer Gasse wenden, weil ein parkiertes Auto auf der einen und ein tiefhängender Ast auf der anderen Seite die Durchfahrt für uns unmöglich macht. Endlich, gegen 18.00h erreichen wir den Campingplatz der hiesigen Pfadfinder. Er hat sogar geöffnet und wir werden nett begrüsst. Nachdem wir für zwei Nächte bezahlt haben kochen wie schnell ein Chili con Carne und können uns dann endlich bei einem Glas Wein entspannen.